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h welch’ schwarzer Tag, welche Trauer, welcher Schmerz. Polen beklagt heute den Verlust seines größten Helden denn unser guter König Zbigniew ist von uns gegangen. Friedlich entschlafen ist er in der Feste Oslo, in Sichtweite der Dänen und Norweger, wo er wache hielt nach Osten und nach West. Wir wären dir überall hin gefolgt, unser Bruder, unser Hauptmann, unser König, doch diesen Weg musst du alleine gehen.

Zbigniews letzte Ruhestatt

Dem Weg seines Vaters folgend, wurden die sterblichen Überreste des Königs in die Familiengruft nahe Krakau gebracht. Dort liegt er nun, Polens größter König, neben seinem Ahnherr. Seite an Seite wachen Zbigniew und Wladyslaw nun über die Sterblichen, die die Geschicke Polens zu lenken haben. Mögen die Geister der Altvorderen den Lebenden beistehen.

Familiengeschäfte

Die Trauerfeier zu Ehren des Königs fand im engsten Familienkreis statt. Neben Altkönigin Dorotha, der Frau des Verstorbenen, nahmen seine drei noch lebenden Nachkommen nebst Partnerinnen sowie 12 Enkel an der Begräbniszeremonie teil. Agnes von Polen und Andrew von Ungarn mussten der Feier fernbleiben, da sie dienstlich im Nahen Osten zu tun hatten und unabkömmlich waren.

Altkönigin Dorotha, Prinzessin Jadwigi und König Leszek

 

Rückblick 1201 AD – Zbigniew übernimmt die Macht

Mit dem Tod des guten Königs Wladyslaw übernahm Zbigniew im Alter von 40 Jahren das Königsamt in Polen. Polen hatte damals etwa 40% seiner heutigen Größe. Zbigniew sah sein Reich durch zahlreiche Gefahren bedroht, Teutonen, Russen, Mongolen, Ungar und Deutsche rasselten mit den Säbeln, so wie einst auch Lithuania. Kurzum: An ihrer aller Ende waren Zbigniew und seine Mannen beteiligt.

Polen im Jahre 1221 AD

Heute übergibt unser Herr Zbigniew einen gut bestellten Hof an seinen Nachfolger. Das Land prosperiert, ist schuldenfrei und hat eine international anerkannte AAA+ Bonität. Polnische Berater sind überall gern gesehen, selbst beim aktuellen Kreuzzug ist das Land vertreten. In den 21 Jahren seiner Herrschaft hat Herr Zbigniew Polen in eine strahlende Zukunft geführt – und seinem Nachfolger wahrlich große Fußstapfen hinterlassen. Der König ist tot, hoch lebe der König! König Leszek und Prinz Bronisad, sie leben hoch! Hoch! Hoch!

Randnotizen

  • Die Finanzadministration zeigt sich verwundert, dass Polen in diesem Halbjahr seine liquiden Mittel auf einen zweistelligen Betrag absenken konnte. Experten sprechen davon, dass die Märkte aufgrund des plötzlichen Todesfalls unerwartet nervös reagiert haben.
  • Die Generalität gibt bekannt, dass kommendes Halbjahr der präventive Erstschlag gem. Anordnung von König Leszek gegen Dänemark erfolgen kann. Es sollen vier Siedlungen zeitgleich erobert werden.
  • Der königliche Baumeister gibt bekannt, dass Danzig zu Ehren des Altkönigs Zbigniew besonders schöne Ballistentürme erhalten wird.

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r war unerklärt und nicht gewollt, doch er war. Krieg! Polen stand im Krieg mit Rebellen allerorten. Schlachten wurden geschlagen, Gebiete erkundet und Verbündete unterstützt. Hier das Neueste aus dem Königspalast zu Danzig.

Feldschlachten gegen die Rebellen

Insgesamt vier Mal mussten polnische Heere ausrücken, um umtriebiges Rebellenpack in seine Schranken zu verweisen. Zahlreich krochen die Rebellen aus ihren Löchern und allein das dichte Netz aus Forts und Wachtürmen bewahrte Polen davor, vollends in die Anarchie abzusinken. Insbesondere im riesigen Ostteil des Reiches konnten sich leicht Rebellen verstecken, doch mit jedem weiteren Beobachtungsposten machte König Zbigniew den Halunken das Leben schwer. Ein Hoch auf den König.

Geheimpolizei berichtet aus Sarkel

In vier Halbjahren steht der Befreiungsschlag gegen Sarkel unter dem Kommando Antiochias an. Polen wird sich mit schwerem Gerät, schwerer Reiterei und Infanterie an dieser Aktion beteiligen. Zur optimalem Planung übersendet der Königshof zu Danzig die aktuellen Ergebnisse der Fernaufklärung an das Oberkommando in Antiochia.

Der Große Ostwall soll kommen

Polen unterstützt die Bemühungen Antiochias um mehr Sicherheit im Osten und fördert in diesem Halbjahr aktiv die Errichtung des Großen Ostwalls am Rande der Zivilisation. Der Plan sieht vor, dass rund 3.000 Mannen permanent unter Waffen gehalten werden und so den Einmarsch der ominösen Elefantenkrieger unterbinden sollen. Ein Diplomat nahe Sarkel übergabe dazu heute eine Schenkungsurkunde an Antiochia.

Kutais wird ausgebaut

Auf Wunsch von Prince Roger bestätigt Polen, dass die Siedlung Kutais weiterhin militärisch Handlungsfähig bleiben wird. Dauerhaft wird Polen ca. 700 bis 1.000 Mann vor Ort halten. Weiterhin können innerhalb von zwei Halbjahren Verstärkungstruppen von der Krim über den Seeweg nach Kutais beordert werden. Da die Krim derzeit über eine Festungsanlage und hohes militärisches Potenzial verfügt, geht Polen davon aus, dass dies zum Schutz kurzfristig ausreichend ist.

Lagebericht aus Frankfurt

Dem jungen Herren Geminiano aus Venedig teilt Polen mit, dass neue Erkenntnisse rund um die Rebellenstadt Frankfurt vorliegen. Nach polnischen Schätzungen sind dort etwas 2.000 Mannen unter Waffen. Die Truppen verteilen sich auf drei Heere, von denen eine Gruppe in der Stadt und die übrigen im Umfeld stationiert sind.

Anlandeerlaubnis gewünscht

Der Leiter der Operation Overlord, Admiral Radoslaw, lässt bei Mailand anfragen, ob er auf einer mailändischen Insel anlanden darf. Grund hierfür ist, dass der Kommandant der mitgeführten Bodentruppen dem Kreuzzug beitreten möchte, dies aber nur auf christlicher Erde vor Gott geloben will.

Jadwigi sondiert England

Prinzessin Jadwigi wurde in diesem Halbjahr bei Verhandlungen mit England gesehen. Gerüchten zufolge soll sie gegenüber England für gute Stimmung sorgen. England ist ein erklärter Gegner Dänemarks – und Polen widerrum bereitet sich derzeit intensiv auf einen umfassenden Angriff gegen Dänemark vor. Die polnische Politik erhofft sich Synergieeffekte aus diesem gemeinsamen Interesse.

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er Sommer 1220 AD war das Jahr der Rebellen. In einem unerhörten Ausmaß nahmen Aufstände im Königreich Polen und den angrenzenden Ländern zu. Im Westen brannten die Städte Deutschlands, in Russland marschierten graue Armeen und im Tiefen Osten war gar die Stadt Sarkel verloren gegangen. Es gab viel zu tun.

Prinzessin Jadwigi löst Bündnis zu Frankreich

“An den Herzog Puccio”, säuselte die junge Prinzessin ihrem Schreiber vor. “Ich, Tochter des Leszek, habe heute höchstpersönlich das polnische Bündnis mit Frankreich aufgekündigt. Hochachtungsvoll, Eure polnische Prinzessin.” Hach, die Kleine war so stolz auf sich. Ihr Vater, Kronprinz Leszek und ihr Großvater, König Zbigniew, hatten ihr erstmals freie Hand bei einer außenpolitischen Entscheidung gelassen. Aus Rücksichtnahme auf die Politik der Allianz hatte sie kurzerhand den Franzosen den Stuhl vor die Tür gesetzt. Sie sah sich schon als ungekrönte Nachfolgerin Ihrer Großtante Agnes von Polen.

Sarkel ist rebellisch

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Nahost-Experte der Polen, war außer sich! “Schreiber, zu mir!” brüllte er durch den Saal, als er die Berichte der Geheimpolizei las. “Schnell, schickte rasch Kunde nach Antiochia. Die Rebellen haben Sarkel, nur ein paar wenige loyale Truppen Antiochias stehen noch vor den Toren der Stadt.” Andrew machte eine Pause, er wusste um die angespannte Situation in der Allianz ob des Manifestums. Doch in dieser Situation musste die Politik zurückstehen, hier hatten Krieger das Wort zu führen. “Richtet Bohemunds Erben außerdem aus, dass Polen zur Befreiung Sarkels Truppen senden kann. So gewünscht, halten wir uns in der Nähe auf und unterstützen einen Angriff Antiochias gegen die Stadt.”

Aufständische in Polen

In Zentralpolen, dem ehemaligen Lithuania und Russland, kamen an allen Ecken und Enden Rebellenheere zum Vorschein. Gut ein halbes Dutzend aufständische Truppen wurden sichtbar, sowohl an den entlegendsten Stellen der Tundra als auch nahe der Hauptstadt. Schlachten wurden geschlagen, Truppen verschoben, selbst die Reservetruppen aus den zahlreichen polnischen Forts kamen zum Einsatz. Die Sitatuion im Inland war und ist angespannt.

Landetruppen vor Königsberg und Danzig

“Schottische Schiffe mit Besatzungstruppen zwischen Danzig und Königsberg gesichtet, erwarte Instruktionen.” Die kurze und knappe Nachricht hätte dramatischer kaum sein können. Die Ostseestädte Polens sind nahezu ohne Verteidigung, die Beziehungen zu Schottland sind nicht besonders ausgeprägt. In aller Eile wurden daher Verteidigungstruppen und maritime Streitkräfte ausgehoben. Die Admiralität ist entschlossen, sowohl die Schotten als auch die in kleinerer Zahl gesichteten Iren notfalls mit Gewalt aus der Ostsee zu entfernen.

Rebellen vor Rom

Es war und ist das Jahr der Rebellen – und das ist wahrlich keine Übertreibung. Selbst vor der Heiligen Stadt stehen die Aufständischen mit einem großen Heer und bedrohen die Siedlung des Herzogs von Mailand. Die päpstlichen Truppen stehen ungerührt daneben und gucken zu, wie die Rebellen auf den ehemaligen Sitz des Pontifex zumarschieren. Sind die Rebellen am Ende die Strafe des Herren für den Frevel am Heiligen Stuhl?

Rebellen im ungarischen Hinterland

Czeslaw Ciesinski, der Statthalter in Pest, lässt Venedig ausrichten, dass ein polnisches Heer bereits auf dem Weg ist, die Rebellen an der gemeinsamen ungarischen Grenze auszumerzen. Weiterhin lässt der Statthalter an Jerusalem versichern, dass Prinzessin Matilda Pegler vom Tempelberg kein Leid geschehen wird. Der Statthalter verbürge sich persönlich für die Sicherheit der Prinzessin auf polnischem Boden, hieß es wörtlich in der Botschaft.

Angriffsziel Dänemark

Der König von Polen gibt bekannt, dass seine Priorität in den nächsten Halbjahren die Übernahme Dänemarks ist. Polen würde es sehr begrüßen, wenn die Vertreter der Allianz sich in Kürze von Dänemark lossagen würden, so sie es noch nicht getan haben. Die Einnahme Dänemarks erfolgt im Rahmen des Manifestum-Plans. Eine Übernahme des rebellischen Frankfurts wird vereinbarungsgemäß nicht durchgeführt, diese Länderei steht fortan Venedig zu.

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eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.