Posts Tagged ‘Friede’

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er Job ist erledigt. Schottland ist gefallen. Dem Manifestum Europa wurde genüge getan.

In zwei spektakulären Schlachten wurde in diesem Halbjahr Schottland von Polen unterworfen. Dabei kam erneut die von Ziemowit Banaszak entworfene Taktik zum Einsatz, den Gegner durch eine verlorene Schlacht aus der Defensive zu locken und anschließend mit der Hauptstreitmacht zuzuschlagen. Wie damals der alte Banaszak, fiel diesmal General Wenceslaus Miazga. Polen trauert um einen Helden – und ehrt sein Vermächtnis mit der Vernichtung des Schottischen Königreichs.

httpv://www.youtube.com/watch?v=gqBe2MkRLR4&feature=related

Der König von Polen bedankt sich bei allen Mitstreitern im Allianzrat für zahllose Monate des Amüsements. Ruhm und Ehre der Allianz! Bringen wir es zu Ende!

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ie Nachricht aus Antiochia verhieß nichts gutes: Korruption allerorten machte dem Herrscherhaus das Leben schwer, die Finanzierung des Staates schien in Gefahr. König Leszek ordnete daher an, dass das Finanzministerium die Zahlen Polens veröffentlichen solle – auf das sie dem Rat zur Orientierung dienen sollten. Nach 100 Halbjahren blickte der König zufrieden in die Analyse seiner Finanzbeamten… und fiel (fast) tot vom Stuhl, als ihm offenbart wurde, dass das Land jedes Halbjahr rund 28.000 Goldstücke an Korruption verlor. Einzig die Tatsache, dass unterm Strich immer noch etwas übrig blieb, milderte den Schmerz des Königs ein wenig.

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m Sommer 1226 AD kam König Leszek ans vorläufige Ende seiner Reise. Die 50. Siedlung wurde für Polen erobert, der Tatendrang war gestillt. Doch lest selbst…

Es geschah in Amerika

Das Expeditionsheer der Operation Overlord hatte endlich Südamerika erreicht. Obwohl Polen gemäß dem Manifestum Europa noch nicht alle Verpflichtungen in Nordeuropa erledigt hatte, erteilte der König trotzdem den Befehl zum Angriff – die 50. Siedlung sollte etwas Besonderes sein.

Wie die Borg

Der Widerstand in Amerika wurde rigeros unterdrückt, kein Erbarmen wurde den eingeborenen Kriegern zuteil. Das großherzige Polen wurde im Süden Amerikas als strenger Zuchtmeister bekannt gemacht.

Schottland – wir kommen

Die Generalität von Polen gibt bekannt, dass die Siedlungen nördlich von Dumfries in den nächsten Halbjahren verstärkt in den Fokus der polnischen Armee rücken. Handelsreisenden und Touristen wird empfohlen, dieses Gebiet weiträumig zu umfahren.

Freigekauft

“Heiliger Vater, wir wollen diese Exkommunikation loswerden. Wieviel kostet uns der Spaß?” fragte der polnische Botschafter nahe Rom den alten Mann an der Spitze der katholischen Kirche ganz direkt. Zu seiner Verwunderung bekam der Diplomat auch direkt eine Antwort: “19.450 Goldstücke”. Erstaunt ob dieser Direktheit fackelte der Pole nicht lange und zahlte direkt in bar.

All good things come to an end

Am Ende des Halbjahres war Polens Hof voll bestellt. Die Bonität war gut, das Volk satt, die Stimmung ausgelassen und die 50. Siedlung war erobert. Zeit für ein rauschendes Fest.

Antiochia putzt die Mauren weg

Am Ende des Halbjahres wurde außerdem noch eine Armee Antiochias von zwei maurischen Truppen überfallen. Der antiochische Feldheer lies jedoch keinen Zweifel daran, welche Armee auf dem Schlachtfeld die überlegenere war.

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in nahezu bedeutungsloses Halbjahr ward in Jerusalem zu vermelden, wäre da nicht die Hochzeit des Königs von Antiochia mit Freifrau Annika von Colonia gewesen. Im kleinen Kreis feierte der Held des Morgenlandes auf Wilhelms Turm und dem Schloss Rauischholzhausen nahe der endlosen Ebene vom Ebersdörfer Grund, kurz vor der Wüste. Stellvertretend für das Königreich Jerusalem – dessen Herrscher immer noch mit dem Umbau seines Palastes beschäftigt ist – grüßt der junge Kronprinz Bronisad vom Hofe Jerusalems aus seinen Nachbarn und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

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er Sieg gegen Dänemark war vollbracht, Polen atmete durch. Jetzt war Zeit zum Innehalten, zum Reparieren und Aufbauen. Der Enkel von Wladyslaw McKinsey besann sich auf seine Wurzeln und widmete sich den Zahlen.

Kommunale Finanzaufsicht

In diesem Halbjahr stand die Überprüfung der kommunalen Finanzen auf dem Programm. Der König lies sich von allen Siedlungen berichten, in welchem Maße sie zu seiner Schatzkammer beitrugen. Getreu dem Motto “was du nicht messen kannst, kannst du nicht steuern” stellt der König der Polen die fiskalischen Erkenntnisse seiner vier wertvollsten Städte dem Allianzrat zur Verfügung.

Neues aus Frankfurt

Der Bote aus Venedig saß immer noch zerknirscht im Thronsaal zu Danzig. Soeben hatte er den Polen offenbart, dass eine Kommunikationspanne im venezianischen Machtapparat dazu geführt hatte, dass einige hundert Soldaten Venedigs unabgesprochen durch polnische Länder reisten. Im Stillen dachte der Bote bei sich, dass Praktikantninnen im Auswärtigen Amt einfach nichts zu suchen hatten. Doch sein Gram währte nur kurz, kam doch nach kurzer Zeit der Chef der polnischen Geheimpolizei zu ihm und drückte ihm ein Dokument in die Hand. “Hier, Freund” sprach der Offizier. “Unsere neuesten Erkenntnisse über Frankfurt. Nehmt sie an euch und richtet dem Doge aus, dass wir ihm für die Schlacht viel Erfolg wünschen. Sollte er unsere Hilfe bei der Belagerung benötigen, brauchen wir vier Halbjahre Vorlauf.”

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änemark ist Geschichte – vernichtet vom König der Polen. Zwei blutige Schlachten gegen die dänische Hauptstadt Arhus wurden geschlagen, eine ging höchst verlustreich verloren, die andere ging zu unseren Gunsten aus. Der erste Angriff stand im Zeichen der Schwächung, so wie es damals der großartige Ziemowit Banaszak, dritter Sohn des Wladyslaw, vor Marienburg den Polen gelehrt hatte. Der zweite Angriff fand dann nur noch gegen rund 800 Mannen statt – die letztlich niedergerungen werden konnten.

Als Leszek einst vor Dän’mark stand
da wurd’s dem Dänenkönig bang.
Schwerter, Speere und Deutsche Ritter
schmecktem ihm gar wahrlich bitter
und so kam’s wie’s kommen musst,
das Ende wurde zum Verdruss.
Doch Dän’mark bleibt nicht lang allein,
Norwegen wird sein nächste sein.

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erusalem im Jahre 1220 AD. Der Hohe Herr vom Tempelberg war noch immer mit der Gestaltung seiner neuen Residenz beschäftigt; und so ließ er nach Andrew von Ungarn schicken. Der engagierte polnische Nahost-Experte übernahm einmal mehr die Rolle des Obersten Landverwesers in Jerusalem.

Handel mit Antiochia

Die Beziehung Jerusalems zu Antiochia war in diesen Tagen “komplex”, dass konnte Andrew schnell feststellen. Ein offizielles Angebot Antiochias stand im Raum, was jedoch vom König in Jerusalem noch nicht beantwortet war. Allein das machte die Verwaltung schwer, wollte doch der Landverweser nicht in die globale Politik Jerusalems eingreifen. Nun jedoch stand eine Entscheidung an: Antiochia wollte die strategisch wichtige Siedlung Tarabulus abgeben und bat um Kompensation. Andrew ordnete an, dass man Antiochia 5.000 Goldstücken aus der Schatzkasse des Tempelbergs aushändigen solle.

Der Tempelberg ist schwarz

In Gedenken an seinen Schwiegervater, den großen Wladyslaw “McKinsey”, widmete sich der Landverweser auch diesmal den Einnahmen und Ausgaben des Reiches. Forts wurden errichtet, Einheiten verschoben und kleinere Truppen in Maßen hinzugekauft. Priorität hatte die wirtschaftliche Expansion, danach kam die Bedienung des Kreuzzugs und die sonstigen militärischen Verpflichtungen. Bereits im nächsten Halbjahr würde die Strategie Früchte tragen, die Einnahme einer Rebellensiedlung und die Übernahme Tarabulus sollten dem Reich zusätzlichen Wohlstand bescheiden.

Beziehungen zu Portugal und Antiochia

Prinzessin Deonisia Harfford sprach persönlich mit Portugiesen und Venezianern. Die Diplomaten der Gegenseite erlagen dem Charme der jungen Prinzessin augenscheinlich und rapportierten an ihre Königshäuser die besten Empfehlungen. Da verwundert es nicht, dass kurz darauf die Bestätigung ankam: Jerusalem wird geschätzt auf der internationalen Bühne.

 

 

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s ward am späten Abend des Pfingstsonntages 1218 AD, als König Zbigniew im Kreise seiner engsten Angehörigen sinnierte. “Wir brauchen einen gemeinsamen Plan für Europa, meine Freunde. Die jüngsten Nachrichten aus dem Allianzrat lassen mich glauben, dass eine unkontrollierte und überhastete Expansion der fünf Großmächte zum Schaden aller ist. So hört euch denn den folgenden Plan an.”

Zbigniew machte eine bedächtige Pause, holte noch einmal tief Luft und erklärte sein Manifestum Europa: “Ziel des Manifestums ist, alle fünf Großmächte der Allianz in einer gemeinsamen Strategie zu vereinen. Alle Länder dieser Welt sollen unter den Großen 5 aufgeteilt werden. Zunächst sind das die Länder Europas, anschließend die des amerikanischen Kontinents. Gehen wir es der Reihe nach durch.”

Das Fürstentum Antiochia

  • Antiochia erhält im tiefen Osten die Siedlungen Azov und Kutais kostenfrei überantwortet
  • Gleichzeitig übergibt Antiochia seine nordafrikanischen Besitztümer ohne Gegenforderung an Jerusalem
  • Anschließend erhält Antiochia die Insel Irland sowie den größten Teil der Insel England, gemeint ist Mittelengland, als sein Lehen

Die Republik Venedig

  • Venedig überantwortet Azov kostenfrei an Antiochia
  • Venedig übernimmt die Osthälfte Ungarns, gem. Absprache mit Polen
  • Venedig erhält die iberische Halbinsel als Lehen und soll fürdahin die einzige Macht auf der Insel sein

Das Königreich Jerusalem

  • Jerusalem erhält von Antiochia kostenfrei dessen Ländereien in Nordafrika
  • Jerusalem erhält den nordafrikanischen Kontinent als Lehen
  • Jerusalem erhält die Aufgabe, die maurische Gefahr ein für allemal zu bannen

Das Herzogtum Mailand

  • Mailand übernimmt Rom und entledigt Europa des Heiligen Stuhls
  • Weiterhin befriedet Mailand die Ländereien Frankreichs
  • Es übernimmt den südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält die englischen Ländereien auf dem Kontinent sowie die Länder Südenglands als Lehen

Das Königreich Polen

  • Übergibt die Siedlung Kutais kostenfrei an Antiochia
  • Befriedet die dänischen, norwegischen und teutonischen Ländereien Skandinaviens
  • Übernimmt den Nordteil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält außerdem die Nordspitze Englands als Lehen

Das freie Amerika

  • Jedem Mitglied der Allianz ist ein militärischer Eingriff in Amerika erst dann gestattet, wenn es seinen Verpflichtungen aus diesem Manifest vollständig nachgekommen ist
  • Der Zugriff auf Amerika selbst ist darüber hinaus nicht limitiert, ein jeder möge ob seiner Fähigkeiten dort nach eigenem Gusto agieren

“Der tiefere Sinn dieses Manifests, ist die geregelte Expansion aller fünf Allianzmächte. Natürlich mag es noch Gesprächsbedarf geben und vielleicht muss auch ein Grenzverlauf neu gezogen werden, doch darum geht es nicht. Es geht um eine gemeinsame Strategie, um eine Vision dafür, wie Europa in 20 Halbjahren auszusehen vermag. Dass, meine Herren, ist der tiefere Sinn dieses Manifests.”

Bis in die späte Nacht hinein berieten sich Zbigniew und seine Getreuen, ehe Boten zu sehr später Stunde aufbrachen um die Nachricht im Allianzrat zu verbreiten. Wie wohl würden die Verbündeten reagieren, König Zbigniew war gespannt.

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n Polen war sie dieser Tage spürbar, die Zeit zwischen den Zeiten. Die teutonische Epoche neigt sich dem Ende, Friede herrscht in weiten Teilen Polens. Nur im Nordwesten des Landes rumort es, trachtet doch der gute König Zbigniew danach, Teutonia mit einem Überraschungsangriff von der See in drei Halbjahren ein für allemal aus Europa zu tilgen.

Krim-Feste wird ausgebaut

Der Johanniterorden gab bekannt, dass er auf der Krim eine Niederlassung einzurichten gedenkt. Die Anwesenheit der Bruderschaft wird von der polnischen Regierung ausdrücklich begrüßt und finanziell unterstützt. Andrew von Ungarn, der Verwalter der Krim, ließ hierzu verlauten “dass das ehemalige Mongolia mittlerweile ein vollständig integrierter Teil des Königreichs Polen ist.”

Ungarische Führung in Buda und Pest

Der polnische Geheimdienst gibt im Zuge des behördenübergreifenden Aktenaustauschs bekannt, dass der König der Ungarn in Pest verweilt. Auch sein Stellvertreter ist nicht allzu weit entfernt, er sitzt in Buda und wartet offenbar auf eine Erleuchtung. Die polnische Generalität bestätigt in diesem Zusammenhang, dass es einen Erstschlag nach Ablauf drei weiterer Halbjahre gegen Ungarn geben wird.

Gerüchteküche

Wir befinden uns im Sommerloch – und wie eh und je schwappt die Gerüchteküche in dieser Zeit besonders hoch. Folgendes wird aus Polen gemunkelt:

  • Andrew von Ungarn soll befohlen haben, dass von der Krim aus im nächsten Halbjahr eine Expedition nach Amerika gesandt wird. “Ehe ich diese guten Truppen in Rente schicke, sende ich sie in den Tiefen Westen”. Die Reise soll ca. 15 Halbjahre dauern. Ziel des Ganzen ist, einen Brückenkopf für die Allianz zu errichten. Mitstreiter und Abenteurer sind eingeladen, sich anzuschließen.
  • Bei Hofe zu Danzig fragt man sich, nach welchem Schema Antiochia und Jerusalem sich Nordafrika aufzuteilen gedenken. Auch wird angeregt, ob nicht eine der beiden Mächte Spanien befrieden könne. Spanien wird von den Mauren im Würgegriff gehalten und wird außerdem von keinem Mitglied der Allianz beansprucht.

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as Wort ist mächtiger als das Schwert, wussten schon die alten Engländer zu berichten. Diesen Rat machte sich das Königreich Polen zu nutze – und befriedete kurzerhand die beiden zentralen Konflikte zwischen den Christen in Europa. Und das war geschehen…

Friede mit Teutonia

Die Teutonen belagerten noch immer die polische Stadt Kalmar, als König Zbigniew eine diplomatische Offensive befahl. Ein Waffenstillstandsabkommen sollte her, Zeit musste gewonnen werden. Gesagt, getan: nahe Oslo, der letzten teutonischen Stadt, handelten seine Diplomaten in aller Stille ein Abkommen auf. Tags darauf war die Belagerung passé.

Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich

Die Bedrohung Venedigs durch das Deutsche Reich, der unnötige Kriegszustand zwischen dem Reich und Antiochia und die übrigen schwelenden Grenzkonflikte waren Zbigniew ein Dorn im Auge. “Schafft mir etwas Ruhe an der Grenze”, rief er seinem Außenamtschef zu, während ihn seine Diener in eine schwere Reiterrüstung einkleideten. “Ich will mich auf Oslo konzentrieren und brauche keinen Ärger an meiner Westgrenze, also sorgt bitte für Stabilität.” Gesagt, getan: Kurz nach Aushandlung einer Allianz von Deutschland und Polen legte das Reich mit sämtlichen kriegsführenden Mächten seine Differenzen bei. Der Friede in Europa ward gesichert – zumindest für den Moment.

Das Bulgar-Syndrom

“Die Situation ist völlig außer Kontrolle”, ließ der Statthalter der ehemals mongolischen Stadt Bulgar berichten. “Wir verlangen hier extrem hohe Steuern doch die Leute sind alle Glücklich und vermehren sich wie die Karnickel. Wenn dieses Wachstum so weitergeht, haben wir hier bald die Pest am Leib.” Von Seiten der königlichen Administration war zu den Vorfällen in Bulgar keine Stellungnahme zu erhalten.

Sarkel – das neue Rom?

Rom, die Ewige Stadt, wird schon seit geraumer Zeit von Antiochia und Jerusalem gemieden. Das ehemals diplomatische Zentrum der Welt wird lediglich von Venedig, Mailand und Polen genutzt – obwohl gerade diese Mächte auch zahlreiche andere diplomatische Kanäle haben. Wer stattdessen mit den Herren aus dem Nahen Osten sprechen will, muss nach Sarkel kommen. Dort residieren die Botschafter der beiden Mächte und lassen es sich gut gehen.

Gerüchteküche: Expeditionsarmee gegen Oslo

Ein paar Spinner im Danziger Hafen behaupten, dass die Prätorianer des Königs auf einem Schiff zugestiegen seien. Weiterhin wollen sie rund 1.000 Mannen gesehen haben, die die königliche Truppe begleitet haben. Die Schiffe sollen Richtung Oslo aufgebrochen sein. Spinner!

 

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ieg! Der große Kreuzzug gegen die Pferdemenschen war vollendet. Die Söhne Polens konnte nach Hause zurückkehren. Eine Zeit des Abschieds, eine Zeit der Kündigungen stand bevor.

Außenminister Mieszko Marosz wirft hin

Der Chefdiplomat Polens, die Allzweckwaffe der Diplomatie, ist im Alter von 61 Jahren aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Der Top-Diplomat setzte sich nahe Hamburg zur Ruhe, wo er sang und klanglos von der Bildfläche verschwand.

Polen steht zu Antiochia

Es war noch früh am Morgen, als ein Bote des Heiligen Römischen Reiches am Hofe zu Danzig erschien. Voller Zorn ließ er König Zbigniew wissen, dass “der Brudermörder Francis von Antiochia” die deutsche Stadt Sarkel belagern würde. Das Reich forderte Polen auf, Stellung zu beziehen – was kurzerhand geschah. Dem Boten wurde bedeutet, dass Polen nichts von den Plänen Deutschlands hält, Lebensraum im Fernen Osten zu erschließen. Die Allianz zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Polen ist somit beendet.

Teutonen fristgerechet gekündigt

“Wir sind die vertrauenswürdigste und zuverlässigste Nation auf dieser Welt”, polterte König Zbigniew der Generalität entgegen. “Ich bestehe auf einer ordentlichen Kündigung der Allianz zu Teutonia, ehe wir den Hornhelmträgern militärisch in den Hintern treten. Los! Sendet einen Boten und kündigt an, dass wir Teutonia binnen zwei Halbjahren vom europäischen Festland werfen wollen!”

Randnotizen aus den Provinzen:

  • Im Fernen Osten beginnt auf polnischem Territorium der Umbau des ehemaligen Mongolias. Soldaten werden entlassen, die Festung Ryazan wird zur Stadt umgebaut und entlang der großen Handelsstraßen schießen Wachtürme und Forts aus dem Boden. Die Zivilisation hält Einzug.
  • Das Königreich Polen gibt bekannt, dass die Maxime “Handeln und handeln lassen” die polnische Position gut wiedergibt. Es gibt derzeit keinen Anlass, etwas an den Aufenthaltsrechten fremdländischer Händler zu ändern.
  • Die Generalität Polens gibt bekannt, dass Polen in 4 Halbjahren zum Angriff gegen die ungarischen Städte Buda und Pest bereit ist.
  • Ein Angriff gegen das Heilige Römische Reich steht hingegen weiter nicht auf der polnischen Agenda.

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m Winter 1203 stand die polnische Außenpolitik unter massiven Druck. Die Verbündeten im Allianzrat waren allesamt auf Expansionskurs. Neuer Lebensraum fand sich offenbar überall – doch wohin sollten die Polen expandieren können? Umringt von Freunden sann König Zbigniew nach einer Eingebung.

Neues aus dem Tiefen Osten

An der Grenze von Antiochia zu Mongolia gingen zwischenzeitlich die polnischen Verteidigungstruppen in Stellung. Während sie sich auf einen Angriff durch die Pferdemenschen vorbereiteten, entdeckte die polnische Geheimpolizei einen Attentäter, der sich direkt hinter dem polnischen Heer befand. Der Attentäter wurde zweifelsfrei Jerusalem zugerechnet – also dem Land, dass eine Frau auf den Heiligen Stuhl eingeschleust hatte. Was ist nur los im Land der Kreuzfahrer?

Polen kauft Palanga

Prinzessin Rasia, ihres Zeichens Oberste Immobilienverweserin der Polen, hatte mal wieder zugeschlagen. Bestärkt durch den kürzlichen Coup bei der Erwerbung von Magdeburg ging sie diesmal auf die Dänen zu. “Verkauft uns doch Palagna, ihr wollt da doch gar nicht mehr wohnen” sagte sie den Wikingern auf den Kopf zu. Gesagt, getan: Nach einer zähen Verhandlungsrunde und der Aushandlung von Zahlungsbedingungen wechselte die Burg Palagna den Besitzer. König Zbigniew war sehr stolz auf seine kleine Prinzessin.

Das Vermächtnis des Wladyslaw McKinsey

Beim stöbern in alten Regierungsakten stutzte Zbigniew plötzlich auf. Sein Vater, der alte König Wladyslaw, hatte einen Plan zur radikalen Kostensenkung beim Heer ausgearbeitet. Der Plan ging davon aus, dass ein Fort zum einmaligen Anschaffungspreis von 2.500 Goldstücken zu bekommen sei. Jedes Fort könne mit drei Einheiten ausgestattet werden, die dann dort kostenfrei lagerten. Da die teuersten polnischen Militäreinheiten derzeit einen Sold von 250 Goldstücken pro Halbjahr verlangen, ist eine Kostensenkung leicht erreichbar. Bereits nach 4 Halbjahren hätte sich eine solche Investition amortisiert. “Dieser alte Fuchs”, dachte Zbigniew im Stillen und gab sofort den Befehl zur Errichtung mehrerer Forts im polnischen Herrschaftsgebiet.

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rneut weilte König Wladyslaw im Dogenpalast zu Venedig. Das wohlige Klima, die netten Menschen und die Entfernung zu Mongolia sprachen ihn allemal mehr an als die Zustände im Königreich Polen. Es war ihm ein Vergnügen, sein Können in Italien unter Beweis zu stellen. Und dies gab es zu berichten…

Rebellen in der neuen Welt

Venedigs Expeditionsflotte hat die erste halbwegs zivilisierte Siedlung ausgemacht. Die Eingeborenen nennen Sie Fortaleza, verwaltet wird sich von einem rebellischen Bürgermob.

Rohstoffe gefunden

Zum Glück bietet die Neue Welt nicht nur Rebellensiedlungen, sondern auch Bares. Gold und edle Hölzer wurden von der Expeditionsflotte entdeckt. Unumwunden ordnete Wladyslaw an, binnen zwei Halbjahren eine Schar Händler nach Venedika zu entsenden.

Terror im Byzantinium

Das große öströmische Reich erzittert in diesen Tagen unter dem Terror Venedigs. In Vorbereitung des bevorstehenden Landangriffs wurden die Grenzstädte, umherreisende Diplomaten und falsche Geistliche mit unnachgiebiger Härte gejagt. Byzantinium erzittere!

Der Angriff aufs Byzantinium

Binnen eines Halbjahres wird die Ostgruppe des Venezianischen Heeres in Tessaloniki einfallen. Der Plan ist gefasst, die Truppen entsandt. Lange wird es nicht mehr dauern.

Die Karte der Welt

Die sehr guten Vernetzungen Venedigs mit Diplomaten und Spionen ermöglichten es König Wladyslaw, ein einmalig korretes Bild der aktuellen machtpolitischen Situation aufzuzeichnen. Dem Allianzrat mit den besten Grüßen aus Venedig zur Verfügung gestellt.

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aum ein halbes Jahr ist es her, dass Herr Bohemund von Antiochia seinen Sohn Reynald in der Schlacht um Yerevan verlor. Reynald starb vor den Augen seines Vaters.

Agnes von Polen, ihres Zeichens Spitzendiplomatin im Ruhestand, nahm die Nachricht vom Fall des Reynald zunächst noch gefasst auf. In Polen zeigte sie distanzierte Trauer, bat jedoch gleichzeitig darum, in den Nahen Osten abrücken zu dürfen um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wladyslaw gewährte und Agnes bezog Quartier in Jerusalem.

In Jerusalem war Agnes zunächst ganz Profi. Innerlich stand sie ob des Todes von Reynald noch unter Schock, nach außen hin blieb sie hart. Sie beriet die Regierung auf dem Tempelberg und empfahl sogar einen Angriff im Osten. Als alle Geschäfte getan war, zog sie mit einem kleinen Tross gen Antiochia um dort am Grabe des Prinzen Reynald um ihren Jugendfreund zu trauern.

In einer sternenklaren und ungemütlich-kalten Nacht trottete sie mit ihrer Leibgarde von Jerusalem aus gen Norden. Die Sterne wiesen ihr den Weg durch ein einsames Dorf an der Grenze. Während sie die Siedlung durchquerten, fiel ihr Blick in eine Taverne, in der junge Männer und Frauen ausgiebig lachten und fröhlich becherten. Eine Hochzeitsfeier einfacher Leute war im vollen Gange.

Da wurde es Agnes schwer ums Herz und sie begann zu weinen. Sie dachte an ihren Geliebten Andrew, der in Kürze gegen Mongolia in den Krieg ziehen musste. Sie dachte an ihren ungestümen Bruder Zbigniew, der das Königreich in den Krieg mit Russland führte. Und sie dachte an Reynald, der wegen ein paar Kilometer Land sein Leben lassen musste. Gott! Wie kurzsichtig die Männer doch waren und wie schlimm das Unglück, dass sie über ihre Familien brachten. Dieser Irrsinn musste aufhören. Sie würde handeln!

In Antiochia angekommen sparte sich Agnes den Weg zu Bohemund. “Wahrscheinlich erobert der greise alte Mann gerade mal wieder ein Türkendorf”, dachte sie bei sich. Egal! Sie hatte wichtigeres zu tun. Gemeinsam mit Reynalds engsten Freunden versammelte sie sich auf dem großen Martkplatz in Antiochia und rief zum Widerstand gegen die Expansionspläne von Polen, Jerusalem, Antiochia und den anderen Herrscherhäusern dieser Welt auf. Die Menge hatte Agnes bereits in Herz geschlossen, als die Prinzessin Polens erneut nach vorne trat. Sie ließ Wut und Trauer freien Lauf und erhob die Stimme…

Agnes war mit sich im Reinen, als die Stadtwache Antiochias den Marktplatz umstellte und die Versammlung aufzulösen versuchte. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einige Bürger Bohemunds ihr Leben verloren. Nach einigen Minuten beendete Agnes die Intervention und begab sich erhobenen Hauptes in den Gewahrsam der Staatsmacht Antiochias.

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eues aus Venedig

Im Winter 1197 AD verweilte König Wladyslaw immer noch an der Adria. Auf Wunsch des Dogen hielt er die Stellung, während der Herr der Venezier sein Handicap für die Italian Open verbesserte.

Turnaround geschafft

Wladyslaw war erleichtert, als er vom obersten Buchhalter die Zahlen des Halbjahres erhielt. Die laufenden Einnahmen lagen deutlich über den laufenden Ausgaben, endlich. Der Laden war saniert und auf dem besten Wege zu neuem Wohlstand. Jetzt wurde es Zeit, sich mit der mittelfristigen Expansionsplanung zu beschäftigen. Wladyslaw machte sich einen Vermerk, dass er den Dogen hierauf in Kürze ansprechen müsse. Byzanz, Sizilien oder HRE boten sich als Ziele an – wohin die Reise gehen sollte, müsste der Doge jedoch selbst entscheiden.

Amerika wir kommen

Zu Beginn des winterlichen Halbjahres erreichte Wladyslaw die Meldung, dass die Expeditionsflotte gen Westen endlich Gibralta passiert hatte. Die Flotte war dort auf eine unübersehbare Präsenz der Mauren gestoßen, hatte ihren Weg jedoch ungestört fortsetzen können. In zwei Halbjahren würde die Flotte Amerika erreichen. Endlich!

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m Sommer 1197 AD weilte der gute König Wladyslaw in Venedig. Höchstpersönlich überwachte er die Regierungsgeschäfte an der Adria, stand es in diesen Tagen doch nicht besonders rosig um das Reich des Dogen. Gemeinsam mit dem Generalstab Venedigs ging der König die Anliegen dieser Tages durch.

Top 1: Angriff Siziliens gegen Mailand
König Wladyslaw strich sich durch den ergrauten Bart. Der Papst hatte Venedig ausdrücklich ermahnt, jedweden Angriff auf Sizilien zu unterlassen. Militärischen Beistand konnte er Mailand nicht anbieten – ganz davon ab, dass dafür auch schlicht die Finanzmittel gefehlt hätten. So ließ der gute König die Truppen in den Kasernen, löste aber zumindest das Bündnis mit Sizilien auf.

Top 2: Angriff Antiochias gegen das Türkenreich
Der Übergriff kam nicht unerwartet, dennoch musste auch hier eine Entscheidung getroffen werden. Aufgrund der guten Beziehungen zu Antiochia und des gemeinsamen kulturellen Hintergrundes entschied Wladyslaw, in diesem Konflikt auf der Seite Antiochias stehen zu wollen. Das Bündnis mit den Turkmanen wurde aufgelöst.

Top 3: Die Lage in Byzanz
Das große Byzantinium hielt zahlreiche Truppen unter Waffen, sowohl an dessen Westgrenze zu Venedig als auch im Landesinneren. Da kam es Wladyslaw wie gerufen, dass Ungarn in die Offensive gegangen war und mit einem Vorauskommando bereits die byzantinische Hauptstadt belagerte.

Top 4: Tessla e.V. reloaded
Am Midsommertag feierte Councillor Christiano mit seinen Mannen die Neugründung des legendären Tessla e.V.
Die Vereinigung dient dem Zweck, die Stadt Tessaloniki zu erobern und zu halten. Die Truppen stehen an der Grenze zum Byzantinium und warten auf weitere Befehle.

Top 5: Handelsflotte
Der Oberste Buchhalter Venedigs konfrontierte Wladyslaw mit der Erkenntnis, dass Venedigs Einnahmen durch Händler gerade mal 137 Goldstücke pro Halbjahr betrugen. Schockiert ob dieser äußerst geringen Zahl, befahl Wladyslaw den Abzug zweier Händler und beorderte diese auf ein Schiff. Ihr Ziel ist Italien, wo allein diese beiden die regelmäßigen Handelseinnahmen verdoppeln sollen.

Top 6: Friede mit dem Byzantinium
Blasio de Negri, seines Zeichens venezianischer Top-Diplomat, verhandelte auf Geheiß des guten Königs nahe Kutais mit dem Byzantinern. Unmissverständlich machte er den ehemaligen Oströmern klar, dass ihre Position recht bedauerlich sei. Nahezu alle ihre Häfen waren durch Venedig blockiert, Ungarn belagerte die Hauptstadt und eine große Streitmacht des Dogen war auf dem Weg nach Tessaloniki. Die Argumente waren stichhaltig – und nach genau zwei Verhandlungsrunden stimmten die Byzantiner einem Friedensvertrag mit Venedig zu. Im Austausch für Frieden und Handelsrechte erhielt Venedig die einmalige Summe von 25.000 Goldstücken…

Top 7: Sonderausgaben
Wie so oft führte die unplanmäßige Einnahme sofort zu unplanmäßigen Ausgaben. Rund 15.000 Goldstücke lies der gute König Wladyslaw in drei dringend benötigte Stadtmauern sowie einen Handelshafen investieren. “Endlich, wir sind wieder schwarz” dachte sich der gute König, als er sich nach wohlverrichteter Arbeit in den Weinkeller des Dogen begab. Dieser Tag musste gefeiert werden.

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olen im Sommer 1188

Es ist die Sensation des Jahres! Agnes von Polen, Chefdiplomatin und Tochter des guten Königs Wladyslaw, ist verheiratet. Die adrette Mitzwanzigerin heiratete nahe Krakau den vier Jahre jüngeren Ungar Andrew, seines Zeichens Mitglied der dortigen Herrscherfamilie und angesehener Feldherr.

Polen am Donnerstag berichtet exklusiv:
So feiert unser Hochadel – das schockierende VIDEODOKUMENT! 

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er Dogo, der Mann des Friedens!

Schon die Halbe Welt liebt uns und zahlt sehr gern dafür. Nun reihten sich auch die Mauren, die Dänen und die Ungarn in den Reigen derjenigen ein, die mit uns alliiert sind. Macht dann in Summe 4.500 Florins. Perfetto!