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h welch’ schwarzer Tag, welche Trauer, welcher Schmerz. Polen beklagt heute den Verlust seines größten Helden denn unser guter König Zbigniew ist von uns gegangen. Friedlich entschlafen ist er in der Feste Oslo, in Sichtweite der Dänen und Norweger, wo er wache hielt nach Osten und nach West. Wir wären dir überall hin gefolgt, unser Bruder, unser Hauptmann, unser König, doch diesen Weg musst du alleine gehen.

Zbigniews letzte Ruhestatt

Dem Weg seines Vaters folgend, wurden die sterblichen Überreste des Königs in die Familiengruft nahe Krakau gebracht. Dort liegt er nun, Polens größter König, neben seinem Ahnherr. Seite an Seite wachen Zbigniew und Wladyslaw nun über die Sterblichen, die die Geschicke Polens zu lenken haben. Mögen die Geister der Altvorderen den Lebenden beistehen.

Familiengeschäfte

Die Trauerfeier zu Ehren des Königs fand im engsten Familienkreis statt. Neben Altkönigin Dorotha, der Frau des Verstorbenen, nahmen seine drei noch lebenden Nachkommen nebst Partnerinnen sowie 12 Enkel an der Begräbniszeremonie teil. Agnes von Polen und Andrew von Ungarn mussten der Feier fernbleiben, da sie dienstlich im Nahen Osten zu tun hatten und unabkömmlich waren.

Altkönigin Dorotha, Prinzessin Jadwigi und König Leszek

 

Rückblick 1201 AD – Zbigniew übernimmt die Macht

Mit dem Tod des guten Königs Wladyslaw übernahm Zbigniew im Alter von 40 Jahren das Königsamt in Polen. Polen hatte damals etwa 40% seiner heutigen Größe. Zbigniew sah sein Reich durch zahlreiche Gefahren bedroht, Teutonen, Russen, Mongolen, Ungar und Deutsche rasselten mit den Säbeln, so wie einst auch Lithuania. Kurzum: An ihrer aller Ende waren Zbigniew und seine Mannen beteiligt.

Polen im Jahre 1221 AD

Heute übergibt unser Herr Zbigniew einen gut bestellten Hof an seinen Nachfolger. Das Land prosperiert, ist schuldenfrei und hat eine international anerkannte AAA+ Bonität. Polnische Berater sind überall gern gesehen, selbst beim aktuellen Kreuzzug ist das Land vertreten. In den 21 Jahren seiner Herrschaft hat Herr Zbigniew Polen in eine strahlende Zukunft geführt – und seinem Nachfolger wahrlich große Fußstapfen hinterlassen. Der König ist tot, hoch lebe der König! König Leszek und Prinz Bronisad, sie leben hoch! Hoch! Hoch!

Randnotizen

  • Die Finanzadministration zeigt sich verwundert, dass Polen in diesem Halbjahr seine liquiden Mittel auf einen zweistelligen Betrag absenken konnte. Experten sprechen davon, dass die Märkte aufgrund des plötzlichen Todesfalls unerwartet nervös reagiert haben.
  • Die Generalität gibt bekannt, dass kommendes Halbjahr der präventive Erstschlag gem. Anordnung von König Leszek gegen Dänemark erfolgen kann. Es sollen vier Siedlungen zeitgleich erobert werden.
  • Der königliche Baumeister gibt bekannt, dass Danzig zu Ehren des Altkönigs Zbigniew besonders schöne Ballistentürme erhalten wird.

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s ward Winter 1211 AD. Der Kreuzzug gegen Mongolia ist im vollen Gange. Marodierende Truppen durchstreifen Polen, düstere Gestalten bevölkern die Wälder des ehemaligen Russlands und überall Soldaten. Es war kein schöner Winter.

Rebellen vor Polens Hauptstadt

Ein Herr abtrünniger Rebellen nebst Feldheer tauchte unvermittelt vor den Toren der Hauptstadt auf. Zu allem Unglück waren die besten Mannen bereits an der Ostfront gegen Mongolia im Einsatz – so dass die Stadtwachen aus zwei Siedlungen für Ordnung sorgen mussten. Glück im Unglück, trotz 20% Verlustrate konnte die Schlacht gewonnen werden.

Polen steht an Venezias Seite

Nördlich der venezianischen Stadt Azov hat der polnische Geheimdienst 6 mongolische Heeresgruppen ausfindig gemacht. Fünf Gruppen sind nahezu voll besetzt. Zur Unterstützung Venezias hat Polen die Kreuzritter der Krim direkt neben Azov stationiert. Für den Sieg, für die Allianz!

Rebellen und Mongolia in Polen

In den weitläufigen Wäldern des ehemaligen Russlands entdeckte die Geheimpolizei eine mongolische Heeresgruppe sowie ein paar Rebellen. Die Truppen sind so massiert, dass ein Eingreifen der Trans-Sibirischen-Straßenkonstabler nicht möglich war. Eine Lösung für das Problem ist derzeit nicht in Sicht.

Trust besiedelt Amerika

Trotz der militärischen Probleme konnte zumindest der Trust Erfolge vorweisen. Die Besiedlung Amerikas durch Händler, Geheimpolizisten und Priester schreitet planmäßig voran. Die polnische Flotte wird in 7 Halbjahren zurück in Danzig erwartet.

Polen kauft Wien

Einer Absprache mit dem venezianischem Dogen folgend, übernahm Polen in diesem Jahr die deutsche Stadt Wien. Es war niemand geringeres als Polens Chefdiplomat Mieszko Marosz, der den Kaufpreis von gigantischen 60.000 Goldstücken auf überschaubere 20.000 Goldstücke herunterhandelte. Lebe lang und erfolgreich, Mieszko Marosz.

Pest in Kiev

Ein schwerer Schlag traf die Südostgrenze Polens. Die Metropole Kiev ist derzeit von der Pest betroffen. Gut 8% der Bevölkerung sterben pro Halbjahr, über 2.000 Menschen haben bereits den Tod gefunden. Die finanziellen Schäden lassen sich noch nicht beziffern.

Bündnis mit Portugal

Aus einem Akt der Barmherzigkeit heraus hat Prinzessin Rassia in diesen Tagen ein Bündnis mit Portugal herbeigeführt. Der Zwergstaat am Westrand Europas muss sich derzeit mit zwei Siedlungen und einer handvoll Stadtwachen begnügen – und das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Mauren. Polen hofft, mit dem Bündnis die Region im Westen etwas zu stabilisieren.

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exen, Russen und Mongolen – in diesem Halbjahr blieb dem polnischen Königshof nichts erspart. Bevor der Chronist jedoch über die Ereignisse im Osten schreibt, gratuliert er seinen Verbündeten im Allianzrat zu dem famosen Sieg über Konstantinopel und das Byzantinium. Ein wichtiger Schritt zur Befriedung des Nahen Ostens ist somit getan.

Hexen im Osten – Priester benötigt

Der König von Polen bittet die Verbündeten im Allianzrat um Unterstützung bei der Christianisierung des Ostens. Weite Teile des ehemaligen Lithuanias wurden bereits durch Polen bereinigt bekehrt, doch die großen Flächen Russlands und Mongolias schaffen die Priester Polens nicht alleine. Wer Beine hat, der komme.

Mongolias Militärmacht

Der polnische Geheimdienst stellt dem Allianzrat mit diesem Schreiben eine Übersicht sämtlicher militärischer Truppen bereit, die Polen zu entdecken vermochte. Grobe Schätzungen gehen von 15 vollbesetzten Armeen mit jeweils 800 bis 1.000 Soldaten aus. Ein Kreuzzug gegen Mongolia ist angesichts dieser Übermacht dringend geboten, allerdings nicht allein von Polen zu stemmen. Aufgrund der starken regionalen Verpflechtungen möchte Polen erst dann aktiv werden, wenn Kreuzritter in Mongolia sichtbar aktiv geworden sind. Bis dahin wird Polen die Zeit nutzen und seine Grenztruppen aufrüsten.

Moskau erobert, Russland vernichtet

Eigentlich war Moskau bereits den Pferdemenschen zugedacht, doch deren Belagerung war offenbar bereits im letzten Halbjahr gescheitert. Da die Russen den Polen als aufsässige Vasallen gut in Erinnerung geblieben sind, lag ein Angriff gegen die letzte Bastion der Wodkatrinker nahe. Moskau wurde belagert und fiel am Ende des Halbjahres durch einen Ausfall der Russen. Im Ergebnis wurde Russland vernichtet.

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önig Zbigniew frohlockte in seinem Palast bei Memelstadt. Von überall aus dem Reichsgebiet drangen positive Nachrichten zu ihm vor. Der Handel mit dem pestgebeutelten Ungarn kam wieder in Schwung, Kiev wurde erobert, die Mongolen etwas geschwächt und vieles mehr. Aber der Reihe nach.

Kiev gefallen

In einem gemeinsamen Sturmangriff von Polen und Mongolen kämpften fast 1.700 Alliierte gegen rund 1.200 Russen an. Die Schlacht war kurz und blutig, dann fiel Kiev an das Königreich Polen. Aus einem Akt von Großherzigkeit schloss Polen anschließend Frieden mit Russland – ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu erhalten. Militärexperten schätzen, dass Mongolia die letzte Provinz der Russen binnen zwei Halbjahren erstürmen wird.

Kreuzzugsziele

König Zbigniew erhielt eine Anfrage aus Rom bzgl. des Ausrufens eines neuen Kreuzzugsziels. Der König fordert den Allianzrat auf, Vorschläge zur Findung eines Kreuzzugsziels aufzurufen. Polen selbst spricht sich für einen Kreuzzug gegen Mongolia aus.

Trust operiert vor Konstantinopel

Der Vorstand des Trust macht den Allianzrat darauf aufmerksam, dass eine Hohe Vertreterin des Trust, Prinzessin Katharzina, derzeit mit ihrem Gefolge vor Konstantinopel operiert. Die Abgesandte ist auf einer diplomatischen Aufklärungsmission, sie beobachtet den Kriegsverlauf “Byzantinium vs. Mongolia”. Der Venezianische Geheimdienst wird gebeten, der Prinzessin freies Geleit zu erhalten.

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m Winter 1206 AD erklärten die Mongolen den Russen den Krieg. Der Ostblock wankte – und Polen war mittendrin statt nur dabei.

Kriegserklärung Mongolias an Russland

Die Pferdeherren kündigten es unumwunden an: “Wir werden Russland angreifen. Wie wird sich Polen hierzu stellen?”. König Zbigniew stand vor einer harten Wahl. Einerseits war Polen der Protektor Russlands, andererseits hatte der russische Vasall seinen Lehnsherren mehrfach enttäuscht und Anlass zum Ärger geboten. Letztlich fiel die Entscheidung gegen Russland.

Mongolen rücken auf breiter Front an

Die polnische Geheimpolizei übermittelte schockierende Berichte ob der militärischen Stärke der Pferdeherren. Sie kommen mit massig Truppen aus dem Tiefen Osten… hoffen wir, dass sie bei Russland halt machen.

Krieg gegen Russland

Um den Mongolen keinen strategischen Vorteil zu lassen, ordnete Prinz Leszek unmittelbar nach der Aufkündigung der Allianz einen Angriff gegen Russland an. Polen würde auf seinen Anteil am Kuchen nicht verzichten.

Leszek greift durch

Den ersten Sieg des Tages feierte Prinz Leszek höchstselbst, der in einem tollkühnen Angriff gegen ein russisches Heer auch gleich eine Stadt einnahm.

 

 

Russland verliert seinen König

Im Gefecht gegen Prinz Leszek lies der König der Russen sein Leben. Friede sei mit ihm!

 

 

 

Dschihadisten ausspioniert

Die polnische Geheimpolizei lässt den Verbündeten im Allianzrat weitere Informationen zukommen, wie die Kreuzzugstruppen der Mongolen aufgestellt sind. Es kommt jede Menge militärisches Potenzial auf das Ziel des Dschihads zu.

Terror auf breiter Front

Die Geheimpolizei gibt bekannt, dass Attentäter und Saboteure Zbigniews Masterplan wunschgemäß unterstützt haben. Übel übel: Die Gerüchteküche besagt, dass die geheime Geheimpolizei derzeit nahe Ungarn mit dem Überträgervirus der Pest experimentiert.

Trust sendet 9 Helden nach Amerika

Die Glorreichen Neun, ein Team aus spezialisierten Händlern, Exorzisten und Fernaufklärern hat in diesem Halbjahr die heimischen Gefilde verlassen und ist auf dem Weg nach Amerika. Der Trust lässt seine Muskeln spielen.

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ommer, 1205 AD. Das Königreich Polen arbeitet fieberhaft an der Umsetzung von Zbigniews Masterplan. Geheimpolizei, Militär und Trust rotieren auf Hochtouren. Klar, dass da viel Neues zu berichten ist.

Pest in Pest

Die Geheimpolizei hat mitgeteilt, dass in der ungarischen Stadt Pest die Pest ausgebrochen ist. Die Schwächung der Ungarn passt perfekt zum großen polnischen Masterplan.

 

Norwegen verliert Prinzessin

Der Auftrag lautete: Schwächen Sie Norwegen. Die Antwort der Geheimpolizei folgte auf dem Fuße: die norwegische Prinzessin Svana starb vor einer teutonischen Siedlung.

 

Mongolia betritt polnischen Raum

Troiden von Jansbork, ein hochdekoriertes Familienmitglied im Fernen Osten (Masterplan Region 4) hat in diesem Halbjahr mongolische Truppen in seinem Land entdeckt. Ihre Anwesenheit dort ist aufgrund der bestehenden Verträge legal, jedoch nicht erwünscht.

Mongolia sendet hunderte Dschihadisten

In Russland wurde eine mongolische Dschihadisten-Armee entdeckt. Gut 500 Soldaten bewegen sich aus Mongolia auf das Ziel des Dschihad zu. Ob das Ziel tatsächlich Konstantinopel ist, konnte der polnische Geheimdienst nicht bestätigen.

Mongolias Oberboss entdeckt – Belohnung ausgesetzt

Der oberste Pferdeherr der Mongolen, Khan Ögedei, wurde an der Ostgrenze Mongolias in der Burg Belo Ozero entdeckt. Sollte Herr Ögedei eines nicht-natürlichen Todes sterben, offeriert der polnische Geheimdienst dem Verantwortlichem eine Kopfprämie von 1.000 Goldstücken.

Norwegen gegen Dänemark

Die polnische Geheimpolizei gibt bekannt, dass Norwegen auf Kosten von Dänemark expandiert. Diese Entwicklung missbilligt der König von Polen ausdrücklich.

 

Neues aus der Gerüchteküche

Mongolia hat im vergangenen Halbjahr offenbar sein Bündnis mit Russland aufgekündigt. Auch aufgrund dieser Entwicklung soll der König angeordnet haben, in zwei Halbjahren gegen zwei russische Siedlungen vorzugehen. Weiterhin wird erwogen, Moskau von Mongolia einnehmen zu lassen.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Polen Militärtruppen an seine Grenze zu Ungarn beordert hat. Offiziell wird dies weder bestätigt noch dementiert.

Prinzessin Katharzina hat ernsthaft erwogen, den Sommer über beim Thronfolger Antiochias zu verbringen. Ein gutaussehender Herr aus Fernen Osten und eine charmante Prinzessin aus Polen… das könnte die Story der Hohen Gesellschaft von Antiochia und Polen werden. Bahnt sich hier die Märchenhochzeit des Jahrhunderts an?

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er Polnische Depeschendienst gibt bekannt: König Zbigniew hat in seinem Winterurlaub die Grundlagen für die polnische Politik der nächsten 20 Halbjahre festgelegt. Das folgende Kommunique versteht sich als Planungsgrundlage und soll den Führern des Allianzrates zur Standortbestimmung Polens dienen.

Region 1: Ferner Westen

  • Ausbau der Handelsbeziehungen
  • Verbreitung des Christentums
  • Vorbereitung eines Kreuzzugs gegen eine örtliche Siedlung

Region 2: Mittel- und Westeuropa

  • Integration der Feste Stettin (z.Z. dänisch)
  • Übernahme der teutonischen Siedlung in Norwegen (keine Autorisierung für Militäreinsatz)
  • Schwächung von Norwegen und Teutonia
  • Ausbau der Handelsbeziehungen zu Dänemark und dem Deutschen Reich

Region 3: Osteuropa

  • Übernahme der Stadt Buda (z.Z. ungarisch)
  • Übernahme der Stadt Pest (z.Z. ungarisch)
  • ggf. Übernahme einer weiteren ungarischen Stadt, westlich von Pest
  • Militärische Operationen in Ungarn wurden autorisiert
  • Ausbau der bestehenden Grenzen zu Mongolia
  • ggf. Übernahme des russischen Vasallen, falls dieser nicht kooperativ/nützlich bleibt

Region 4: Ferner Osten

  • Grundsätzlich soll ein Angriff auf Mongolia nur unter Führung von Antiochia erfolgen
  • Unterstützung erfolgt, sobald Antiochia militärisch deutlich in die Offensive geht
  • Bei einem Angriff gegen Mongolia wird Polen die Krim sowie alle Regionen mit Anbindung zum Schwarzen Meer übernehmen
  • ggf. werden weitere mongolische Siedlungen in Nordwestmongolia übernommen
  • bis dahin wird die Polnische Expeditionsarmee in Kutais stationiert
  • Militärische Operationen im Fernen Osten wurden autorisiert

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er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

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eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.

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m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

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m Winter 1200 strebte Polen unter der Herrschaft von Prinz Zbigniew nach Großem.

Der Ryazan-Handel

Niemand geringeres als des Königs Lieblingsenkel Leszek hatte den Ryazan-Handel perfekt gemacht. Russland hatte freiwillig einen Brückenkopf tief im Herzen Mongolias geräumt und den Polen überlassen. Die neue Feste stand tief im Osten, mitten im Nirgendwo, abgeschnitten von jedweder Unterstützung. Doch wer glaubt, dass Polen sich vor solch einer Herausforderung drückt, irrt gewaltig. Der Plan zur Erschließung des Fernen Ostens ist angelaufen.

Steppenwolf & Steppenrebellen

Nahe Kutais, dem Brückenkopf Polens an der Grenze zu Antiochia, Mongolia und dem Byzantinium, haben polnische Späher allerlei Rebellenvolk gesichtet. Das Gesocks kommt aus den Bergen im Norden, ganz offenbar sind es mongolische Rebellen und ehemalige Turk-Truppen. Das Königreich Polen ermuntert das Freie Antiochia, den letzten verbliebenen Bergpass mit einer angemessenen Feste zu verschließen.

Andrew bringt dem Byzantinium den Frieden

Nahe Kutais, der Stadt des Himmlischen Friedens, kamen erneut Vertreter des Byzantiniums zusammen, um mit einer europäischen Großmacht über Frieden zu verhandeln. Wie schon sechs Halbjahre zuvor bei den Venezianern winselte das ehemals mächtige Byzantinium auch diesmal um Gnade. Der erfahrene Prinz Andrew von Ungarn und seine geliebte Frau Agnes fackelten nicht lange und machten den Sack zu – und ließen sich den Frieden mit satten Goldtalern bezahlen. Ruhm und Ehre dem polnischen Paar im wilden Osten.

Randnotizen

  • Ein mächtiges Heer steht im Norden des Landes bereit. Es hält Wache gegen Novgorod, die erste Stadt des Pferdeherren nahe der polnischen Grenze.
  • Die polnische Prinzessin Katharzina wurde von ihrem Vater zu einem diplomatischen Praktikum gen Ungarn gesandt. Sobald sie dort Erfahrungen im Umgang mit der Hochdiplomatie gesammelt hat, wird ein geeigneter Gatte von gutem Stand und Charakter gesucht. Vertreter aller Adelshäuser werden ermuntert, Vorschläge für qualifizierte Bewerber bei der polnischen Botschaft nahe Rom abzugeben.
  • Zwei gewaltige polnische Heere bereiten sich auf die Eroberung von Kiev vor. Der finale Schlag ist in drei Halbjahren geplant.
  • Ein Heer unter dem Kommando von Zbigniew, dem Heiligen, steht kurz davor, in russischen Raum einzudringen. Der Prinz der Polen will einen Korridor nach Ryazan freikämpfen.
  • Das Königreich Polen drückt Bohemund, dem weisen und gerechten Herrscher Antiochias, sein tiefes Mitgefühl zum Tode von Guy aus. Bei aller Freude ob des Siegs über die Turk-Menschen verbleibt ein schaler Beigeschmack ob des hohen Preises, der zu entrichten war. Möge Bohemunds Stern noch lange über Antiochias Wüste leuchten.

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er Generationenwechsel im Königreich Polen war im vollen Gange. Schon seit Monaten nahm König Wladyslaw nicht mehr aktiv die Regierungsgeschäfte wahr, stattdessen verweilte er lieber an der Adria. So kündet der heutige Bericht von den neuen Akteuren im Königreich.

Andrew – der starke Mann in Kutais

Kutais ist der östliche Brückenkopf im Schwarzen Meer, direkt an der Grenze zum Byzantinium, den Turkmenschen und dem gelobten Antiochia. Hier in Kutais herrscht Andrew von Ungarn, endlich wieder vereint mit seiner treuen Gemahlin Agnes von Polen. Und wahrlich, es gibt viel zu tun – hier, am Ende der Welt.

König Wladyslaw – der Beobachter

Wladyslaw hat das Ende seiner aktiven Zeit erreicht. Während seine Leibarmee in Krakau verweilt, ist er zusammen mit einigen wenigen getreuen ständiger Gast am Hofe des Dogen von Venedig. Wladyslaw gefällt sich in der Rolle des Betrachters, hat er doch erkannt, dass Kronprinz Zbigniew lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Katharzina – der neue Stern der Diplomatie

Die Tochter des Kronprinzen hat in diesem Halbjahr erstmals die politische Bühne betreten. Im zwarten Alter von 15 Jahren entsandte Prinz Zbigniew sie auf ihre erste diplomatische Mission. Zum Schrecken des Hofstaats startete Katharzina vom Smolensk aus, direkt gelegen an der Grenze zu Russland und Mongolia. Möge der Himmel ihr beistehen.

Prinz Zbigniew – der Heilige

Eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen, insbesondere bei der Kriegsführung Polens, brachte den Prinzen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile jedoch sind seine Entscheidungen allgemein anerkannt, immerhin prosperiert Polen unter seiner Führung und hat endlich wieder Landgewinne zu vermelden. Da passte es ins Bild des Volkes, dass der Kronprinz Heilig gesprochen wurde. Lang Lebe Prinz Zbigniew der Heilige.

Leszek – der Friedensstifter mit Russland

Der Lieblingsenkel des Königs Wladyslaw weilte mit seinen Mannen an der Ostgrenze. Umgeben von Russen und Mongolen sorgte er für Ordnung – mit beachtlichem militärischen Erfolg. Da verwunderte es kaum, dass die Russen zu Leszek kamen um ihn um Frieden zu bitten. Leszek willigte schließlich ein, ließ sich den Frieden jedoch mit einer russischen Festung und einigen hundert Goldstücken bezahlen. Er ist ja schließlich kein Unmensch.

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ährend König Wladyslaw erneut in Venedig den Dogen vertrat, regierte Prinz Zbigniew in Polen mit harter Hand.

So lies er unter anderem Aleksy Premyslid heiraten. Aleksy ist ein Sohn des Zweitgeborenen von Wlady und kein Mann, der sich bisher mit großen Taten verdient gemacht hatte. Hoffen wir, dass er es den anderen großen Mannen der Königsfamilie gleich tut.

Der Krieg im Osten läuft weiter auf vollen Touren. Obwohl die Russen militärisch in arger Bedrängnis sind, lassen Sie nicht ab. Zuletzt wurden sogar Agenten (vulgo: Terroristen) in den Städten des Königreichs gesehen. Holzauge, sei wachsam!

Nahe Visby protestieren in diesen Tagen die Seeleute, Hafenarbeiter und Vertreter der Hanse. Die Männer der See beschweren sich über die polnische Blockade in der Ostsee, die ihrer Meinung nach den freien Warenverkehr zu sehr einschränken würde. Man fragt sich, wie die Leute auf solche Ideen kommen…

Zu guter Letzt vollendete im Winter 1198 Andrew von Ungarn endlich die planmäßige Landung polnischer Truppen am Ostende des Schwarzen Meeres. Mit über 1.000 Mann und einem Befehl ging er von Bord – und eroberte im Handstreich den byzantinischen Brückenkopf Kutais. Zu Andrews vollkommenen Glück fehlt nun nur noch ein Bote Antiochias mit aktuellen Karteninformationen… und natürlich seine geliebte Agnes.

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rieg! Prinz Zbigniew und des Königs Enkel Leszek waren sich einig – und zogen in die Schlacht. Die Militäroperation richtete sich gegen zwei russische Burgen, die beide Befehlshaber im Sturm erobern wollten.

Die Kriegserklärung

Während Wladyslaw noch auf der Rückreise von Venedig war, lies der Thronerbe die Russen wissen, dass es Zeit für eine Veränderung an der Ostfront sei. Zwischen Mongolia und dem Königreich Polen sei schlichterdings kein Platz mehr für die Russen, so der Thronfolger.

Der Angriff

Leszek und Zbigniew griffen gleichzeitig an verschiedenen Orten die Russen an. Sie zogen mit schwerem Gerät und blutrünstigen Mannen vor den Toren des Feindes auf – und stürmten sogar in Unterzahl eine der Russenfesten.

Sieg – aber knapp

Während Leszek seinen Auftrag mit nahezu keinen Verlusten und in kürzester Zeit erledigte, musste Zbiniews Truppe bluten. Nahezu die gesamte Streitmacht ging bei dem Angriff in Unterzahl verloren. Nicht ein Mann seiner Leibwache überlebte – er selbst kam mit zahlreichen Narben aus der Schlacht.

Andrew ist gelandet – das Byzantinium zittert

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Ehemann der rebellischen Agnes von Polen, ist in diesem Halbjahr plangemäß an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelandet. Zusammen mit seinen Mannen wird er voraussichtlich binnen zwei Halbjahren einen Stützpunkt an der Küste erobern und danach zum vereinbarten Treffpunkt mit Antiochia weiterziehen.

Polen und Mongolia vereinbaren militärischen Zugriff

In einer einsamen Entscheidung befahl Polens Thronfolger, dass der Spitzendiplomat Miszko Maraosz mit den Mongolen einen Pakt aushandeln solle. Gegen Zahlung einer nicht unerheblichen Summe und Gewährung militärischer Zugriffsrechte würde sich Polen im Gegenzug verpflichten, weitere Angriffe gegen die Russen zu unternehmen und Mongolia ebenfalls Durchmarschrechte einräumen. Mongolia willigte ein.

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eues aus Polen

Im Winter 1197 AD war Prinz Zbigniew immer noch im Besitz von Zepter und Reichsapfel des Königsreichs Polen. Sein Vater verweilte an der gemütlichen Adria, wo er angeblich unaufschiebbaren Geschäften nachging. Seine Schwester Agnes sorgte derweil auf dem Tempelberg für Ordnung – und so hatte unser junger Prinz endlich einmal Zeit, Regierungsarbeit nach seinem Gusto zu vollziehen.

Seeblockade erfolgreich abgeschlossen

Konteradmiral zur See Godzimir vermeldete mit Beginn des Halbjahres, dass die polnische Blockade der Ostsee erfolgreich gegriffen hat. Sämtliche ausländischen maritimen Streitkräfte sind nun außerhalb der polnisch deklarierten Gewässerzone. Ein Hoch auf den umsichtigen Admiral!

Neues von Prinz Andrew

Andrew von Ungarn, Ehemann der Agnes, hatte im letzten Halbjahr noch die Hoffnung, auf der Krim einen dauerhaften Stützpunkt des Königreichs errichten zu können. Leider stellte sich bei genauer Exploration heraus, dass die vermutete Rebellenstadt mittlerweile in der Hand Mongolias ist. Andrew verlor daraufhin keine Zeit und setzte seine Reise gen Antiochia fort. In nicht weniger als zwei Halbjahren wird er am verabredeten Landungspunkt eintreffen.

Die Infiltration von Novgorod

“Mongolia scheint sich seiner Sache ja sehr sicher”, wetterte der Prinz des guten Königs zum Chef der Geheimpolizei. “Wenn sie glauben, das die russischen Bauern nicht rebellieren, irren sie sich gewaltig. Sendet Priester, Agenten, Spione, alles was wir haben! Und macht ein Heer zur Übernahme der Stadt startklar!” Gesagt getan – und schon nach wenigen Wochen lag der Unruhefaktor in Novgorod bei 50%. Das Königreich Polen steht bereit, den Mob zu befrieden und die Ordnung wieder herzustellen.

Prinz Zbigniew gegen Smolensk

Der Sohn des guten Königs war sich sicher: Russland hat nur noch drei Länder. Zwei Burgen und die Stadt Kiev. Da Kiev von den Mongolen umstellt war und der Sohn des guten Königs den Fall der Russen kommen sah, mobilisierte er seine Streitmacht und rückte gen Smolensk vor. Die Siedlung ist bereits infiltriert und eine gut 400 Mann starke Angriffstruppe stand bereit. Nächstes Halbjahr wird der Hammer zuschlagen.

Leszek gegen Tzernigov

Der Enkel Wladyslaws war ebenfalls in die Angriffspläne Zbigniews eingeweiht. Zusammen mit knapp 700 Mann sollte er die Burg Tzernigov stürmen. Wie sein großes Vorbild Zbigniew lies auch er die Burg infiltrieren – und auch er stand bereits mit seinen Truppen auf Russlands Ländereien. Nächstes Halbjahr würde die Falle zuschnappen und er würde nicht versagen.

Die Heerschau möge beginnen

Kurz vor Jahresende kam Prinz Zbigniew zu dem Schluss, dass er seinen Freunden und Feinden mit einer imposanten Heerschau zeigen wolle, wo Polen heute stünde. “Sämtliche Generäle und Wladyslaws Leibgarde sollen rapportieren” bellte er dem Marshall des Königreichs zu. Und zu kam es, dass das Königreich sein militärisches Potenzial offenlegte.

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m Sommer 1197 stand die Innenpolitik im Fokus der Aufmerksamkeit. Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs, führte diesmal die Amtsgeschäfte da sein Vater in Venedig verweilte.

Als eine der ersten Amtshandlungen des neuen Halbjahres lies der Prinz gegen einen religiöse Aufrührer “klare Kante” zeigen. Ohne wenn und aber griff die Kirche des guten Königs durch und reinigte das Land von den verderblichen Einflüssen der irregeleiteten Heretiker.

Kurz darauf rückte Zbigniew höchstpersönlich gegen drei große Rebellenheere aus. Mit über 700 Mann aus der polnischen Ostgruppe vernichtete er die Aufrührer im eigenen Land. Damit war kurzfristig Ruhe an der Ostfront geschaffen – die verbleibenden Mannen unter Waffen lies der Prinz an der Grenze zu Russland kampieren. 

Der Prinz fand schnell Geschmack am regieren. Er lies nach dem Obersten Finanzverwalter schicken und bestand darauf, dass dieser die monetären  “Key Performance Indikatoren” des Königreichs veröffentlichen mögen. Die Zahlen sollten anderen Herrschern als Orientierung dienen, ob bspw. deren Handelseinnahmen oder Militärkosten in einem vernünftigen Verhältnis zu den Zahlen der Polen stünden.

Am Midsommertag traf ein Bote von Andrew von Ungarn ein. Andrew war mit den ungarischen Seesöldnern etwa auf Höhe der Krim angekommen. Dort hatte er festgestellt, dass Mongolia nicht die komplette Krim besetzt hielt – so dass er für kommendes Halbjahr die Eroberung einer von Rebellen besetzen Festung einzuplanen gedachte. Weiterhin jedoch gilt der Zeitplan ob des Tripps nach Antiochia.

Des Weiteren formulierte der junge Herrscher einen Appell an die Führer des Allianzrates. Zbigniew schrieb: “Meine Herren, aufgrund unserer guten Verbindungen zum Heiligen Stuhl teile ich der Runde mit, dass der Hohe Herr von Rom erneut angeboten hat, einen Kreuzzug gegen die Ungläubigen zu starten. Das Erstzugriffsrecht liegt zwar diesmal nicht bei Polen, falls jedoch die anderen Herrschaftshäuser kein Interesse an einem Kreuzzug haben, wird Polen binnen vier Halbjahren handeln. Hochachtungsvoll, Prinz Zbigniew”

Während Zbigniew sich in Diplomatie übte, schuf Wladys Enkel Leszek an der Südost-Grenze Polens neue Fakten. Zusammen mit der örtlichen Grenzschutzgruppe überquerte er die Grenze zu Russland und hielt pfeilgerade auf Kiev zu. Was er wohl vor hat?

Zu guter Letzt wurden auf Zbigniews Geheiß Truppen der Kirche gen Novgorod gesandt. Ihre Aufgabe dort ist, durch die Verbreitung des christlichen Glaubens Zwietracht unter den mongolischen Besatzern zu säen. Bei dieser Aufgabe werden sie durch Spione in der Stadt unterstüzt. Ein Umsturz ist geplant, ein direkter Angriff gegen Mongolia steht hingegen noch nicht auf der polnischen Agenda. Es bleibt spannend.

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önig Wladyslaw war fertig. Mit sich und der Welt… und den Regierungsgeschäften von Jerusalem, Venedig und Polen. Ein Regierungsmarathon war geschafft.

Und das gab’s zu berichten:

Jerusalem: Wladyslaw sah und sieht die Möglichkeit, Byzanz zu überfallen. Da ein Angriff gegen Byzanz jedoch diplomatische Verwerfungen mit sich bringen würde, wollte er dem König vom Tempelberg nicht vorgreifen. Ein Schiff mit Angriffstruppen steht bereit – es kann nach Ägypten oder Byzantinium reisen.
So oder so – auf jeden Fall würden in Kürze Truppen nach Medina gesandt werden. Eine Angriffsstreitmacht wurde im Süden des Landes versammelt, sie wartet auf den Marschbefehl

Venedig: Der gute König war schockiert ob der präkeren finanziellen Situation des Adria-Stadtstaates. Trotz Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen und Abrüstung kam Venedig “auf keinen grünen Zweig”. Und zu allem Überfluss lungerte weiterhin ein großes sizilianisches Heer direkt vor einer venezianischen Stadt. Der gute König beschloss, diesen Fall vor den Allianzrat zu bringen. Die Herrscherhäuser sollten sich – jedes nach seinem Gusto – an der Sanierung der Staatsfinanzen beteiligen. Seine Idee war, entweder mit Geldspenden den Haushalt aufzupäppeln oder einen Kreuzzug auszurufen, so dass die laufenden Kosten für das Heer dramatisch reduziert werden könnten. So oder so – ohne Hilfe bestünde jedenfalls Gefahr, dass eine wichtige Stütze im Mittelmeerraum ausfallen könnte.

Polen: Mit Sorge nahmen die Späher des Königs die ungehemmte Expansionslust Mongolias zur Kenntnis. Erneut waren die Russen Ziel der Pferdemenschen, doch es war nur eine Frage der Zeit bis sich ihre Gier nach Land gegen den guten König wenden würde.

Der Kronprinz von Polen, der zur Zeit an der Ostfront lagerte, befahl die Aushebung polnischer Elitetruppen. Mit ihnen plant er die Vertreibung zahlloser Rebellen Richtung Mongolia. Zeitgleich zur Aufrüstung im Osten vermeldete Prinz Andrew von Ungarn, dass er in Nordungarn Seesöldner anheuern konnte, die ihn nun über das Schwarze Meer Richtung Antiochia befördern. Mongolia – Polen kommt!

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erbittert nahm König Wladyslaw die Nachricht seiner Verbündeten hin. Kurzum: Mailand, Venedig und Jerusalem hatten ihm vornehm mitgeteilt, dass sei einen Kreuzzug gegen Mongolia nicht befürworten würden. Gründe dafür gab es zahlreiche, doch die waren letztlich egal. Der gute König musste sehen, wie er mit einem 240.000 Goldstücke schweren Gegner klarkommen konnte.

Noch tief in Gedanken versunken, erhielt er eine Depesche der Auslandsaufklärung. Die polnische Spionagetruppe hatte Novgorod erfolgreich infiltriert und erste Ergebnisse aus der Grenzstadt durchgegeben. Wie erwartet stand Mongolia mit einem Reiterheer vor Wladys Haustür.

Nicht nur militärisch, auch auf diplomatischem Terrain kam Mongolia in Bewegung. Unumwunden boten die schlitzäugigen Pferdekrieger Polens Top-Diplomaten Miszko Marosz eine große Summe Geld an, wenn Polen einen Angriff auf Russland durchführen würde. Auf diese List fiel natürlich niemand hinein, aber diese Vorgehensweise zeigte Wladyslaw nur einmal mehr, dass Mongolia besser nicht unterschätzt werden sollte.

Abseits aller mongolischen Umtriebe berichteten die polnischen Späher auch von einem teutonischen Truppenaufmarsch nahe Stockholm. Die Nachricht kam zur Unzeit, waren doch die polnischen Städte südlich von Stockholm derzeit nur mit Stadtwachen und leichten Infanteristen besetzt.

Es waren wahrlich keine leichten Zeiten, in denen Wladyslaw zu regieren hatte.

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in friedliches Halbjahr neigte sich im beschaulichen Polen dem Ende entgegen. Zwei russische Provinzen waren erfolgreich integriert worden, zahllose Baumaßnahmen angestoßen und die Heeresgruppe um Prinz Andrew kam ihrem Ziel abermals näher. Oberflächlich betrachtet war alles gut.

Weit weniger gut stand es um das Reich des guten Königs Wladyslaw im Detail. Aus dem gotteslästerlichem Deutschen Reich drang ein ketzerischer Prediger nach Polen ein. Der örtliche Adept der Ekklesiarchie machte mit dem Fehlgeleitetem zwar “kurzen Prozess”, aber schon tags darauf wurde ein neuer Ketzer an der Landesgrenze gesichtet.

Geradezu schockierend waren die Berichte des polnischen Geheimdienstes ob der Finanzkraft Mongolias. Aus glaubwürdigen Quellen wurde berichtet, dass das Reich des Pferdeherren in Summe über 240.000(!) Goldstücke verfügen müsste. Für Polen bedeutet dies ein erhebliches Problem, zumal die eigene Finanzstärke in den letzten Halbjahren kontinuierlich gesunken ist. “Am besten wäre es wohl, der Allianzrat würde einen Kreuzzug gegen Mongolia ausrufen – und wir würden uns alle ein Stück vom Kuchen abschneiden”, dachte der gute König im Stillen bei sich. “Und wieso sind die überhaupt so reich?! Die müssen wohl etwas in ihren Genen haben…”.

Zu schlechter Letzt berichteten die Grenztruppen im Norden des Königreichs, dass mongolische und russische Truppen unerlaubt auf polnischem Gebiet lagerten. Sehenden Auges nahm Wladyslaw diese Provokation hin – ihm fehlten schlicht die ausreichenden Mittel zu einer angemessenen Antwort.

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m Jahre 1194 AD stand Europa am Abgrund. Die katholischen Mächte Norwegen und Teutonia bekämpften sich ohne Gnade, Sizilien griff Venedig an, die Mauren standen vor Mailand, die Mongolen belagerten die Russen. Es war furchtbar.

Der höfischen Gesellschaft zu Danzig kam es in diesen Tagen gerade recht, dass Prinz Banaszak endlich eine passende Braut freite. Trotz Krieg und Verderbnis schalteten die Menschen in Polen für einige Tage um – und freuten sich über das junge Glück. Möge es lang und kinderreich sein.

Im Osten Polens hätte man gerne mitgefeiert, wenn nicht der Truchsess der Ostburg die oberste Alarmstufe ausgerufen hätte. Die Mongolen hatten mit einem Spähtrupp die Grenze Polens überquert, offenbar um sich ein Bild von den örtlichen Gegebenbeiten zu machen.

Zu allem Überfluss hatte sich Prinz Andrew just in diesem Moment mit einem Gutteil der Truppen der Ostburg zur Unterstützung Antiochias aufgemacht. So stand die Ostburg nahezu ohne Besatzung dar, als der Pferdeherr seine Späher kreisen lies.

Während man im Osten gebannt auf die Grenze starrte, vollzog Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs Wladyslaw, die Umgestaltung der polnischen Nordost-Grenze. Zusammen mit seinem Sohn Leszek, General Przemysl und über 2.000 Soldaten erstürmte er die letzte Feste des Großherzogs Vaisvilkas von Lithuania.

Der Angriff auf Lithuania erledigte zwei Probleme mit einem Streich. Zum einen war das Dauerärgernis Lithuania vom Tisch – immerhin lagen zahlreiche Nationen der zivilisierten Welt mit diesem Volk im Krieg. Darüber hinaus war ein Schwachpunkt im Kampf gegen die Mongolen beseitig – ein toter Herrscher konnte nicht mehr Vasall des Pferdeherren werden. Großherzog Vaisvilkas starb gemeinsam mit seinen Männern.

Im Gefecht um die Dominanz an der Nordostgrenze ließen viele Männer auf beiden Seiten ihr Leben. Polen büßte an disem Tage fast 1.000 tapfere Soldaten ein. Diejenigen, die überlebten, trugen Narben an Knochen und Seele davon. Es waren keine schönen Zeiten, damals, in Nordeuropa.

Als sich der Schlachtenlärm senkte und die polnischen Truppen mit der Sicherung des Schlachtfelds begannen, entdeckten die Soldaten die zerschundene Leiche des tapferen Generals Przemysl. Er war der Anführer der zweiten Heeresgruppe und gehörte zur ersten Welle, die in die schwer befestigte Burg Lithuanias eindrang. Prinz Zbigniew sprach zu seinen Männern und sagte ihnen, dass Polen nun für alle Zeit dieses Land verteidigen müsse damit General Przemysl nicht umsonst gefallen sei.

Wenige Tage darauf übernahmen die polnischen Beamten das Ruder in der vormals letzten Provinz Lithuanias. Das Steuer- und Justizwesen wurde übernommen, Infrastrukturmaßnahmen geplant, eine Kirche beauftragt, Truppen aufgestockt und vieles mehr. Der Bevölkerung wurde klar: Lithuania war vernichtet, Polen ist jetzt an der Macht.

“Bürger Russlands, seht auf diese Stadt” rief Polens Chefdiplomat Miszko Marosz nahe Smolensk dem dortigen Stadtrat zu – und zeigte am Horizont auf die Rauchsäulen der ehemals letzten Provinz Lithuanias. Der findige Außenminister des guten Königs Wladyslaws machte keinen Hehl aus der Gewaltbereitschaft des ponischen Thronfolgers… und außerdem erinnerte er die Russen daran, dass sie mit den Mongolen bereits genügend Probleme hätten. Die Russen wiederrum wollten Frieden mit Polen, hatten sie doch ohne Not vor 4 Halbjahren dem guten König wegen einer ausgebliebenen Schutzgeldforderung den Krieg erklärt. Wladyslaw willigte nach langen Verhandlungen ein, mit den Russen seinen Frieden zu machen. Er gab ihnen sogar Kartenmaterial und Bargeld mit – im Tausch gegen gerade einmal zwei Städte, die die Russen über kurz oder lang sowieso an die Mongolen verloren hätten.

Auf dem Fuße folgte die Friedenserklärung der Russen. Formal hatte Wladyslaw an der Ostgrenze nun Ruhe – war er doch weiterhin mit den Mongolen verbündet und mit den Russen zumindest nicht im Krieg. Er war schon sehr gespannt, wie lange die Ruhe halten würde.

Nach all den schrecklichen Ereignissen und Schlachten nahm Wladyslaw mit dem Papst Kontakt auf. Wlady wollte wissen, wie der Heilige Stuhl zu den Verfehlungen Siziliens und Teutonias stand. Zu seiner Überraschung stellte der gute König der Polen fest, dass der Papst das Verhalten dieser beiden Aggressoren billigte – was ein nahezu unfassbares Zugeständnis des Papstes war. Fast hätte Wladyslaw selbst mit dem Papst gebrochen, hätte dieser ihn nicht auch darauf hingewiesen, dass ab sofort wieder die Möglichkeit zum Ausrufen eines Kreuzzugs bestehen würde. Wladyslaw nahm sich vor, diese Information in Kürze mit dem hohen Allianzrat zu besprechen.

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önig Wladyslaw war entsetzt. Der polnische Geheimdienst hatte zahlreiche neue Beweise vorgelegt, die auf mongolische Gräueltaten im russischen Hinterland schließen ließen.

Kiev, Tzernigov und Novgorod standen unter massiven Druck – und würden bald fallen. Als sei das nicht genug, hatten Wladyslaws Beamte auch noch ermittelt, dass Polen gerade mal 12% der mongolischen Finanzstärke und bescheidene 31% der monoglischen Militärmacht vorweisen konnte. Ein direkter Angriff gegen Mongolia war so nicht möglich.

Doch es kam noch schlimmer. Späher fanden heraus, dass die Mongolen bei der Belagerung von Städten absolut nichts dem Zufall überließen. Allein das Mongolenheer vor Novgorod führte 8 Rammböcke, 4 Einheiten Leiterträger und 4 Belagerungstürme mit sich. Das Novgorod nur einen Steinwurf vom polnischen Riga entfernt liegt, muss an dieser Stelle sicher nicht weiter erwähnt werden.

Als Konsequenz aus diesen Beobachtungen ließ unser guter König Polens Militärpräsenz an der Ostgrenze weiter gut sichtbar sein. Darüber hinaus sandte er ganze Heerscharen von Diplomaten, Spionen und kirchlichen Würdenträgern in die Tiefen Russlands.

Auf dem Weg zur “Ostfront” war auch der polnische Top-Diplomat und Außenminister Mieszko Marosz, von Kennern auch “der 10-Punkte-Mieszko” genannt. Während der Durchquerung des lächerlich kleinen Teutonen-Reiches rang er dem dortigen obersten Helmträger, Ordensmarshall Maximillian, einen mittelschweren vierstelligen Betrag für die beiderseitige Gewährung militärischer Durchmarschrechte ab. Tags darauf führte ihn sein Weg weiter Richtung Vilnius. Seine Mission ist gewagt, aber nicht minder wichtig: Er soll verhindern, dass die Mongolen über die letzte verbliebene lithauische Provinz weiter nach Westen vorrücken können. Zusammen mit Wladys Enkel Leszek und etwa 1.000 Soldaten will er diese Mission bewältigen.

Zu guter Letzt bleibt der Blick nach Antiochia, zur mächtigen Bergfeste Krak de Chevaliers. Das altehrwürdige Kalksteingemäuer im Fürstentum war erneut Schauplatz einer Begegnung von historischer Bedeutung. Die Sonne stand hoch am Himmel, als eine Abordnung des mongolischen Sultans durch das Tal hoch auf den Ausläufer des Alawitengebirges stieg und das mächtige Burgtor durchquerte.

Zur Überraschung Mongolias hatte Bohemund, der gute Herrscher der Christenritter, nur einen Truchsess in der Burg zurückgelassen. Kein Familienmitglied, kein General oder sonstiger Würdenträger stand bereit, um die schlitzäugigen Diplomaten zu empfangen. Außer sich vor Zorn ob dieser Missachtung ihres adligen Standes brachten die gelbstichigen kleinen Menschen ihre Forderung dem Truchsess vor. “Antiochia solle umgehend 220 Goldstücke zahlen oder die Mongolen würden ohne Gnade über die Christenritter herfallen.”

Der namenlose Truchsess wusste, was er zu tun hatte. Natürlich war die Summe von 220 Goldstücken eine Provokation! Wie konnte es sein, dass das mächtige Antiochia für ein Taschengeld vor der gelben Gefahr hätte bewahrt werden können? Nein, die Täuschung der Mongolen war zu leicht zu durchschauen. So antwortete der Truchsess mit fester Stimme: “Bestellt eurem hohen Herrn Sultan, dass unser König Bohemund ihn vor den Toren Krak de Chevaliers erwartet! Dort wird unser Herr sich vor euch tief bücken oder vielleicht sogar knien – denn so klein wie ihr seid ist es uns ja sonst kaum möglich, euch den Kopf abzuschlagen!”

Der rot erzürnte, schlitzäugige Mongolendiplomat stand noch eine ganze Weile verdattert im Audienzsaal, ehe er sich fasste und die Botschaft an seinen Herrn überbrachte. Oh Antiochia, sei stark.

I
m östlichen Europa liegen die Nerven blank. Die Mongolen stehen im Norden und Süden Russlands, belagern Städte und Festungen unter hinterlassen eine Spur der Verwüstung.

Die asiatische Kampfmaschine läuft auf vollen Touren, sogar die russische Hauptstadt ist eingekreist und wird um ihre Zugehörigkeit bis aufs Blut kämpfen müssen. Die Militärstrategen des guten polnischen Königs beäugen die Entwicklung mit großer Skepsis. Die Fachleute rechnen zwar mit einer Verlangsamung des mongolischen Vormarschs, an einen Sieg der Russen glaubt niemand.

König Wladyslaw hat vorsorglich in diesen Tagen seine Allianz mit Dänemark gefestigt. Mit seinen Wikingerfreunden hat der gute König den vollständigen militärischen Zugang vereinbart. Dänische Truppen dürfen somit polnische Grafschaften durchqueren – zum Beispiel um Nachschub an ihre Ostgrenze (Richtung Mongolei) zu bringen.

Darüber hinaus ist Prinz Zbigniew, der polnische Thronfolger, mit einem mächtigen Heer an der Ostgrenze aufmarschiert. Er will Stärke demonstrieren und jedem Nachbarn klar machen: “seht her, wir sind bereit”. Dabei hat er mit einem Auge auch die letzte verbliebene Provinz der Lithauer im Blick. Sollten die Lithauer es wagen die Mongolen offiziell zu unterstützen, würde er nicht zögern die Versäumnisse des letzten Kreuzzeugs schnell und geräuschlos zu erledigen.

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ach dem unsanften Rausschmiss der russischen Delegation grübelte Wladyslaw ob einer angemessenen Reaktion auf die Brüskierung. Doch seine Strategen mahnten zur Besonnenheit, hatten sie doch Berichte über schwere Schlachten zwischen Russen und Mongolen gehört. In diesen Konflikt sollte Polen sich auf keinen Fall hinenziehen lassen.

Die Mongolen waren weit in den Westen Russlands vorgedrungen, schlugen große Feldschlachten und belagerten mindestens eine Stadt. Die im Norden Europas stationierten polnischen Truppen waren in heller Aufregung, denn sobald die Belagerung der Mongolen geglückt war, würde es eine gemeinsame Grenze zwischen den Schlitzaugen und Polen geben. Der Gedanke war alles andere als beruhigend für unseren guten König Wladyslaw.

Da verwunderte es nicht, dass der König eine Denkschrift an einige seiner Verbündeten sandte. Es war sein treuer Hofbarde Jutjub, der eine Nachricht ob der Allianz mit den Mongolen an Venedig und Jerusalem überbringen sollte. Der gute König war voller Sorge, die Mongolen könnten sich stark genug fühlen, einen Angriff auf Polen zu starten. Er hoffte, seine Verbündeten würden die Botschaft richtig zu deuten wissen.

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m Sommer 1191 AD empfing unser guter König eine Abordnung des russischen Hofs. Die Begegnung war als freundliche Unterredung und konstruktiver Gedankenaustausch geplant. Wladyslaw ging davon aus, dass die Russen in Kürze seine Hilfe erbeten würden, standen sie doch im militärischen Konflikt mit der mongolischen Invasionsarmee. Doch es kam ganz anders.

Anstatt mit Polen über militärische Hilfe zu verhandeln, kam der russische Chefdiplomat direkt zum Punkt. Polen solle an Russland Tribut entrichten. Tribut! An Russland! Totenstille… im geschäftigen Thronsaal des guten Königs herrschte für einen kurzen Moment bittere, eisige Kälte.

Der Chef der Leibwache war der erste, der sich fing. Er überlegte, wo er das schottische Claymore-Schwert des Königs abgelegt hatte – offenbar war es an der Zeit, einige Anwesende auf eine neue Bewusstseinsebene zu transzendieren.

Da erhob sich der gute König Wladyslaw und richtete sein wohlfeilen Worte an die Russen: “Vor Ihro Kayserliche Majestät, dem Zaren, hab ich, wie immer schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich am Arsche lecken.”

Der König verließ mit schnellen Schritten den Thronsaal, um sich mit seinen Strategen eine angemessene Reaktion auf das Begehren der Russen zu überlegen. Leider stand noch immer eine gestrandete Armee der englischen Kreuzfahrer in Polen und auch dänische und teutonische Truppen durchquerten sein Reich. All dies band Zeit und Soldaten, die er gerne den Russen gewidmet hätte. Was also könnte eine angemessene Reaktion sein? Der gute König grübelte vor sich hin…