Archive for June, 2011

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igentlich hätte es ein gutes Halbjahr für Venedig werden können: In der Produktivität war die Republik an die zweite Stelle gerückt, die Exkommunikation des Dogen wurde aufgehoben und es gelang schließlich, den Kaiser zu töten. Allerdings bäumt sich das geschwächte Ungarn im Norden auf und setzt alles daran, wieder Land zu gewinnen…

Produktivitätssteigerung

Die Wirtschaftsweisen in Venedig staunten nicht schlecht, als sie die aktuellen Zahlen vor sich sahen. Venedig war in der Produktivität auf den zweiten Rang aufgestiegen. “Ein erfreudiges Ereignis, das aber nicht zu hoch bewertet werden darf“, hieß es aus dem Palast des Dogen. “Der Grund dafür scheint unseren Erkenntnissen zufolge ein Wirtschafteinbruch in Mailand, Jerusalem und Antiocha zu sein.

Nürnberg

Der Regierungsbeamte aus Venedig staunte nicht schlecht, als er die eilig rekrutierte Stadtverteidigung erblickte. “6 Einheiten mit Ballisten!  Damit können wir die gesamten Tore Mitteleuropas brechen, aber doch keine Stadt verteidigen.” So schickte er eilig einen Boten nach Innsbruck, er benötige dringendVerstärkungen, um Gefahren aus Frankfurt abzuwehren.

Ungarn wehrt sich

Es war spät in der Nacht, als fast die Boten in Sofia und Belgrad eintrafen. “Der Prinz der Ungarn hat mit seien Mannen die Grenze überquert und ist auf dem Weg, unsere Grenzbefestigungen zu belagern.” Schnell wurden Verstärkungen gesandt, um die Verteidigungsanlagen stärker zu bemannen. Doch zu spät, das Fort wurde schon belagert, und lediglich von einem Trupp abgessener Feudalritter verteidigt. Einem Mitglied des Geheimdienstes ist es zudem gelungen, den Heeresführer und Thronfolger auszuschalten.

Auch Bran war in Gefahr, da eine weitere Armee auf dem Weg war, ihre ehemalige Hauptstadt zurückzuerobern. Allerdings ist die Verteidigung der Festung sehr gut, sodass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, sie wieder zu verlieren.

Abschussprämie für den Papst

Doge Antonio machte sich persönlich auf die Überfahrt zum Festland, um seinen Freund, Herzog Puccio, in Athen zu besuchen. “Ich wollte mich bei Euch Bedanken, werter Freund, für die große Tat, die ihr vollbracht habt, um euren treuen Gefährten wieder in die Glaubensgemeinschaft zu bringen, für die Ihr im Falle eines Fehlschlages, in Ungnade bei Gott und allen gläubigen Christen gefallen wäret.” Dann schob er ein Couvert über den Tisch. “Ein kleines Zeichen meiner Dankbarkeit…

Deutscher Kaiser tot

Hallo Herr Kaiser“, erklang eine Stimme hinter der Tür, durch die Kaiser Welf soeben getreten war. “Eure Lebensversicherung ist soeben abgelaufen.” Bevor sich der Herrscher umdrehen konnte, steckte auch schon ein Messer in seinem Rücken und er fiel tot zu Boden.

Der die das Letzte

– aus Rom

Wie inzwischen bekannt wurde, kommt der neue Papst aus Mailand. Es heißt, er sei sehr friedfertig. Es dürfte also keine Gefahr für Rom von ihm ausgehen. Venedig wird nach Absprache mit Herzog Puccio seine Truppen in einem Halbjahr abziehen und nach Norden schicken.

– aus Britannien

Die Dänen scheinen einen Angriff auf das von den Iren gehaltene York zu planen. Die Truppen liegen bereits vor der Küste.

I
m Sommer 1219 AD war es abermals Andrew von Ungarn, der in Jerusalem auf dem Tempelberg die Regierungsgeschäfte des Königreichs führte. Und wie. “Hat hier schon mal jemand etwas von Vergleichszahlen gehört?!” giftete er die Hohen Finanzbeamten an, die ihm pausenlos erzählen wollten, dass doch alles in Ordnung sei. “Der Vater meiner Braut war niemand geringeres als der alte Wladyslaw, genannt McKinsey. Ihr werdet mich noch kennenlernen, dass wird hier ab sofort alles anders!” Gesagt, getan.

Ein Brief an die Allianz

“Werte Vertreter des Allianzrates, als Sprecher der Regierung Jerusalems sehe ich mich in der Pflicht, die Runde darauf hinzuweisen, dass das Königreich Jerusalem bedingt durch lange und aufreibende Schlachten gegen die Ungläubigen im Süden hohe Kosten zu tragen hatte. Das Schicksal hat es so gewollt, doch wir wollen uns diesem Schicksal nicht ergeben. So bitte ich euch fürdahin, unsere Notlage zu sehen und uns im besten Sinne brüderlich zu unterstützen.” Mit diesen Zeilen schloss Andrew sein Schreiben ab, in der Hoffnung, dass der Allianzrat ihm auf seinem Neuen Weg für Jerusalem unterstützen würde.

Brief an den Papst

Andrew fuhr fort, seinem Schreiben zu diktieren. “An den Papst in Rom… und so weiter… bedanken wir uns recht herzlich… und untertänigst… für eure Zustimmung, gegen die Ungläubigen im Südwesten einen Kreuzzug auszurufen. Jerusalem wird dem Ruf folgen und sein möglichstes Tun, auf dem Weg des Kreuzzugs möglichst viele maurische Städte zu erobern. Wir bedanken uns nochmals… habt dank…” Zufrieden lächelte Andrew vor sich hin. Dank des Kreuzzugs würden Jerusalems Truppen das riesige Nordafrika in doppelter Geschwindigkeit bei verringerten Kosten einnehmen können. Der gutherzige Pole war zufrieden.

Kondolenz am Tempelberg

In der großen Kirche auf dem Tempelberg wurde zum Beginn des Jahres die Frau des Königs beigesetzt. Frau Aldet Hafford entschlief friedlich zum Jahreswechsel 1218/1219. Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt, zu der auch Jerusalems Oberster Landverweser, Andrew von Ungarn, eingeladen war.

Ein Brief an Antiochia

“An den Erben Bohemunds”, so begann Andrew seinen Brief an den Herren von Antiochia. “Wir haben euren Vorschlag geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir keine Teilung Nordafrikas wollen. Spanien und Nordafrika sind gute Ziele für jeden von uns. Derjenige, der Spanien nimmt, soll fern bleiben aus Nordafrika – und umgekehrt. Wir selbst wollen Nordafrika an unser Land anschließen und kompensieren natürlich auch eure bisherigen Eroberungen dort. Gleichfalls würden wir aber auch nach Spanien ausweichen, so ihr es nicht selbst beansprucht. Spanien bietet mindestens neun gut entwickelte Provinzen, die allesamt ertragreicher und besser vernetzt sein dürften als die afrikanischen Wüstenstädte. Da wir uns außerdem nicht imstande sehen, einen Frieden mit Spanien zu erreichen, sind wir gewillt den Torreros eine gebührende Lektion zu erteilen.”

R
heims

Die Informationen über die Stadt Rheims waren korrekt, die Verteidigung war schwach. So kam es, dass Gilot Douie der Ehemann von Prinzessin Guinerva Rossi und ein ehemaliger französischer General, den Nachtangriff auf die Stadt kommandierte in dessen Verlauf der französische König ums Leben kam.

Bern

Eine Rebellenarmee war vor der Stadt aufmarschiert und konnte innerhalb kürzester Zeit von den Verteidigungseinheiten aufgerieben werden.

Rom

Dem Geheimdienst ist es in den vergangenen Tagen gelungen das Versteck des Papstes ausfindig zu machen und ihn zu beseitigen. Ein freudiges Ereignis für Venedig, denn fortan ist die Exkommunikation aufgehoben. Bleibt einzig die Frage wer wird der neue Papst?

 

 

D
ie Zeit war gekommen:  Polen und Venedig wollten gemeinsam die ungarischen Gebiete übernehmen. Schon Lange hatte Doge Antonio Vorbereitungen für den Angriff getroffen. Nun wurde der Sturm entfesselt. Leider war kein Diplomat in der Nähe, um zunächst die Allianz aufzukündigen.

Preslav

Eine Armee aus Truppen, die an der Grenze zu Ungarn gewartet hatten und weiteren Kräften, die an der Küste auf das Signal zum Angriff warteten, überrannten die Verteidiger förmlich. Innerhalb weniger Stunden war die Festung in der Hand Venedigs.

Bukarest

Ein weiterer Zusammenschluss von Truppen unter der Führung von Zilio Martinella stürmte die Stadt, ohne dass die verdutzten Verteidiger dem etwas entgegenzusetzen hatten.

 

Bran

Die Verteidiger der Hauptstadt waren dagegen deutlich besser gerüstet und hoben schnell zusätzliche Truppen aus, sodass die bekannten Berichte über die Truppenstärke nicht mehr stimmten. Balsamo, der kommandierende General, bereitete sich akribisch auf diesen Angriff vor und spielte mehrere Szenarien durch, doch ein Sieg schien nur machbar, wenn weitere Truppen den Angriff unterstützten. So hob er schnell ein Söldnerheer aus und sandte einen Boten nach Bukarest, dass Verstärkung benötigt werde. Schließlich machte sich Hauptmann Bertuccio auf, um die Verstärkungen zu befehligen. Der Kampf war hart, aber am Ende war jeder Verteidiger getötet oder gefangen.

 

 

 

Der Grenzverlauf im östlichen Teil der Republik sieht nun folgendermaßen aus:

Waffenstillstand mit dem Papst

Nachdem Rom endlich der Allianz einverleibt wurde und der Papst ohne Ländereien war, wurde ein Waffenstillstand in der Hoffnung, auf eine baldige Rekonziliation besiegelt, falls der Papst länger leben sollte, als erwartet. Doge Cristiano bedankt sich bei seinem Verbündeten aus Mailand für die großzügige Belohnung.

Deutscher Kaiser in Frankfurt entdeckt

Bereits nachdem Polen nach dem Kauf Nürnbergs zur Jagd auf den Kaiser und seine Sippe aufgerufen hat, machte sich der venezianische Auslandsgeheimdienst auf die Suche nach dem obersten Herrscher der Deutschen. Frankfurt schien der wahrscheinlichste Aufenthaltsort zu sein, und so wurde alles darangesetzt festzustellen, ob diese Vermutung stimmte. Vier erfahrene Agenten kamen bei dem Versuch ums Leben, sich in die Stadt zu schleusen, doch der fünfte konnte schließlich den Aufenthaltsort des Kaisers feststellen. Der einzige venezianische “Problemlöser” in dieser Gegend konnte derzeit allerdings nicht erfolgreich zuschlagen.

Wirtschaftsdaten aus Azov

Im Zuge des Azov-Nürnberg-Tausches geben nun auch wir die aktuellen Wirtschaftsdaten aus Azov bekannt. Der mäßige Handel über Land wird durch einen lukrativeren Seehandel ergänzt. Beide Wege bieten noch Ausbaumöglichkeiten. Da wir uns noch nicht sicher waren, wann der Tausch stattfinden soll, hatten wir mit dem Bau einer Abtei begonnen, um auch die letzten Prozent der Bevölkerung zu konvertieren. Aus der Erfahrung des Tausches Durazzo gegen Sofia wissen wir jedoch, dass dieses Bauvorhaben mit der Übergabe der Stadt abgebrochen wird.

I
m Winter 1218 AD entfesselte König Zbigniew, genannt der Killer, den Zorn seiner Heerscharen über Europa. Er selbst setzte sich persönlich an die Spitze des Angriffs gegen die verhassten Hornhelmträger, deren letzte Zuflucht er höchtpersönlich aushob. Doch lest selbst.

Zbigniew vs. Oslo

Eine polnische Armada tauchte vor Oslo auf, doch da war es auch schon zu spät. Mit über 1.000 Mann und schwerem Belagerungsgerät stürmte Zbigniew von Bord und nahm die teutonische Feste Oslo im Sturm. Der Hochmeister des Ordens fiel der ersten Welle zum Opfer, der Rest war ein reiner Arbeitssieg.

Teutonia ade

“So freue ich mich, euch verkünden zu dürfen, dass der Deutschritterorden unsere Allianzgeschäfte nicht weiter stören wird”, formulierte Zbigniew seinem Schreiber, als er mit einem zufriedenen Lächeln im Thronsaal Oslos Platz nahm. Die Füße auf dem Tisch, das Schwert lässig angelehnt, genoss der König der Polen sichtlich seinen Sieg. Nun blieb ihm nur zu hoffen, dass seinem General in Ungarn ähnliches Schlachtenglück beschieden wäre.

Azov gegen Nürnberg

“An den Herren von Venedig”, fuhr Zbigniew weiter fort, “ich habe meine Diplomaten angewiesen, euch umgehend Nürnberg im Tausch gegen Azov anzubieten. Ich bin nicht stolz auf diesen Handel, will ihn aber sobald als möglich hinter mich bringen. Wie ihr wisst, ist die Entscheidung der Herausgabe Nürnbergs nicht unumstritten – und mit jedem Tag der vergeht, steigt das Risiko einer Störung dieses Geschäfts. Verbunden mit dem Tausch ist die Absprache, dass Hamburg, Skandinavien und Nordengland Polen zugeschlagen werden. Wenn dies euer Wille ist, willigt in den Tausch ein. “

Nürnberger Nabelschau

Verbunden mit dem Schreiben Zbigniews an seinen venezianischen Amtskollegen kam eine Auflistung der Besitztümer der Stadt Nürnberg. Die 11.600 Einwohner erzeugen selbst bei schlechter Ernte ein halbjährliches Steuereinkommen von ca. 1.900 Goldstücken. Da die Stadt bestens vernetzt ist mit den europäischen Metropolen, stehen weitere Einnahmesteigerungen zu erwarten.

Angriff auf Ungarn

Joachim von Gdansk, dem Helden der Schlachten von Königsberg und Marienburg, kam die Ehre zuteil, Polens Ungarnfeldzug zu leiten. Wie es mit dem Dogen von Venedig besprochen war, griff Polen im abgelaufenen Halbjahr an und eroberte die Stadt Buda im Sturm. Unterstützt wurde Feldherr von Gdansk von einem unbekannten Hauptmann namens Wladyslaw. Ein gutes Omen stand über der Schlacht.

Ein Stern leuchtet über Buda

Obwohl das polnische Militär traditionell eher durch günstige denn durch technologisch fortschrittliche Einheiten glänzt, konnte in der Schlacht um Buda erstmals polnische Hochtechnologie eingesetzt werden. Zwei Mangoneln vom Typ V2 nahmen an der Schlacht teil und hielten blutige Ernte auf dem Marktplatz von Buda. Die Heeresleitung bezeichnete den Einsatz dieser Waffe als “kriegsentscheidend”.

Rebellenheer im polnischen Kernland

In einer sich zurückziehenden französischen Kreuzfahrerarmee kam es kürzlich offenbar zu einer Rebellion, in deren Folge sich die Soldaten von Frankreich abwandten und zu rebellischem Gesindel wurden. Leider strolcht dieses Gesindel nun im polnischen Kernland herum, so dass Polen sich zu einer Intervention gezwungen sieht.

Militärparade in Danzig

“Ich bin tief beeindruckt von Jerusalems Militärmacht”, schrieb Andrew von Ungarn an seinen Herren, den König von Polen. Das ließ sich dieser nicht zwei Mal sagen und beorderte umgehend einen Rapport aller polnischen Heeresgruppen, um sie der Allianz zur Verfügung zu stellen. Sodann gilt: nach aktuellen Schätzungen befehligt Polen ca. 10.000 Mann verteilt auf ca. 10 Heere. Dazu kommen noch ein paar Einheiten Stadtwachen und in Forts stationierte Wachgarnisonen.

I
m Winter 1218 AD stand in Jerusalem Konsolidierung auf dem Programm. Der König des Tempelbergs wollte sich auf die Errichtung seiner neuen Residenz konzentrieren, so dass er einen Verwalter bestimmte. Niemand geringeres als Andrew von Ungarn, seines Zeichens Arabienexperte der polnischen Regierung und Gatte der Agnes von Polen, übernahm an seiner statt die Regierungsgeschäfte.

Anspruch gegen Arguin

Im äußersten Südwesten des nordafrikanischen Kontinents entdeckten Diplomaten des Tempelbergs eine rebellische Siedlung, die ins zukünftige Große Königreich des Himmels integriert werden soll. Kein Mann und keine Frau aus der Allianz möge Hand anlegen an diese Stadt.

Barnaby Gilforde räumt auf

Al Muazzam Labib und Captain al Mansur waren zwei ehemals ägyptische Heerführer, die im Süden des Königreiches ihr Unwesen trieben. Da gegen den General ein Exekutionsbefehl vorlag und auch der Captain mit seiner Armee nichts gutes Verhieß, brach Herr Barnaby Gilforde mit einer schlagkräftigen Truppe auf und sorgte für Ordnung. In Unterzahl nahm er den Kampf auf und trug den Sieg davon. Ein Hoch auf Sir Barnabas.

Prinz Anselm sorgt ebenfalls für Ordnung

Auch im Westen des Königreichs galt es, ehemals ägyptische Truppen zu zerschlagen. Niemand geringeres als Prinz Anselm rückte den Halunken zu Leibe und trat ebenfalls in Unterzahl gegen die hinterhältigen Ex-Ägypter an. Bei geringen Verlusten fügte er dem Feind eine Schlappe zu, von der dieser sich nicht mehr erholte. Ein dreifaches Hoch auf den Prinzen!

Konsolidierung & Truppenverschiebung

Fassungslos nahm Andrew von Ungarn die Militärparade ab, die nahe der Hauptstadt Jerusalem zu seinen Ehren abgehalten wurde. Kurz darauf schrieb der Pole an seinen Freund, den König von Jerusalem. “Werter Herr vom Tempelberg, Ihr seht mich staunend vor den Toren eurer Stadt. Eure militärische Macht ist gar riesig, jede Stadt hat ein eigenes Heer, jede Festung beherbergt kampferfahrene Divisionen. Mein Herr, wolltet ihr die ganze Welt erobern, ich würde ohne zu zögern mit euren Truppen losmarschieren. Allein, ihr müsst die Welt nicht befrieden, lediglich Nordafrika steht nach dem Manifestum zur Unterwerfung an. Zwei gewaltige Heere habe ich in eurem Namen von der Nordgrenze zu Antiochia abgezogen und gen Nordafrika gesandt, doch noch immer türmen sich eure Mannen im Kernland. Ich empfehle euch die Abrüstung von Truppen und den Aufbau von Transportwegen und Schiffen, Nordafrika ist weit und der Seeweg dahin beschwerlich.” Fasziniert von der militärischen Omnipotenz seines Alliierten vom Tempelberg stand Andrew an der Ballustrade des Königspalastes, unterschrieb gedankenverloren ein paar Entlassungsgesuche aus dem Heer und schaute nach Nordafrika.

R
om

Lange hatte der Allianzrat diskutiert und war am Ende zur Übereinkunft gekommen, dass Rom in die Hände der Allianz fallen sollte. So begannen schon vor einigen Jahren die Vorbereitungen für den Angriff auf die gut bewachte Stadt.

Wenige Tage vor dem Angriff kündigte Venedig das Bündnis mit den Papststaaten. Nur einen Tag später brach der Diplomat Fantino del Arco von seinem Landsitz vor den Toren Roms auf und informierte die Papststaaten seinerseits über das Ende der Allianz. Der Papst tobte vor Wut und wollte niemanden in seiner Nähe haben. So dass das Attentat auf den Papst ein leichtes Spiel für den Top-Geheimdienstler Maria the Killer war.

Dieses Überraschungsmoment machten sich Mailand und Venedig zu nutze und griffen die Stadt im Morgengrauen an. Unterdessen beschloss man in Rom die Exkommunikation der Staaten Mailand und Venedig.

Unter Führung des 19-jährigen Virgilio de Treis begann die Hauptarmee mit dem Angriff auf das Stadttor. Währenddessen hielt der Mailander Captain Francesco mit seiner Armee die Verstärkung der Papststaaten in Schach. Als das Stadttor zerstört und der Weg frei war ertönte das Signal und Virgilio de Treis stürmte mit seiner Armee uterstützt vom Venezianer Captain Guilelmo und seinen Einheiten die Stadt. Kurze Zeit später folgte dann auch Captain Francesco und lies die überraschten Feinde vor den Toren der Stadt zurück. Es gab eine blutige Schlacht in deren Verlauf Captain Guilelmo und viele weitere Venezianer und Mailänder ihr Leben ließen, doch bevor die Verstärkung der Papststaaten erneut eingreifen konnte war die Stadt fest in der Hand der Angreifer. Anders als zu erwarten Plünderten die Angreifer jedoch nicht die Stadtkasse im Wert von 18540 Goldstücken sondern gaben sich mit der Besetzung der Stadt zufrieden.

Obwohl Rom fest in der Hand Mailands war trafen die Kardinäle zusammen und wählten einen neuen Papst. Der schottische Kardinal Conpangnus wurde zum neuen Papst ernannt. Aufgrund seiner engen Freundschaft zu den Mailänder Kardinälen erklärte er die Exkommunikation Mailands für nichtig und unterzeichnete ein Friendensabkommen mit den abgesandten Mailands.

Für Venedig jedoch standen schwere Zeiten bevor, denn die Exkommunikation wurde nicht aufgehoben und jederzeit konnte ein Kreuzzug ausgerufen werden.

Athen / Iraklion

Tief in der Nacht machte sich Duke Puccio aus Athen auf, um an den Königshof in Iraklion zu reisen. Einige Tage später traf er dort ein und wurde freundlich von Doge Antonio empfangen. Er bedankte sich persönlich für die Unterstützung beim Kampf um Rom und überbrachte als Zeichen seiner Anerkennung 12000 Goldstücke aus der Staatskasse Mailands. Desweiteren versicherte er Venedig die volle Unterstützung auch im Falle eines Kreuzzugs und gab bekannt, dass der Geheimdienst weitere Aktivitäten gegen den Papst für sinnvoll hält, sofern dieser an der Exkommunikation Venedigs festhält. Duke Puccio hofft, dass auch die anderen Mitglieder der Allianz in dieser schweren Stunde weiter zu Venedig halten.

Frankreich

Der Mailänder Diplomat in der Nähe von Rheims wurde von einem Informanten unterrichtet, dass die Stadt derzeit nur schwach verteidigt ist. Ein Bote brachte diese Information auf dem schnellsten Wege nach Dijon, von wo aus innerhalb kurzer Zeit eine kleine Armee zur Eroberung der Stadt in Bewegung gesetzt wurde.

Auch der Geheimdienst hatte in Frankreich alle Hände voll zu tun. Im Lande verbreitete sich die Nachricht, dass innerhalb weniger Stunden zwei Generäle in der Nähe von Toulouse ums Leben gekommen waren. Gerüchten zu Folge soll darunter auch Noel genannt “Weihnachtsmann” gewesen sein.

Hamburg / Dublin

Aus Hamburg und Dublin trafen Depeschen am Königshof ein. Beide Depeschen geben Auskunft über die Größe der vor Ort stationierten Armee-Einheiten. Eiligst wurden die Dokumente vervielfältigt und an die Mitglieder des Allianzrates überbracht.

 

Anmerkung für die Allianzmitglieder: Es gibt nur dann keinen Papst mehr, wenn es gar keinen katholischen Priester mehr gibt.

 

I
m Sommer 1218 AD verfasste König Zbigniew einen Brief an Antiochias großen Feldherren Francis. Die Depesche reiste im Verborgenen und wurde abseits der offiziellen diplomatischen Kanäle zugestellt. Und das stand geschrieben:

“Mein lieber Francis,

ich schreibe Euch in dieser schwerer Stunde, da sich die Allianz auf Messers Schneide befindet. Es war der Wunsch des Großen Herren Bohemund, dass Ihr eines Tages das geliebte Fürstentum führen solltet. Heute ist euer Lehensherr dabei, Euer Erbe zu entwerten und mit dem Fürstentum einen diplomatischen Irrweg zu beschreiten.”

König Zbigniew setzte die Feder ab und sann vor sich hin. Damals, mit Bohemund an seiner Seite, wäre eine solche Situation undenkbar gewesen. Mit dem alten Schlachtross verstand sich der gute König der Polen stets gut. Roger hingegen wurde nicht ohne Grund der Hinterlistige genannt, wohlgemerkt von seinem eigenen Umfeld. Es war eine Schande, dass dieser Mann vor Francis in der Erbfolge stand. Der König fuhr fort…

“Francis, die Ländereien Spaniens und Nordafrikas sind zu klein für das Wachstum von Jerusalem, Venedig und Antiochia. Eine der Mächte muss zum Wohle der anderen weichen. Ich bin der Ansicht, diese Rolle fällt Antiochia zu. Ihr seid militärisch stark, wirtschaftlich gut entwickelt und könnt im Ausgleich Kompensation von Venedig und Jerusalem fordern.”

Erneut machte Zbigniew eine Pause, er schaute angestrengt. Polen war in keiner Weise von den Streitigkeiten in Spanien oder Nordafrika betroffen, dennoch fühlte sich der König als Vertreter einer Großmacht dafür verantwortlich, dass die Allianz gemeinsam prosperieren konnte.

“Wenn Ihr Prinz Roger überzeugen könnt, statt Afrika gen Britannia zu ziehen, so will ich Antiochia mit besten Kräften unterstützen. Konkret biete ich euch an, dass Polen für Antiochia einen Brückenkopf in Europa schaffen wird. Ihr erhaltete von mir eine Siedlung in der Nähe Britannias, von wo aus Antiochia seine Expansion starten kann. Ähnliche Unterstützung könntet Ihr vielleicht auch durch Mailand erfahren, so es denn verhandelt wird. Für eine Übergangszeit würden Venedig und Jerusalem sicherlich auch Gelder an Antiochia abführen, um den Aufbau Antiochias in Europa zu unterstützen.”

Der Herr der Polen setzte den Federkiel ab und seufzte. Er konnte dem jungen Francis nur die Tür offen halten, durchgehen würde dieser selber müssen. Zbigniew hoffte, dass Roger ihm nicht im Wege stehen würde. Falls doch, würden die Herren der Lagune und die des Tempelberges mit Antiochia direkt verhandeln müssen – oder ein Windhundrennen um die besten Ländereien lostreten.

D
ie Republik Venedig zwischen den Zeiten. Der gemeinsame Aktion “Himmlischer Frieden” mit Mailand steht kurz bevor und die Vorbereitungen für die Übernahme Ungarns zusammen mit dem Königreich Polen in einem Halbjahr sind voll im Gange. Zudem wird an der Sicherung des Brückenkopfes in Spanien gearbeitet. Über allem stand jedoch die große Frage: Wird der Doge dem Manifestum Europa zustimmen? Was sagen die anderen Mitglieder des Allianzrates?

Rom

Es war spät am Abend, als Poluccia de Feun verschwitzt, außer Atem und völlig verstört am Landhaus des Mailänder Diplomaten vor den Toren Roms ankam. “Wir sind verloren,” stammelte er, als sein Gastgeber ihm einen Kelch Rotwein reichte. “Wir haben den Zorn des Herren auf uns gezogen und werden auf ewig im Fegefeuer landen.” Er leerte das Gefäß, das er in seinen zittrigen Händen hielt. “Warum wurde ausgerechnet ich geschickt, das Bündnis mit dem Papst aufzukündigen?

Gibraltar

Agenten des Geheimdienstes konnten an der zur Zeit gesperrten Straße von Gibraltar zwei hochrangige Militärs der maurischen Armee unschädlich machen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Sicherung unserer Provinzen in Spanien.

Wexford

Unser Diplomat auf den britischen Inseln konnte den Iren einen kleinen Obulus für eine Allianz abschwatzen. Sie wird allerdings nur so lange halten, bis der Allianzrat seinen Anspruch auf die Insel erhebt.

 

Bran – Bukarest – Preslav

Rechtzeitig vor Ablauf des letzten Halbjahres bis zum Angriff auf Ungarn traf eine Delegation aus Venedig in Wien ein. “Meine Herren, wir bringen Kunde vom Voranschreiten unserer Vorbereitungen zur Übernahme der Siedlungen Bran, Bukarest und Preslav.” Ein General hat seine Armee bis auf einen Tagesmarsch an die Mauern von Bran gefeührt, eine weitere Armee sammelt sich in kleinen Teilen in der Nähe von Bukarest. Der Angriff auf Preslav wird von unserer Festung im Süden und einer Flotte im Schwarzen Meer erfolgen.

Prömsel

Tief im polnischen Königreich wurde der alte französiche König Ludwig von einem einfachen venezianischen Kaufmann entdeckt. Es ist unklar, ob der greise Herrscher jemals wieder sein Reich erreichen wird, oder er vorher vom Sensemann oder einem Meuchelmörder heimgesucht wird. Wer weiß, vielleicht existiert sein Reich dann auch schon nicht mehr…

Protokoll der Sitzung des Großen Rates Venedigs zum Maifestum Europa

Lange diskutierte der Große Rat der  Familien in Venedig. Es stritten sich zwei große Gruppen. Die eine, angeführt von Niccolo Diavolo forderte ein stricktes Ablehnen des Manifestes: “Wieso sollten wir uns einem solchen Knebelvertrag unterstellen, wo die Republik gerade beginnt zu wachsen und florieren!? Noch dazu kommt der Vorschlag von dem Herrscher, der das größte Reich besitzt, sein Reich ohne Absprache mit uns erweitert, obwohl unser Geheimdienst dort bereits Aktionen durchgeführt hat, die wir bekanntgegeben haben und zudem einen mächtigen Gegner angreift, während die von langer Hand geplante Aktion gegen Ungarn weiter verschoben wurde!

Marco Angelo, der Wortführer der zweiten Gruppe hielt dagegen: “Eine gemeinsame Strategie des Allianzrates ist eine gute Idee. Nur müssen sich alle Mitglieder daran halten und die genauen Grenzverläufe festgelegt werden. Dann kann das Manifest eine solide Grundlage zur Wahrung der Freundschaft und des Friedens innerhalb der Allianz werden.

Die anschließende Abstimmung benötigte mehrere Runden, bis schließlich die Wahrer des Friedens in der Mehrheit waren, nicht zuletzt aufgrund der Fürsprache von Doge Antonio, die Freundschaft und der Frieden mit den größten Mächten Europas und des Nahen Ostens sei die beste Grundlage für den Wohlstand und ein sicheres Fundament für die Zukunft.

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s ward am späten Abend des Pfingstsonntages 1218 AD, als König Zbigniew im Kreise seiner engsten Angehörigen sinnierte. “Wir brauchen einen gemeinsamen Plan für Europa, meine Freunde. Die jüngsten Nachrichten aus dem Allianzrat lassen mich glauben, dass eine unkontrollierte und überhastete Expansion der fünf Großmächte zum Schaden aller ist. So hört euch denn den folgenden Plan an.”

Zbigniew machte eine bedächtige Pause, holte noch einmal tief Luft und erklärte sein Manifestum Europa: “Ziel des Manifestums ist, alle fünf Großmächte der Allianz in einer gemeinsamen Strategie zu vereinen. Alle Länder dieser Welt sollen unter den Großen 5 aufgeteilt werden. Zunächst sind das die Länder Europas, anschließend die des amerikanischen Kontinents. Gehen wir es der Reihe nach durch.”

Das Fürstentum Antiochia

  • Antiochia erhält im tiefen Osten die Siedlungen Azov und Kutais kostenfrei überantwortet
  • Gleichzeitig übergibt Antiochia seine nordafrikanischen Besitztümer ohne Gegenforderung an Jerusalem
  • Anschließend erhält Antiochia die Insel Irland sowie den größten Teil der Insel England, gemeint ist Mittelengland, als sein Lehen

Die Republik Venedig

  • Venedig überantwortet Azov kostenfrei an Antiochia
  • Venedig übernimmt die Osthälfte Ungarns, gem. Absprache mit Polen
  • Venedig erhält die iberische Halbinsel als Lehen und soll fürdahin die einzige Macht auf der Insel sein

Das Königreich Jerusalem

  • Jerusalem erhält von Antiochia kostenfrei dessen Ländereien in Nordafrika
  • Jerusalem erhält den nordafrikanischen Kontinent als Lehen
  • Jerusalem erhält die Aufgabe, die maurische Gefahr ein für allemal zu bannen

Das Herzogtum Mailand

  • Mailand übernimmt Rom und entledigt Europa des Heiligen Stuhls
  • Weiterhin befriedet Mailand die Ländereien Frankreichs
  • Es übernimmt den südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält die englischen Ländereien auf dem Kontinent sowie die Länder Südenglands als Lehen

Das Königreich Polen

  • Übergibt die Siedlung Kutais kostenfrei an Antiochia
  • Befriedet die dänischen, norwegischen und teutonischen Ländereien Skandinaviens
  • Übernimmt den Nordteil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält außerdem die Nordspitze Englands als Lehen

Das freie Amerika

  • Jedem Mitglied der Allianz ist ein militärischer Eingriff in Amerika erst dann gestattet, wenn es seinen Verpflichtungen aus diesem Manifest vollständig nachgekommen ist
  • Der Zugriff auf Amerika selbst ist darüber hinaus nicht limitiert, ein jeder möge ob seiner Fähigkeiten dort nach eigenem Gusto agieren

“Der tiefere Sinn dieses Manifests, ist die geregelte Expansion aller fünf Allianzmächte. Natürlich mag es noch Gesprächsbedarf geben und vielleicht muss auch ein Grenzverlauf neu gezogen werden, doch darum geht es nicht. Es geht um eine gemeinsame Strategie, um eine Vision dafür, wie Europa in 20 Halbjahren auszusehen vermag. Dass, meine Herren, ist der tiefere Sinn dieses Manifests.”

Bis in die späte Nacht hinein berieten sich Zbigniew und seine Getreuen, ehe Boten zu sehr später Stunde aufbrachen um die Nachricht im Allianzrat zu verbreiten. Wie wohl würden die Verbündeten reagieren, König Zbigniew war gespannt.

P
rince Roger überblickte das karge Ödland hoch von den Zinnen von Tarabulus – Antiochias neuster Errungenschaft. Ein kräftezerrender Sieg besonders, wenn man auf die strapaziöse Schiffsreise zurückblickt, entgegnete er seinem jubelenden Anhang. Die Landesflaggen wurden gehisst, die Läger geplündert und die Ungläubigen vertrieben. Antiochia hatte den schwarzen Kontinent erreicht und einen ersten Fuss in den Tür gesetzt. Im Sommer des Jahres 1218 waren die Ziele gesteckt und die Chance die eigene Sippe zu vergrößern war wieder spürbar in den Augen der Kreuzritter zu deuten.

Jerusalem, Oh Jerusalem – schenk uns Gehör
Adrien de Chaq, ein aufgeweckter und treuer Botschafter Antiochiens, hatte von den Plänen der verbündeten Jesams bei einem Umtrunk zu später Stunde Kenntniss erlangt. Im nächtigen feuchten Suffesgefecht staunte Adrien nicht schlecht, als der müde und kleine Kollege von und zu Tempelberg mit voller Kraft posaunte “…und nächstes Jahr sind die Mauren dran…”. Interesseriert erwiderte Adrien: “..so lasset uns teilhaben an unserer scheinbar gemeinsam angestrebten Mission. Wie stellt ihr euch es denn vor, mein guter Herr? Ich meine kommt Zeit, kommt Rat, ist hier eher weniger die richtige Devise, stoffelte Adrien und nahm einen kräftigen Schluck aus seinem bis zum Rand gefüllten Becher. ” Die Wege des Herrn sind unergründlich…” stammelte es aus dein Reihen der Jesams.
“Nun gut – meine Herren – wir lassen euch nicht im Glauben – so könnt ihr euch gewiss seyn, dass wir uns auf den Nordkern und Küstenstreifen der Mauren konzentrieren.”
“…und begrüßen würden wir es, dass ihr als bald eure Pläne näher zu Vortrag bringen möget.” Darauf erfüllte ein gewaltiges Rülpsen den Saal, dass dem gesprochenen Wort wohl den nötigen Nachdruck verlieh.

Al Madhiya vor dem Fall?
In gewohnter Manier erledigte Antiochia die Feldzüge und Expansion schnell und diskret. Es gab keine Zeit zu verlieren. Anscheinend herrschte unter dem Deckmantel der Allianz ein wahrer Expansionstrieb, der selbst den verborgensten Winkel der Erde nicht verborgen blieb. Kurz nach dem Triumph bei Tarabulus befehligte Prince Roger eine Truppe nach Al Madhiya um dort eine logische Verbindung zu schaffen und den Mauren zu signalisieren, dass es sich nicht um einen Kurzbesuch handelte. Schon im Spätsommer 1218 standen die mutigen Männer Antiochiens vor den Stadttoren von Al Madhiya. In wenigen Monaten, so wünschte es sich Prince Roger, soll die Stadt fallen.

Ein Geschenk des Glaubens für Polen
Den Rufen der Söhne Polens, folgten als bald Taten. Schon im nächsten Jahr sollte Polen kein Problem mehr mit dem Glauben vor Ort haben. Die Region rund um das Schwarze Meer fand nun endlich den wohlverdienten Frieden und Polen hatte ein Problem weniger.

 

R
om

Die Truppen Mailands standen zum Sturm auf Rom bereit, doch Venedigs Armee verweigerte kurz vor Beginn des Angriffs die Unterstützung. Der venezianische Kommandat Captain Guilelmo vertrat die Meinung sich neutral verhalten zu müssen und weder auf der Seite Mailands, noch auf der Seite des Vatikans in den Kampf einzugreifen. Wütend entsandte General Virgilio de Treis einen Boten zum Dogen, damit dieser sich dem Problem annimmt und das Bündnis mit dem Vatikan aufkündigt. Hoffen wir, dass die Angriffspläne im Vatikan noch nicht durchschaut werden.

Als wenn das nicht genug wäre, blockierte eine campierende Armee aus Venedig die Nachschubwege Mailands  aus Neapel…

Pamplona

Nach einem kurzen Marsch von Zaragoza in Richtung Pamplona eroberte General Argometto Rossi mit seinen Männern die Festung nach einem kurzen Gefecht.

Bari

In den letzten Tagen und Wochen hatte sich bei Bari ein kleines Rebellenheer gesammelt. Die Stadtwache zog heute aus und vernichte die Rebellen in einer kurzen Schlacht.

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ewaltige Heerscharen ziehen durch das Land, Kriegsschiffe patroullieren in der Ostsee, Polen zieht abermals in den Krieg. An gar vielen Fronten ist der gute Herrscher Zbigniew involviert, doch lest selbst.

Front im Westen – Operation Overlord ist gestartet

Von der Krim aus startete in diesem Halbjahr planmäßig eine Expedition gen Amerika. Die Führung der Truppe übernimmt Admiral zur See Radoslaw, die geschätzte Transportzeit beträgt ca. 22 Halbjahre. Die Generalität plant die Einnahme von bis zu vier Siedlungen mit den überführten Truppen. Der Trust wurde angewiesen, in den nächsten Jahren die Anzahl der gläubigen Christen in der Mitte Amerikas zu erhöhen. Die Mission wird geführt unter der Bezeichnung Operation Overlord.

Investor Relations in Iasi

Seit acht Jahren gilt das polnische Vorzeigeinvestment, das ehemalige ungarische Bergdorf Iasi, als “schwarz”. Doch es blieb nicht bei der schwarzen Null, nein: das Investment macht richtig Spaß. Das von Antiochia finanzierte und renditestark verzinste Entwicklungsprojekt unterstreicht einmal mehr das AAA+ Ranking der polnischen Staatskasse. Bei Interesse durch Investoren aus dem Allianzrat wird der Trust gerne erneut einen entsprechenden Fond auflegen. Anfragen bitte zu Händen der Staatskanzlei in Danzig.

Kehraus im polnisch-antiochischen Hinterland

Im tiefen Osten gingen in diesem Halbjahr polnische Truppen gegen vagabundierende Rebellen vor, die sich auf dem Weg nach Antiochia befanden. Angeführt von einem Captain aus Kutais marschierten die Truppen des Herren Zbigniew gegen das Rebellenpack und fegten sie vom Hof. Seither können die braven Bürger vom Ostrand des Schwarzen Meeres endlich wieder ruhig schlafen.

Polen kauft Nürnberg

Przebor Wojno, auch genannt “der Unaussprechliche”, ergriff in diesem Halbjahr die Chance seines Lebens. Er trat vor den Deutschen Kaiser Welf in Frankfurt und sagte ihm auf den Kopf zu, dass Polen die Stadt Nürnberg kaufen wolle. Volle acht Verhandlungsrunden, jede Menge Nerven und ein Abendessen bei Hofe wurden benötigt, bis sich beide Seiten auf einen Kaufpreis einigen konnten. Für 58.000 Goldstücke verteilt auf 10 Raten schloss Polen das Geschäft ab.

Angriff gegen Ungarn startet planmäßig

Der Bote aus Polen traf pünktlich um 12.00 Uhr am Dogenpalast in Venedig ein. “Mein Herr bringt Kunde”, schmetterte der engagierte Adlatus des Zbigniew dem Statthalter von Venedig entgegen. “Polen wird planmäßig in zwei Halbjahren vor den Toren Budas stehen. Ein Halbjahr danach soll Pest fallen.” Er machte eine bedächtige Pause und frug mit gesenkter Stimme: “wird Venedig dem Zeitplan treu bleiben und ebenfalls in zwei Halbjahren angreifen?”

Abschussprämie gegen das Deutsche Reich

Der Trust von Polen gibt folgende Ausschreibung bekannt: Sollte das Deutsche Reich binnen zehn Halbjahren aufgelöst werden, so soll dem Vernichter des Deutschen Reiches eine Siegprämie ausgezahlt werden. Die Prämie beträgt 50% des durch diesen Sieges eingesparten Tributes, den Polen an Deutschland ob des Ankaufs der Stadt Nürnberg zu zahlen hat.
Sodann gilt folgendes Beispiel: fällt das Reich im nächsten Halbjahr, spart Polen 58.000 Goldstücke – und zahlt 29.000 Goldstücke als Prämie aus. Fällt das Reich hingegen erst in fünf Halbjahren, zahlt Polen immerhin noch 14.500 Goldstücke an den Dominator des Reiches.

V
iele Nachrichten trafen die letzte Zeit in Venedig und dem Sitz des Dogen in Iraklion ein.

Rom

Ein Großteil von Venedigs Truppen zur Befreiung Roms vom alten, religiösen Fanatiker ist bereit mit den Truppenverbänden Mailands in den Krieg zu ziehen. Damit steht unserem Verbündeten auch schwere Artillerie zur Verfügung. Möge er sie weise nutzen.

Spanien und die Abkühlung der Beziehungen

“Endlich wieder an Land!” dachte Pangratio, als er am Strand der iberischen Südküste kniete und den Sand aus seiner Hand rieseln ließ. Nach der langen Seefahrt wollte er keine Zeit mehr verlieren und die Mauren endlich aus Europa vertreiben. Zunächst schickte er seine Agenten los, die ihm berichteten, dass über Cordoba wieder ein Halbmond weht und sich dort viele Familienmitglieder und sogar der Kronprinz aufhielten. Dann war es Zeit die Kampfkraft mit Gift, Dolch und Feuer zu verringern. Schließlich konnten sich die Truppen zur Befreiung Spaniens in Bewegung setzen. Sie gerieten an eine kleine Armee an einer Brücke, bevor der Weg nach Cordoba frei war. Zum Glück konnte der Geheimdienst die Tore öffnen, so dass die Stadt auch ohne Belagerungsgeräte gestürmt werden konnte.

Algiers – der heiße Draht

Nur widerwillig ließ der Sultan den Gesandten Venedigs zu sich in den Palast kommen. Die schiere Menge an Feinden ließ es nicht zu, dass er auf Diplomatie verzichten konnte. Innerlich erzürnte er, als er hörte, welch dreistes Angebot dieser ihm unterbreitete: Venedig stellt alle Kampfhandlungen ein und beginnt wieder den Handel mit dem letzten verbliebenen muslimischen Staat, wenn der Sultan die Stadt Sevilla an Venedig abtritt. Lange überlegte der alte Mann, ob er seinen Einfluss auf Europa derart schwächen und seine Hauptstadt schutzlos zurücklassen sollte. Schließlich stimmte der weise Herrscher dem Angebot zu. Das Kernland Venedigs läge zu weit entfernt von der neuen Kolonie, als dass sie einen sofortigen Angriff auf Grenada wagen könnten.

Neues aus Ungarn

Die Befriedung Ungarns steht kurz bevor. Die Armeen stehen komplett für einen fatalen Erstschlag bereit. Der Angriff kann in einem Halbjahr beginnen, wenn die polnische Militärführung zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereit ist, den Angriff zu starten. Vorbereitend wurde noch ein weiteres Familienmitglied durch einen geheim operierenden Agenten beseitigt.

Allianz mit Wales

Seit den Tagen des Doge Cristiano war kein Gesandter Venedigs mehr auf den britischen Inseln. Nun können wir jedoch ein Bündnis mit den Walisern vermelden.

 

Die gute Nachricht zum Schluss

Doge Antonio war hoch erfreut, als er die Nachricht seines Sohnes aus Azov las. Seine Frau, die mailändische Prinzessin, hatte ihm eine Tochter geboren. Nun war der Doge stolzer Großvater. Möge das Reich noch lange bestehen, dass Besina sich an dem Wohlstand erfreuen könne.

M
aurische Flotte

Schon vor einigen Tagen wurde eine Flotte mit Halbmond auf dem Segel vor Sizilien entdeckt. Zwei Flotten Mailands setzten die Feinde dann vor dem Hafen Siziliens fest. Einige Tage später traf Verstärkung ein und die Feinde konnten im Gefecht versenkt werden.

Rom

Eine erste schlagkräftige Truppe Mailands hatte vor Rom Stellung bezogen und sollte direkt mit dem Angriff beginnen. Gerade noch rechtzeitig erreichte den Kommandieren General die Nachricht, dass in der Stadt weitere 1200 Mann im Falle eines Angriffs bereitstanden. Dies hatte die Aufklärung bisher nicht ermitteln können. So wäre man deutlich unterlegen (ca. 1800 gegen ca. 2300 Mann) in eine Schlacht mit der päpstlichen Armee gegangen.

Die Truppen halten weiterhin die Stellung und warten auf weitere Verstärkung.

Frankreich

Als Tamerighi Pomardi den französischen Hof in Dijon betrat wurde er freundlich Empfangen. Kurze Zeit später jedoch schlug die Stimmung um, denn die Nachricht die er überbrachte “Kündigung der Handelsrechte, der militärischen Zugangsrechte und Aufkündigung der Allianz” hatten die Franzosen nicht erwartet.

Wenige Stunden später begannen die Truppen Mailands mit einem Angriff auf Clermont. Einige Minuten später wehte das Banner Mailands auf den Mauern der Stadt. Aufgrund der besseren Verteidigung dauerte die Schlacht um Zaragoza schon wesentlich länger, doch auch hier hatten die Franzosen letztlich keine Chance. Anschließend wurde Dijon bei einem für die Franzosen völlig überraschenden Nachtangriff erobert. Braucht noch jemand Senf?

Lediglich den Angriff auf Toulouse musste die Truppen abbrechen, da hier völlig unerwartet Einheiten zur Verstärkung eintrafen.

Nebenbei ist dann auch noch ein französischer Kardinal einem Attentat zum Opfer gefallen.

Adelsgeschichten

Im Laufe der Zeit trafen Abgesandte Mailands schon auf einige Prinzessinnen, doch so eine wie diese aus England ist ihnen bisher nicht untergekommen.

Hoffen wir, dass diese blaublütige Polin nicht dasselbe Schicksal ereilt.