Posts Tagged ‘Katharzina’

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iele Monde ist es her, dass König Zbigniews Masterplan ersonnen und veröffentlicht wurde. Bei einer heutigen Überprüfung des Plans stellte das königliche Controlling fest, dass Polen auf einem guten Weg ist. Doch genug des Eigenlobs, hier das Neueste aus Nordeuropa.

Probleme mit Hexen

In Osteuropa sichtet die polnische Geheimpolizei vermehrt Hexen. Das Aufkommen dieser gottlosen Brut beunruhigt den polnischen Königshof. Der Allianzrat wird ermuntert, aufstrebende Priester gen Osten zu senden.

Hochzeit von Katharzina

Prinzessin Katharzina, besser bekannt als die inoffizielle Nachfolgerin von Prinzessin Agnes von Polen, hat in diesem Halbjahr den Bund der Ehe geschlossen. Sie residiert mit ihrem Ehemann Joachim nahe Memelstadt, ein Einsatz der jungen Familie an Polens Ostfront steht zu erwarten.

Krieg im Norden

Die polnischen Späher berichten, dass sich Norwegen und das Teutonische Reich gewaltige Schlachten liefern. Es steht zu erwarten, dass Norwegen aus diesem Konflikt als Verlierer hervorgehen wird, da Teutonia eine massive militärische Übermacht aufbringt.

Gerüchte & Kolportiertes

  • Der Trust begrüßt die Destabilisierung Ungarns durch Venedig. Polen schlägt vor, eine Aufteilung Ungarns zwischen Venedig und Polen kurzfristig abzusprechen. Vorschläge erwünscht – gerne auf Basis des Masterplans (s. Region 3).
  • Das Königreich Polen geht davon aus, dass Antiochia den Kreuzzug gegen Mongolia offiziell ausruft.
  • Polen hat die deutsche Stadt Prag für 16.000 Goldstücke gekauft.

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önig Zbigniew frohlockte in seinem Palast bei Memelstadt. Von überall aus dem Reichsgebiet drangen positive Nachrichten zu ihm vor. Der Handel mit dem pestgebeutelten Ungarn kam wieder in Schwung, Kiev wurde erobert, die Mongolen etwas geschwächt und vieles mehr. Aber der Reihe nach.

Kiev gefallen

In einem gemeinsamen Sturmangriff von Polen und Mongolen kämpften fast 1.700 Alliierte gegen rund 1.200 Russen an. Die Schlacht war kurz und blutig, dann fiel Kiev an das Königreich Polen. Aus einem Akt von Großherzigkeit schloss Polen anschließend Frieden mit Russland – ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu erhalten. Militärexperten schätzen, dass Mongolia die letzte Provinz der Russen binnen zwei Halbjahren erstürmen wird.

Kreuzzugsziele

König Zbigniew erhielt eine Anfrage aus Rom bzgl. des Ausrufens eines neuen Kreuzzugsziels. Der König fordert den Allianzrat auf, Vorschläge zur Findung eines Kreuzzugsziels aufzurufen. Polen selbst spricht sich für einen Kreuzzug gegen Mongolia aus.

Trust operiert vor Konstantinopel

Der Vorstand des Trust macht den Allianzrat darauf aufmerksam, dass eine Hohe Vertreterin des Trust, Prinzessin Katharzina, derzeit mit ihrem Gefolge vor Konstantinopel operiert. Die Abgesandte ist auf einer diplomatischen Aufklärungsmission, sie beobachtet den Kriegsverlauf “Byzantinium vs. Mongolia”. Der Venezianische Geheimdienst wird gebeten, der Prinzessin freies Geleit zu erhalten.

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ommer, 1205 AD. Das Königreich Polen arbeitet fieberhaft an der Umsetzung von Zbigniews Masterplan. Geheimpolizei, Militär und Trust rotieren auf Hochtouren. Klar, dass da viel Neues zu berichten ist.

Pest in Pest

Die Geheimpolizei hat mitgeteilt, dass in der ungarischen Stadt Pest die Pest ausgebrochen ist. Die Schwächung der Ungarn passt perfekt zum großen polnischen Masterplan.

 

Norwegen verliert Prinzessin

Der Auftrag lautete: Schwächen Sie Norwegen. Die Antwort der Geheimpolizei folgte auf dem Fuße: die norwegische Prinzessin Svana starb vor einer teutonischen Siedlung.

 

Mongolia betritt polnischen Raum

Troiden von Jansbork, ein hochdekoriertes Familienmitglied im Fernen Osten (Masterplan Region 4) hat in diesem Halbjahr mongolische Truppen in seinem Land entdeckt. Ihre Anwesenheit dort ist aufgrund der bestehenden Verträge legal, jedoch nicht erwünscht.

Mongolia sendet hunderte Dschihadisten

In Russland wurde eine mongolische Dschihadisten-Armee entdeckt. Gut 500 Soldaten bewegen sich aus Mongolia auf das Ziel des Dschihad zu. Ob das Ziel tatsächlich Konstantinopel ist, konnte der polnische Geheimdienst nicht bestätigen.

Mongolias Oberboss entdeckt – Belohnung ausgesetzt

Der oberste Pferdeherr der Mongolen, Khan Ögedei, wurde an der Ostgrenze Mongolias in der Burg Belo Ozero entdeckt. Sollte Herr Ögedei eines nicht-natürlichen Todes sterben, offeriert der polnische Geheimdienst dem Verantwortlichem eine Kopfprämie von 1.000 Goldstücken.

Norwegen gegen Dänemark

Die polnische Geheimpolizei gibt bekannt, dass Norwegen auf Kosten von Dänemark expandiert. Diese Entwicklung missbilligt der König von Polen ausdrücklich.

 

Neues aus der Gerüchteküche

Mongolia hat im vergangenen Halbjahr offenbar sein Bündnis mit Russland aufgekündigt. Auch aufgrund dieser Entwicklung soll der König angeordnet haben, in zwei Halbjahren gegen zwei russische Siedlungen vorzugehen. Weiterhin wird erwogen, Moskau von Mongolia einnehmen zu lassen.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Polen Militärtruppen an seine Grenze zu Ungarn beordert hat. Offiziell wird dies weder bestätigt noch dementiert.

Prinzessin Katharzina hat ernsthaft erwogen, den Sommer über beim Thronfolger Antiochias zu verbringen. Ein gutaussehender Herr aus Fernen Osten und eine charmante Prinzessin aus Polen… das könnte die Story der Hohen Gesellschaft von Antiochia und Polen werden. Bahnt sich hier die Märchenhochzeit des Jahrhunderts an?

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er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

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eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.

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m Winter 1200 strebte Polen unter der Herrschaft von Prinz Zbigniew nach Großem.

Der Ryazan-Handel

Niemand geringeres als des Königs Lieblingsenkel Leszek hatte den Ryazan-Handel perfekt gemacht. Russland hatte freiwillig einen Brückenkopf tief im Herzen Mongolias geräumt und den Polen überlassen. Die neue Feste stand tief im Osten, mitten im Nirgendwo, abgeschnitten von jedweder Unterstützung. Doch wer glaubt, dass Polen sich vor solch einer Herausforderung drückt, irrt gewaltig. Der Plan zur Erschließung des Fernen Ostens ist angelaufen.

Steppenwolf & Steppenrebellen

Nahe Kutais, dem Brückenkopf Polens an der Grenze zu Antiochia, Mongolia und dem Byzantinium, haben polnische Späher allerlei Rebellenvolk gesichtet. Das Gesocks kommt aus den Bergen im Norden, ganz offenbar sind es mongolische Rebellen und ehemalige Turk-Truppen. Das Königreich Polen ermuntert das Freie Antiochia, den letzten verbliebenen Bergpass mit einer angemessenen Feste zu verschließen.

Andrew bringt dem Byzantinium den Frieden

Nahe Kutais, der Stadt des Himmlischen Friedens, kamen erneut Vertreter des Byzantiniums zusammen, um mit einer europäischen Großmacht über Frieden zu verhandeln. Wie schon sechs Halbjahre zuvor bei den Venezianern winselte das ehemals mächtige Byzantinium auch diesmal um Gnade. Der erfahrene Prinz Andrew von Ungarn und seine geliebte Frau Agnes fackelten nicht lange und machten den Sack zu – und ließen sich den Frieden mit satten Goldtalern bezahlen. Ruhm und Ehre dem polnischen Paar im wilden Osten.

Randnotizen

  • Ein mächtiges Heer steht im Norden des Landes bereit. Es hält Wache gegen Novgorod, die erste Stadt des Pferdeherren nahe der polnischen Grenze.
  • Die polnische Prinzessin Katharzina wurde von ihrem Vater zu einem diplomatischen Praktikum gen Ungarn gesandt. Sobald sie dort Erfahrungen im Umgang mit der Hochdiplomatie gesammelt hat, wird ein geeigneter Gatte von gutem Stand und Charakter gesucht. Vertreter aller Adelshäuser werden ermuntert, Vorschläge für qualifizierte Bewerber bei der polnischen Botschaft nahe Rom abzugeben.
  • Zwei gewaltige polnische Heere bereiten sich auf die Eroberung von Kiev vor. Der finale Schlag ist in drei Halbjahren geplant.
  • Ein Heer unter dem Kommando von Zbigniew, dem Heiligen, steht kurz davor, in russischen Raum einzudringen. Der Prinz der Polen will einen Korridor nach Ryazan freikämpfen.
  • Das Königreich Polen drückt Bohemund, dem weisen und gerechten Herrscher Antiochias, sein tiefes Mitgefühl zum Tode von Guy aus. Bei aller Freude ob des Siegs über die Turk-Menschen verbleibt ein schaler Beigeschmack ob des hohen Preises, der zu entrichten war. Möge Bohemunds Stern noch lange über Antiochias Wüste leuchten.

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er Generationenwechsel im Königreich Polen war im vollen Gange. Schon seit Monaten nahm König Wladyslaw nicht mehr aktiv die Regierungsgeschäfte wahr, stattdessen verweilte er lieber an der Adria. So kündet der heutige Bericht von den neuen Akteuren im Königreich.

Andrew – der starke Mann in Kutais

Kutais ist der östliche Brückenkopf im Schwarzen Meer, direkt an der Grenze zum Byzantinium, den Turkmenschen und dem gelobten Antiochia. Hier in Kutais herrscht Andrew von Ungarn, endlich wieder vereint mit seiner treuen Gemahlin Agnes von Polen. Und wahrlich, es gibt viel zu tun – hier, am Ende der Welt.

König Wladyslaw – der Beobachter

Wladyslaw hat das Ende seiner aktiven Zeit erreicht. Während seine Leibarmee in Krakau verweilt, ist er zusammen mit einigen wenigen getreuen ständiger Gast am Hofe des Dogen von Venedig. Wladyslaw gefällt sich in der Rolle des Betrachters, hat er doch erkannt, dass Kronprinz Zbigniew lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Katharzina – der neue Stern der Diplomatie

Die Tochter des Kronprinzen hat in diesem Halbjahr erstmals die politische Bühne betreten. Im zwarten Alter von 15 Jahren entsandte Prinz Zbigniew sie auf ihre erste diplomatische Mission. Zum Schrecken des Hofstaats startete Katharzina vom Smolensk aus, direkt gelegen an der Grenze zu Russland und Mongolia. Möge der Himmel ihr beistehen.

Prinz Zbigniew – der Heilige

Eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen, insbesondere bei der Kriegsführung Polens, brachte den Prinzen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile jedoch sind seine Entscheidungen allgemein anerkannt, immerhin prosperiert Polen unter seiner Führung und hat endlich wieder Landgewinne zu vermelden. Da passte es ins Bild des Volkes, dass der Kronprinz Heilig gesprochen wurde. Lang Lebe Prinz Zbigniew der Heilige.

Leszek – der Friedensstifter mit Russland

Der Lieblingsenkel des Königs Wladyslaw weilte mit seinen Mannen an der Ostgrenze. Umgeben von Russen und Mongolen sorgte er für Ordnung – mit beachtlichem militärischen Erfolg. Da verwunderte es kaum, dass die Russen zu Leszek kamen um ihn um Frieden zu bitten. Leszek willigte schließlich ein, ließ sich den Frieden jedoch mit einer russischen Festung und einigen hundert Goldstücken bezahlen. Er ist ja schließlich kein Unmensch.

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er gute König Wladyslaw trat entschlossen vor die Abgeordneten der Stände Polens. Er hatte ihnen etwas zu sagen, was keinen Aufschub duldete.

“Verehrte Standesführer, Gildenmeister, Obermeister”, er räusperte sich. Er würde es ihnen hier und heute ganz offen verkünden – die Nachricht musste überbracht werden.

“In meiner Einschätzung sind wir insgesamt auf dem Wege, in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe, mit dieser Außenhandelsabhängigkeit, auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren – zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch negativ auf unsere Chancen zurückschlagen, bei uns durch Handel Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern. Alles das soll diskutiert werden – und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.”

Die Vertreter der Stände hatten seine Worte gehört, aber offenbar noch nicht begriffen. Wladyslaw wusste, was zu tun war.

“Meine Herren Standesfürsten, was ich meine ist: Die Städte Skara und Arensburg sind von Rebellen besetzt und somit destabilisiert. Das muss Enden! Mein Sohn Boleslaw führt in diesen Tagen ein Herr gegen Kalmar, General Bohemund wird in Kürze gegen Arensburg ausrücken. Die Stände mögen sich über neue Handelsposten und Warenlieferungen freuen und bis dahin unsere offensive Aussenhandelspolitik durch erhöhte Abgaben unterstützen.”

Zufrieden verließ Wladyslaw die Sitzung. Er hatte noch einen wichtigen Termin vor sich, immerhin kam vor wenigen Tagen das zweite Kind seines Erstgeborenen zur Welt. Er konnte es kaum erwarten die kleine Katharzina in seine Arme zu schließen. Eines Tages, wenn er sich zur ewigen Ruhe gesetzt und Bohemund König von Polen wäre, würde Katharzina von Polen eine Prinzessin und ihrer Tante Agnes eine würdige Nachfolgerin sein. Der gute König lächelte.