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N
eues aus Jerusalem

Im Winter 1197 AD empfing König Baldwin vom Goldenen Thron in Jerusalem einen Gesandten des Königreichs Polen. Der Gesandte war niemand geringeres als Agnes von Polen, Frau von Andrew und ehemalige Spitzendiplomatin des Wladyslaw. Ihre Aufgabe war klar: Beratung der Regierung in Jerusalem bei den bevorstehenden Herausforderungen.

Sturm im Westen

Die Ägypter hatten sich erneut an die Westgrenze Jerusalems herangewagt, jedoch noch ohne eine Belagerung auszurufen. Diesen Moment der Schwäche konnte der Herr vom Goldenen Thron nicht ungenutzt lassen – und so entsandte er eine Schnelle Eingreiftruppe gen Alexandria. Die Landungsboote stehen bereit, die Infiltration ist vollzogen, im nächsten Halbjahr kann die Handelsmetropole im Zweistromland fallen.

Sturm im Osten

“Mehr Lebensraum im Osten” verkündete Agnes dem staunenden Publikum im Thronsaal des hohen Herren vom Tempelberg. “Damit haben wir in Polen so unsere Erfahrungen”, führte sie weiter aus und verwies auf eine Rebellensiedlung im südosten Jerusalems. “Im übrigen müsste dort hinten auch noch ein Türkenstädtchen sein – wir sollten daher lieber ein paar mehr Mannen entsenden” erläuterte sie fachmännisch. Gesagt, getan: Fraunce Heaven, der Sohn des Baldwin, wurde umgehend in den südlichen Osten geschickt.

Nachwuchs im Thronsaal

Thomas und Aldet Harfford geben die Geburt ihres Sohnes Laurence bekannt. Thomas ist Sohn des Thronfolgers von Jerusalem, dem mit Laurence nun ein Enkel geboren wurde. Herzlichen Glückwunsch!

H
o, öffnet die Tore!” Die Wache zuckt zusammen. Es ist ein Dezembermorgen, die Luft ist noch kühl und diesig. Die Sonne wird frühestens in einer Stunde aufgehen. Hat die Wache richtig gehört? Es ist in der Dämmerung noch keiner zu sehen. “Wer da?” ruft die Wache in die Dunkelheit. Die Antwort kommt prompt zurück: “Alon, Kundschafter des Königs. Macht das Tor auf, ich habe wichtige Kunde.” Es ist Alon, die Wache reagiert sofort und die Tore öffnen sich lautstark durch den frühen Tag.

Eine Stunde später sind König Baldwin und sein Bruder Guy in der großen Halle. Baldwin sieht seinem Bruder tief in die Augen. “Du weißt, was das bedeutet, nicht wahr?” Guy nickt kaum merklich. In seinen Ohren klingen immer noch die Worte ihres Vaters, als er kurz vor seinem Tode mit ihnen sprach. Er erzählte von seiner Vorstellung eines friedlichen Lebens in den Ländern von Jerusalem. Doch davon scheinen sie bald weit entfernt zu sein.

“Wir versuchen noch einmal mit Ihnen zu reden.” Guy ist zwar erleichtert über die Worte seines Bruders, aber er weiß, wie gefährlich die Ägypter sind. “Trotzdem sollten wir unsere Truppen im Süden verstärken!” – “So sei es, und ich werde selbst aufbrechen und die Truppen anführen. Es ist besser, wir präsentieren unsere Stärke mit Fingerspitzengefühl. Ich will nicht, dass ein nervöser Captain unser Land in den Krieg zieht.”

Noch vor der Mittagsstunde brechen König Baldwin und die königliche Truppe von Jerusalem auf. Sie folgen der Diplomatendelegation, die bereits zwei Stunden früher in die Grenzregion im Süden aufgebrochen ist…