Posts Tagged ‘Jerusalem’

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er Angriffsbefehl war gegeben, es war eine der schwersten Entscheidungen des alten Königs Zbigniew. Militärisch sind des Königs Truppen den Hornhelmträgern unterlegen, nur die schiere Masse an Soldaten lässt derzeit noch etwas Hoffnung auf polnischer Seite bestehen.

Fernerkundergilde in Arensburg bekommt Meisterrang

Die Ostsee ist seit vielen Jahren Dreh- und Angelpunkt der polnischen Wirtschaftskraft. Ein gutes Dutzend Schiffsrouten wurde bereits etabliert – und dank der verbesserten Fernerkunder-Gilde werden es sicher bald noch viele mehr. Und sollte Teutonia emigrieren, werden die Fernerkunder es mitbekommen.

Diplomatische Isolation vom Allianzrat gefordert

Der König von Polen fordert Jerusalem und Venedig auf, bis zur Klärung der Hornhelm-Frage die diplomatischen Beziehungen zu Teutonia ruhen zu lassen. Die Zusicherung der Allianz ist ein unerwünschtes Signal an den militärischen Gegner.

Polen stellt Teutonia auf dem Festland

Die Festung Marienburg und die Siedlung Königsberg stehen in diesen Tagen unter Belagerung. Zwei technologisch schwache, aber dafür stark besetzte Heere, belagern die feindlichen Siedlungen. Darüber hinaus hat die polnische Marine sämtliche teutonischen Häfen abgeriegelt.

Fraunce Heaven wird angegriffen

Am Ende des Halbjahres vermeldeten Kundschafter aus Arabien, dass Fraunce Heaven aus Jerusalem in einen Kampf mit Rebellen verstrickt wurde. Der General vom Tempelberg wurde offenbar vom Ausfall einer Rebellenarmee kalt erwischt. Das Königreich wünscht Herrn Heaven alles Gute für die bevorstehende Schlacht.

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er Ruf ob des Kreuzzugs gegen Mongolia blieb in Polen nicht unerhört. Fieberhaft wurden Heerschauen gehalten, Kommandanten auserwählt und Versorgungspunkte etabliert. So stand das gesamte Halbjahr im Zeichen des Kreuzes.

Bündnis mit Mongolia beendet

Aus Gründen der diplomatischen Hygiene befahl König Zbigniew, dass das bestehende Bündnis mit Mongolia offiziell gelöst wurde. Auslöser hierfür war der Eintritt eines Alliierten in den Kreuzzug gegen die Pferdemenschen. Der erste Schritt ist somit getan.

Koalition der Willigen marschiert

Nach polnischen Informationen senden in diesen Tagen Ungarn, Spanien und das Heilige Römische Reich Truppen gegen Mongolia. Erfreulicherweise machen die Deutschen keine halben Sachen – und senden eine richtige Streitmacht zu den Pferdemenschen. Polen wünscht eine gute Reise.

Live aus Sarkel – dem Kreuzzugsziel

Die polnische Geheimpolizei freut sich, dem Allianzrat bekanntgeben zu dürfen, dass ein Spion am Zielort des Kreuzzugs etabliert werden konnte. Die mongolische Stadt Sarkel ist von mindestens einem großen Heer außerhalb der Stadt geschützt, der Zielort selber wird von einer Division furchtloser mongolischer Reitersoldaten gehalten.

Zbigniew fordert Geschlossenheit

Der König der Polen lässt dem Hohen Herren vom Tempelberg ausrichten, dass seine Allianz mit Mongolia das falsche Signal an die Pferdemenschen sendet. Gegen die Ungläubigen braucht es eine geschlossene Front, anstatt einer starken Schulter an der Seite des Feindes. Polen hofft, dass die Allianz zwischen Jerusalem und Mongolia bald ein Ende finden wird.

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m Winter 1203 stand die polnische Außenpolitik unter massiven Druck. Die Verbündeten im Allianzrat waren allesamt auf Expansionskurs. Neuer Lebensraum fand sich offenbar überall – doch wohin sollten die Polen expandieren können? Umringt von Freunden sann König Zbigniew nach einer Eingebung.

Neues aus dem Tiefen Osten

An der Grenze von Antiochia zu Mongolia gingen zwischenzeitlich die polnischen Verteidigungstruppen in Stellung. Während sie sich auf einen Angriff durch die Pferdemenschen vorbereiteten, entdeckte die polnische Geheimpolizei einen Attentäter, der sich direkt hinter dem polnischen Heer befand. Der Attentäter wurde zweifelsfrei Jerusalem zugerechnet – also dem Land, dass eine Frau auf den Heiligen Stuhl eingeschleust hatte. Was ist nur los im Land der Kreuzfahrer?

Polen kauft Palanga

Prinzessin Rasia, ihres Zeichens Oberste Immobilienverweserin der Polen, hatte mal wieder zugeschlagen. Bestärkt durch den kürzlichen Coup bei der Erwerbung von Magdeburg ging sie diesmal auf die Dänen zu. “Verkauft uns doch Palagna, ihr wollt da doch gar nicht mehr wohnen” sagte sie den Wikingern auf den Kopf zu. Gesagt, getan: Nach einer zähen Verhandlungsrunde und der Aushandlung von Zahlungsbedingungen wechselte die Burg Palagna den Besitzer. König Zbigniew war sehr stolz auf seine kleine Prinzessin.

Das Vermächtnis des Wladyslaw McKinsey

Beim stöbern in alten Regierungsakten stutzte Zbigniew plötzlich auf. Sein Vater, der alte König Wladyslaw, hatte einen Plan zur radikalen Kostensenkung beim Heer ausgearbeitet. Der Plan ging davon aus, dass ein Fort zum einmaligen Anschaffungspreis von 2.500 Goldstücken zu bekommen sei. Jedes Fort könne mit drei Einheiten ausgestattet werden, die dann dort kostenfrei lagerten. Da die teuersten polnischen Militäreinheiten derzeit einen Sold von 250 Goldstücken pro Halbjahr verlangen, ist eine Kostensenkung leicht erreichbar. Bereits nach 4 Halbjahren hätte sich eine solche Investition amortisiert. “Dieser alte Fuchs”, dachte Zbigniew im Stillen und gab sofort den Befehl zur Errichtung mehrerer Forts im polnischen Herrschaftsgebiet.

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m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

K
aum ein halbes Jahr ist es her, dass Herr Bohemund von Antiochia seinen Sohn Reynald in der Schlacht um Yerevan verlor. Reynald starb vor den Augen seines Vaters.

Agnes von Polen, ihres Zeichens Spitzendiplomatin im Ruhestand, nahm die Nachricht vom Fall des Reynald zunächst noch gefasst auf. In Polen zeigte sie distanzierte Trauer, bat jedoch gleichzeitig darum, in den Nahen Osten abrücken zu dürfen um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wladyslaw gewährte und Agnes bezog Quartier in Jerusalem.

In Jerusalem war Agnes zunächst ganz Profi. Innerlich stand sie ob des Todes von Reynald noch unter Schock, nach außen hin blieb sie hart. Sie beriet die Regierung auf dem Tempelberg und empfahl sogar einen Angriff im Osten. Als alle Geschäfte getan war, zog sie mit einem kleinen Tross gen Antiochia um dort am Grabe des Prinzen Reynald um ihren Jugendfreund zu trauern.

In einer sternenklaren und ungemütlich-kalten Nacht trottete sie mit ihrer Leibgarde von Jerusalem aus gen Norden. Die Sterne wiesen ihr den Weg durch ein einsames Dorf an der Grenze. Während sie die Siedlung durchquerten, fiel ihr Blick in eine Taverne, in der junge Männer und Frauen ausgiebig lachten und fröhlich becherten. Eine Hochzeitsfeier einfacher Leute war im vollen Gange.

Da wurde es Agnes schwer ums Herz und sie begann zu weinen. Sie dachte an ihren Geliebten Andrew, der in Kürze gegen Mongolia in den Krieg ziehen musste. Sie dachte an ihren ungestümen Bruder Zbigniew, der das Königreich in den Krieg mit Russland führte. Und sie dachte an Reynald, der wegen ein paar Kilometer Land sein Leben lassen musste. Gott! Wie kurzsichtig die Männer doch waren und wie schlimm das Unglück, dass sie über ihre Familien brachten. Dieser Irrsinn musste aufhören. Sie würde handeln!

In Antiochia angekommen sparte sich Agnes den Weg zu Bohemund. “Wahrscheinlich erobert der greise alte Mann gerade mal wieder ein Türkendorf”, dachte sie bei sich. Egal! Sie hatte wichtigeres zu tun. Gemeinsam mit Reynalds engsten Freunden versammelte sie sich auf dem großen Martkplatz in Antiochia und rief zum Widerstand gegen die Expansionspläne von Polen, Jerusalem, Antiochia und den anderen Herrscherhäusern dieser Welt auf. Die Menge hatte Agnes bereits in Herz geschlossen, als die Prinzessin Polens erneut nach vorne trat. Sie ließ Wut und Trauer freien Lauf und erhob die Stimme…

Agnes war mit sich im Reinen, als die Stadtwache Antiochias den Marktplatz umstellte und die Versammlung aufzulösen versuchte. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einige Bürger Bohemunds ihr Leben verloren. Nach einigen Minuten beendete Agnes die Intervention und begab sich erhobenen Hauptes in den Gewahrsam der Staatsmacht Antiochias.

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eues aus Jerusalem

Im Winter 1197 AD empfing König Baldwin vom Goldenen Thron in Jerusalem einen Gesandten des Königreichs Polen. Der Gesandte war niemand geringeres als Agnes von Polen, Frau von Andrew und ehemalige Spitzendiplomatin des Wladyslaw. Ihre Aufgabe war klar: Beratung der Regierung in Jerusalem bei den bevorstehenden Herausforderungen.

Sturm im Westen

Die Ägypter hatten sich erneut an die Westgrenze Jerusalems herangewagt, jedoch noch ohne eine Belagerung auszurufen. Diesen Moment der Schwäche konnte der Herr vom Goldenen Thron nicht ungenutzt lassen – und so entsandte er eine Schnelle Eingreiftruppe gen Alexandria. Die Landungsboote stehen bereit, die Infiltration ist vollzogen, im nächsten Halbjahr kann die Handelsmetropole im Zweistromland fallen.

Sturm im Osten

“Mehr Lebensraum im Osten” verkündete Agnes dem staunenden Publikum im Thronsaal des hohen Herren vom Tempelberg. “Damit haben wir in Polen so unsere Erfahrungen”, führte sie weiter aus und verwies auf eine Rebellensiedlung im südosten Jerusalems. “Im übrigen müsste dort hinten auch noch ein Türkenstädtchen sein – wir sollten daher lieber ein paar mehr Mannen entsenden” erläuterte sie fachmännisch. Gesagt, getan: Fraunce Heaven, der Sohn des Baldwin, wurde umgehend in den südlichen Osten geschickt.

Nachwuchs im Thronsaal

Thomas und Aldet Harfford geben die Geburt ihres Sohnes Laurence bekannt. Thomas ist Sohn des Thronfolgers von Jerusalem, dem mit Laurence nun ein Enkel geboren wurde. Herzlichen Glückwunsch!

K
önig Wladyslaw war fertig. Mit sich und der Welt… und den Regierungsgeschäften von Jerusalem, Venedig und Polen. Ein Regierungsmarathon war geschafft.

Und das gab’s zu berichten:

Jerusalem: Wladyslaw sah und sieht die Möglichkeit, Byzanz zu überfallen. Da ein Angriff gegen Byzanz jedoch diplomatische Verwerfungen mit sich bringen würde, wollte er dem König vom Tempelberg nicht vorgreifen. Ein Schiff mit Angriffstruppen steht bereit – es kann nach Ägypten oder Byzantinium reisen.
So oder so – auf jeden Fall würden in Kürze Truppen nach Medina gesandt werden. Eine Angriffsstreitmacht wurde im Süden des Landes versammelt, sie wartet auf den Marschbefehl

Venedig: Der gute König war schockiert ob der präkeren finanziellen Situation des Adria-Stadtstaates. Trotz Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen und Abrüstung kam Venedig “auf keinen grünen Zweig”. Und zu allem Überfluss lungerte weiterhin ein großes sizilianisches Heer direkt vor einer venezianischen Stadt. Der gute König beschloss, diesen Fall vor den Allianzrat zu bringen. Die Herrscherhäuser sollten sich – jedes nach seinem Gusto – an der Sanierung der Staatsfinanzen beteiligen. Seine Idee war, entweder mit Geldspenden den Haushalt aufzupäppeln oder einen Kreuzzug auszurufen, so dass die laufenden Kosten für das Heer dramatisch reduziert werden könnten. So oder so – ohne Hilfe bestünde jedenfalls Gefahr, dass eine wichtige Stütze im Mittelmeerraum ausfallen könnte.

Polen: Mit Sorge nahmen die Späher des Königs die ungehemmte Expansionslust Mongolias zur Kenntnis. Erneut waren die Russen Ziel der Pferdemenschen, doch es war nur eine Frage der Zeit bis sich ihre Gier nach Land gegen den guten König wenden würde.

Der Kronprinz von Polen, der zur Zeit an der Ostfront lagerte, befahl die Aushebung polnischer Elitetruppen. Mit ihnen plant er die Vertreibung zahlloser Rebellen Richtung Mongolia. Zeitgleich zur Aufrüstung im Osten vermeldete Prinz Andrew von Ungarn, dass er in Nordungarn Seesöldner anheuern konnte, die ihn nun über das Schwarze Meer Richtung Antiochia befördern. Mongolia – Polen kommt!

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ach dem unsanften Rausschmiss der russischen Delegation grübelte Wladyslaw ob einer angemessenen Reaktion auf die Brüskierung. Doch seine Strategen mahnten zur Besonnenheit, hatten sie doch Berichte über schwere Schlachten zwischen Russen und Mongolen gehört. In diesen Konflikt sollte Polen sich auf keinen Fall hinenziehen lassen.

Die Mongolen waren weit in den Westen Russlands vorgedrungen, schlugen große Feldschlachten und belagerten mindestens eine Stadt. Die im Norden Europas stationierten polnischen Truppen waren in heller Aufregung, denn sobald die Belagerung der Mongolen geglückt war, würde es eine gemeinsame Grenze zwischen den Schlitzaugen und Polen geben. Der Gedanke war alles andere als beruhigend für unseren guten König Wladyslaw.

Da verwunderte es nicht, dass der König eine Denkschrift an einige seiner Verbündeten sandte. Es war sein treuer Hofbarde Jutjub, der eine Nachricht ob der Allianz mit den Mongolen an Venedig und Jerusalem überbringen sollte. Der gute König war voller Sorge, die Mongolen könnten sich stark genug fühlen, einen Angriff auf Polen zu starten. Er hoffte, seine Verbündeten würden die Botschaft richtig zu deuten wissen.

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o, öffnet die Tore!” Die Wache zuckt zusammen. Es ist ein Dezembermorgen, die Luft ist noch kühl und diesig. Die Sonne wird frühestens in einer Stunde aufgehen. Hat die Wache richtig gehört? Es ist in der Dämmerung noch keiner zu sehen. “Wer da?” ruft die Wache in die Dunkelheit. Die Antwort kommt prompt zurück: “Alon, Kundschafter des Königs. Macht das Tor auf, ich habe wichtige Kunde.” Es ist Alon, die Wache reagiert sofort und die Tore öffnen sich lautstark durch den frühen Tag.

Eine Stunde später sind König Baldwin und sein Bruder Guy in der großen Halle. Baldwin sieht seinem Bruder tief in die Augen. “Du weißt, was das bedeutet, nicht wahr?” Guy nickt kaum merklich. In seinen Ohren klingen immer noch die Worte ihres Vaters, als er kurz vor seinem Tode mit ihnen sprach. Er erzählte von seiner Vorstellung eines friedlichen Lebens in den Ländern von Jerusalem. Doch davon scheinen sie bald weit entfernt zu sein.

“Wir versuchen noch einmal mit Ihnen zu reden.” Guy ist zwar erleichtert über die Worte seines Bruders, aber er weiß, wie gefährlich die Ägypter sind. “Trotzdem sollten wir unsere Truppen im Süden verstärken!” – “So sei es, und ich werde selbst aufbrechen und die Truppen anführen. Es ist besser, wir präsentieren unsere Stärke mit Fingerspitzengefühl. Ich will nicht, dass ein nervöser Captain unser Land in den Krieg zieht.”

Noch vor der Mittagsstunde brechen König Baldwin und die königliche Truppe von Jerusalem auf. Sie folgen der Diplomatendelegation, die bereits zwei Stunden früher in die Grenzregion im Süden aufgebrochen ist…