Posts Tagged ‘Jerusalem’

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n diesem Halbjahr lief bei Jerusalem alles weitgehend planmäßig. Als erstes stand auf der Agenda die Eroberung der Stadt Al Mansurya durch Laurence von Arabien. Das klappte einwandfrei, wenn auch die Entscheidung, die Bevölkerung nicht abzuschlachten, bei der Generalität für Verwunderung sorgte.

Außerdem nutzte Jerusalem seinen Einfluss in der Region und handelte mit den Mauren einen Friedensvertrag aus. Die verarmenten Mauren, die nur noch über zwei Siedlungen verfügen, haben sich im Norden Afrikas verkrochen und warten dort nun auf ihr Schicksal.

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rotz des offiziellen Rückzugs des großen Königs von Jerusalem bleibt das Königreich weiter aktiv. So rückte in diesem Jahr unter anderem Laurence von Arabien aus, um den Mauren das Leben erneut zu erschweren. Konkret stand und steht die Belagerung Al Mansuryas auf dem Programm. Kommendes Halbjahr wird Jerusalem hoffentlich eine neue Provinz sein eigen nennen.

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n diesem Halbjahr nahm Kronprinz Bronisad ein Schreiben des Herren vom Tempelberg zur Kenntnis. In der Depsche teilte der hohe Herr mit, dass er von der Amtsführung seines ständigen Vertreters überzeugt seie und daher nicht gedenke, kurzfristig wieder zurückzukehren. Stattdessen möge Herr Bronisad an seiner Stelle über das Königreich Jerusalem herrschen. Gerührt ob des großen Vertrauens, stürzte sich der junge Pole erneut in die Arbeit…

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ie Stadt der Liebe war es, die im Jahre 1226 von Prinzessin Ysabelle Harfford aus Jerusalem aufgesucht wurde. Dort fand sie allerlei attraktiven Männerschlag vor, Franzosen, Milanesen und buntes Volk aus Europa. So kam es, dass sich die junge Prinzessin in einen Feldherren Mailands verguckte – und ihn kurzerhand für sich behalten wollte. Was dann jedoch folgte, war ein gesellschaftlicher Skandal, wie ihn das Königreich vom Tempelberg bisher nicht kannte.

Das Amt für Auswärtige Angelegenheiten war in dieser Sache für die Presse bisher nicht zu sprechen. Ob die gescheiterte Romanze der jungen Prinzessin Auswirkungen auf die politischen Beziehungen zu Mailand hat, lässt sich heute noch nicht einschätzen.

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önig Laurence von Arabien gab heute bekannt, dass das Bündnis zwischen dem Tempelberg und Paris endgültig beendet ist. Prinzessin Ysabelle Harfford verkündete heute in Paris, dass Jerusalem fortan eigene Wege zu gehen beliebt. Die Franzosen reagierten erwartungsgemäß mit großer Enttäuschung ob dieser Ankündigung.

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m Jahre 1226 AD verstarb plötzlich und unerwartet König Thomas von Jerusalem. Er starb friedlich unter hinterließ keine Kinder, so dass die Königswürde auf einen anderen Zweig der Familie übersprang. Lang Lebe König Lawrence von Arabien!

Eine Armee Jerusalems unter der Führung von Barnaby Gilforde befindet sich derzeit auf antiochischem Gebiet und patroulliert zwischen Bagdad und Kerak. Es wird hiermit offiziell angefragt, ob Antiochia weiterhin diese militärische Unterstützung zur Unterdrückung von rebellischen Umtrieben wohl heißt oder ob die Mannen Jerusalems zurück in ihre Dörfer gehen sollen.

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er Ruf aus Antiochia verhallte nicht ungehört. Kurz & gut: Prinz Andrew verfügte Hilfe auf zweierlei Art. Zunächst mal wurde ein großes Heer ausgesandt, dass Antiochia von Süden her betreten und die dortigen Straßen von Rebellen säubern wird.

Darüber hinaus schloß sich Andrew der venezianischen Hilfe an und lies Bronisad ausrichten, dass Jerusalem zu denselben Konditionen ebenfalls 15.000 Goldstücke in die Waagschale werfen würde. Diese Summe entsprach zwar gut 2/3 der liquiden Mittel, aber die Situation auf dem Tempelberg schien deutlich entspannter denn in Antiochia. In harten Zeiten musste die Allianz eben zusammen stehen.

Andrew schloß seine Regierungsgeschäfte in diesem Halbjahr mit einer Depesche an den Rat der Allianz. In dem Schreiben informierte er die Mitglieder, dass der Kreuzzug gegen die Mauren endgültig vorbei sei und Spanien das Kreuzzugsziel erobert hatte. Andrew weist darauf hin, dass ein Krieg gegen die Spanier somit zum Risiko wird, da sie in Afrika nun ein sicheres Refugium haben und somit lange durchhalten könnten, ehe sie endgültig vernichtet würden. In dieser langen Zeit könnte jedem katholischen Angreifer eine Exkommunkation blühen…

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rinz Andrew von Ungarn verweilte mal wieder in Jerusalem, um dort die Geschicke des Landes zu verwalten. “Himmel”, dachte sich der alte Mann, als er eine Depesche seines Königs Leszek empfing. Er überflog die Zeilen rasch “… sende Hilfe nach Antiochia … Bronisad braucht dich … Rebellen allerorten … Kutais soll ebenfalls marschieren …”. Der polnische Herrscher hatte offenbar vor, Antiochia auf breiter Front militärisch zu unterstützen. “Na gut”, sprach Andrew zu seinen Generälen. “Wir sind hier die Allianz also stehen wir auch zusammen. Auf geht’s, von Kerak aus soll eine ordentliche Streitmacht dem jungen Bronisad und seinen Freunden in Antiochia zur Seite springen. Zack zack!”

In Gedanken verloren diktierte Andrew noch ein paar Depeschen. Ein Marschbefehl für Kutais, ein Dankschreiben an Mailand für die priesterliche Unterstützung in Tunis und eine Aktennotiz für den Allianzrat, dass ebenfalls in Tunis ein halbes Kreuzfahrerheer desertiert ist. Letzteres war keine schöne Sache, aber leider unvermeidlich. Andrew konnte keine Truppen aus Tunis abziehen ohne das die Stadt sofort rebellisch würde. Eine Zwickmühle war es, dieses Nest namens Tunis.

Zu guter Letzt legte Andrew dem Allianzrat noch ein Dokument mit dem neuesten Stand aus Sijilmasa, dem Ziel des laufenden Kreuzzugs, vor. Die Spanier haben offenkundig das maurische Städtchen erreicht und belagern es. Aufgrund der militärischen Übermacht mag es sein, dass der Kreuzzug in einem Halbjahr vorbei ist.

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s war der alte Haudegen Andrew von Ungarn, seines Zeichens Nahost-Experte, Jerusalem-Kenner und trauernder Ehemann, der sich auf Geheiß des Herren Leszek nach Jerusalem aufmachte um dort abermals den König zu vertreten.

Als erstes stand die Akte “Arguin” auf der Agenda. Arguin war einst Jerusalem zugehörig, wurde rebellisch und anschließend maurisch. Kürzlich nun starteten die polnischen Kreuzfahrer vor Arguin eine Belagerung, um die Stadt für das Königreich Jerusalem zurückzugewinnen. Andrew höchstselbst beorderte einige Truppen unter dem Banner Jerusalems nach Arguin und lies diese dort mit den Polen gemeinsam angreifen. Kurzum: die Stadt wurde genommen und als warnendes Exempel wurde ein Exterminatus angeordnet. Eine Woche lang gingen die Schergen Jerusalems um und stachen jeden ab, der sich nicht zu Jerusalem bekennen wollte. Ein grausiges, aber dennoch notwendiges Vorgehen um die Region zu stabilisieren. Rund 70% der Einwohner wollten sich leider nicht mit der neuen Regierung arrangieren.

Andrew hoffte, dass das Exempel an Arguin die Rebellen in Tunis beeindrucken würde. Die dortigen Umtriebe machten dem polnischen Statthalter durchaus Sorgen, zumal auch schon erst Dessertationen im örtlichen Kreuzfahrerheer beobachtet wurden. Die Kreuzfahrer würden Tunis bald verlassen – und Andrew hoffte, dass die Stadt bis dahin wieder zur Ruhe kommen würde.

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ronprinz Bronisad von Polen war in seinem Element. Die Schande von Sarkel steckte ihm zwar noch in den Knochen, doch sah er den Weg, den Jerusalem zu gehen hatte, nun umso klarer. Und insbesondere war ihm jetzt klar, dass das Königreich Jerusalem Hilfe brauchte.

Tunis braucht Priester

Prinz Laurence von Arabien, ein ausgewiesener Kenner der Region, hatte im Handstreich die nordafrikanische Stadt Tunis erobert. Im Hafen von Tunis konnte man den Flotten von Mailand, Venedig und Antiochia zuwinken. So kam es, dass sich die Botschaft aus Tunis schnell innerhalb der Allianz verbreitete. “Tunis und die angrenzenden Ländereien brauchen dringend christliche Priester, da sonst die legitime Machtbasis der Allianz dort nicht zu halten ist. Alle Mitglieder des Allianzrates werden förmlich um Beistand in dieser schweren Stunde gebeten. Hochachtungsvoll, LvA”

Der Osten ist hell

Das Königreich Jerusalem gibt im Allianzrat bekannt, dass der östliche Teil des Königreichs nahezu vollständig unter Beobachtung steht. Die Generalität hält es für ausgeschlossen, dass sich Rebellen oder anderes Gezücht unbemerkt nahe Jerusalems Ostgrenze verbergen kann.

Der Sultan ist tot

Zufall oder Vorsehung? Prinz Laurence hielt sich in direkter Nachbarschaft der Provinz Algier auf, als dort Truppen aus Antiochia den Sultan der Mauren erlegten. Als die Nachricht vom Tod des Großen Feindes in den Reihen der Christen umging, wurden diese recht unchristlich und feierten ausgiebig diesen Sieg. An die berauschende Feier erinnert sich der junge Prinz aus Jerusalem noch immer gerne.

httpv://www.youtube.com/watch?v=qnlK9VwhH3A

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in nahezu bedeutungsloses Halbjahr ward in Jerusalem zu vermelden, wäre da nicht die Hochzeit des Königs von Antiochia mit Freifrau Annika von Colonia gewesen. Im kleinen Kreis feierte der Held des Morgenlandes auf Wilhelms Turm und dem Schloss Rauischholzhausen nahe der endlosen Ebene vom Ebersdörfer Grund, kurz vor der Wüste. Stellvertretend für das Königreich Jerusalem – dessen Herrscher immer noch mit dem Umbau seines Palastes beschäftigt ist – grüßt der junge Kronprinz Bronisad vom Hofe Jerusalems aus seinen Nachbarn und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

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m Winter 1222 AD stand im Königreich Jerusalem eine Veränderung an. Der Nahost-Experte Andrew von Ungarn, Gemahl der Agnes von Polen, wurde von seinem Posten abberufen und durch einen austrebenden Jungpolen ersetzt. Doch lest selbst.

Arguin wieder maurisch

Fassungslos nahm die Generalität in Jerusalem die neue Lage zur Kenntnis: Jerusalems westlichste Stadt war von den Mauren übernommen worden. Die verbliebenen Truppen waren nicht in der Lage, die Situation unter Kontrolle zu halten. Zu allem Elend fehlen kurzfristig frische Truppen, am nächsten ist das etwa 6 Halbjahre entfernte Timbuktu.

Märchenhochzeit zwischen Jerusalem und Polen

Hurra, sie wurde wahr! Über Weihnachten 1222 AD gaben sich Kronprinz Bronisad, Erbe des Leszek und Prinzessin Matilda Pegler aus Jerusalem das Ja-Wort. Das Bündnis zwischen beiden Reichen wurde auf wunderbare Weise vertieft. Selbstredend lies es sich Kronprinz Bronisad nicht nehmen, höchstselbst in diesen Tagen die Regierungsgeschäfte in Jerusalem zu führen – der König ist ja immer noch beschäftigt.

Stammbaum Jerusalems

Die traumhafte Märchenhochzeit, die an die fantastische Hochzeit der Agnes von Polen erinnerte, wurde allseits mit großer Freude und Zustimmung aufgenommen. Hoch lebe das junge Brautpaar, Glück und Segen den beiden großen Nationen Jerusalem und Polen!

Ausbau Jerusalems schreitet voran

Wir drehen hier ein ganz großes Rad”, erläutert Kronprinz Bronisad auf dem Westbalkon des Palastes in Alexandria. “Östlich von Jerusalem liegen unsere Erschließungsarbeiten im Plan, im Westen arbeiten wir noch dran. Zweispurige Straßen, Wachtürme, Forts – das volle Programm. Natürlich kostet das auch alles eine Kleinigkeit, aber sehen Sie, so eine Wüste überwacht sich nicht mit einer handvoll Geheimpolizisten.” Zufrieden wandte sich Bronisad von den Redakteuren des PoDo ab und vertiefte sich wieder in seine Arbeit.

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ir haben Sommer, 1222 AD. Erneut ist es Prinz Andrew von Ungarn, Nahostexperte der Polen, der die Stellung auf dem Tempelberg hält. Auf dem Tempelberg erfuhr er auch sogleich die erste Hiobsbotschaft des Tages – eine gewaltige Kreuzzugsarmee war aus dem Kreuzzug ausgetreten, da ihr Heerführer tragisch verstorben ist. Ein schwerer Rückschlag für die Staatskasse und die Belange der Christenheit.

Jerusalem verliert Hauptstadt-Status, Al Suways gewinnt

Der Prinz, der mittlerweile den Ruf eines radikalen Reformers hat, verfügte, dass die Hauptstadt von Jerusalem nach Ägypten verlegt werden solle. Die Hafenstadt Al Suways hat sich als optimaler Verwaltungsstandort herauskristallisiert, von dem das riesige Reich Jerusalems ab jetzt zentral verwaltet wird. Eine Stellungnahme des Königs, der immer noch seinen Palast auf dem Tempelberg renoviert, war bis Redaktionsschluss hierzu nicht zu bekommen.

Auf dem Weg nach Timbuktu

Ein englischer Geistlicher und ein schottischer Schafhirte treten auf einer Bühne in einer Kneipe in Jerusalem zur Belustigung der Massen in einem Ratespiel gegeneinander an, beide sind gleich gut und es kommt im Finale zum Stechen. Der “Quizmaster” stellt die alles entscheidende Aufgabe: “Reimen Sie in 5 Minuten einen Limerick, der sich auf “Timbuktu” reimt!” 5 Minuten später ist der Geistliche als erster an der Reihe. Er tritt nach vorn und trägt sein Werk vor: “I was a father all my life had no children, had no wife. But I read the Bible through and through on my way to Timbuktu.” Das Publikum ist begeistert und wähnt ihn schon als den sicheren Sieger. Doch nun ist der Schafhirte an der Reihe. Er tritt nach vorn und kalauert: “When Tim and I to Brisbane went we met three Ladies, cheap to rent. They were three and we were two, so I booked one and Tim booked two…”

Ja, so waren sie, die Tage, damals in Jerusalem.

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ir schreiben das Jahr 1221 AD. In Jerusalem herrscht Aufbruchstimmung, auch wenn der alte König noch immer mit der Renovierung seines Palastes beschäftigt ist. Doch wen mag das schrecken, wenn doch der gute Berater Andrew von Ungarn vor Ort nach dem Rechten sieht. Und das ward geschehen.

Prinzessin Deonisia ist verheiratet

Das erstgeborene Kind unseres Thronfolgers, Prinzessin Deonisia, hat sich im zwarten Alter von 30 Lenzen vermählt. Die Gute heiratet innerhalb der jerusalemischen Oberschicht und nahm sich einen zutiefst loyalen und weitgehend gläubiger Feldherrn zum Manne. Das Königshaus befürwortet dich Hochzeit und wünscht dem jungen Paar alles Gute.

Andrew lässt aufräumen

Trotz Kreuzzug, Wohlstand und Expansion kämpft Jerusalem immer noch mit dem Feind im Inneren. Ketzer, Häretiker, fremdländische Prediger und zahlloses weiteres Volk irritiert mit einem vielstimmigen Chor die guten Leute vom Tempelberg. Um diesen Umtrieben ein Ende zu setzen, ließ Andrew von Ungarn eine harte Gangart verordnen. Geheime Spezialisten und zahllose Feldlager vor den Toren der Stadt sorgen zunehmend für Ordnung im Heiligen Land.

Infrastruktur in der Wüste

Im Rahmen der Landbefriedung wurden auch einige Forts ausgehoben, um die langen Wege zwischen den Wüstenstädten abzusichern. Wachtürme und Wachgarnisionen mit Spionen sprießen wie Pilze aus dem Boden – eine sehr teure aber dennoch sinnvolle Investition. Das Land will gefestigt werden.

Heiratet Jerusalem in Polen ein?

Anselm Pegeler, einst heißer Anwärter auf den Thron in Jerusalem, ist im vergangenen Jahr friedlich entschlafen. Er hinterlässt eine Frau und eine Tochter, die im übrigen bereits offiziell den Rang einer Prinzessin bekleidet, auch wen sie nicht mehr zur aktiven Königslinie gehört. Die junge Dame steht derzeit vor den Toren von Buda und Pest, wo sie mit der örtlichen polnischen Adelsschicht auf Tuchfühlung gegangen ist. Hofreporter berichten, dass es zwischen dem blutjungen Prinzen von Polen, Herrn Bronisad, Sohn des Leszek, bereits zu einer ersten amourösen Verbindung gekommen sei. Besonders gut informierte Quellen berichten, sie wären nicht überrascht, wenn Frau Pegeler junior in die polnische Königsfamilie einheiraten würde.

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er gute König von Jerusalem verweilte noch immer bei seinen Baumeistern, Architekten und Zimmerdamen, so dass Andrew von Ungarn einmal mehr die Regierungsgeschäfte auf dem Tempelberg übernahm. Freud und Leid versprach die Aufgabe in diesem Halbjahr.

Finanzen nach Art des Wladyslaw

Andrew hielt hocherfreut die Ergebnisse seiner Statistikbehörde in den Händen. Jerusalem war auf Platz 3 der finanziell potentesten Staaten, lediglich hinter Polen und Portugal. Auch die Produktion entwickelte sich gut – und im Gesamtländervergleich war ihm immerhin ein respektabler fünfter Platz sicher.

Pest in Ayla

Im Südosten des Reiches ist völlig unerwartet in einer gut 9.000 Mann zählenden Gemeinde die Pest ausgebrochen. Der örtliche Kommandant hängt fest und harrt mit seinen Truppen aus. Die Lokalverwaltung hofft, durch niedrige Steuern und zusätzliche Soldaten die Situation unter Kontrolle behalten zu können.

Arguin gefallen

In einem heroischen Einsatz schaffte Hauptmann Loefwine das unmögliche. In Unterzahl, ohne kampferfahrenen General und nur durch ein paar Katapulte unterstützt, stürmte er mit vier Einheiten Infanterie die südwestlichste Stadt in Afrika. Das rebellische Arguin wehrte sich standhaft, fiel jedoch letztlich an den Hauptmann. Leider wurde dem Hauptmann die Beförderung zum General verwehrt, da er nach der Schlacht nicht mehr aufgefunden werden konnte.

Das Pack in Arguin

“Hätte ich das doch nur vorher gewusst”, ächzte Andrew von Ungarn nach der aufwändig gewonnenen Schlacht. In typisch polnischer Manier hatte er die Stadt lediglich besetzt – um dann festzustellen, dass kein einziger Christ unter dem rebellischen Pack zu finden war. Da verwundert es kaum, dass die Zufriedenheit im Volk bei gerade mal 10% stand. Andrew hoffte, dass die Siedlung durchhalten würde, bis weitere Truppen rekrutiert werden konnten.

Hoch gepokert

Die planmäßig übergebene Stadt Tarabulus machte in diesem Jahr unerwartet Ärger. Die Kreuzfahrer mussten abrücken, so dass eine kleine Wachgarnison das Kommando übernehmen musste. Auch hier sank die Zufriedenheit ins bodenlose, gerade mal 70% halten der Regierung in Jerusalem die Treue. Andrew hofft inständig, dass das Königreich in diesem Halbjahr die Sticheleien der Rebellen übersteht.

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rneut weilte Andrew von Ungarn in Jerusalem, um dort die Geschäfte des Königs zu übernehmen. Doch lest selbst, was dem polnischen Nahost-Experten unterkam…

Tarabulus von Antiochia übernommen

Vereinbarungsgemäß übergab Antiochia die Feste Tarabulus an Jerusalem. Kurz darauf formierte sich ein Bauernaufstand, den Jerusalem durch die zeitweise Stationierung einer Kreuzfahrertruppe unterdrücken ließ. Binnen weniger Halbjahre sollte die Situation stabilisiert werden können.

Arguin wird belagert

Eine völlig erschöpfte Expeditionsgruppe kam in diesem Halbjahr in Arguin an. In Unterzahl standen sie vor den Toren der Stadt – ohne Aussicht auf Erfolg. Der Hauptmann der Truppe befahl, die Stadt zunächst zu belagern, bis weitere Order aus Jerusalem eintreffen würden.

Rebellen vor Medina

Die Sorge Antiochias vor den Kriegern aus dem tiefen Südwesten schien nicht unberechtigt. Jerusalems Südost-Grenze, immerhin der Rand der uns bekannten Zivilisation, liegt im Dunkeln. Keine Forts befestigen den Grenzstreifen, keine Kontrollstreifen patroullieren dort. Da wundert es kaum, dass heute aus schwarzen Nebel Rebellen kamen, die die Gegend vor Medina unsicher machen.

Limasson soll Stadt werden

Die Feste Limasson im östlichen Mittelmeer ist seit Jahren von Freunden umringt. Da stellte sich natürlich die Frage nach dem Sinn der Feste – und heute wurde die Frage beantwortet. Kurzerhand ordnete Andrew die Umwandlung der Feste in eine gewinnbringende Stadt an. Auf das ein neuer Handelsposten im Mittelmeer erwachse.

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erusalem im Jahre 1220 AD. Der Hohe Herr vom Tempelberg war noch immer mit der Gestaltung seiner neuen Residenz beschäftigt; und so ließ er nach Andrew von Ungarn schicken. Der engagierte polnische Nahost-Experte übernahm einmal mehr die Rolle des Obersten Landverwesers in Jerusalem.

Handel mit Antiochia

Die Beziehung Jerusalems zu Antiochia war in diesen Tagen “komplex”, dass konnte Andrew schnell feststellen. Ein offizielles Angebot Antiochias stand im Raum, was jedoch vom König in Jerusalem noch nicht beantwortet war. Allein das machte die Verwaltung schwer, wollte doch der Landverweser nicht in die globale Politik Jerusalems eingreifen. Nun jedoch stand eine Entscheidung an: Antiochia wollte die strategisch wichtige Siedlung Tarabulus abgeben und bat um Kompensation. Andrew ordnete an, dass man Antiochia 5.000 Goldstücken aus der Schatzkasse des Tempelbergs aushändigen solle.

Der Tempelberg ist schwarz

In Gedenken an seinen Schwiegervater, den großen Wladyslaw “McKinsey”, widmete sich der Landverweser auch diesmal den Einnahmen und Ausgaben des Reiches. Forts wurden errichtet, Einheiten verschoben und kleinere Truppen in Maßen hinzugekauft. Priorität hatte die wirtschaftliche Expansion, danach kam die Bedienung des Kreuzzugs und die sonstigen militärischen Verpflichtungen. Bereits im nächsten Halbjahr würde die Strategie Früchte tragen, die Einnahme einer Rebellensiedlung und die Übernahme Tarabulus sollten dem Reich zusätzlichen Wohlstand bescheiden.

Beziehungen zu Portugal und Antiochia

Prinzessin Deonisia Harfford sprach persönlich mit Portugiesen und Venezianern. Die Diplomaten der Gegenseite erlagen dem Charme der jungen Prinzessin augenscheinlich und rapportierten an ihre Königshäuser die besten Empfehlungen. Da verwundert es nicht, dass kurz darauf die Bestätigung ankam: Jerusalem wird geschätzt auf der internationalen Bühne.

 

 

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m Sommer 1219 AD überschlugen sich die Meldungen aus Ungarn. “Venedigs Städte werden belagert” raunten sich Zbigniews Mannen zu, manche behaupteten gar, der Doge sei in Gefangenschaft geraten. Die Gerüchteküche war voller Köche – und die Stimmung am Siedepunkt.

Pest gefallen

Niemand geringeres als der großartige General Joachim von Gdansk war es, der die Situation schließlich klärte. Mit seinen kriegserprobten Mangoneln und den rauflustigen Männern aus Buda setzte er zum Sturm auf Pest an. Unterstützung erhielt er vom Junggeneral Czeslaw Ciesinski, der mit eigenen Mannen und ein paar Söldnern rechtzeitig zur Schlacht hinzustieß. Gemeinsam fegten sie die Garnision aus Pest davon.

Ungarn ist am Ende

Mit dem Fall von Pest endete auch die Ära Ungarn. Der letzte König der Ungarn, Bertalan von Ungarn, fiel mit seinen Männern am Stadttor von Pest. Mit ihm zusammen ging sein Reich unter, die letzten verbliebenen Einheiten schworen dem König ab und wurden zu vaterlandslosen Vagabunden. Mittel- und Osteuropa sind somit im Zeichen der Allianz befriedet worden.

Überraschung: das Heilige Römische Reich vor Kutais

Andrew von Ungarn, seines Zeichen Nahost-Beauftragter der polnische Regierung, verweilte noch in Jerusalem, als ihn schlechte Nachrichten aus seinem Zuständigkeitsbereich erreichten. “Das Heilige Römische Reich steht mit einer Flotte vor Kutais, genau Anzahl der Gegner unbekannt” – das war alles, was ein Bote ihm auf die Schnelle zum Tempelberg überbrachte. Andrew, der ob des Niedergangs von Ungarn und der Belastung durch die Landverwesung Jerusalems unter enormen Druck stand, beschloss für sich im Stillen, die Deutschen vor Kutais zu ignorieren und sich bis auf weiteres mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen.

Regierungsferien an der Ostsee

König Zbigniew von Polen gibt bekannt, dass seine Majestät und der Beraterstab für ein paar Tage an der Ostsee verweilen um sich in Ruhe auf die bevorstehenden Eroberungen in Nordeuropa vorzubereiten. Für diese Zeit wurde beim Dogen von Venedig angefragt, dass dieser an seiner statt die Geschicke Polens leiten solle. Der Königshof bedankt sich bereits vorab beim Dogen und hofft, dass ihm das polnische Land und dessen kriegerische Nachbarn keine allzugroßen Mühen machen.

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m Sommer 1219 AD war es abermals Andrew von Ungarn, der in Jerusalem auf dem Tempelberg die Regierungsgeschäfte des Königreichs führte. Und wie. “Hat hier schon mal jemand etwas von Vergleichszahlen gehört?!” giftete er die Hohen Finanzbeamten an, die ihm pausenlos erzählen wollten, dass doch alles in Ordnung sei. “Der Vater meiner Braut war niemand geringeres als der alte Wladyslaw, genannt McKinsey. Ihr werdet mich noch kennenlernen, dass wird hier ab sofort alles anders!” Gesagt, getan.

Ein Brief an die Allianz

“Werte Vertreter des Allianzrates, als Sprecher der Regierung Jerusalems sehe ich mich in der Pflicht, die Runde darauf hinzuweisen, dass das Königreich Jerusalem bedingt durch lange und aufreibende Schlachten gegen die Ungläubigen im Süden hohe Kosten zu tragen hatte. Das Schicksal hat es so gewollt, doch wir wollen uns diesem Schicksal nicht ergeben. So bitte ich euch fürdahin, unsere Notlage zu sehen und uns im besten Sinne brüderlich zu unterstützen.” Mit diesen Zeilen schloss Andrew sein Schreiben ab, in der Hoffnung, dass der Allianzrat ihm auf seinem Neuen Weg für Jerusalem unterstützen würde.

Brief an den Papst

Andrew fuhr fort, seinem Schreiben zu diktieren. “An den Papst in Rom… und so weiter… bedanken wir uns recht herzlich… und untertänigst… für eure Zustimmung, gegen die Ungläubigen im Südwesten einen Kreuzzug auszurufen. Jerusalem wird dem Ruf folgen und sein möglichstes Tun, auf dem Weg des Kreuzzugs möglichst viele maurische Städte zu erobern. Wir bedanken uns nochmals… habt dank…” Zufrieden lächelte Andrew vor sich hin. Dank des Kreuzzugs würden Jerusalems Truppen das riesige Nordafrika in doppelter Geschwindigkeit bei verringerten Kosten einnehmen können. Der gutherzige Pole war zufrieden.

Kondolenz am Tempelberg

In der großen Kirche auf dem Tempelberg wurde zum Beginn des Jahres die Frau des Königs beigesetzt. Frau Aldet Hafford entschlief friedlich zum Jahreswechsel 1218/1219. Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt, zu der auch Jerusalems Oberster Landverweser, Andrew von Ungarn, eingeladen war.

Ein Brief an Antiochia

“An den Erben Bohemunds”, so begann Andrew seinen Brief an den Herren von Antiochia. “Wir haben euren Vorschlag geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir keine Teilung Nordafrikas wollen. Spanien und Nordafrika sind gute Ziele für jeden von uns. Derjenige, der Spanien nimmt, soll fern bleiben aus Nordafrika – und umgekehrt. Wir selbst wollen Nordafrika an unser Land anschließen und kompensieren natürlich auch eure bisherigen Eroberungen dort. Gleichfalls würden wir aber auch nach Spanien ausweichen, so ihr es nicht selbst beansprucht. Spanien bietet mindestens neun gut entwickelte Provinzen, die allesamt ertragreicher und besser vernetzt sein dürften als die afrikanischen Wüstenstädte. Da wir uns außerdem nicht imstande sehen, einen Frieden mit Spanien zu erreichen, sind wir gewillt den Torreros eine gebührende Lektion zu erteilen.”

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m Winter 1218 AD stand in Jerusalem Konsolidierung auf dem Programm. Der König des Tempelbergs wollte sich auf die Errichtung seiner neuen Residenz konzentrieren, so dass er einen Verwalter bestimmte. Niemand geringeres als Andrew von Ungarn, seines Zeichens Arabienexperte der polnischen Regierung und Gatte der Agnes von Polen, übernahm an seiner statt die Regierungsgeschäfte.

Anspruch gegen Arguin

Im äußersten Südwesten des nordafrikanischen Kontinents entdeckten Diplomaten des Tempelbergs eine rebellische Siedlung, die ins zukünftige Große Königreich des Himmels integriert werden soll. Kein Mann und keine Frau aus der Allianz möge Hand anlegen an diese Stadt.

Barnaby Gilforde räumt auf

Al Muazzam Labib und Captain al Mansur waren zwei ehemals ägyptische Heerführer, die im Süden des Königreiches ihr Unwesen trieben. Da gegen den General ein Exekutionsbefehl vorlag und auch der Captain mit seiner Armee nichts gutes Verhieß, brach Herr Barnaby Gilforde mit einer schlagkräftigen Truppe auf und sorgte für Ordnung. In Unterzahl nahm er den Kampf auf und trug den Sieg davon. Ein Hoch auf Sir Barnabas.

Prinz Anselm sorgt ebenfalls für Ordnung

Auch im Westen des Königreichs galt es, ehemals ägyptische Truppen zu zerschlagen. Niemand geringeres als Prinz Anselm rückte den Halunken zu Leibe und trat ebenfalls in Unterzahl gegen die hinterhältigen Ex-Ägypter an. Bei geringen Verlusten fügte er dem Feind eine Schlappe zu, von der dieser sich nicht mehr erholte. Ein dreifaches Hoch auf den Prinzen!

Konsolidierung & Truppenverschiebung

Fassungslos nahm Andrew von Ungarn die Militärparade ab, die nahe der Hauptstadt Jerusalem zu seinen Ehren abgehalten wurde. Kurz darauf schrieb der Pole an seinen Freund, den König von Jerusalem. “Werter Herr vom Tempelberg, Ihr seht mich staunend vor den Toren eurer Stadt. Eure militärische Macht ist gar riesig, jede Stadt hat ein eigenes Heer, jede Festung beherbergt kampferfahrene Divisionen. Mein Herr, wolltet ihr die ganze Welt erobern, ich würde ohne zu zögern mit euren Truppen losmarschieren. Allein, ihr müsst die Welt nicht befrieden, lediglich Nordafrika steht nach dem Manifestum zur Unterwerfung an. Zwei gewaltige Heere habe ich in eurem Namen von der Nordgrenze zu Antiochia abgezogen und gen Nordafrika gesandt, doch noch immer türmen sich eure Mannen im Kernland. Ich empfehle euch die Abrüstung von Truppen und den Aufbau von Transportwegen und Schiffen, Nordafrika ist weit und der Seeweg dahin beschwerlich.” Fasziniert von der militärischen Omnipotenz seines Alliierten vom Tempelberg stand Andrew an der Ballustrade des Königspalastes, unterschrieb gedankenverloren ein paar Entlassungsgesuche aus dem Heer und schaute nach Nordafrika.

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m Sommer 1218 AD verfasste König Zbigniew einen Brief an Antiochias großen Feldherren Francis. Die Depesche reiste im Verborgenen und wurde abseits der offiziellen diplomatischen Kanäle zugestellt. Und das stand geschrieben:

“Mein lieber Francis,

ich schreibe Euch in dieser schwerer Stunde, da sich die Allianz auf Messers Schneide befindet. Es war der Wunsch des Großen Herren Bohemund, dass Ihr eines Tages das geliebte Fürstentum führen solltet. Heute ist euer Lehensherr dabei, Euer Erbe zu entwerten und mit dem Fürstentum einen diplomatischen Irrweg zu beschreiten.”

König Zbigniew setzte die Feder ab und sann vor sich hin. Damals, mit Bohemund an seiner Seite, wäre eine solche Situation undenkbar gewesen. Mit dem alten Schlachtross verstand sich der gute König der Polen stets gut. Roger hingegen wurde nicht ohne Grund der Hinterlistige genannt, wohlgemerkt von seinem eigenen Umfeld. Es war eine Schande, dass dieser Mann vor Francis in der Erbfolge stand. Der König fuhr fort…

“Francis, die Ländereien Spaniens und Nordafrikas sind zu klein für das Wachstum von Jerusalem, Venedig und Antiochia. Eine der Mächte muss zum Wohle der anderen weichen. Ich bin der Ansicht, diese Rolle fällt Antiochia zu. Ihr seid militärisch stark, wirtschaftlich gut entwickelt und könnt im Ausgleich Kompensation von Venedig und Jerusalem fordern.”

Erneut machte Zbigniew eine Pause, er schaute angestrengt. Polen war in keiner Weise von den Streitigkeiten in Spanien oder Nordafrika betroffen, dennoch fühlte sich der König als Vertreter einer Großmacht dafür verantwortlich, dass die Allianz gemeinsam prosperieren konnte.

“Wenn Ihr Prinz Roger überzeugen könnt, statt Afrika gen Britannia zu ziehen, so will ich Antiochia mit besten Kräften unterstützen. Konkret biete ich euch an, dass Polen für Antiochia einen Brückenkopf in Europa schaffen wird. Ihr erhaltete von mir eine Siedlung in der Nähe Britannias, von wo aus Antiochia seine Expansion starten kann. Ähnliche Unterstützung könntet Ihr vielleicht auch durch Mailand erfahren, so es denn verhandelt wird. Für eine Übergangszeit würden Venedig und Jerusalem sicherlich auch Gelder an Antiochia abführen, um den Aufbau Antiochias in Europa zu unterstützen.”

Der Herr der Polen setzte den Federkiel ab und seufzte. Er konnte dem jungen Francis nur die Tür offen halten, durchgehen würde dieser selber müssen. Zbigniew hoffte, dass Roger ihm nicht im Wege stehen würde. Falls doch, würden die Herren der Lagune und die des Tempelberges mit Antiochia direkt verhandeln müssen – oder ein Windhundrennen um die besten Ländereien lostreten.

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s ward am späten Abend des Pfingstsonntages 1218 AD, als König Zbigniew im Kreise seiner engsten Angehörigen sinnierte. “Wir brauchen einen gemeinsamen Plan für Europa, meine Freunde. Die jüngsten Nachrichten aus dem Allianzrat lassen mich glauben, dass eine unkontrollierte und überhastete Expansion der fünf Großmächte zum Schaden aller ist. So hört euch denn den folgenden Plan an.”

Zbigniew machte eine bedächtige Pause, holte noch einmal tief Luft und erklärte sein Manifestum Europa: “Ziel des Manifestums ist, alle fünf Großmächte der Allianz in einer gemeinsamen Strategie zu vereinen. Alle Länder dieser Welt sollen unter den Großen 5 aufgeteilt werden. Zunächst sind das die Länder Europas, anschließend die des amerikanischen Kontinents. Gehen wir es der Reihe nach durch.”

Das Fürstentum Antiochia

  • Antiochia erhält im tiefen Osten die Siedlungen Azov und Kutais kostenfrei überantwortet
  • Gleichzeitig übergibt Antiochia seine nordafrikanischen Besitztümer ohne Gegenforderung an Jerusalem
  • Anschließend erhält Antiochia die Insel Irland sowie den größten Teil der Insel England, gemeint ist Mittelengland, als sein Lehen

Die Republik Venedig

  • Venedig überantwortet Azov kostenfrei an Antiochia
  • Venedig übernimmt die Osthälfte Ungarns, gem. Absprache mit Polen
  • Venedig erhält die iberische Halbinsel als Lehen und soll fürdahin die einzige Macht auf der Insel sein

Das Königreich Jerusalem

  • Jerusalem erhält von Antiochia kostenfrei dessen Ländereien in Nordafrika
  • Jerusalem erhält den nordafrikanischen Kontinent als Lehen
  • Jerusalem erhält die Aufgabe, die maurische Gefahr ein für allemal zu bannen

Das Herzogtum Mailand

  • Mailand übernimmt Rom und entledigt Europa des Heiligen Stuhls
  • Weiterhin befriedet Mailand die Ländereien Frankreichs
  • Es übernimmt den südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält die englischen Ländereien auf dem Kontinent sowie die Länder Südenglands als Lehen

Das Königreich Polen

  • Übergibt die Siedlung Kutais kostenfrei an Antiochia
  • Befriedet die dänischen, norwegischen und teutonischen Ländereien Skandinaviens
  • Übernimmt den Nordteil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält außerdem die Nordspitze Englands als Lehen

Das freie Amerika

  • Jedem Mitglied der Allianz ist ein militärischer Eingriff in Amerika erst dann gestattet, wenn es seinen Verpflichtungen aus diesem Manifest vollständig nachgekommen ist
  • Der Zugriff auf Amerika selbst ist darüber hinaus nicht limitiert, ein jeder möge ob seiner Fähigkeiten dort nach eigenem Gusto agieren

“Der tiefere Sinn dieses Manifests, ist die geregelte Expansion aller fünf Allianzmächte. Natürlich mag es noch Gesprächsbedarf geben und vielleicht muss auch ein Grenzverlauf neu gezogen werden, doch darum geht es nicht. Es geht um eine gemeinsame Strategie, um eine Vision dafür, wie Europa in 20 Halbjahren auszusehen vermag. Dass, meine Herren, ist der tiefere Sinn dieses Manifests.”

Bis in die späte Nacht hinein berieten sich Zbigniew und seine Getreuen, ehe Boten zu sehr später Stunde aufbrachen um die Nachricht im Allianzrat zu verbreiten. Wie wohl würden die Verbündeten reagieren, König Zbigniew war gespannt.

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n Polen war sie dieser Tage spürbar, die Zeit zwischen den Zeiten. Die teutonische Epoche neigt sich dem Ende, Friede herrscht in weiten Teilen Polens. Nur im Nordwesten des Landes rumort es, trachtet doch der gute König Zbigniew danach, Teutonia mit einem Überraschungsangriff von der See in drei Halbjahren ein für allemal aus Europa zu tilgen.

Krim-Feste wird ausgebaut

Der Johanniterorden gab bekannt, dass er auf der Krim eine Niederlassung einzurichten gedenkt. Die Anwesenheit der Bruderschaft wird von der polnischen Regierung ausdrücklich begrüßt und finanziell unterstützt. Andrew von Ungarn, der Verwalter der Krim, ließ hierzu verlauten “dass das ehemalige Mongolia mittlerweile ein vollständig integrierter Teil des Königreichs Polen ist.”

Ungarische Führung in Buda und Pest

Der polnische Geheimdienst gibt im Zuge des behördenübergreifenden Aktenaustauschs bekannt, dass der König der Ungarn in Pest verweilt. Auch sein Stellvertreter ist nicht allzu weit entfernt, er sitzt in Buda und wartet offenbar auf eine Erleuchtung. Die polnische Generalität bestätigt in diesem Zusammenhang, dass es einen Erstschlag nach Ablauf drei weiterer Halbjahre gegen Ungarn geben wird.

Gerüchteküche

Wir befinden uns im Sommerloch – und wie eh und je schwappt die Gerüchteküche in dieser Zeit besonders hoch. Folgendes wird aus Polen gemunkelt:

  • Andrew von Ungarn soll befohlen haben, dass von der Krim aus im nächsten Halbjahr eine Expedition nach Amerika gesandt wird. “Ehe ich diese guten Truppen in Rente schicke, sende ich sie in den Tiefen Westen”. Die Reise soll ca. 15 Halbjahre dauern. Ziel des Ganzen ist, einen Brückenkopf für die Allianz zu errichten. Mitstreiter und Abenteurer sind eingeladen, sich anzuschließen.
  • Bei Hofe zu Danzig fragt man sich, nach welchem Schema Antiochia und Jerusalem sich Nordafrika aufzuteilen gedenken. Auch wird angeregt, ob nicht eine der beiden Mächte Spanien befrieden könne. Spanien wird von den Mauren im Würgegriff gehalten und wird außerdem von keinem Mitglied der Allianz beansprucht.

D
as Wort ist mächtiger als das Schwert, wussten schon die alten Engländer zu berichten. Diesen Rat machte sich das Königreich Polen zu nutze – und befriedete kurzerhand die beiden zentralen Konflikte zwischen den Christen in Europa. Und das war geschehen…

Friede mit Teutonia

Die Teutonen belagerten noch immer die polische Stadt Kalmar, als König Zbigniew eine diplomatische Offensive befahl. Ein Waffenstillstandsabkommen sollte her, Zeit musste gewonnen werden. Gesagt, getan: nahe Oslo, der letzten teutonischen Stadt, handelten seine Diplomaten in aller Stille ein Abkommen auf. Tags darauf war die Belagerung passé.

Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich

Die Bedrohung Venedigs durch das Deutsche Reich, der unnötige Kriegszustand zwischen dem Reich und Antiochia und die übrigen schwelenden Grenzkonflikte waren Zbigniew ein Dorn im Auge. “Schafft mir etwas Ruhe an der Grenze”, rief er seinem Außenamtschef zu, während ihn seine Diener in eine schwere Reiterrüstung einkleideten. “Ich will mich auf Oslo konzentrieren und brauche keinen Ärger an meiner Westgrenze, also sorgt bitte für Stabilität.” Gesagt, getan: Kurz nach Aushandlung einer Allianz von Deutschland und Polen legte das Reich mit sämtlichen kriegsführenden Mächten seine Differenzen bei. Der Friede in Europa ward gesichert – zumindest für den Moment.

Das Bulgar-Syndrom

“Die Situation ist völlig außer Kontrolle”, ließ der Statthalter der ehemals mongolischen Stadt Bulgar berichten. “Wir verlangen hier extrem hohe Steuern doch die Leute sind alle Glücklich und vermehren sich wie die Karnickel. Wenn dieses Wachstum so weitergeht, haben wir hier bald die Pest am Leib.” Von Seiten der königlichen Administration war zu den Vorfällen in Bulgar keine Stellungnahme zu erhalten.

Sarkel – das neue Rom?

Rom, die Ewige Stadt, wird schon seit geraumer Zeit von Antiochia und Jerusalem gemieden. Das ehemals diplomatische Zentrum der Welt wird lediglich von Venedig, Mailand und Polen genutzt – obwohl gerade diese Mächte auch zahlreiche andere diplomatische Kanäle haben. Wer stattdessen mit den Herren aus dem Nahen Osten sprechen will, muss nach Sarkel kommen. Dort residieren die Botschafter der beiden Mächte und lassen es sich gut gehen.

Gerüchteküche: Expeditionsarmee gegen Oslo

Ein paar Spinner im Danziger Hafen behaupten, dass die Prätorianer des Königs auf einem Schiff zugestiegen seien. Weiterhin wollen sie rund 1.000 Mannen gesehen haben, die die königliche Truppe begleitet haben. Die Schiffe sollen Richtung Oslo aufgebrochen sein. Spinner!

 

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m Winter 1215/1216 AD vernahm jedermann und jedefrau im Westen Polens große Geschäftigkeit. Vom ersten Schock ob Teutonias Stärke erholt, sammelte sich das Reich und bereitete den Totalen Krieg gegen Teutonia vor. Und das ward zu berichten…

Burgen zu Städten

Im Osten Polens, auf den Gebieten der ehemaligen Mongolei, wurden auf Geheiß des Königs die Burgen Christburg und Ryazan zu Städten umgebaut. Blühende Landschaften, Handel und Fröhlichkeit sollten das Bild vom “neuen Osten” prägen. Ein Hoch auf unseren Visionär, König Zbigniew!

Bohemunds Söhne, Polen braucht euch!

In der Hafenstadt Kutais, am ehemaligen polnischen Brückenkopf zu Mongolias Südgrenze, ersucht in diesem Halbjahr der örtliche Truchsess offiziell die Hilfe Antiochias. Er sandte einen Boten ins Fürstentum, um dort die missliche Lage zu verkünden. In Kutais kommen die Christen auf keinen grünen Zweig – und Polen vermag es nicht aus eigener Kraft, genügend Priester in die Stadt zu bringen. Würde Antiochia den Polen in dieser schweren Stunde beistehen und Bohemunds letzten Willen, einem starken Bündnis zwischen den beiden Staaten, einmal mehr zur Geltung verhelfen?

Wachstum außer Kontrolle

Pawol der Ehrenwerte, ein erfahrener und zutiefst loyaler Haudegen des Königreichs, meldete in diesem Halbjahr ebenfalls Probleme aus dem tiefen Osten Polens. In der Stadt Bulgar am Ostrand ist – wider erwarten – das Bevölkerungswachstum völlig außer Kontrolle geraten. Trotz hoher Steuern und sichtbaren Kriegsschäden wächst die Bevölkerung rapide. Ernährungs- und Hygieneprobleme bereiten der örtlichen Administration bereits große Sorge. Beten wir, dass nicht erst die Pest das Wachstum stoppt.

Spanien soll wieder in den Club

Das diplomatische Außenamt Polens musste in diesem Halbjahr Verhandlungen mit einer spanischen Prinzessin im polnischen Hohheitsgebiet abbrechen, da in der gegenwärtigen Situation keine sinnvollen diplomatischen Handel möglich erschienen. Das Außenamt empfiehlt, dass der Allianzrat seine Bündnisse einheitlich gestalten sollte.

Bekommt Jerusalem Stützpunkt in Nordeuropa?

“Warum können diese Leute vom Tempelberg ihre Verhältnisse nicht ordnen?” polterte König Zbigniew durch den Thronsaal, als er den Rapport des Außenamtsleiters empfing. “Mein Gott, ist es denn wirklich so schwer, die Allianz mit Teutonia zu kündigen?” Der aufs äußerste erregte König gab wenig auf seine Berater, die ihm glauben machen wollten, Jerusalem hätte schlichtweg keine Diplomaten vor Ort. Nicht in Paris, nicht in London, nichtmal in Frankfurt, Danzig oder sonstwo in Nordeuropa. Diese akute Unterrepräsentanz war einer Großmacht des Nahen Ostens unwürdig, befand der König. “So richtet denn dem Herrn vom Tempelberg aus: wenn er einen Stützpunkt in Nordeuropa sucht, wird Polen ihm eine Region im Tausch für eine gleichwertige Siedlung geben. Gesprochen und verkündet!”

Schlachthaus Marienburg

Die letzte teutonische Stadt auf Kontinentaleuropa ist die Festung Marienburg. Schätzungsweise 1.200 Hornhelmträger stehen hier hinter dicken Festungsmauern unter Waffen. Um Marienburg herum formiert Polen seinen Truppen – und plant den Angriff in zwei bis drei Halbjahren. Gut 3.200 Mann werden bis dahin vor Ort sein, angeführt von König Zbigniew höchstpersönlich. Sogar Kronprinz Leszek erwägt eine Teilnahme am Unternehmen “Fleischwolf”.

Kalmar in Gefahr

Im äußersten Nordwesten des polnischen Staatsgebiets holt unterdessen Teutonia zum Gegenschlag aus. Zwei schwer bewaffnete Heere sind auf dem Weg zu einer der größten Städte Polens, der Handelsstadt Kalmar. Kalmar ist eine große und reiche, aber leider auch militärisch unterentwickelte Stadt. Die örtliche Administration hat zwar jede Menge Truppen dort versammelt, jedoch zumeist nur einfache Speerträger oder Bogenschützen. Schwere Zeiten stehen bevor.

Der alte Mann in Rom soll weg

“So sendet denn dies an meinen Freund, den Dogen”, fuhr Zbigniew in Gedanken versunken fort:

  1. Die römische Autorität wird nicht länger von Polen befürwortet. Stattdessen wünschen wir uns, dass Mailand seine Truppen gegen Rom zu Felde ziehen lässt und die klerikale Knute in die Hände des Allianzrates legt.
  2. Polen regt an, dass Venedig den Vorstoß Mailands unterstützt. Im Gegenzug soll Mailand den Venezianern angemessene Unterstützung bei der Eroberung von Siedlungen des Deutschen Reiches leisten.
  3. Solange der Konflikt mit Rom und dem Deutschen Reiche besteht, wird Polen nicht auf einen Krieg gegen Ungarn drängen. Stattdessen soll es Venedig obliegen, den rechten Zeitpunkt zu benennen.
  4. Polen selbst wird innerhalb der nächsten sechs Halbjahre keinen Angriff gegen das Deutsche Reich unternehmen, da zunächst der Krieg gegen Teutonia und später eventuell noch die Befriedung Ungarns durchgeführt werden soll. Die militärischen Kapazitäten genügen für eine Sicherung der polnischen Grenzen zum Reich, nicht jedoch für einen Angriff in dieser Zeit.