Archive for October, 2010

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m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

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uke Bernado war verwundert. Hatte der große Allianzrat ohne ihn entschieden? Jedenfalls erreichte ihn heute eine päpstliche Depesche und die besagte, dass es einen Kreuzzug gegen Cairo, ein Zentrum der ungläubigen, geben sollte. Hatte der Papst hier etwa im Alleingang entschieden?

Zwischenzeitlich konnte die Königliche Marine zwei Seeschlachten gegen die Mauren gewinnen und dabei zwei Schiffe versenken. Auch die maurische Armee, die bei Cagliari an Land gegangen war, konnte mit nur geringen Verlusten besiegt werden. Hoffen wir, dass die Mauren daraus lernen…

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m Winter 1200 strebte Polen unter der Herrschaft von Prinz Zbigniew nach Großem.

Der Ryazan-Handel

Niemand geringeres als des Königs Lieblingsenkel Leszek hatte den Ryazan-Handel perfekt gemacht. Russland hatte freiwillig einen Brückenkopf tief im Herzen Mongolias geräumt und den Polen überlassen. Die neue Feste stand tief im Osten, mitten im Nirgendwo, abgeschnitten von jedweder Unterstützung. Doch wer glaubt, dass Polen sich vor solch einer Herausforderung drückt, irrt gewaltig. Der Plan zur Erschließung des Fernen Ostens ist angelaufen.

Steppenwolf & Steppenrebellen

Nahe Kutais, dem Brückenkopf Polens an der Grenze zu Antiochia, Mongolia und dem Byzantinium, haben polnische Späher allerlei Rebellenvolk gesichtet. Das Gesocks kommt aus den Bergen im Norden, ganz offenbar sind es mongolische Rebellen und ehemalige Turk-Truppen. Das Königreich Polen ermuntert das Freie Antiochia, den letzten verbliebenen Bergpass mit einer angemessenen Feste zu verschließen.

Andrew bringt dem Byzantinium den Frieden

Nahe Kutais, der Stadt des Himmlischen Friedens, kamen erneut Vertreter des Byzantiniums zusammen, um mit einer europäischen Großmacht über Frieden zu verhandeln. Wie schon sechs Halbjahre zuvor bei den Venezianern winselte das ehemals mächtige Byzantinium auch diesmal um Gnade. Der erfahrene Prinz Andrew von Ungarn und seine geliebte Frau Agnes fackelten nicht lange und machten den Sack zu – und ließen sich den Frieden mit satten Goldtalern bezahlen. Ruhm und Ehre dem polnischen Paar im wilden Osten.

Randnotizen

  • Ein mächtiges Heer steht im Norden des Landes bereit. Es hält Wache gegen Novgorod, die erste Stadt des Pferdeherren nahe der polnischen Grenze.
  • Die polnische Prinzessin Katharzina wurde von ihrem Vater zu einem diplomatischen Praktikum gen Ungarn gesandt. Sobald sie dort Erfahrungen im Umgang mit der Hochdiplomatie gesammelt hat, wird ein geeigneter Gatte von gutem Stand und Charakter gesucht. Vertreter aller Adelshäuser werden ermuntert, Vorschläge für qualifizierte Bewerber bei der polnischen Botschaft nahe Rom abzugeben.
  • Zwei gewaltige polnische Heere bereiten sich auf die Eroberung von Kiev vor. Der finale Schlag ist in drei Halbjahren geplant.
  • Ein Heer unter dem Kommando von Zbigniew, dem Heiligen, steht kurz davor, in russischen Raum einzudringen. Der Prinz der Polen will einen Korridor nach Ryazan freikämpfen.
  • Das Königreich Polen drückt Bohemund, dem weisen und gerechten Herrscher Antiochias, sein tiefes Mitgefühl zum Tode von Guy aus. Bei aller Freude ob des Siegs über die Turk-Menschen verbleibt ein schaler Beigeschmack ob des hohen Preises, der zu entrichten war. Möge Bohemunds Stern noch lange über Antiochias Wüste leuchten.

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ohemund hatte alle Hoffnungen in seinen letzten verblieben Sohn Guy gesetzt. Zu gerne hätte er ihn begleitet um den Triumph mit zu erleben und ihn in der wohl schwierigsten Schlacht mit den Türken um Baghdad zu unterstützen. Ihm blieb aber so nichts anderes übrig als der Dinge zu harren, die da kamen. Schon lange plagte ihn der körperliche Zerfall, der Zahn der Zeit nagte an ihm spürbar. Er hielt sich in diesen Tagen oft in seinem Zimmer auf und selbst seine engsten Vertrauten sahen ihn manchmal wochenlang nicht. Viele wussten, dass er den Tod seines Sohnes immer noch nicht verkraftet hatte. Nicht auszudenken was passieren würde, wenn auch sein letzter Sohn vor ihm das Reich der Toten betreten würde.

Meanwhile…
Lange hatte Guy gewartet um Informationen aus erster Hand zu bekommen. An diesem Morgen kam endlich die wichtige Botschaft. Antiochias Spione hatten den Verdacht bestätigt. Baghdad war die bisher am besten bewachte türkische Städte auf die man in der langen und zähen Kriegesgeschichte stoßen würde.  Die Türken hatten ihre letzte Zufluchtsstätte zur Bastion ihrer Elite-Soldaten erklärt. Über 1000 Elite Soldaten bewachten Baghdad rund um die Uhr. Die Lage erschien schwierig aber dennoch trieb Guy, der in der Familie tief verwurzelte Ehrgeiz und Glaube an sich selbst an, um in der Mittagshitze das Zeichen an seine Männer zu geben, den Angriff und Kampf auf Leben und Tod und zur Ehre und Befreiung Antiochias, zu starten.

10 türkische Städte und Burgen hatten die Heere Antiochias im Laufe der Jahre erobert und mit Baghdad würde das türkische Reich für immer dem Erdboden gleich gemacht werden. Viele Gedanken und Emotionen strömten durch Bohemund als ein völlig erschöpfter und sichtlich betroffener Botschafter endlich nach langem Weg eintraf und das Wort erhob.

“…Herr…die Türken sind vernichtet. Antiochia ist jetzt befreit und viele Gräultaten sind gerächt. Eurer Sohn war erfolgreich. Er hat euch nicht entäuscht. Er wollte, dass ihr stolz auf ihn seid. “

“Schaut euch diese alte Kiste an – diese war eine Errungenschaft des Sieges.  Ein altes Geheimrezept soll sich darin befinden, was undenkbaren Reichtum verspricht.”

Bohemund öffnete die alte Pergamentrolle, konnte sich aber noch nicht vorstellen, wie man mit Essen undenkbar reich werden könne…

 

“Mein Herr…”  Der Botschafter erhob seine Stimme und man merkte ihm an, dass er äußerst nervös war und sein Antlitz ward plötzlich kreidebleich.
“Ich weiss, dass es trotz dieser guten Kunde schwer für euch sein muss, die folgenden Worte zu hören. Herr… Eurer Sohn ist gefallen……..”

Bohemund rannte ohne zurück zu blicken aus dem Audienzsaal und ritt mit seinem Pferd aus der Stadt. Niemand wusste, was er vor hatte.

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er Generationenwechsel im Königreich Polen war im vollen Gange. Schon seit Monaten nahm König Wladyslaw nicht mehr aktiv die Regierungsgeschäfte wahr, stattdessen verweilte er lieber an der Adria. So kündet der heutige Bericht von den neuen Akteuren im Königreich.

Andrew – der starke Mann in Kutais

Kutais ist der östliche Brückenkopf im Schwarzen Meer, direkt an der Grenze zum Byzantinium, den Turkmenschen und dem gelobten Antiochia. Hier in Kutais herrscht Andrew von Ungarn, endlich wieder vereint mit seiner treuen Gemahlin Agnes von Polen. Und wahrlich, es gibt viel zu tun – hier, am Ende der Welt.

König Wladyslaw – der Beobachter

Wladyslaw hat das Ende seiner aktiven Zeit erreicht. Während seine Leibarmee in Krakau verweilt, ist er zusammen mit einigen wenigen getreuen ständiger Gast am Hofe des Dogen von Venedig. Wladyslaw gefällt sich in der Rolle des Betrachters, hat er doch erkannt, dass Kronprinz Zbigniew lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Katharzina – der neue Stern der Diplomatie

Die Tochter des Kronprinzen hat in diesem Halbjahr erstmals die politische Bühne betreten. Im zwarten Alter von 15 Jahren entsandte Prinz Zbigniew sie auf ihre erste diplomatische Mission. Zum Schrecken des Hofstaats startete Katharzina vom Smolensk aus, direkt gelegen an der Grenze zu Russland und Mongolia. Möge der Himmel ihr beistehen.

Prinz Zbigniew – der Heilige

Eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen, insbesondere bei der Kriegsführung Polens, brachte den Prinzen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile jedoch sind seine Entscheidungen allgemein anerkannt, immerhin prosperiert Polen unter seiner Führung und hat endlich wieder Landgewinne zu vermelden. Da passte es ins Bild des Volkes, dass der Kronprinz Heilig gesprochen wurde. Lang Lebe Prinz Zbigniew der Heilige.

Leszek – der Friedensstifter mit Russland

Der Lieblingsenkel des Königs Wladyslaw weilte mit seinen Mannen an der Ostgrenze. Umgeben von Russen und Mongolen sorgte er für Ordnung – mit beachtlichem militärischen Erfolg. Da verwunderte es kaum, dass die Russen zu Leszek kamen um ihn um Frieden zu bitten. Leszek willigte schließlich ein, ließ sich den Frieden jedoch mit einer russischen Festung und einigen hundert Goldstücken bezahlen. Er ist ja schließlich kein Unmensch.

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rneut weilte König Wladyslaw im Dogenpalast zu Venedig. Das wohlige Klima, die netten Menschen und die Entfernung zu Mongolia sprachen ihn allemal mehr an als die Zustände im Königreich Polen. Es war ihm ein Vergnügen, sein Können in Italien unter Beweis zu stellen. Und dies gab es zu berichten…

Rebellen in der neuen Welt

Venedigs Expeditionsflotte hat die erste halbwegs zivilisierte Siedlung ausgemacht. Die Eingeborenen nennen Sie Fortaleza, verwaltet wird sich von einem rebellischen Bürgermob.

Rohstoffe gefunden

Zum Glück bietet die Neue Welt nicht nur Rebellensiedlungen, sondern auch Bares. Gold und edle Hölzer wurden von der Expeditionsflotte entdeckt. Unumwunden ordnete Wladyslaw an, binnen zwei Halbjahren eine Schar Händler nach Venedika zu entsenden.

Terror im Byzantinium

Das große öströmische Reich erzittert in diesen Tagen unter dem Terror Venedigs. In Vorbereitung des bevorstehenden Landangriffs wurden die Grenzstädte, umherreisende Diplomaten und falsche Geistliche mit unnachgiebiger Härte gejagt. Byzantinium erzittere!

Der Angriff aufs Byzantinium

Binnen eines Halbjahres wird die Ostgruppe des Venezianischen Heeres in Tessaloniki einfallen. Der Plan ist gefasst, die Truppen entsandt. Lange wird es nicht mehr dauern.

Die Karte der Welt

Die sehr guten Vernetzungen Venedigs mit Diplomaten und Spionen ermöglichten es König Wladyslaw, ein einmalig korretes Bild der aktuellen machtpolitischen Situation aufzuzeichnen. Dem Allianzrat mit den besten Grüßen aus Venedig zur Verfügung gestellt.

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un, vielleicht ist nicht ganz Ägypten kopflos, aber der Herrscher allemal. Baldwin schien zu schmunzeln, als er diese Nachricht vernahm. Doch seine Miene verhärtete sich wieder, als seine Gedanken wieder zurück in den Norden verfielen.

Bohemund musste die Nachricht so schnell wie möglich erreichen. Zwar war nur eine kleine mongolische Armee da vor den Toren Antiochias, ab

er es gefiel Baldwin trotzdem nicht. Seine Assassinen waren noch zu weit entfernt, aber der vorgeschickte Spion Wolman war sich sicher, in Kürze noch weitere Truppen zu entdecken.

Baldwin zögerte nicht, und schickte den Boten Richtung Antiochia los…

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in freies Antiochia – davon hatte Bohemund seit seiner Kindheit geträumt. Schon sein Vater hatte ihm erzählt von seiner unbeschwerten Kindheit und dem friedlichen Zusammenleben zwischen den Völkern. Ein Traum, der leider durch den Schlund der Realität in schier ferne nicht zu erreichende Weiten verloren schien. Die Welt von heute war düster, kalt und brutal. Das hatte Bohemund mit auf dem Weg bekommen. Jahrelang musste er mit ansehen, wie die türkischen Invasoren einfach mordeten und brandschatzten – alles unter der Flagge der Relegion. Kurz vor Jahrhundert Wende gab es nun endlich einen Hoffnungsschimmer. Nur noch eine Festung war dem Feind geblieben. Die letzte große Schlacht stand bevor und mit Baghdad ein Fels in der Brandung an der Grenze im Osten. Die Männer Antiochias erhielten in den frühen Morgenstunden den Marschbefehl. Regent Guy freute sich, dass Bohemund ihn für diese glorreiche aber auch schwierige Prüfung auserwählte.

 

Bohemund war heute überschwenglich und voller Tatendrang. Er war sich sicher, dass es bald mit der türkischen Bedrohung für immer und ewig vorbei seien würde. Außerdem begeisterte ihn die gute Kunde, dass seine polnischen Freunde in Form von Prinz Andrew in unmittelbarer Nähe gelandet waren um gemeinsam der Bedrohung durch Mongolia Herr zu werden. Auch ein listiger Test ging auf und brachte Bohemund eine wichtige Erkenntnis. Denn gerade mal 100 Goldstücke war Mongolia die Allianz mit der Südost-Macht Antiochia wert. Die Pläne ware damit glasklar entlarvt. Für Mongolia war es nur eine Frage der Zeit Ihr Hohheitsgebiet nach Süden hin auszudehnen. Antiochia ist gerüstet und zur eurer Überraschung wird euch auch Polen mit offenen Armen empfangen, dachte sich Bohemund. 

Zur Feier des Tages wurde Prinzessin Agnes von Polen nach kurzem Staatsbesuch und Austausch von Gastgeschenken der Freiritt Freitritt zu ihrem lieben Gemahlen Andrew gewährt. Als Zeichen ihres Dankes verschaffte sich die Prinzessin eine Möglichkeit ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. So lies sie jeden Wissen, was Sie in Wirklichkeit über Bohemund und Antiochia mit Pauken und Parolen dachte.

Selbst lange nach ihrer Abreise war das positive Erscheinungsbild der Prinzessin in den Köpfen der Bürger Antiochias nicht verwirkt und noch lange summten sie im Gedanken immer wieder das Lied, dass Agnes zu weil erklingen lies.

Interpret: Agnes  Titel: Release me

httpv://www.youtube.com/watch?v=PhkT96laV3I

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ährend König Wladyslaw erneut in Venedig den Dogen vertrat, regierte Prinz Zbigniew in Polen mit harter Hand.

So lies er unter anderem Aleksy Premyslid heiraten. Aleksy ist ein Sohn des Zweitgeborenen von Wlady und kein Mann, der sich bisher mit großen Taten verdient gemacht hatte. Hoffen wir, dass er es den anderen großen Mannen der Königsfamilie gleich tut.

Der Krieg im Osten läuft weiter auf vollen Touren. Obwohl die Russen militärisch in arger Bedrängnis sind, lassen Sie nicht ab. Zuletzt wurden sogar Agenten (vulgo: Terroristen) in den Städten des Königreichs gesehen. Holzauge, sei wachsam!

Nahe Visby protestieren in diesen Tagen die Seeleute, Hafenarbeiter und Vertreter der Hanse. Die Männer der See beschweren sich über die polnische Blockade in der Ostsee, die ihrer Meinung nach den freien Warenverkehr zu sehr einschränken würde. Man fragt sich, wie die Leute auf solche Ideen kommen…

Zu guter Letzt vollendete im Winter 1198 Andrew von Ungarn endlich die planmäßige Landung polnischer Truppen am Ostende des Schwarzen Meeres. Mit über 1.000 Mann und einem Befehl ging er von Bord – und eroberte im Handstreich den byzantinischen Brückenkopf Kutais. Zu Andrews vollkommenen Glück fehlt nun nur noch ein Bote Antiochias mit aktuellen Karteninformationen… und natürlich seine geliebte Agnes.

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m Winter 1198 AD wurde unsere Welt um einen weiteren Kontinent bereichert.

Der ehrenwerte Admiral Dardi, Offizier der Venezianischen Maritimen Streitkräfte, stieß am 12. Oktober um exakt 22.00 Uhr auf Land. Zuerst sah er nur eine Möwe mit einem Lorbeerzweig, wenig später meldete der Ausguck “Land in Sicht!” Eine neue Ära von Dominanz und Wohlstand stand dem Venezianum ins Haus.

Zurück in der Tagespolitik: In Vertretung des ehrwürdigen Dogen von Venedig gab König Wladyslaw bekannt, dass Venedig von jetzt ab Ländereien des Byzantiniums beansprucht. Dies sind namentlich die Städte Tessaloniki, Arianopel und Istanbul. Ein Angriff auf das Imperium Byzantinium steht unmittelbar bevor.

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rotz der päpstlichen Vorgabe keine weiteren Angriffe auf sizilianische Städte durchzuführen entschied sich Duke Bernardo dazu den Befehl für den Angriff auf Malta zu geben. Kurze Zeit später konnte die nur schlecht bewachte Stadt von einer Armee unter der Führung von Cristoforo Rossi eingenommen werden.

Gleichzeitig bewegte sich die sizilianische Armee aus Neapel auf die Stadt Bari zu. Würde die sizilianische Armee versuchen Bari zurückzuerobern?

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rieg! Prinz Zbigniew und des Königs Enkel Leszek waren sich einig – und zogen in die Schlacht. Die Militäroperation richtete sich gegen zwei russische Burgen, die beide Befehlshaber im Sturm erobern wollten.

Die Kriegserklärung

Während Wladyslaw noch auf der Rückreise von Venedig war, lies der Thronerbe die Russen wissen, dass es Zeit für eine Veränderung an der Ostfront sei. Zwischen Mongolia und dem Königreich Polen sei schlichterdings kein Platz mehr für die Russen, so der Thronfolger.

Der Angriff

Leszek und Zbigniew griffen gleichzeitig an verschiedenen Orten die Russen an. Sie zogen mit schwerem Gerät und blutrünstigen Mannen vor den Toren des Feindes auf – und stürmten sogar in Unterzahl eine der Russenfesten.

Sieg – aber knapp

Während Leszek seinen Auftrag mit nahezu keinen Verlusten und in kürzester Zeit erledigte, musste Zbiniews Truppe bluten. Nahezu die gesamte Streitmacht ging bei dem Angriff in Unterzahl verloren. Nicht ein Mann seiner Leibwache überlebte – er selbst kam mit zahlreichen Narben aus der Schlacht.

Andrew ist gelandet – das Byzantinium zittert

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Ehemann der rebellischen Agnes von Polen, ist in diesem Halbjahr plangemäß an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelandet. Zusammen mit seinen Mannen wird er voraussichtlich binnen zwei Halbjahren einen Stützpunkt an der Küste erobern und danach zum vereinbarten Treffpunkt mit Antiochia weiterziehen.

Polen und Mongolia vereinbaren militärischen Zugriff

In einer einsamen Entscheidung befahl Polens Thronfolger, dass der Spitzendiplomat Miszko Maraosz mit den Mongolen einen Pakt aushandeln solle. Gegen Zahlung einer nicht unerheblichen Summe und Gewährung militärischer Zugriffsrechte würde sich Polen im Gegenzug verpflichten, weitere Angriffe gegen die Russen zu unternehmen und Mongolia ebenfalls Durchmarschrechte einräumen. Mongolia willigte ein.

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ie Zeit für Rache war gekommen. Zweimal hatten es die Sizilianer gewagt die Festung Ancona zu belagern, doch beim letzten Mal waren sie kläglich gescheitert. Duke Bernado hatte schon während der Belagerung beschlossen, dass es zu einem Gegenangriff kommen sollte. Endlich war es soweit.

Ein kleiner Trupp unter Führung von Captain Moreno, der sich eigentlich auf dem Weg nach Ancona zu Verstärkung der Einheiten befand, ging bei Bari vor Anker. Es stellte sich heraus, dass die Stadt nicht gut bewacht war und so entschloss man sich noch am selben Tag zum Angriff. Nur wenige Stunden später war der Kampf beendet und Bari in der Hand Mailands.

Doch für Sizilien sollte es noch schlimmer kommen, denn Cristoforo Rossi landete mit seinem Angriffstrupp direkt von den Toren Siracus. Auf einen solchen Angriff waren die Sizilianer keines Wegs vorbereitet und so war die Stadt in sehr kurzer Zeit in der Hand Mailands. Es bleibt abzuwarten wie sich Sizilien jetzt gegenüber dem Königreich Mailand verhält…

Durch die Beute aus den Eroberungen war die Staatskasse ordentlich gefüllt, doch reichte die Beute nicht aus, um die Infrastruktur in den verschiedenen Orten um die dringend benötigten Gebäude zu erweitern. Doch hier kamen die schlauen Diplomaten Mailands ins Spiel, die innerhalb weniger Tage die unglaubliche Summe von 14128 Goldstücken von den allierten und neutralen Fraktionen zusammentragen konnten. Allein die Mongolen waren bereit 12906 Goldstücke zu Zahlen. Nun hoffen die Diplomaten auf weitere Geschäfte in den kommenden Jahren…

Auch eine Hochzeit gab es in diesem Halbjahr zu vermelden. Die Prinzessin Diana Rossi heiratete den Jüngling Coccino di Livio. Dieser wurde nur wenige Tage nach der Hochzeit abberufen, um im Kampf gegen Sizilien eine Armee anzuführen.

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aum ein halbes Jahr ist es her, dass Herr Bohemund von Antiochia seinen Sohn Reynald in der Schlacht um Yerevan verlor. Reynald starb vor den Augen seines Vaters.

Agnes von Polen, ihres Zeichens Spitzendiplomatin im Ruhestand, nahm die Nachricht vom Fall des Reynald zunächst noch gefasst auf. In Polen zeigte sie distanzierte Trauer, bat jedoch gleichzeitig darum, in den Nahen Osten abrücken zu dürfen um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wladyslaw gewährte und Agnes bezog Quartier in Jerusalem.

In Jerusalem war Agnes zunächst ganz Profi. Innerlich stand sie ob des Todes von Reynald noch unter Schock, nach außen hin blieb sie hart. Sie beriet die Regierung auf dem Tempelberg und empfahl sogar einen Angriff im Osten. Als alle Geschäfte getan war, zog sie mit einem kleinen Tross gen Antiochia um dort am Grabe des Prinzen Reynald um ihren Jugendfreund zu trauern.

In einer sternenklaren und ungemütlich-kalten Nacht trottete sie mit ihrer Leibgarde von Jerusalem aus gen Norden. Die Sterne wiesen ihr den Weg durch ein einsames Dorf an der Grenze. Während sie die Siedlung durchquerten, fiel ihr Blick in eine Taverne, in der junge Männer und Frauen ausgiebig lachten und fröhlich becherten. Eine Hochzeitsfeier einfacher Leute war im vollen Gange.

Da wurde es Agnes schwer ums Herz und sie begann zu weinen. Sie dachte an ihren Geliebten Andrew, der in Kürze gegen Mongolia in den Krieg ziehen musste. Sie dachte an ihren ungestümen Bruder Zbigniew, der das Königreich in den Krieg mit Russland führte. Und sie dachte an Reynald, der wegen ein paar Kilometer Land sein Leben lassen musste. Gott! Wie kurzsichtig die Männer doch waren und wie schlimm das Unglück, dass sie über ihre Familien brachten. Dieser Irrsinn musste aufhören. Sie würde handeln!

In Antiochia angekommen sparte sich Agnes den Weg zu Bohemund. “Wahrscheinlich erobert der greise alte Mann gerade mal wieder ein Türkendorf”, dachte sie bei sich. Egal! Sie hatte wichtigeres zu tun. Gemeinsam mit Reynalds engsten Freunden versammelte sie sich auf dem großen Martkplatz in Antiochia und rief zum Widerstand gegen die Expansionspläne von Polen, Jerusalem, Antiochia und den anderen Herrscherhäusern dieser Welt auf. Die Menge hatte Agnes bereits in Herz geschlossen, als die Prinzessin Polens erneut nach vorne trat. Sie ließ Wut und Trauer freien Lauf und erhob die Stimme…

Agnes war mit sich im Reinen, als die Stadtwache Antiochias den Marktplatz umstellte und die Versammlung aufzulösen versuchte. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einige Bürger Bohemunds ihr Leben verloren. Nach einigen Minuten beendete Agnes die Intervention und begab sich erhobenen Hauptes in den Gewahrsam der Staatsmacht Antiochias.

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eues aus Polen

Im Winter 1197 AD war Prinz Zbigniew immer noch im Besitz von Zepter und Reichsapfel des Königsreichs Polen. Sein Vater verweilte an der gemütlichen Adria, wo er angeblich unaufschiebbaren Geschäften nachging. Seine Schwester Agnes sorgte derweil auf dem Tempelberg für Ordnung – und so hatte unser junger Prinz endlich einmal Zeit, Regierungsarbeit nach seinem Gusto zu vollziehen.

Seeblockade erfolgreich abgeschlossen

Konteradmiral zur See Godzimir vermeldete mit Beginn des Halbjahres, dass die polnische Blockade der Ostsee erfolgreich gegriffen hat. Sämtliche ausländischen maritimen Streitkräfte sind nun außerhalb der polnisch deklarierten Gewässerzone. Ein Hoch auf den umsichtigen Admiral!

Neues von Prinz Andrew

Andrew von Ungarn, Ehemann der Agnes, hatte im letzten Halbjahr noch die Hoffnung, auf der Krim einen dauerhaften Stützpunkt des Königreichs errichten zu können. Leider stellte sich bei genauer Exploration heraus, dass die vermutete Rebellenstadt mittlerweile in der Hand Mongolias ist. Andrew verlor daraufhin keine Zeit und setzte seine Reise gen Antiochia fort. In nicht weniger als zwei Halbjahren wird er am verabredeten Landungspunkt eintreffen.

Die Infiltration von Novgorod

“Mongolia scheint sich seiner Sache ja sehr sicher”, wetterte der Prinz des guten Königs zum Chef der Geheimpolizei. “Wenn sie glauben, das die russischen Bauern nicht rebellieren, irren sie sich gewaltig. Sendet Priester, Agenten, Spione, alles was wir haben! Und macht ein Heer zur Übernahme der Stadt startklar!” Gesagt getan – und schon nach wenigen Wochen lag der Unruhefaktor in Novgorod bei 50%. Das Königreich Polen steht bereit, den Mob zu befrieden und die Ordnung wieder herzustellen.

Prinz Zbigniew gegen Smolensk

Der Sohn des guten Königs war sich sicher: Russland hat nur noch drei Länder. Zwei Burgen und die Stadt Kiev. Da Kiev von den Mongolen umstellt war und der Sohn des guten Königs den Fall der Russen kommen sah, mobilisierte er seine Streitmacht und rückte gen Smolensk vor. Die Siedlung ist bereits infiltriert und eine gut 400 Mann starke Angriffstruppe stand bereit. Nächstes Halbjahr wird der Hammer zuschlagen.

Leszek gegen Tzernigov

Der Enkel Wladyslaws war ebenfalls in die Angriffspläne Zbigniews eingeweiht. Zusammen mit knapp 700 Mann sollte er die Burg Tzernigov stürmen. Wie sein großes Vorbild Zbigniew lies auch er die Burg infiltrieren – und auch er stand bereits mit seinen Truppen auf Russlands Ländereien. Nächstes Halbjahr würde die Falle zuschnappen und er würde nicht versagen.

Die Heerschau möge beginnen

Kurz vor Jahresende kam Prinz Zbigniew zu dem Schluss, dass er seinen Freunden und Feinden mit einer imposanten Heerschau zeigen wolle, wo Polen heute stünde. “Sämtliche Generäle und Wladyslaws Leibgarde sollen rapportieren” bellte er dem Marshall des Königreichs zu. Und zu kam es, dass das Königreich sein militärisches Potenzial offenlegte.

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eues aus Venedig

Im Winter 1197 AD verweilte König Wladyslaw immer noch an der Adria. Auf Wunsch des Dogen hielt er die Stellung, während der Herr der Venezier sein Handicap für die Italian Open verbesserte.

Turnaround geschafft

Wladyslaw war erleichtert, als er vom obersten Buchhalter die Zahlen des Halbjahres erhielt. Die laufenden Einnahmen lagen deutlich über den laufenden Ausgaben, endlich. Der Laden war saniert und auf dem besten Wege zu neuem Wohlstand. Jetzt wurde es Zeit, sich mit der mittelfristigen Expansionsplanung zu beschäftigen. Wladyslaw machte sich einen Vermerk, dass er den Dogen hierauf in Kürze ansprechen müsse. Byzanz, Sizilien oder HRE boten sich als Ziele an – wohin die Reise gehen sollte, müsste der Doge jedoch selbst entscheiden.

Amerika wir kommen

Zu Beginn des winterlichen Halbjahres erreichte Wladyslaw die Meldung, dass die Expeditionsflotte gen Westen endlich Gibralta passiert hatte. Die Flotte war dort auf eine unübersehbare Präsenz der Mauren gestoßen, hatte ihren Weg jedoch ungestört fortsetzen können. In zwei Halbjahren würde die Flotte Amerika erreichen. Endlich!

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eues aus Jerusalem

Im Winter 1197 AD empfing König Baldwin vom Goldenen Thron in Jerusalem einen Gesandten des Königreichs Polen. Der Gesandte war niemand geringeres als Agnes von Polen, Frau von Andrew und ehemalige Spitzendiplomatin des Wladyslaw. Ihre Aufgabe war klar: Beratung der Regierung in Jerusalem bei den bevorstehenden Herausforderungen.

Sturm im Westen

Die Ägypter hatten sich erneut an die Westgrenze Jerusalems herangewagt, jedoch noch ohne eine Belagerung auszurufen. Diesen Moment der Schwäche konnte der Herr vom Goldenen Thron nicht ungenutzt lassen – und so entsandte er eine Schnelle Eingreiftruppe gen Alexandria. Die Landungsboote stehen bereit, die Infiltration ist vollzogen, im nächsten Halbjahr kann die Handelsmetropole im Zweistromland fallen.

Sturm im Osten

“Mehr Lebensraum im Osten” verkündete Agnes dem staunenden Publikum im Thronsaal des hohen Herren vom Tempelberg. “Damit haben wir in Polen so unsere Erfahrungen”, führte sie weiter aus und verwies auf eine Rebellensiedlung im südosten Jerusalems. “Im übrigen müsste dort hinten auch noch ein Türkenstädtchen sein – wir sollten daher lieber ein paar mehr Mannen entsenden” erläuterte sie fachmännisch. Gesagt, getan: Fraunce Heaven, der Sohn des Baldwin, wurde umgehend in den südlichen Osten geschickt.

Nachwuchs im Thronsaal

Thomas und Aldet Harfford geben die Geburt ihres Sohnes Laurence bekannt. Thomas ist Sohn des Thronfolgers von Jerusalem, dem mit Laurence nun ein Enkel geboren wurde. Herzlichen Glückwunsch!