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m Sommer 1219 AD überschlugen sich die Meldungen aus Ungarn. “Venedigs Städte werden belagert” raunten sich Zbigniews Mannen zu, manche behaupteten gar, der Doge sei in Gefangenschaft geraten. Die Gerüchteküche war voller Köche – und die Stimmung am Siedepunkt.

Pest gefallen

Niemand geringeres als der großartige General Joachim von Gdansk war es, der die Situation schließlich klärte. Mit seinen kriegserprobten Mangoneln und den rauflustigen Männern aus Buda setzte er zum Sturm auf Pest an. Unterstützung erhielt er vom Junggeneral Czeslaw Ciesinski, der mit eigenen Mannen und ein paar Söldnern rechtzeitig zur Schlacht hinzustieß. Gemeinsam fegten sie die Garnision aus Pest davon.

Ungarn ist am Ende

Mit dem Fall von Pest endete auch die Ära Ungarn. Der letzte König der Ungarn, Bertalan von Ungarn, fiel mit seinen Männern am Stadttor von Pest. Mit ihm zusammen ging sein Reich unter, die letzten verbliebenen Einheiten schworen dem König ab und wurden zu vaterlandslosen Vagabunden. Mittel- und Osteuropa sind somit im Zeichen der Allianz befriedet worden.

Überraschung: das Heilige Römische Reich vor Kutais

Andrew von Ungarn, seines Zeichen Nahost-Beauftragter der polnische Regierung, verweilte noch in Jerusalem, als ihn schlechte Nachrichten aus seinem Zuständigkeitsbereich erreichten. “Das Heilige Römische Reich steht mit einer Flotte vor Kutais, genau Anzahl der Gegner unbekannt” – das war alles, was ein Bote ihm auf die Schnelle zum Tempelberg überbrachte. Andrew, der ob des Niedergangs von Ungarn und der Belastung durch die Landverwesung Jerusalems unter enormen Druck stand, beschloss für sich im Stillen, die Deutschen vor Kutais zu ignorieren und sich bis auf weiteres mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen.

Regierungsferien an der Ostsee

König Zbigniew von Polen gibt bekannt, dass seine Majestät und der Beraterstab für ein paar Tage an der Ostsee verweilen um sich in Ruhe auf die bevorstehenden Eroberungen in Nordeuropa vorzubereiten. Für diese Zeit wurde beim Dogen von Venedig angefragt, dass dieser an seiner statt die Geschicke Polens leiten solle. Der Königshof bedankt sich bereits vorab beim Dogen und hofft, dass ihm das polnische Land und dessen kriegerische Nachbarn keine allzugroßen Mühen machen.

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s ward am späten Abend des Pfingstsonntages 1218 AD, als König Zbigniew im Kreise seiner engsten Angehörigen sinnierte. “Wir brauchen einen gemeinsamen Plan für Europa, meine Freunde. Die jüngsten Nachrichten aus dem Allianzrat lassen mich glauben, dass eine unkontrollierte und überhastete Expansion der fünf Großmächte zum Schaden aller ist. So hört euch denn den folgenden Plan an.”

Zbigniew machte eine bedächtige Pause, holte noch einmal tief Luft und erklärte sein Manifestum Europa: “Ziel des Manifestums ist, alle fünf Großmächte der Allianz in einer gemeinsamen Strategie zu vereinen. Alle Länder dieser Welt sollen unter den Großen 5 aufgeteilt werden. Zunächst sind das die Länder Europas, anschließend die des amerikanischen Kontinents. Gehen wir es der Reihe nach durch.”

Das Fürstentum Antiochia

  • Antiochia erhält im tiefen Osten die Siedlungen Azov und Kutais kostenfrei überantwortet
  • Gleichzeitig übergibt Antiochia seine nordafrikanischen Besitztümer ohne Gegenforderung an Jerusalem
  • Anschließend erhält Antiochia die Insel Irland sowie den größten Teil der Insel England, gemeint ist Mittelengland, als sein Lehen

Die Republik Venedig

  • Venedig überantwortet Azov kostenfrei an Antiochia
  • Venedig übernimmt die Osthälfte Ungarns, gem. Absprache mit Polen
  • Venedig erhält die iberische Halbinsel als Lehen und soll fürdahin die einzige Macht auf der Insel sein

Das Königreich Jerusalem

  • Jerusalem erhält von Antiochia kostenfrei dessen Ländereien in Nordafrika
  • Jerusalem erhält den nordafrikanischen Kontinent als Lehen
  • Jerusalem erhält die Aufgabe, die maurische Gefahr ein für allemal zu bannen

Das Herzogtum Mailand

  • Mailand übernimmt Rom und entledigt Europa des Heiligen Stuhls
  • Weiterhin befriedet Mailand die Ländereien Frankreichs
  • Es übernimmt den südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält die englischen Ländereien auf dem Kontinent sowie die Länder Südenglands als Lehen

Das Königreich Polen

  • Übergibt die Siedlung Kutais kostenfrei an Antiochia
  • Befriedet die dänischen, norwegischen und teutonischen Ländereien Skandinaviens
  • Übernimmt den Nordteil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält außerdem die Nordspitze Englands als Lehen

Das freie Amerika

  • Jedem Mitglied der Allianz ist ein militärischer Eingriff in Amerika erst dann gestattet, wenn es seinen Verpflichtungen aus diesem Manifest vollständig nachgekommen ist
  • Der Zugriff auf Amerika selbst ist darüber hinaus nicht limitiert, ein jeder möge ob seiner Fähigkeiten dort nach eigenem Gusto agieren

“Der tiefere Sinn dieses Manifests, ist die geregelte Expansion aller fünf Allianzmächte. Natürlich mag es noch Gesprächsbedarf geben und vielleicht muss auch ein Grenzverlauf neu gezogen werden, doch darum geht es nicht. Es geht um eine gemeinsame Strategie, um eine Vision dafür, wie Europa in 20 Halbjahren auszusehen vermag. Dass, meine Herren, ist der tiefere Sinn dieses Manifests.”

Bis in die späte Nacht hinein berieten sich Zbigniew und seine Getreuen, ehe Boten zu sehr später Stunde aufbrachen um die Nachricht im Allianzrat zu verbreiten. Wie wohl würden die Verbündeten reagieren, König Zbigniew war gespannt.

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ewaltige Heerscharen ziehen durch das Land, Kriegsschiffe patroullieren in der Ostsee, Polen zieht abermals in den Krieg. An gar vielen Fronten ist der gute Herrscher Zbigniew involviert, doch lest selbst.

Front im Westen – Operation Overlord ist gestartet

Von der Krim aus startete in diesem Halbjahr planmäßig eine Expedition gen Amerika. Die Führung der Truppe übernimmt Admiral zur See Radoslaw, die geschätzte Transportzeit beträgt ca. 22 Halbjahre. Die Generalität plant die Einnahme von bis zu vier Siedlungen mit den überführten Truppen. Der Trust wurde angewiesen, in den nächsten Jahren die Anzahl der gläubigen Christen in der Mitte Amerikas zu erhöhen. Die Mission wird geführt unter der Bezeichnung Operation Overlord.

Investor Relations in Iasi

Seit acht Jahren gilt das polnische Vorzeigeinvestment, das ehemalige ungarische Bergdorf Iasi, als “schwarz”. Doch es blieb nicht bei der schwarzen Null, nein: das Investment macht richtig Spaß. Das von Antiochia finanzierte und renditestark verzinste Entwicklungsprojekt unterstreicht einmal mehr das AAA+ Ranking der polnischen Staatskasse. Bei Interesse durch Investoren aus dem Allianzrat wird der Trust gerne erneut einen entsprechenden Fond auflegen. Anfragen bitte zu Händen der Staatskanzlei in Danzig.

Kehraus im polnisch-antiochischen Hinterland

Im tiefen Osten gingen in diesem Halbjahr polnische Truppen gegen vagabundierende Rebellen vor, die sich auf dem Weg nach Antiochia befanden. Angeführt von einem Captain aus Kutais marschierten die Truppen des Herren Zbigniew gegen das Rebellenpack und fegten sie vom Hof. Seither können die braven Bürger vom Ostrand des Schwarzen Meeres endlich wieder ruhig schlafen.

Polen kauft Nürnberg

Przebor Wojno, auch genannt “der Unaussprechliche”, ergriff in diesem Halbjahr die Chance seines Lebens. Er trat vor den Deutschen Kaiser Welf in Frankfurt und sagte ihm auf den Kopf zu, dass Polen die Stadt Nürnberg kaufen wolle. Volle acht Verhandlungsrunden, jede Menge Nerven und ein Abendessen bei Hofe wurden benötigt, bis sich beide Seiten auf einen Kaufpreis einigen konnten. Für 58.000 Goldstücke verteilt auf 10 Raten schloss Polen das Geschäft ab.

Angriff gegen Ungarn startet planmäßig

Der Bote aus Polen traf pünktlich um 12.00 Uhr am Dogenpalast in Venedig ein. “Mein Herr bringt Kunde”, schmetterte der engagierte Adlatus des Zbigniew dem Statthalter von Venedig entgegen. “Polen wird planmäßig in zwei Halbjahren vor den Toren Budas stehen. Ein Halbjahr danach soll Pest fallen.” Er machte eine bedächtige Pause und frug mit gesenkter Stimme: “wird Venedig dem Zeitplan treu bleiben und ebenfalls in zwei Halbjahren angreifen?”

Abschussprämie gegen das Deutsche Reich

Der Trust von Polen gibt folgende Ausschreibung bekannt: Sollte das Deutsche Reich binnen zehn Halbjahren aufgelöst werden, so soll dem Vernichter des Deutschen Reiches eine Siegprämie ausgezahlt werden. Die Prämie beträgt 50% des durch diesen Sieges eingesparten Tributes, den Polen an Deutschland ob des Ankaufs der Stadt Nürnberg zu zahlen hat.
Sodann gilt folgendes Beispiel: fällt das Reich im nächsten Halbjahr, spart Polen 58.000 Goldstücke – und zahlt 29.000 Goldstücke als Prämie aus. Fällt das Reich hingegen erst in fünf Halbjahren, zahlt Polen immerhin noch 14.500 Goldstücke an den Dominator des Reiches.

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as Wort ist mächtiger als das Schwert, wussten schon die alten Engländer zu berichten. Diesen Rat machte sich das Königreich Polen zu nutze – und befriedete kurzerhand die beiden zentralen Konflikte zwischen den Christen in Europa. Und das war geschehen…

Friede mit Teutonia

Die Teutonen belagerten noch immer die polische Stadt Kalmar, als König Zbigniew eine diplomatische Offensive befahl. Ein Waffenstillstandsabkommen sollte her, Zeit musste gewonnen werden. Gesagt, getan: nahe Oslo, der letzten teutonischen Stadt, handelten seine Diplomaten in aller Stille ein Abkommen auf. Tags darauf war die Belagerung passé.

Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich

Die Bedrohung Venedigs durch das Deutsche Reich, der unnötige Kriegszustand zwischen dem Reich und Antiochia und die übrigen schwelenden Grenzkonflikte waren Zbigniew ein Dorn im Auge. “Schafft mir etwas Ruhe an der Grenze”, rief er seinem Außenamtschef zu, während ihn seine Diener in eine schwere Reiterrüstung einkleideten. “Ich will mich auf Oslo konzentrieren und brauche keinen Ärger an meiner Westgrenze, also sorgt bitte für Stabilität.” Gesagt, getan: Kurz nach Aushandlung einer Allianz von Deutschland und Polen legte das Reich mit sämtlichen kriegsführenden Mächten seine Differenzen bei. Der Friede in Europa ward gesichert – zumindest für den Moment.

Das Bulgar-Syndrom

“Die Situation ist völlig außer Kontrolle”, ließ der Statthalter der ehemals mongolischen Stadt Bulgar berichten. “Wir verlangen hier extrem hohe Steuern doch die Leute sind alle Glücklich und vermehren sich wie die Karnickel. Wenn dieses Wachstum so weitergeht, haben wir hier bald die Pest am Leib.” Von Seiten der königlichen Administration war zu den Vorfällen in Bulgar keine Stellungnahme zu erhalten.

Sarkel – das neue Rom?

Rom, die Ewige Stadt, wird schon seit geraumer Zeit von Antiochia und Jerusalem gemieden. Das ehemals diplomatische Zentrum der Welt wird lediglich von Venedig, Mailand und Polen genutzt – obwohl gerade diese Mächte auch zahlreiche andere diplomatische Kanäle haben. Wer stattdessen mit den Herren aus dem Nahen Osten sprechen will, muss nach Sarkel kommen. Dort residieren die Botschafter der beiden Mächte und lassen es sich gut gehen.

Gerüchteküche: Expeditionsarmee gegen Oslo

Ein paar Spinner im Danziger Hafen behaupten, dass die Prätorianer des Königs auf einem Schiff zugestiegen seien. Weiterhin wollen sie rund 1.000 Mannen gesehen haben, die die königliche Truppe begleitet haben. Die Schiffe sollen Richtung Oslo aufgebrochen sein. Spinner!

 

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olen im Winter 1213/1214 AD. Überall im Königreich ist der Krieg zu spüren. Soldaten marschieren, junge Frauen weinen und eine düstere Stimmung liegt über dem Land.

Boleslaw ist tot – ermordet!

Der zweitgeborene Sohn von Wladyslaw “McKinsey”, seine Hohheit Boleslaw der Ehrenwerte, wurde in seinem trauten Heim Opfer eines feigen Mordanschlags. Die Geheimpolizei ist aufs äußerste besorgt ob dieser Entwicklung. König Zbigniew hat Konsequenzen angeordnet. Die verbliebenen drei Geschwister des alten Wladyslaw haben sich an geheime Orte in Polen zurückgezogen.

Handelsplatz Polen begrüßt ausländische Händler

Der Trust von Polen gibt bekannt, dass ausländische Händler weiterhin gute Geschäfte in Polen machen dürfen. Es wird jedoch darum gebeten, bereits von Polen besetzte Handelsplätze unberührt zu lassen. Darüber hinaus sollen Handelsplätze freigemacht werden, sofern die polnische Administration dies explizit wünscht.

In die Bresche

Die Situation vor Sarkel war dramatisch: Das Heilige Römische Reich belagerte an der Seite Antiochias die Stadt Sarkel. Vor ihnen die Tore des Feindes, hinter ihnen sieben große Feinesheere – allesamt nur einen Steinwurf entfernt. Ob dieser Gefahr warfen sich zwei polnische Kreuzfahrerheere in die Bresche, auf das den Alliierten der Rücken freigehalten werde.

Militärpräsenz vor Rom missfällt Polen

König Zbigniew gibt bekannt, dass er ob der militärischen Gebärden vor Rom verstimmt ist. Dem König ist nicht klar, was den neugewählten Papst zu dieser unnötigen Machtdemonstration bewegt. Polen hofft, dass in Kürze wieder Ruhe in Mittelitalien einkehren wird.

Das Ende des Kreuzzugs?

Zum Jahreswechsel 1213/1214 erreichte den Königshof in Polen eine Nachricht. Vor Sarkel war es zu einem großen Gefecht gekommen. Das Heilige Römische Reich hatte zum Sturm auf Sarkel geblasen, unterstützt von Antiochia. Da der Angriff zur Nacht erfolgte, musste Sarkel ohne Verstärkungstruppen kämpfen – und fiel. Ist das das Ende des Kreuzzugs?

Notizen am Rande

  • Der Herr Zbigniew lässt dem Dogen von Venedig ausrichten, dass es ihm eine Ehre war, Venedig helfen zu dürfen. Eine Kompensation für den brüderlichen Beistand ist nicht erforderlich.
  • Der Herr Zbigniew lässt den Allianzrat wissen, dass er bis auf weiteres sich nicht an den Angriffen gegen das Heilige Römische Reich beteiligen wird.
  • Weiterhin gibt der Trust bekannt, dass mit Revolutionen im äußerstesn Nordosten der polnisch besetzten Mongolei gerechnet werden muss. Durchreisendes Volk wird gebeten, die Gegend weiträumig zu umfahren.
  • Die Generalität lässt bei Venedig anfragen, ob es bereits einen konkreten Zeitpunkt gibt, zu dem Ungarn reintegriert werden soll?
  • Die Generalität lässt bei Antiochia anfragen, ob der Träger der Heiligen Lanze Bohemunds gewillt ist, Mongolia mit Stumpf und Stiehl niederzumachen?

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ie Order des Königs waren eindeutig: Infiltrieren, erkunden, berichten. Die Geheimpolizei Polens setzte in diesem Halbjahr alles daran, dass mongolische Hinterland zu beobachten und die feindlichen Stellungen auszumachen. Mit Erfolg.

Neues aus Sarkel

Das Kreuzzugsziel wurde zwischenzeitlich von den Pferdemenschen befestigt. Ein Einnahme im Handstreich, am Ende gar durch das Ungarische Kreuzritterheer, scheint unwahrscheinlich.

Mongolias Militärmacht

In den vier verbliebenen Provinzen der Pferdemenschen zählten die polnischen Spione insgesamt 9 vollaufgerüstete Heere im Feld. Darüber hinaus ist mindestens Sarkel schwer bewacht, zu zwei Städten liegen keine belastbaren Erkenntnisse vor.

Norwegen strauchelt – Polen schreitet ein

Wie bereits erwartet ist die norwegische Hauptstadt an Teutonia gefallen. Norwegen ist territorial zerrissen, steht mit dem Rücken an der Wand. Um das Gleichgewicht der Mächte zu halten, startete Polen eine diplomatische Initiative und presste einen Frieden zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Teutonia mit Norwegen heraus.

Frankreich schickt frische Truppen

Zwei schwerbewaffnete Heere unter Führung französischer Aristokraten wurden in diesem Halbjahr nahe Prag gesichtet. Die großen Rittersmächte befinden sich auf dem Kreuzzug und sind auf direktem Weg nach Osten: Mongolia, zieh dich warm an.

Italienischer Humor

Noddo der Clevere und Vaggio der Killer… die polnische Geheimpolizei staunte nicht schlecht, als ihnen dieses Gespann nahe Christburg im Nordosten Europas über den Weg lief. Ein paar reisende Händler bestätigten dann auch: “Jaja, diese zwei Typen. Der eine ist brilliant, der andere geisteskrank…”.

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er junge polnische König war entsetzt. “Ihr habt sie ja doch wohl nicht alle”, brüllte er seinen Schatzkanzler an. Im Stillen fragte er sich, wo sein Vater wohl das schicke schottische Claymore-Schwert versteckt hatte.

Die polnischen Kennzahlen

Der Schatzkanzler hatte im Prinzip nichts falsches getan. Über die Jahre hinweg hatte sich Polen gut entwickelt – und so wurde mit der Zeit jedem örtlichen Herrscher sein Haus, sein Boot und seine kleine Privatarmee genehmigt. Leider stellte sich in diesem Halbjahr heraus, dass der Unterhalt dieser Armeen mit 18.256 Goldstücken nicht gerade günstig war. Der König befahl umgehend die Abrüstung von über 500 Mannen.

Neues von der Operation Staatsterror

Die Stadt Novgord lag und liegt weiterhin im Fokus des polnischen Geheimdienstes. In diesem Halbjahr jedoch vermeldeten die örtlichen Spione, dass bitte keine weiteren Agenten mehr geschickt werden sollten. Auf einem Stück Papier in einem Toten Briefkasten nahe Danzig soll gestanden haben: “Das Boot ist voll.”

Bündnis mit Spanien ausgerufen

Die polnische Prinzessin Rasia traf in diesem Halbjahr mit der spanischen Prinzessin Isabelica zusammen. Die jungen Damen von edlem Blut parlierten eine Woche lang nahe Stetin – und einigten sich anschließend auf den Austausch von Karteninformationen, der Gewährung von Handelsrechten und der Ausrufung einer Allianz. Hinter vorgehaltener Hand kolportierten Gesandte des Königshofs, Zbigniew hätte angeordnet, “den Kastellanen ein paar Glasperlen zu schenken, auf das sie noch lange Puffer zwischen Europa und dem Maurenland seien!” Eine offizielle Bestätigung für dieses böswillige Gerücht gab es natürlich nicht.

Schock am Abend: Hamburg ist norwegisch

Die Schlagzeile schlug ein wie eine Bombe. Bei einer routinemäßigen Inspektion der polnischen Westgrenze stellte die Geheimpolizei fest, dass Hamburg an Norwegen gefallen ist. Ob es in diesem Zuge zu Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Reich oder Dänemark gekommen ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Angesichts des enormen Heeres in der Stadt ist die polnische Grenzgruppe West in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Andrew greift durch

“Wenn Antiochia schweigt, kann das nur eines bedeuten: Sie sind in ernsthafter Gefahr” – so folgerte es Andrew von Ungarn, als er nach einem halben Jahr noch keine Antwort aus Antiochia erhalten hatte. Kurzerhand packte er sein sieben Sachen, mobilisierte ein paar hundert Soldaten und zog aus, die Rebellen aus Nord-Antiochia zu verjagen.

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ladyslaw war wieder einmal außer sich vor Wut. Kaum ein halbes Jahr war vergangen, seit der Papst einen Kreuzzug gegen Lithauen ausgerufen hatte. Und jetzt das!

“Schreiber, zu mirrrr!” donnerte der gute König durch den großen Thronsaal. Schreibt dem Dogen von Venedig, dass sein verdammter Alliierter unsere Landesgrenze überquert hat. Unter dem Banner des Kreuzes schleust er Truppen durch unser geliebtes Vaterland… und es würde mich nicht wundern, wenn Posen und Danzig darunter zu leiden hätten.

So hatte sich unser guter König das nicht vorgestellt. Einen Kreuzzug zu befürworten ist das eine, das Heilige Römische Reich mit weit über 1.000 hochgerüsteten Soldaten im Land zu haben ist hingegen etwas völlig anderes. Hätte ihm sein Sohn in diesen Tagen nicht die Lithauer-Stadt Reval befreit, hätte er aus Frust vermutlich etwas unüberlegtes getan. So aber vertraute er darauf, dass sein Freund der Doge ein ernstes Wort mit dem Deutschen Kaiser reden würde.

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ine Woche war seit dem heiligen Vatertag vergangen. Eine Woche war es her, seit König Wladyslaw das letzte Mal in Ruhe Zeitung gelesen hatte.

Erschöpft von der Siegesfeier ob der Befriedung von Kalmar sank der gütige Herrscher in seinem Thron zusammen, sich nach Ruhe und einer Zeitung sehnend. Er schwang die Füße hoch und griff beherzt zu PoDo, der polnischen Zeitung, die zu jedem Thema eine Meinung hat. Neben Olga, 19, zierte diesmal seine Tochter Agnes die Titelseite. Das fing ja gut an…

Agnes im Strudel der Gefühle

PoDo berichtet vom Skandal um Prinzessin AvP

Unser guter König überflog die Zeitung: Agnes … im Strudel der Gefühle … Affäre …. posen in Posen …. der deutsche Michel sticht zurück … Deutschland fällt über Polen her

“Schreiber, zu mir!” donnerte der König. “Richtet meiner Tochter aus, sie möge sich gefälligst in der Öffentlichkeit zusammenreissen. Und meldet Hauptmann Banaszak, er möge die Redaktionsräume von PoDo niederbrennen. Außerdem sendet Nachricht zu meinen Freunden in Mailand. Sie sollen Ausschau halten nach einer deutschen Prinzessin namens Agnes. Sagt ihnen, es kann nur meine Agnes geben. Sie wissen dann schon, was zu tun ist.”

[
Riesenskandal und ein bißchen Friede: der Übersetzer]

Das sind ja Abgründe grosso – was unser Priester dort mitten in der Pampa feststellen mußte. Fortunamente hatte er seinen Maler favorito mit auf seinen Reisen, der dies alles zwecks Beweissicherung festhielt. Leugnen ist zwecklos, Padrone aus Polonia! Eure princesca… *luftschnapp* Ichä brauche erstä mal un Grappa fantastico!

Aber es gibt auch anderes Interessantes. HRE zahlte 500 Goldstücke, um eine Allianz mit uns einzugehen. Venezia als Friedensstifter – basta!