Archive for November, 2010

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achtrag zur letzten Runde:
Die beiden Screenshots zeigen Palermo vor der Belagerung und nach Beginn einer Belagerung.

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ie Schatzmeister Antiochiens hatte schon mehrfach davon gehört, dass Byzanz eine sichere Einnahmequelle wäre, wenn es um diplomatische Verhandlungen ginge. So hatten andere Völker kräftig mit ihrer Stärke verhandelt um Geldsgeschenke in schwindelerregender Höhe zu erhalten. Nach jahrelangen Versuchen Byzanz klar zu machen, dass keine ganz “kleine Nummer” an die nachbarschaftliche Tür klopft und der Geldtopf für Antiochia immer verschlossen blieb, war es nicht zu letzt Bohemunds Zorn, der dazu führte jetzt diesen Frevel endlich zu bestrafen.

Es war wieder Krieg! Vielen Männer juckten schon lange wieder die Finger nach den schon verjährten türkischen Schlachten. Eine breite fast schon unheimliche allgemeine Zufriedenheit zeigte sich im Volke aufgrund der jüngsten Entscheidung wieder Krieg zu führen. Und das obwohl man genau wusste, dass Byzanz nicht irgendein Gegner war, den man einfach mal so unterschätzen sollte und darüberhinaus noch immer eine breite Verteidigungslinie im Norden des Reiches auf die Pferdenarren aus Mongolien wartete.

Vielleicht lag es aber auch einfach an der schier unglaublichen Präsenz und Vorbildfunktion Bohemunds. So schnell wie er gar plötzlich verschwand, breite sich schnell die Kunde aus, dass er auf dem Weg war mit seinem Heer um Byzanz einen Besuch abzustatten. Er war trotz seines hohen Alters und der persönlichen Schicksalschläge weder tod zu reden noch zu kriegen. Die Rückkehr Bohemunds lies das Volk spürbar aufatmen.

Das neue Selbstbewusstsein besiegelten zwei Belagerungen von naheliegenden byzantinischen Festungen. Aber dazu mehr in Kürze…

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ndlich! Nach vielen Jahren des offiziellen Staatsterrors gegen Novgorod ist die mongolische Stadt in Chaos und Anarchie versunken. Ein wilder Kriegsfürst hat das Kommando übernommen und den regulären Statthalter der Pferdemenschen entfernt.

Da Novgorod nun offiziell keinem polnischen Alliierten mehr gehört, wurde umgehend der Befehl zur Belagerung gegeben.

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ieses Jahr war bisher nicht das Jahr Mailands. Der geplante Angriff auf Palermo musste abgebrochen werden, denn die Angriffstruppe erreichte die Meldung, dass Sizilien bei einem Angriff die in der Stadt vorhandenen Truppen sofort aufstocken würde. Weitere Truppen wurden deshalb nach Palermo beordert. Aber es gab auch eine positive Neuigkeit, denn der sizilianische König konnte während der Angriffsvorbereitungen getötet werden.

Auf dem Festland war das Bild nicht besser. Eine Verstärkungsarmee aus Ancona wurde vom Thronfolger der Sizilianer besiegt und musste sich mit wenigen verbleibenden Einheiten in die Nähe von Bari zurückziehen. Dort vereinigten sie sich mit einem Großteil der Stadtwache und zogen Richtung Neapel ab. Es bleibt zu hoffen, dass der Thronfolger mit seiner Armee hier nicht mehr rechtzeitig eingreifen kann. Jedoch muss in Bari auf die starke Rebellenarmee im Süden acht genommen werden. Hoffen wir, dass diese derzeit keinen Angriff wagen werden.

Ein Händler in der Nähe von Thessalonica berichtete, dass die erst vor kurzem von Venedig eroberte Stadt von einer byzantinischen Armee belagert wird.

Eine Nachricht für den neuen Herrscher Polens erreichte Duke Bernardo aus der Nähe von Kiew. Dort hatte ein Informant wichtige Dokumente über einen mongolischen General erhalten. Dieser soll nach gesicherten Erkenntnissen vollkommen illoyal Gegenüber seinem Herrscher sein. Vielleicht besteht hier für die Verbündeten aus Polen die Möglichkeit günstig eine Armee zu übernehmen.

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er junge polnische König war entsetzt. “Ihr habt sie ja doch wohl nicht alle”, brüllte er seinen Schatzkanzler an. Im Stillen fragte er sich, wo sein Vater wohl das schicke schottische Claymore-Schwert versteckt hatte.

Die polnischen Kennzahlen

Der Schatzkanzler hatte im Prinzip nichts falsches getan. Über die Jahre hinweg hatte sich Polen gut entwickelt – und so wurde mit der Zeit jedem örtlichen Herrscher sein Haus, sein Boot und seine kleine Privatarmee genehmigt. Leider stellte sich in diesem Halbjahr heraus, dass der Unterhalt dieser Armeen mit 18.256 Goldstücken nicht gerade günstig war. Der König befahl umgehend die Abrüstung von über 500 Mannen.

Neues von der Operation Staatsterror

Die Stadt Novgord lag und liegt weiterhin im Fokus des polnischen Geheimdienstes. In diesem Halbjahr jedoch vermeldeten die örtlichen Spione, dass bitte keine weiteren Agenten mehr geschickt werden sollten. Auf einem Stück Papier in einem Toten Briefkasten nahe Danzig soll gestanden haben: “Das Boot ist voll.”

Bündnis mit Spanien ausgerufen

Die polnische Prinzessin Rasia traf in diesem Halbjahr mit der spanischen Prinzessin Isabelica zusammen. Die jungen Damen von edlem Blut parlierten eine Woche lang nahe Stetin – und einigten sich anschließend auf den Austausch von Karteninformationen, der Gewährung von Handelsrechten und der Ausrufung einer Allianz. Hinter vorgehaltener Hand kolportierten Gesandte des Königshofs, Zbigniew hätte angeordnet, “den Kastellanen ein paar Glasperlen zu schenken, auf das sie noch lange Puffer zwischen Europa und dem Maurenland seien!” Eine offizielle Bestätigung für dieses böswillige Gerücht gab es natürlich nicht.

Schock am Abend: Hamburg ist norwegisch

Die Schlagzeile schlug ein wie eine Bombe. Bei einer routinemäßigen Inspektion der polnischen Westgrenze stellte die Geheimpolizei fest, dass Hamburg an Norwegen gefallen ist. Ob es in diesem Zuge zu Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Reich oder Dänemark gekommen ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Angesichts des enormen Heeres in der Stadt ist die polnische Grenzgruppe West in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Andrew greift durch

“Wenn Antiochia schweigt, kann das nur eines bedeuten: Sie sind in ernsthafter Gefahr” – so folgerte es Andrew von Ungarn, als er nach einem halben Jahr noch keine Antwort aus Antiochia erhalten hatte. Kurzerhand packte er sein sieben Sachen, mobilisierte ein paar hundert Soldaten und zog aus, die Rebellen aus Nord-Antiochia zu verjagen.

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ie Stadt am nordwestlichen Ausläufer des 1.201 Meter hohen Chortiatis, direkt grenzend an den Thermaischen Golf, war in diesem Halbjahr das erklärte Ziel der Venezianischen Verteidigungsarmee. Niemand geringeres als der neue Doge Cristiano höchstselbst führte knapp 1.000 Mannen gegen die Mauern des Byzantiniums. Ihm gegenüber stand Prinz Alexios, der mit 900 schwer bewaffneten Kampfmaschinen die Handelsmetropole zu verteidigen gedachte.

Der junge Don hatte seinem Vater geschworen, Tessaloniki zu holen – und bei Gott, er würde seine Mission erfüllen. Zwei Belagerungstürme und zwei Gruppen Leiterträger stießen gegen die Mauern vor, dicht gefolgt von einem Tross Reiter, der direkt durch das große Burgtor stürmte – den Spionen Venedigs sei dank.

Der Sturm in die Stadt war blutig. Feuer, Teer und Pfeile flogen den guten Männern Venedigs um die Ohren – und so manche Maid sollte in dieser Nacht zur Witwe werden. Der Angriff wog hin und her – bis schließlich der Don persönlich eingriff und mit seiner Elitereiterei die Kampf zum Marktplatz trug. Mit dem Tod des Prinzen Alexios fiel noch in derselben Stunde auf dem Marktplatz die Vorentscheidung.

Weitere hundert Mann des Byzantiniums mussten fallen, ehe der endgültige Sieg über die Stadt erlangt werden konnte. Im Anschluss zeigte sich der Don größzügig: Die knapp 40 Gefangenen lies er ohne viel Aufsehen frei – er wollte ja kein Unmensch sein. Und auch der Stadt Tessaloniki ersparte er größeren Schaden: ein Massaker unter der Bevölkerung lehnte der junge Herrscher ab – und begnügte sich mit der Plünderung. So gelangten 17.232 Goldstücke in seinen Besitz.

Von den knapp 1.000 Mannen waren am Ende 346 übrig. Das war wenig, doch der junge Herrscher heuerte noch schnell ein paar Söldner an – und berief auch zwei weitere Truppen aus einer nahen venezianischen Festung zur Verstärkung herbei. Tessaloniki war dem Byzantinium entrissen – komme da, was wolle.

Am Ende des Tages, als alle Wunden versorgt und der Schlachtennebel verzogen war, bemerkte ein kleiner Junge vor den Toren Venedigs einen seltsamen Reiter. Er ritt ohne Eskorte und verließ die Stadt wie der Wind… und nur das polnische Wappen an seinem Cape lies erahnen, wohin ihn seine Reise führen würde. Dem Dogen war geholfen, der Gesandte des guten Königs Zbigniews hatte seine Missionen erfüllt.

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önig Zbigniew musste sich erst noch an den Titel gewöhnen, als er im Jahre 1202 erstmals offiziell am Hofe zu Smolensk eine köngliche Audienz gab. Aber er gewöhnte sich schnell…

Staatsterror gegen Novgorod

Die Stadt der Pferdemenschen stand weiterhin im Fokus des polnischen Interesses. Aufstände gab es dort schon seit mehreren Halbjahren und sieben polnische Spione trieben vor Ort ihr Unwesen. Seit diesem Jahr werden sie unterstützt von Attentätern des Protektorats Russland und der polnischen Geheimpolizei.

Runter mit den Steuern

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der positiven Konjunkturprognose verfügte der neue gute König, dass in sämtlichen Städten des Königreiches die Steuern auf “niedrig” zu senken seien.

Braucht Antiochia Hilfe?

Andrew von Ungarn hat nahe Kutais eine handvoll Rebellen ausgemacht, die sich bereits seit zwei Halbjahren ungehindert durch Antiochia bewegen. Andrew lässt Anfragen, ob der Herr des verwaisten Throns von Antiochia auf polnische Streitkräfte zurückgreifen möchte? Binnen zwei weiterer Halbjahre kann Polen am Ort des Geschehens sein.

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er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

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intereinbruch in Jerusalem. Der König ist ob des überraschenden Wetterumschwungs erkältet, und die Regierungsgeschäfte finden derzeit nur langsam und vereinzelt statt.

Sobald die freie Zeit nicht mehr zur Genesung benötigt wird, werden die diplomatischen Beziehungen mit den anderen Nationen wieder aufgenommen…

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eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.