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I
m Winter 1232/1233 saß König Leszek in seinem Arbeitszimmer im Königspalast zu Danzig und zog Bilanz. Zukünftige Herrscher sollten von seinen Erfahrungen profitieren können, also schrieb er sie auf. “Die konsequente Schonung aller übernommenen Siedlungen ist entscheidend”, schrieb der alte Leszek zu Papier. “Meiner Analyse nach sind die Einnahmen durch die Farmwirtschaft nahezu linear. Die Einnahmen durch die Händler variieren, sind aber in der absoluten Höhe nicht entscheidend. Wahrlich entscheidend hingegen ist vielmehr der Handel zwischen den Städten.”

Leszek legte den Federkiel beiseite und sann weiter vor sich hin: Zukünftige Herrscher, die gegen andersgläubige Siedlungen vorgehen wollen, werden zuvor das Christentum in diese Siedlungen bringen müssen. Außerdem dürfe man nicht auf Einnahmen durch Plünderung setzen, da ansonsten der Handel zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Der Krieg zwischen Fraktionen muss die Ausnahme sein, nicht die Regel. Frieden und Einigkeit, nicht Krieg, dass ist die Botschaft.

Leszek zog einen Federstrich unter das letzte Kapitel.

I
m Jahre 1231 war klar: der Job ist erledigt. Die Welt ist weitgehend verteilt, die Allianz sorgt für Friede und Wohlstand, Götterdämmerung ist angesagt. So bereitet sich denn auch in Polen die politische Kaste auf eine Zeit der Ruhe vor, auf eine Politik der ruhigen Hand. Und ein letztes Mal rücken auch die Statistiker des Herren Leszek aus, um der Allianz ihre Erkenntnisse mitzuteilen.

Die gute finanzielle Ausstattung des Staates führen Experten auf die reduzierten Militärausgaben in den früher 1180’er Jahren sowie die konsequente Schonungs-Politik bei der Übernahme fremder Siedlungen zurück. Insbesondere die hohen, städtebasierten Handels-Einnahmen (“Trade”) führen dazu, dass sich Polen seit Jahren keine Sorgen ob seiner Finanzen machen muss.

Zu guter Letzt sollen in diesem Halbjahr auch die Geographen zu Wort kommen, ihre Sicht auf die Welt wollen sie ebenfalls nicht unerwähnt lassen.

Einmal noch will sich Polens guter König mit seinem Reich befassen, danach soll es gut sein. Neue Herausforderungen werden sich sicher bald finden.

A
ls Schlacht von Wolf 359 geht am Anfang des Jahres 1230 die erste große direkte See-Konfrontation zwischen der polnischen Marine und den Borg Schotten in die Geschichte ein. Sie findet bei Wolf 359 statt, nur etwa vier Halbjahre von Polens Hauptstadt Danzig entfernt.
 
Die polnische Marine wird durch das plötzliche Auftauchen des gefährlichen und nahezu unerforschten Feinds völlig überrumpelt: Obwohl schon länger vermutet worden ist, dass die Schotten eines Tages im Alpha-Quadranten in der Nordsee auftauchen würden, rechnet man nicht so schnell mit einer Konfrontation. Nach dem Erstkontakt durch Mieszko Marosz im Jahr 1187 wurden zwar neue Waffentechnologien entwickelt, allerdings sind sie bislang nur graue Theorie. Um nun den Borg-Kubus die schottische Marine aufzuhalten, dessen erklärtes Ziel Danzig in Sektor 001 ist, beauftragt König Leszek die eilige Zusammenstellung einer Flotte im Umfang von 15 Flotillen, die die Schotten abfangen und aufbringen soll.

Die schottischen Schiffe erweisen sich in der folgenden Begegnung als ein wesentlich stärkerer Gegner als angenommen. Durch die unterlegene Technologie der polnischen Schiffe übersteht die Schotten-Flotille den Konflikt ohne nennenswerte Schäden, während zahlreiche Schiffe und Mannen der Verteidigungsflotte zerstört oder zumindest schwer beschädigt werden.

König Leszek hat bereits mitgeteilt, dass er selbst mit den Besten der Besten aus Danzig ausrücken wird, um die Schotten zu Wasser und zu Land in ihre Schranken zu weisen.

E
in Skandal ersten Ranges erschütterte das Königreich Polen in diesem Halbjahr. Trotz eindeutigem Verbot des Papstes hat es Schottland gewagt, am Ende des Halbjahres seine maritimen Streitkräfte gegen das friedfertige Polen zu hetzen. Dutzende gute Seeleute fanden den Tod ob dieses hinterhältigen Angriffs. Ob bei dem Angriff auch Truppentransporter betroffen waren, die friedliche Polizeitruppen nach Schottland bringen wollten, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. König Leszek tobt vor Wut.

D
ie Nachricht aus Antiochia verhieß nichts gutes: Korruption allerorten machte dem Herrscherhaus das Leben schwer, die Finanzierung des Staates schien in Gefahr. König Leszek ordnete daher an, dass das Finanzministerium die Zahlen Polens veröffentlichen solle – auf das sie dem Rat zur Orientierung dienen sollten. Nach 100 Halbjahren blickte der König zufrieden in die Analyse seiner Finanzbeamten… und fiel (fast) tot vom Stuhl, als ihm offenbart wurde, dass das Land jedes Halbjahr rund 28.000 Goldstücke an Korruption verlor. Einzig die Tatsache, dass unterm Strich immer noch etwas übrig blieb, milderte den Schmerz des Königs ein wenig.

D
ie Nachricht aus Italien breitete sich wie ein Lauffeuer in Polen aus. “Respekt, Respekt” dachte König Leszek bei sich im Stillen. Die Idee, eine handvoll englische Städte für immerhin 215.000 Goldstücke zu kaufen, hätte auch von Polen stammen können. Aber die Chuzpe zu besitzen, diesen Plan zu verhandeln und den Vertragspartner unmittelbar danach einfach auszulöschen, das trug wahrlich die klare Handschrift der italienischen Fraktion in der Allianz.

Da das englische Festland nun sowieso in Aufruhr ist, befahl Leszek umgehend die Invasion des schottischen Teils der Insel. Im kommenden Halbjahr ist die Übernahme von drei bis vier Siedlungen geplanten.

Darüber hinaus teilt die Admiralität Polens mit, dass der Zugang zur Ostsee dauerhaft für alle Nicht-Allianz-Schiffe gesperrt ist. Hiervon betroffen ist derzeit hauptsächlich eine schottische Flotte…

Leider muss Polen vermelden, dass die Iren sich offenbar auf einem Irrweg befinden. Jedenfalls platzierte Irland ohne Vorwarnung eine erhebliche Streitmacht vor den Toren von Kanalstadt.

F
assungslos schnaubt König Leszek im Thronsaal zu Danzig hin und her. “Kann mir mal einer erklären, was mein mailändischer Freund eigentlich will” fauchte der erregte König seinen Beratern entgegen. Wortloses Schweigen. “Herrje, wenn er Probleme mit dem alten Mann hat, soll er ihm Geld geben. Oder noch besser: soll er seinen Feldzug doch einfach ordentlich zu Ende führen anstatt ihn jahrelang hinzuziehen. Wenn man’s gleich richtig macht, muss man es nicht zwei Mal machen.”

Zu guter Letzt einigte man sich im Thronsaal darauf, die Empfehlung “es doch gleich richtig zu machen” nicht an den Herzog von Mailand zu übermitteln. Stattdessen lies Polen ausrichten, dass man den Mailändern finanziell gegen Rom in jedweder Höhe aushelfen würde, wenn es denn nötig werden sollte. So mancher in Polen fragte sich allerdings, was von der italienischen Politik ob dieses Briefes zu halten sei… und es verwunderte niemanden bei Hofe, dass das Volk auf seine Weise auf dieses Schreiben reagierte:

httpv://www.youtube.com/watch?v=JgwmLtfutj0

Zum Ende des Jahres bleibt außerdem noch festzustellen, dass die spanische Stadt Granada den Mauren entrissen und an Antiochia gefallen ist. Der Rat der Allianz beglückwunscht Antiochia zum erfolgreichen Eintritt auf die iberische Halbinsel.

G
eben ist seliger denn nehmen, wusste der alte Priester des Herrn Leszek stets zu berichten. Die Worte des alten Mannes trugen Früchte, denn heute verfügte der König der Polen, dass die südamerikanische Stadt Fortaleza dem Papst übereignet werden solle. Zur Wahrung der Sicherheit ordnete der König außerdem an, dass das Heer der Operation Overlord nahe Fortaleza stationiert bleiben und fortan dem Papst als Wächtergarde zu dienen habe. Die Freundschaft der Polen zum Vatikan vertiefte sich einmal mehr.

I
m Sommer 1226 AD kam König Leszek ans vorläufige Ende seiner Reise. Die 50. Siedlung wurde für Polen erobert, der Tatendrang war gestillt. Doch lest selbst…

Es geschah in Amerika

Das Expeditionsheer der Operation Overlord hatte endlich Südamerika erreicht. Obwohl Polen gemäß dem Manifestum Europa noch nicht alle Verpflichtungen in Nordeuropa erledigt hatte, erteilte der König trotzdem den Befehl zum Angriff – die 50. Siedlung sollte etwas Besonderes sein.

Wie die Borg

Der Widerstand in Amerika wurde rigeros unterdrückt, kein Erbarmen wurde den eingeborenen Kriegern zuteil. Das großherzige Polen wurde im Süden Amerikas als strenger Zuchtmeister bekannt gemacht.

Schottland – wir kommen

Die Generalität von Polen gibt bekannt, dass die Siedlungen nördlich von Dumfries in den nächsten Halbjahren verstärkt in den Fokus der polnischen Armee rücken. Handelsreisenden und Touristen wird empfohlen, dieses Gebiet weiträumig zu umfahren.

Freigekauft

“Heiliger Vater, wir wollen diese Exkommunikation loswerden. Wieviel kostet uns der Spaß?” fragte der polnische Botschafter nahe Rom den alten Mann an der Spitze der katholischen Kirche ganz direkt. Zu seiner Verwunderung bekam der Diplomat auch direkt eine Antwort: “19.450 Goldstücke”. Erstaunt ob dieser Direktheit fackelte der Pole nicht lange und zahlte direkt in bar.

All good things come to an end

Am Ende des Halbjahres war Polens Hof voll bestellt. Die Bonität war gut, das Volk satt, die Stimmung ausgelassen und die 50. Siedlung war erobert. Zeit für ein rauschendes Fest.

Antiochia putzt die Mauren weg

Am Ende des Halbjahres wurde außerdem noch eine Armee Antiochias von zwei maurischen Truppen überfallen. Der antiochische Feldheer lies jedoch keinen Zweifel daran, welche Armee auf dem Schlachtfeld die überlegenere war.

E
s geschah im Jahre 1225 AD, dass die Vorhersage von vor wenigen Halbjahren wahr wurde: König Leszek hatte die Norweger angegriffen und auf breiter Front besiegt.

Der Papst sah das Ableben des norwegischen Königs deutlich engstirniger als erwartet. Er quittierte das polnische Handeln zunächst mit einer Exkommunikation.

Kurze Zeit darauf übergab ein polnischer Diplomat nahe Rom eine große, unförmige Holzkiste an den Heiligen Vater. Daraufhin quittierte dieser abermals, diesmal jedoch den Empfang von 50.000 Goldstücken. Das Meinungsbild des Papstes hellte sich merklich auf.

Fürs Protokoll wird somit festgehalten, dass Norwegen vernichtet und Polen in Besitz von 49 Siedlungen ist.

K
önig Leszek saß in seinem Arbeitszimmer und grübelte. “Wie schnell doch alles vergeht. Der kleine Bronisad regiert in Antiochia, Agnes ist von uns gegangen, Zbigniew ist weg, Wladyslaw ist weg, herrje… wie lange will ich so noch weitermachen? Geld ist nicht mehr meine Sorge, Länder habe ich ebenfalls genug. Das Haus ist gebaut, der Baum ist gepflanzt, der Sohn ist gezeugt – ich bin fast fertig.”

Schwermütig in seinen Gedanken starrte der König auf die Karte der Welt. 47 Regionen nannte er nun sein Eigen, zwei weitere würden nächstes Halbjahr durch den Fall Norwegens hinzukommen. Bei 50 Ländern würde er sich zur Ruhe setzen.

M
ein lieber Bronisad, ich habe heute lange mit deiner Mutter über deinen Hilferuf aus Antiochia gesprochen. So vernimm denn unsere Entscheidung: du bist ein Prinz Polens, ein Nachkomme des großen Wladyslaw, ein Enkel des Großkönigs Zbigniew. Du bist berufen und auserwählt – und daher wirst du deine Prüfung fortsetzen. Deine Order lautet: halte die Stellung in Antiochia, bis der rechtmäßige König wieder an Ort und Stelle ist. Bis dahin tue alles was nötig ist, um das Land vor dem Zerfall zu bewahren.

Zur Unterstützung deiner Mission habe ich dir Truppen aus Jerusalem und Kutais zusenden lassen. Sie werden in zwei Halbjahren auf antiochischem Territorium eintreffen und dich gegen die Rebellen unterstützen.

Zu dem Treffen in Sarkel werde ich nicht persönlich erscheinen, dennoch wird es stattfinden. Bitte habe aber im Hinterkopf, dass deine Eskapaden im Südosten von den ehrlichen Steuerzahlern in Polen finanziert werden müssen. Wir sind eine Allianz und keine Transferunion; ich erwarte einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Geld.

Dein dich liebender Vater
Leszek

P
rinz Andrew von Ungarn verweilte mal wieder in Jerusalem, um dort die Geschicke des Landes zu verwalten. “Himmel”, dachte sich der alte Mann, als er eine Depesche seines Königs Leszek empfing. Er überflog die Zeilen rasch “… sende Hilfe nach Antiochia … Bronisad braucht dich … Rebellen allerorten … Kutais soll ebenfalls marschieren …”. Der polnische Herrscher hatte offenbar vor, Antiochia auf breiter Front militärisch zu unterstützen. “Na gut”, sprach Andrew zu seinen Generälen. “Wir sind hier die Allianz also stehen wir auch zusammen. Auf geht’s, von Kerak aus soll eine ordentliche Streitmacht dem jungen Bronisad und seinen Freunden in Antiochia zur Seite springen. Zack zack!”

In Gedanken verloren diktierte Andrew noch ein paar Depeschen. Ein Marschbefehl für Kutais, ein Dankschreiben an Mailand für die priesterliche Unterstützung in Tunis und eine Aktennotiz für den Allianzrat, dass ebenfalls in Tunis ein halbes Kreuzfahrerheer desertiert ist. Letzteres war keine schöne Sache, aber leider unvermeidlich. Andrew konnte keine Truppen aus Tunis abziehen ohne das die Stadt sofort rebellisch würde. Eine Zwickmühle war es, dieses Nest namens Tunis.

Zu guter Letzt legte Andrew dem Allianzrat noch ein Dokument mit dem neuesten Stand aus Sijilmasa, dem Ziel des laufenden Kreuzzugs, vor. Die Spanier haben offenkundig das maurische Städtchen erreicht und belagern es. Aufgrund der militärischen Übermacht mag es sein, dass der Kreuzzug in einem Halbjahr vorbei ist.

L
ieber Vater, liebe Mutter, ich schreibe euch diese Zeilen in meiner dunkelsten Stunde. Ich habe erneut Stadtmauern gebaut und versucht, den Menschen ein gutes Vorbild zu sein. Auch habe ich die Geheimpolizei angewiesen, das Land endlich einmal gründlich zu durchleuchten. Zu meiner großen Bestürzung stellten die Aufklärer fest, dass allein im heute sichtbaren Teil Antiochias sage und schreibe sieben Rebellenheere ihr Unweisen treiben. Da meine gesamten Kampftruppen im Westen gen Spanien unterwegs sind, bleiben mir hier nur ein bewaffnete Bauern und ein paar alte Ritter.

Vater, Mutter, ich bitte euch höflichst, mich von diesem Posten abzuziehen. Dieses Land kann nur ein echter Herrscher verwalten, ich fühle mich dieser Aufgabe nicht gewachsen.

Euer Sohn
Bronisad

P.S. Liebe Mutter, ich reise stets mit meiner Leibgarde und nutze auch diesen lustigen Vorkoster
P.P.S. Lieber Vater, leider ist die Staatskasse schon wieder leer… könnten wir uns noch einmal in Sarkel treffen?

M
ein lieber Sohn, deine Nachrichten aus Antiochia haben deine Frau Mutter und mich mit Bestürzung erfüllt. Bitte schreibe der Mutter beim nächsten Mal, dass du stets deine Leibwache mit auf Reisen nimmst und auch auf die Dienste des Vorkosters zurückgreifst, den du zum letzten Geburtstag erhieltest.

Leider muss ich dir heute auch mitteilen, dass deine Einschätzung ob des Rebellenheeres in Antiochia unvollständig ist. Unser Geheimdienst berichtet mir, dass ein weiteres Turkmenschen-Heer, geführt von einem Herrn Atilla, die Grenze überquert hat. Ich rate dir, während deines Praktikums noch ein paar Forts und Wachtürme bauen zu lassen.

Ebenso möchte ich dir sagen, dass die Zustände in Sarkel eines polnischen Heerschers unwürdig sind. Dieses kleine Nest in Sichtweite deines Heimatlandes rebelliert schon wieder – und ich kann dir auch sagen, woran das liegt. Dieser nichtsnutzige Guillemot Oudet ist ein illoyaler, pietätloser, möchtegern-Ritter, der sich am Tag mit Alkohol und des Nachts mit Mägden verlustiert. Dieser Mann wird dir kein Glück in Sarkel bringen.

Zum Abschluss lass mich dir noch sagen, wie stolz deine Mutter und ich auf dich und deine Taten sind. Ganz alleine in einem fremden Land regieren zu müssen ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Dein Urgroßonkel Andrew kann dir ein Lied davon singen. Zur Unterstützung deiner Pläne haben wir dir ein paar Kisten Goldmünzen zugesandt, die ein Diplomat bei Sarkel zu deinen Händen übergeben wird.

Pass gut auf dich auf!
Papa

P.S. Mama lässt ausrichten, dass du mit Skandinavien weiter machen kannst, wenn du in Antiochia fertig bist

K
önig Leszek war außer sich vor Zorn! Grad erst kurze Zeit war vergangen, als polnische Truppen Seite an Seite mit Antiochia die Verräter in Sarkel zur Strecke bringen sollten. Ein stattliches Heer brachte Polen binnen kürzester Zeit an die Front, doch in diesem Halbjahr brach der Kontakt zur Truppe ab. Lediglich fahrendes Volk und ein paar Händler berichteten davon, dass Sarkel von Antiochia eingenommen wurde. Was mit den Polen geschah geschweige denn ein Wort dazu, wie sich die Truppen Leszeks in der Schlacht schlugen, blieb von offizieller Seite unerwähnt. Leszek war darüber nicht amüsiert.

Rebecca soll gehen

Unser gemeinsamer Freund, der Papst, sprach in diesen Tagen in Polen vor und bat um eine ungewöhnliche Mission. Ein Weibsbild mit Namen Rebecca, wohnhaft im Lande Mailand, solle von der polnischen Geheimpolizei liquidiert werden. Da Polen über keine Aufklärungseinheiten so tief in Freundesland verfügt wird hiermit um Information darüber ersucht, wer diese Frau kennt und was es ihr vorzuwerfen gibt.

D
änemark ist Geschichte – vernichtet vom König der Polen. Zwei blutige Schlachten gegen die dänische Hauptstadt Arhus wurden geschlagen, eine ging höchst verlustreich verloren, die andere ging zu unseren Gunsten aus. Der erste Angriff stand im Zeichen der Schwächung, so wie es damals der großartige Ziemowit Banaszak, dritter Sohn des Wladyslaw, vor Marienburg den Polen gelehrt hatte. Der zweite Angriff fand dann nur noch gegen rund 800 Mannen statt – die letztlich niedergerungen werden konnten.

Als Leszek einst vor Dän’mark stand
da wurd’s dem Dänenkönig bang.
Schwerter, Speere und Deutsche Ritter
schmecktem ihm gar wahrlich bitter
und so kam’s wie’s kommen musst,
das Ende wurde zum Verdruss.
Doch Dän’mark bleibt nicht lang allein,
Norwegen wird sein nächste sein.

K
önig Leszek frohlockte, als er die Kunde seiner Heerführer hörte. Vier Angriffe gegen dänische Siedlungen hatte es gegeben und vier Mal war Polen erfolgreich. Nungut, die knapp zweitausend polnischen Gefallenen würden das wohl anders beurteilen, doch das war nicht sein Problem. Jetzt bleib Dänemark nur noch eine Stadt, ein König und ein Prinz. Alles in allem zu wenig, um sich dauerhaft gegen die Macht aus Polen erwehren zu können. Schon bald würde Dänemark zu den gefallenen Staaten zählen, dessen war sich der junge König sicher.

I
m Winter 1215/1216 AD vernahm jedermann und jedefrau im Westen Polens große Geschäftigkeit. Vom ersten Schock ob Teutonias Stärke erholt, sammelte sich das Reich und bereitete den Totalen Krieg gegen Teutonia vor. Und das ward zu berichten…

Burgen zu Städten

Im Osten Polens, auf den Gebieten der ehemaligen Mongolei, wurden auf Geheiß des Königs die Burgen Christburg und Ryazan zu Städten umgebaut. Blühende Landschaften, Handel und Fröhlichkeit sollten das Bild vom “neuen Osten” prägen. Ein Hoch auf unseren Visionär, König Zbigniew!

Bohemunds Söhne, Polen braucht euch!

In der Hafenstadt Kutais, am ehemaligen polnischen Brückenkopf zu Mongolias Südgrenze, ersucht in diesem Halbjahr der örtliche Truchsess offiziell die Hilfe Antiochias. Er sandte einen Boten ins Fürstentum, um dort die missliche Lage zu verkünden. In Kutais kommen die Christen auf keinen grünen Zweig – und Polen vermag es nicht aus eigener Kraft, genügend Priester in die Stadt zu bringen. Würde Antiochia den Polen in dieser schweren Stunde beistehen und Bohemunds letzten Willen, einem starken Bündnis zwischen den beiden Staaten, einmal mehr zur Geltung verhelfen?

Wachstum außer Kontrolle

Pawol der Ehrenwerte, ein erfahrener und zutiefst loyaler Haudegen des Königreichs, meldete in diesem Halbjahr ebenfalls Probleme aus dem tiefen Osten Polens. In der Stadt Bulgar am Ostrand ist – wider erwarten – das Bevölkerungswachstum völlig außer Kontrolle geraten. Trotz hoher Steuern und sichtbaren Kriegsschäden wächst die Bevölkerung rapide. Ernährungs- und Hygieneprobleme bereiten der örtlichen Administration bereits große Sorge. Beten wir, dass nicht erst die Pest das Wachstum stoppt.

Spanien soll wieder in den Club

Das diplomatische Außenamt Polens musste in diesem Halbjahr Verhandlungen mit einer spanischen Prinzessin im polnischen Hohheitsgebiet abbrechen, da in der gegenwärtigen Situation keine sinnvollen diplomatischen Handel möglich erschienen. Das Außenamt empfiehlt, dass der Allianzrat seine Bündnisse einheitlich gestalten sollte.

Bekommt Jerusalem Stützpunkt in Nordeuropa?

“Warum können diese Leute vom Tempelberg ihre Verhältnisse nicht ordnen?” polterte König Zbigniew durch den Thronsaal, als er den Rapport des Außenamtsleiters empfing. “Mein Gott, ist es denn wirklich so schwer, die Allianz mit Teutonia zu kündigen?” Der aufs äußerste erregte König gab wenig auf seine Berater, die ihm glauben machen wollten, Jerusalem hätte schlichtweg keine Diplomaten vor Ort. Nicht in Paris, nicht in London, nichtmal in Frankfurt, Danzig oder sonstwo in Nordeuropa. Diese akute Unterrepräsentanz war einer Großmacht des Nahen Ostens unwürdig, befand der König. “So richtet denn dem Herrn vom Tempelberg aus: wenn er einen Stützpunkt in Nordeuropa sucht, wird Polen ihm eine Region im Tausch für eine gleichwertige Siedlung geben. Gesprochen und verkündet!”

Schlachthaus Marienburg

Die letzte teutonische Stadt auf Kontinentaleuropa ist die Festung Marienburg. Schätzungsweise 1.200 Hornhelmträger stehen hier hinter dicken Festungsmauern unter Waffen. Um Marienburg herum formiert Polen seinen Truppen – und plant den Angriff in zwei bis drei Halbjahren. Gut 3.200 Mann werden bis dahin vor Ort sein, angeführt von König Zbigniew höchstpersönlich. Sogar Kronprinz Leszek erwägt eine Teilnahme am Unternehmen “Fleischwolf”.

Kalmar in Gefahr

Im äußersten Nordwesten des polnischen Staatsgebiets holt unterdessen Teutonia zum Gegenschlag aus. Zwei schwer bewaffnete Heere sind auf dem Weg zu einer der größten Städte Polens, der Handelsstadt Kalmar. Kalmar ist eine große und reiche, aber leider auch militärisch unterentwickelte Stadt. Die örtliche Administration hat zwar jede Menge Truppen dort versammelt, jedoch zumeist nur einfache Speerträger oder Bogenschützen. Schwere Zeiten stehen bevor.

Der alte Mann in Rom soll weg

“So sendet denn dies an meinen Freund, den Dogen”, fuhr Zbigniew in Gedanken versunken fort:

  1. Die römische Autorität wird nicht länger von Polen befürwortet. Stattdessen wünschen wir uns, dass Mailand seine Truppen gegen Rom zu Felde ziehen lässt und die klerikale Knute in die Hände des Allianzrates legt.
  2. Polen regt an, dass Venedig den Vorstoß Mailands unterstützt. Im Gegenzug soll Mailand den Venezianern angemessene Unterstützung bei der Eroberung von Siedlungen des Deutschen Reiches leisten.
  3. Solange der Konflikt mit Rom und dem Deutschen Reiche besteht, wird Polen nicht auf einen Krieg gegen Ungarn drängen. Stattdessen soll es Venedig obliegen, den rechten Zeitpunkt zu benennen.
  4. Polen selbst wird innerhalb der nächsten sechs Halbjahre keinen Angriff gegen das Deutsche Reich unternehmen, da zunächst der Krieg gegen Teutonia und später eventuell noch die Befriedung Ungarns durchgeführt werden soll. Die militärischen Kapazitäten genügen für eine Sicherung der polnischen Grenzen zum Reich, nicht jedoch für einen Angriff in dieser Zeit.

D
er tolldreiste Angriff der Pferdemenschen auf Polen ward gestoppt. Auf breiter Front zogen sich die Mongolen in ihr Kernland zurück, nur eine Feste des Königreichs blieb bedroht. Doch lest selbst, was es Neues gab.

Ostburg bekommt die Malteser

Der Johanniterorden hat eine Niederlassung in der polnischen Ostburg gegründet. Von hier aus wird Polen zukünftig Elitereiter rekrutieren. Das Königreich ist froh über die Unterstützung und hat direkt eine Rekrutierung beauftragt.

Ryazan unter Feuer

Die Belagerung des Außenpostens im tiefen Osten wurde durch Mongolia abgebrochen. Die Kampfpause nutzt Prinz Leszek für den Entsatz der eingeschlossenen Truppen. Von jetzt an verteidigen Prinz Leszek und der treue Troiden von Jansbork die polnische Feste.

Vielvölkerschlacht in Mongolia

Das Königreich begrüßt die multinationalen Streitkräfte in Mongolia. Sehr erfreut war König Zbigniew zu erfahren, dass sowohl Venezia als auch das kleine Königreich Ungarn mit großen Truppenverbänden angerückt sind.

Kirche greift durch

Ein weiterer Ketzer wurde zur Strecke gebracht. Ein Kardinal aus Prömsel sorgte für klare Verhältnisse. Die Kirche weist den Allianzrat darauf hin, dass in den polnischen Ostgebieten weiterhin ein halbes Dutzend Länder mit weniger als 50% Gläubigen exisitieren.

Norwegische Hautpstadt unter Feuer

Die Geheimpolizei Polens gibt bekannt, dass Teutonia und Norwegen bereits seit mehreren Halbjahren in eine schwerwiegende Schlacht um die norwegische Hauptstadt verstrickt sind. Obwohl Norwegen unterlegen scheint, haben die Wikinger bisher keinen Meter Boden preisgegeben.

Neues aus Amerika

Die Vertreter des Trust staunten nicht schlecht, als sie in einer Kneipe im atztekischen Tlaxcallan einen venezianischen Geheimpolizisten im Einsatz fanden. Nach einem kurzen Verbrüderungstrunk gingen die Vertreter des Trust und Venezias wieder ihrer Wege.

Die Welt aus Sicht von Polen

Da im abgelaufenen Halbjahr sowohl aztekische als auch maurische Karteninformationen gesammelt werden konnten, veröffentlicht Polen an dieser Stelle sein Wissen über die Welt. Den Heerführern der Allianz mag diese Karte nützlich sein.

K
rieg! Herrgott hilf, Polen wird angegriffen. Das rechtschaffene Reich von König Zbigniew ward im Fernen Osten in den Konflikt mit den Pferdemenschen gezogen.

Ryazan in der Zange

Der schlitzäugige Feind hielt Ryazan belagert, eine Feste tief im Osten des Reiches. Die Feste ist mit Vorräten und guten Truppen besetzt, jedoch ist ungewiss, ob sie dieser Masse von Angreifern widerstehen kann. Kronprinz Leszek höchstselbst ist auf dem Weg, um der Feste binnen zwei Halbjahren Entsatz zu liefern.

Polen tritt dem Kreuzzug bei

Obwohl Polen vom Angriff Mongolias überrascht wurde, war das Reich dennoch handlungsfähig. In Krakau, Kiev, Novgorod und Moskau scharrten sich tausende unter dem Banner des Einen Herrn und traten dem Kreuzzug bei.

Der Kahn ist tot

Der 1. Moskauer Kreuzritter Armee gelang ein vernichtender Schlag gegen eine Feste des Feindes. Im Innenhof der mongolischen Festung stellten die Moskauer Ritter den Großen Kahn – und machten kurzen Prozess mit ihm und seiner Leibgarde. Die Feste fiel, genau wie der Kahn. Sieg!

Andrew erringt die Krim-Feste

Während der Trust noch vor wenigen Halbjahren eine Stadt auf der Krim kurzerhand kaufte, griff Prinz Andrew diesmal zu handfesteren Mitteln. Ohne sich mit der Gründung einer Kreuzzugsarmee aufzuhalten, marschierte der pfiffige Ungar kurzerhand in einer nahezu unbesetzten Festung des Feindes ein. Die Krim ist somit komplett in polnischer Hand, wird allerdings von Mongolias Armeen bedroht. Der Herr stehe uns bei.

Trust in Amerika

Vor gut 8 Halbjahren startete der Trust eine Expedition gen Amerika – und nun endlich kamen die neun Helden des Königreichs an. Kaufleute, Priester, Diplomaten und die Geheimpolizei sind dabei, in den unbekannten Kontinent vorzudringen. Polen wünscht seinen Söhnen viel Erfolg und gute Geschäfte.

Neues aus der Gerüchteküche

  • Polen und Venedig verhandeln hinter den Kulissen um die Sahnestücke des ungarischen Reiches. Unklar ist derzeit noch, wann Ungarn militärisch angegangen werden soll.
  • Weiterhin wird berichtet, dass sich die beiden Mächte auch um die Stadt Wien streiten. Aus “gut informierten Quellen” hieß es hierzu lediglich: “Kein Kommentar.”
  • Polen sucht Priester für den Osten! In den Landen der Pferdemenschen frönt das Volk einem allzu gottungefälligen Alltag. Um Hilfe des Allianzrates wird gebeten.

I
m Winter 1206 AD erklärten die Mongolen den Russen den Krieg. Der Ostblock wankte – und Polen war mittendrin statt nur dabei.

Kriegserklärung Mongolias an Russland

Die Pferdeherren kündigten es unumwunden an: “Wir werden Russland angreifen. Wie wird sich Polen hierzu stellen?”. König Zbigniew stand vor einer harten Wahl. Einerseits war Polen der Protektor Russlands, andererseits hatte der russische Vasall seinen Lehnsherren mehrfach enttäuscht und Anlass zum Ärger geboten. Letztlich fiel die Entscheidung gegen Russland.

Mongolen rücken auf breiter Front an

Die polnische Geheimpolizei übermittelte schockierende Berichte ob der militärischen Stärke der Pferdeherren. Sie kommen mit massig Truppen aus dem Tiefen Osten… hoffen wir, dass sie bei Russland halt machen.

Krieg gegen Russland

Um den Mongolen keinen strategischen Vorteil zu lassen, ordnete Prinz Leszek unmittelbar nach der Aufkündigung der Allianz einen Angriff gegen Russland an. Polen würde auf seinen Anteil am Kuchen nicht verzichten.

Leszek greift durch

Den ersten Sieg des Tages feierte Prinz Leszek höchstselbst, der in einem tollkühnen Angriff gegen ein russisches Heer auch gleich eine Stadt einnahm.

 

 

Russland verliert seinen König

Im Gefecht gegen Prinz Leszek lies der König der Russen sein Leben. Friede sei mit ihm!

 

 

 

Dschihadisten ausspioniert

Die polnische Geheimpolizei lässt den Verbündeten im Allianzrat weitere Informationen zukommen, wie die Kreuzzugstruppen der Mongolen aufgestellt sind. Es kommt jede Menge militärisches Potenzial auf das Ziel des Dschihads zu.

Terror auf breiter Front

Die Geheimpolizei gibt bekannt, dass Attentäter und Saboteure Zbigniews Masterplan wunschgemäß unterstützt haben. Übel übel: Die Gerüchteküche besagt, dass die geheime Geheimpolizei derzeit nahe Ungarn mit dem Überträgervirus der Pest experimentiert.

Trust sendet 9 Helden nach Amerika

Die Glorreichen Neun, ein Team aus spezialisierten Händlern, Exorzisten und Fernaufklärern hat in diesem Halbjahr die heimischen Gefilde verlassen und ist auf dem Weg nach Amerika. Der Trust lässt seine Muskeln spielen.

D
er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

L
eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.

I
m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.