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er Sommer 1220 AD war das Jahr der Rebellen. In einem unerhörten Ausmaß nahmen Aufstände im Königreich Polen und den angrenzenden Ländern zu. Im Westen brannten die Städte Deutschlands, in Russland marschierten graue Armeen und im Tiefen Osten war gar die Stadt Sarkel verloren gegangen. Es gab viel zu tun.

Prinzessin Jadwigi löst Bündnis zu Frankreich

“An den Herzog Puccio”, säuselte die junge Prinzessin ihrem Schreiber vor. “Ich, Tochter des Leszek, habe heute höchstpersönlich das polnische Bündnis mit Frankreich aufgekündigt. Hochachtungsvoll, Eure polnische Prinzessin.” Hach, die Kleine war so stolz auf sich. Ihr Vater, Kronprinz Leszek und ihr Großvater, König Zbigniew, hatten ihr erstmals freie Hand bei einer außenpolitischen Entscheidung gelassen. Aus Rücksichtnahme auf die Politik der Allianz hatte sie kurzerhand den Franzosen den Stuhl vor die Tür gesetzt. Sie sah sich schon als ungekrönte Nachfolgerin Ihrer Großtante Agnes von Polen.

Sarkel ist rebellisch

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Nahost-Experte der Polen, war außer sich! “Schreiber, zu mir!” brüllte er durch den Saal, als er die Berichte der Geheimpolizei las. “Schnell, schickte rasch Kunde nach Antiochia. Die Rebellen haben Sarkel, nur ein paar wenige loyale Truppen Antiochias stehen noch vor den Toren der Stadt.” Andrew machte eine Pause, er wusste um die angespannte Situation in der Allianz ob des Manifestums. Doch in dieser Situation musste die Politik zurückstehen, hier hatten Krieger das Wort zu führen. “Richtet Bohemunds Erben außerdem aus, dass Polen zur Befreiung Sarkels Truppen senden kann. So gewünscht, halten wir uns in der Nähe auf und unterstützen einen Angriff Antiochias gegen die Stadt.”

Aufständische in Polen

In Zentralpolen, dem ehemaligen Lithuania und Russland, kamen an allen Ecken und Enden Rebellenheere zum Vorschein. Gut ein halbes Dutzend aufständische Truppen wurden sichtbar, sowohl an den entlegendsten Stellen der Tundra als auch nahe der Hauptstadt. Schlachten wurden geschlagen, Truppen verschoben, selbst die Reservetruppen aus den zahlreichen polnischen Forts kamen zum Einsatz. Die Sitatuion im Inland war und ist angespannt.

Landetruppen vor Königsberg und Danzig

“Schottische Schiffe mit Besatzungstruppen zwischen Danzig und Königsberg gesichtet, erwarte Instruktionen.” Die kurze und knappe Nachricht hätte dramatischer kaum sein können. Die Ostseestädte Polens sind nahezu ohne Verteidigung, die Beziehungen zu Schottland sind nicht besonders ausgeprägt. In aller Eile wurden daher Verteidigungstruppen und maritime Streitkräfte ausgehoben. Die Admiralität ist entschlossen, sowohl die Schotten als auch die in kleinerer Zahl gesichteten Iren notfalls mit Gewalt aus der Ostsee zu entfernen.

Rebellen vor Rom

Es war und ist das Jahr der Rebellen – und das ist wahrlich keine Übertreibung. Selbst vor der Heiligen Stadt stehen die Aufständischen mit einem großen Heer und bedrohen die Siedlung des Herzogs von Mailand. Die päpstlichen Truppen stehen ungerührt daneben und gucken zu, wie die Rebellen auf den ehemaligen Sitz des Pontifex zumarschieren. Sind die Rebellen am Ende die Strafe des Herren für den Frevel am Heiligen Stuhl?

Rebellen im ungarischen Hinterland

Czeslaw Ciesinski, der Statthalter in Pest, lässt Venedig ausrichten, dass ein polnisches Heer bereits auf dem Weg ist, die Rebellen an der gemeinsamen ungarischen Grenze auszumerzen. Weiterhin lässt der Statthalter an Jerusalem versichern, dass Prinzessin Matilda Pegler vom Tempelberg kein Leid geschehen wird. Der Statthalter verbürge sich persönlich für die Sicherheit der Prinzessin auf polnischem Boden, hieß es wörtlich in der Botschaft.

Angriffsziel Dänemark

Der König von Polen gibt bekannt, dass seine Priorität in den nächsten Halbjahren die Übernahme Dänemarks ist. Polen würde es sehr begrüßen, wenn die Vertreter der Allianz sich in Kürze von Dänemark lossagen würden, so sie es noch nicht getan haben. Die Einnahme Dänemarks erfolgt im Rahmen des Manifestum-Plans. Eine Übernahme des rebellischen Frankfurts wird vereinbarungsgemäß nicht durchgeführt, diese Länderei steht fortan Venedig zu.