Posts Tagged ‘Teutonia’

O
h welch’ schwarzer Tag, welche Trauer, welcher Schmerz. Polen beklagt heute den Verlust seines größten Helden denn unser guter König Zbigniew ist von uns gegangen. Friedlich entschlafen ist er in der Feste Oslo, in Sichtweite der Dänen und Norweger, wo er wache hielt nach Osten und nach West. Wir wären dir überall hin gefolgt, unser Bruder, unser Hauptmann, unser König, doch diesen Weg musst du alleine gehen.

Zbigniews letzte Ruhestatt

Dem Weg seines Vaters folgend, wurden die sterblichen Überreste des Königs in die Familiengruft nahe Krakau gebracht. Dort liegt er nun, Polens größter König, neben seinem Ahnherr. Seite an Seite wachen Zbigniew und Wladyslaw nun über die Sterblichen, die die Geschicke Polens zu lenken haben. Mögen die Geister der Altvorderen den Lebenden beistehen.

Familiengeschäfte

Die Trauerfeier zu Ehren des Königs fand im engsten Familienkreis statt. Neben Altkönigin Dorotha, der Frau des Verstorbenen, nahmen seine drei noch lebenden Nachkommen nebst Partnerinnen sowie 12 Enkel an der Begräbniszeremonie teil. Agnes von Polen und Andrew von Ungarn mussten der Feier fernbleiben, da sie dienstlich im Nahen Osten zu tun hatten und unabkömmlich waren.

Altkönigin Dorotha, Prinzessin Jadwigi und König Leszek

 

Rückblick 1201 AD – Zbigniew übernimmt die Macht

Mit dem Tod des guten Königs Wladyslaw übernahm Zbigniew im Alter von 40 Jahren das Königsamt in Polen. Polen hatte damals etwa 40% seiner heutigen Größe. Zbigniew sah sein Reich durch zahlreiche Gefahren bedroht, Teutonen, Russen, Mongolen, Ungar und Deutsche rasselten mit den Säbeln, so wie einst auch Lithuania. Kurzum: An ihrer aller Ende waren Zbigniew und seine Mannen beteiligt.

Polen im Jahre 1221 AD

Heute übergibt unser Herr Zbigniew einen gut bestellten Hof an seinen Nachfolger. Das Land prosperiert, ist schuldenfrei und hat eine international anerkannte AAA+ Bonität. Polnische Berater sind überall gern gesehen, selbst beim aktuellen Kreuzzug ist das Land vertreten. In den 21 Jahren seiner Herrschaft hat Herr Zbigniew Polen in eine strahlende Zukunft geführt – und seinem Nachfolger wahrlich große Fußstapfen hinterlassen. Der König ist tot, hoch lebe der König! König Leszek und Prinz Bronisad, sie leben hoch! Hoch! Hoch!

Randnotizen

  • Die Finanzadministration zeigt sich verwundert, dass Polen in diesem Halbjahr seine liquiden Mittel auf einen zweistelligen Betrag absenken konnte. Experten sprechen davon, dass die Märkte aufgrund des plötzlichen Todesfalls unerwartet nervös reagiert haben.
  • Die Generalität gibt bekannt, dass kommendes Halbjahr der präventive Erstschlag gem. Anordnung von König Leszek gegen Dänemark erfolgen kann. Es sollen vier Siedlungen zeitgleich erobert werden.
  • Der königliche Baumeister gibt bekannt, dass Danzig zu Ehren des Altkönigs Zbigniew besonders schöne Ballistentürme erhalten wird.

I
m Winter 1218 AD entfesselte König Zbigniew, genannt der Killer, den Zorn seiner Heerscharen über Europa. Er selbst setzte sich persönlich an die Spitze des Angriffs gegen die verhassten Hornhelmträger, deren letzte Zuflucht er höchtpersönlich aushob. Doch lest selbst.

Zbigniew vs. Oslo

Eine polnische Armada tauchte vor Oslo auf, doch da war es auch schon zu spät. Mit über 1.000 Mann und schwerem Belagerungsgerät stürmte Zbigniew von Bord und nahm die teutonische Feste Oslo im Sturm. Der Hochmeister des Ordens fiel der ersten Welle zum Opfer, der Rest war ein reiner Arbeitssieg.

Teutonia ade

“So freue ich mich, euch verkünden zu dürfen, dass der Deutschritterorden unsere Allianzgeschäfte nicht weiter stören wird”, formulierte Zbigniew seinem Schreiber, als er mit einem zufriedenen Lächeln im Thronsaal Oslos Platz nahm. Die Füße auf dem Tisch, das Schwert lässig angelehnt, genoss der König der Polen sichtlich seinen Sieg. Nun blieb ihm nur zu hoffen, dass seinem General in Ungarn ähnliches Schlachtenglück beschieden wäre.

Azov gegen Nürnberg

“An den Herren von Venedig”, fuhr Zbigniew weiter fort, “ich habe meine Diplomaten angewiesen, euch umgehend Nürnberg im Tausch gegen Azov anzubieten. Ich bin nicht stolz auf diesen Handel, will ihn aber sobald als möglich hinter mich bringen. Wie ihr wisst, ist die Entscheidung der Herausgabe Nürnbergs nicht unumstritten – und mit jedem Tag der vergeht, steigt das Risiko einer Störung dieses Geschäfts. Verbunden mit dem Tausch ist die Absprache, dass Hamburg, Skandinavien und Nordengland Polen zugeschlagen werden. Wenn dies euer Wille ist, willigt in den Tausch ein. “

Nürnberger Nabelschau

Verbunden mit dem Schreiben Zbigniews an seinen venezianischen Amtskollegen kam eine Auflistung der Besitztümer der Stadt Nürnberg. Die 11.600 Einwohner erzeugen selbst bei schlechter Ernte ein halbjährliches Steuereinkommen von ca. 1.900 Goldstücken. Da die Stadt bestens vernetzt ist mit den europäischen Metropolen, stehen weitere Einnahmesteigerungen zu erwarten.

Angriff auf Ungarn

Joachim von Gdansk, dem Helden der Schlachten von Königsberg und Marienburg, kam die Ehre zuteil, Polens Ungarnfeldzug zu leiten. Wie es mit dem Dogen von Venedig besprochen war, griff Polen im abgelaufenen Halbjahr an und eroberte die Stadt Buda im Sturm. Unterstützt wurde Feldherr von Gdansk von einem unbekannten Hauptmann namens Wladyslaw. Ein gutes Omen stand über der Schlacht.

Ein Stern leuchtet über Buda

Obwohl das polnische Militär traditionell eher durch günstige denn durch technologisch fortschrittliche Einheiten glänzt, konnte in der Schlacht um Buda erstmals polnische Hochtechnologie eingesetzt werden. Zwei Mangoneln vom Typ V2 nahmen an der Schlacht teil und hielten blutige Ernte auf dem Marktplatz von Buda. Die Heeresleitung bezeichnete den Einsatz dieser Waffe als “kriegsentscheidend”.

Rebellenheer im polnischen Kernland

In einer sich zurückziehenden französischen Kreuzfahrerarmee kam es kürzlich offenbar zu einer Rebellion, in deren Folge sich die Soldaten von Frankreich abwandten und zu rebellischem Gesindel wurden. Leider strolcht dieses Gesindel nun im polnischen Kernland herum, so dass Polen sich zu einer Intervention gezwungen sieht.

Militärparade in Danzig

“Ich bin tief beeindruckt von Jerusalems Militärmacht”, schrieb Andrew von Ungarn an seinen Herren, den König von Polen. Das ließ sich dieser nicht zwei Mal sagen und beorderte umgehend einen Rapport aller polnischen Heeresgruppen, um sie der Allianz zur Verfügung zu stellen. Sodann gilt: nach aktuellen Schätzungen befehligt Polen ca. 10.000 Mann verteilt auf ca. 10 Heere. Dazu kommen noch ein paar Einheiten Stadtwachen und in Forts stationierte Wachgarnisonen.

E
s ward am späten Abend des Pfingstsonntages 1218 AD, als König Zbigniew im Kreise seiner engsten Angehörigen sinnierte. “Wir brauchen einen gemeinsamen Plan für Europa, meine Freunde. Die jüngsten Nachrichten aus dem Allianzrat lassen mich glauben, dass eine unkontrollierte und überhastete Expansion der fünf Großmächte zum Schaden aller ist. So hört euch denn den folgenden Plan an.”

Zbigniew machte eine bedächtige Pause, holte noch einmal tief Luft und erklärte sein Manifestum Europa: “Ziel des Manifestums ist, alle fünf Großmächte der Allianz in einer gemeinsamen Strategie zu vereinen. Alle Länder dieser Welt sollen unter den Großen 5 aufgeteilt werden. Zunächst sind das die Länder Europas, anschließend die des amerikanischen Kontinents. Gehen wir es der Reihe nach durch.”

Das Fürstentum Antiochia

  • Antiochia erhält im tiefen Osten die Siedlungen Azov und Kutais kostenfrei überantwortet
  • Gleichzeitig übergibt Antiochia seine nordafrikanischen Besitztümer ohne Gegenforderung an Jerusalem
  • Anschließend erhält Antiochia die Insel Irland sowie den größten Teil der Insel England, gemeint ist Mittelengland, als sein Lehen

Die Republik Venedig

  • Venedig überantwortet Azov kostenfrei an Antiochia
  • Venedig übernimmt die Osthälfte Ungarns, gem. Absprache mit Polen
  • Venedig erhält die iberische Halbinsel als Lehen und soll fürdahin die einzige Macht auf der Insel sein

Das Königreich Jerusalem

  • Jerusalem erhält von Antiochia kostenfrei dessen Ländereien in Nordafrika
  • Jerusalem erhält den nordafrikanischen Kontinent als Lehen
  • Jerusalem erhält die Aufgabe, die maurische Gefahr ein für allemal zu bannen

Das Herzogtum Mailand

  • Mailand übernimmt Rom und entledigt Europa des Heiligen Stuhls
  • Weiterhin befriedet Mailand die Ländereien Frankreichs
  • Es übernimmt den südlichen Teil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält die englischen Ländereien auf dem Kontinent sowie die Länder Südenglands als Lehen

Das Königreich Polen

  • Übergibt die Siedlung Kutais kostenfrei an Antiochia
  • Befriedet die dänischen, norwegischen und teutonischen Ländereien Skandinaviens
  • Übernimmt den Nordteil des Heiligen Römischen Reiches
  • Und erhält außerdem die Nordspitze Englands als Lehen

Das freie Amerika

  • Jedem Mitglied der Allianz ist ein militärischer Eingriff in Amerika erst dann gestattet, wenn es seinen Verpflichtungen aus diesem Manifest vollständig nachgekommen ist
  • Der Zugriff auf Amerika selbst ist darüber hinaus nicht limitiert, ein jeder möge ob seiner Fähigkeiten dort nach eigenem Gusto agieren

“Der tiefere Sinn dieses Manifests, ist die geregelte Expansion aller fünf Allianzmächte. Natürlich mag es noch Gesprächsbedarf geben und vielleicht muss auch ein Grenzverlauf neu gezogen werden, doch darum geht es nicht. Es geht um eine gemeinsame Strategie, um eine Vision dafür, wie Europa in 20 Halbjahren auszusehen vermag. Dass, meine Herren, ist der tiefere Sinn dieses Manifests.”

Bis in die späte Nacht hinein berieten sich Zbigniew und seine Getreuen, ehe Boten zu sehr später Stunde aufbrachen um die Nachricht im Allianzrat zu verbreiten. Wie wohl würden die Verbündeten reagieren, König Zbigniew war gespannt.

I
n Polen war sie dieser Tage spürbar, die Zeit zwischen den Zeiten. Die teutonische Epoche neigt sich dem Ende, Friede herrscht in weiten Teilen Polens. Nur im Nordwesten des Landes rumort es, trachtet doch der gute König Zbigniew danach, Teutonia mit einem Überraschungsangriff von der See in drei Halbjahren ein für allemal aus Europa zu tilgen.

Krim-Feste wird ausgebaut

Der Johanniterorden gab bekannt, dass er auf der Krim eine Niederlassung einzurichten gedenkt. Die Anwesenheit der Bruderschaft wird von der polnischen Regierung ausdrücklich begrüßt und finanziell unterstützt. Andrew von Ungarn, der Verwalter der Krim, ließ hierzu verlauten “dass das ehemalige Mongolia mittlerweile ein vollständig integrierter Teil des Königreichs Polen ist.”

Ungarische Führung in Buda und Pest

Der polnische Geheimdienst gibt im Zuge des behördenübergreifenden Aktenaustauschs bekannt, dass der König der Ungarn in Pest verweilt. Auch sein Stellvertreter ist nicht allzu weit entfernt, er sitzt in Buda und wartet offenbar auf eine Erleuchtung. Die polnische Generalität bestätigt in diesem Zusammenhang, dass es einen Erstschlag nach Ablauf drei weiterer Halbjahre gegen Ungarn geben wird.

Gerüchteküche

Wir befinden uns im Sommerloch – und wie eh und je schwappt die Gerüchteküche in dieser Zeit besonders hoch. Folgendes wird aus Polen gemunkelt:

  • Andrew von Ungarn soll befohlen haben, dass von der Krim aus im nächsten Halbjahr eine Expedition nach Amerika gesandt wird. “Ehe ich diese guten Truppen in Rente schicke, sende ich sie in den Tiefen Westen”. Die Reise soll ca. 15 Halbjahre dauern. Ziel des Ganzen ist, einen Brückenkopf für die Allianz zu errichten. Mitstreiter und Abenteurer sind eingeladen, sich anzuschließen.
  • Bei Hofe zu Danzig fragt man sich, nach welchem Schema Antiochia und Jerusalem sich Nordafrika aufzuteilen gedenken. Auch wird angeregt, ob nicht eine der beiden Mächte Spanien befrieden könne. Spanien wird von den Mauren im Würgegriff gehalten und wird außerdem von keinem Mitglied der Allianz beansprucht.

D
as Wort ist mächtiger als das Schwert, wussten schon die alten Engländer zu berichten. Diesen Rat machte sich das Königreich Polen zu nutze – und befriedete kurzerhand die beiden zentralen Konflikte zwischen den Christen in Europa. Und das war geschehen…

Friede mit Teutonia

Die Teutonen belagerten noch immer die polische Stadt Kalmar, als König Zbigniew eine diplomatische Offensive befahl. Ein Waffenstillstandsabkommen sollte her, Zeit musste gewonnen werden. Gesagt, getan: nahe Oslo, der letzten teutonischen Stadt, handelten seine Diplomaten in aller Stille ein Abkommen auf. Tags darauf war die Belagerung passé.

Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich

Die Bedrohung Venedigs durch das Deutsche Reich, der unnötige Kriegszustand zwischen dem Reich und Antiochia und die übrigen schwelenden Grenzkonflikte waren Zbigniew ein Dorn im Auge. “Schafft mir etwas Ruhe an der Grenze”, rief er seinem Außenamtschef zu, während ihn seine Diener in eine schwere Reiterrüstung einkleideten. “Ich will mich auf Oslo konzentrieren und brauche keinen Ärger an meiner Westgrenze, also sorgt bitte für Stabilität.” Gesagt, getan: Kurz nach Aushandlung einer Allianz von Deutschland und Polen legte das Reich mit sämtlichen kriegsführenden Mächten seine Differenzen bei. Der Friede in Europa ward gesichert – zumindest für den Moment.

Das Bulgar-Syndrom

“Die Situation ist völlig außer Kontrolle”, ließ der Statthalter der ehemals mongolischen Stadt Bulgar berichten. “Wir verlangen hier extrem hohe Steuern doch die Leute sind alle Glücklich und vermehren sich wie die Karnickel. Wenn dieses Wachstum so weitergeht, haben wir hier bald die Pest am Leib.” Von Seiten der königlichen Administration war zu den Vorfällen in Bulgar keine Stellungnahme zu erhalten.

Sarkel – das neue Rom?

Rom, die Ewige Stadt, wird schon seit geraumer Zeit von Antiochia und Jerusalem gemieden. Das ehemals diplomatische Zentrum der Welt wird lediglich von Venedig, Mailand und Polen genutzt – obwohl gerade diese Mächte auch zahlreiche andere diplomatische Kanäle haben. Wer stattdessen mit den Herren aus dem Nahen Osten sprechen will, muss nach Sarkel kommen. Dort residieren die Botschafter der beiden Mächte und lassen es sich gut gehen.

Gerüchteküche: Expeditionsarmee gegen Oslo

Ein paar Spinner im Danziger Hafen behaupten, dass die Prätorianer des Königs auf einem Schiff zugestiegen seien. Weiterhin wollen sie rund 1.000 Mannen gesehen haben, die die königliche Truppe begleitet haben. Die Schiffe sollen Richtung Oslo aufgebrochen sein. Spinner!

 

T
eutonia und Polen schenkten sich nichts: der Totale Krieg zwischen beiden Staaten wütete und forderte zahllose Opfer. Bauern, Soldaten und Mitglieder der Königsfamilie kämpften und starben Seite an Seite in diesem erbarmungslosen und so überflüssig wirkenden Kampf. Doch lest selbst.

Kalmar wird belagert

Es waren venezianische Diplomaten, die die schlimme Nachricht überbrachten: “Kalmar wird belagert, unsere Auslandsaufklärung hat es bestätigt” brachte der forsche Lagunenmensch aus Italien die Lage auf den Punkt. Zur Entlastung Kalmars wurde eine kleine teutonische Stadt im hohen Norden angegriffen und überrannt. Bei dieser Gelegenheit fand auch der amtierende Hochmeister Teutonias sein Ende. Leider führte dieser Angriff nicht dazu, dass Teutonia seinen Würgegriff um Polens größte Stadt löste.

Ziemowit Banaszak ist tot

Er war der dritte leibliche Sohn des alten Königs Wladyslaw – und er fiel in diesem Jahr für Polen. Um einen Teil der teutonischen Truppen von Marienburg wegzulocken, bedurfte es eines selbstlosen Angriffes eines unterlegenen Heeres gegen die unbarmherzigen Hornhelmträger. Diesen Angriff kommandierte Ziemowit Banaszak bis zum Ende. Seine Truppen waren letztlich unterlegen, doch brachten sie genug Mannen vor die Tore Marienburgs, auf dass ein direkter Angriff auf die Feste des Feindes zu gelingen vermochte.

Schlacht um Marienburg ist ausgetragen

Niemand geringeres als König Zbigniew höchstselbst kommandierte zusammen mit Joachim von Gdansk und Radoslaw Kulwiec den finalen Schlag gegen die Marienburg. Knapp 2.000 Mann führten sie in die Schlacht, was nur deshalb funktionierte, da Ziemowit Banaszak mit seinen Truppen den Feind bereits erheblich geschwächt hatte. Knapp 900 Teutonen haben Marienburg verteidigt – und sind bei dem Versuch gescheitert.

Nachgeplänkel

Nach der Eroberung Marienburgs vagabundierten noch einige hundert Teutonen in der Region herum. Um dieser Gefahr ein für allemal Herr zu werden, befahl König Zbigniew auch hier direkt den Angriff – und löschte Teutonia auf dem europäischen Festland aus. Nun ist es an der Zeit, sich auf die skandinavischen Besitztümer der Hornhelmträger und auf deren Belagerung von Kalmar zu konzentrieren.

I
m Winter 1215/1216 AD vernahm jedermann und jedefrau im Westen Polens große Geschäftigkeit. Vom ersten Schock ob Teutonias Stärke erholt, sammelte sich das Reich und bereitete den Totalen Krieg gegen Teutonia vor. Und das ward zu berichten…

Burgen zu Städten

Im Osten Polens, auf den Gebieten der ehemaligen Mongolei, wurden auf Geheiß des Königs die Burgen Christburg und Ryazan zu Städten umgebaut. Blühende Landschaften, Handel und Fröhlichkeit sollten das Bild vom “neuen Osten” prägen. Ein Hoch auf unseren Visionär, König Zbigniew!

Bohemunds Söhne, Polen braucht euch!

In der Hafenstadt Kutais, am ehemaligen polnischen Brückenkopf zu Mongolias Südgrenze, ersucht in diesem Halbjahr der örtliche Truchsess offiziell die Hilfe Antiochias. Er sandte einen Boten ins Fürstentum, um dort die missliche Lage zu verkünden. In Kutais kommen die Christen auf keinen grünen Zweig – und Polen vermag es nicht aus eigener Kraft, genügend Priester in die Stadt zu bringen. Würde Antiochia den Polen in dieser schweren Stunde beistehen und Bohemunds letzten Willen, einem starken Bündnis zwischen den beiden Staaten, einmal mehr zur Geltung verhelfen?

Wachstum außer Kontrolle

Pawol der Ehrenwerte, ein erfahrener und zutiefst loyaler Haudegen des Königreichs, meldete in diesem Halbjahr ebenfalls Probleme aus dem tiefen Osten Polens. In der Stadt Bulgar am Ostrand ist – wider erwarten – das Bevölkerungswachstum völlig außer Kontrolle geraten. Trotz hoher Steuern und sichtbaren Kriegsschäden wächst die Bevölkerung rapide. Ernährungs- und Hygieneprobleme bereiten der örtlichen Administration bereits große Sorge. Beten wir, dass nicht erst die Pest das Wachstum stoppt.

Spanien soll wieder in den Club

Das diplomatische Außenamt Polens musste in diesem Halbjahr Verhandlungen mit einer spanischen Prinzessin im polnischen Hohheitsgebiet abbrechen, da in der gegenwärtigen Situation keine sinnvollen diplomatischen Handel möglich erschienen. Das Außenamt empfiehlt, dass der Allianzrat seine Bündnisse einheitlich gestalten sollte.

Bekommt Jerusalem Stützpunkt in Nordeuropa?

“Warum können diese Leute vom Tempelberg ihre Verhältnisse nicht ordnen?” polterte König Zbigniew durch den Thronsaal, als er den Rapport des Außenamtsleiters empfing. “Mein Gott, ist es denn wirklich so schwer, die Allianz mit Teutonia zu kündigen?” Der aufs äußerste erregte König gab wenig auf seine Berater, die ihm glauben machen wollten, Jerusalem hätte schlichtweg keine Diplomaten vor Ort. Nicht in Paris, nicht in London, nichtmal in Frankfurt, Danzig oder sonstwo in Nordeuropa. Diese akute Unterrepräsentanz war einer Großmacht des Nahen Ostens unwürdig, befand der König. “So richtet denn dem Herrn vom Tempelberg aus: wenn er einen Stützpunkt in Nordeuropa sucht, wird Polen ihm eine Region im Tausch für eine gleichwertige Siedlung geben. Gesprochen und verkündet!”

Schlachthaus Marienburg

Die letzte teutonische Stadt auf Kontinentaleuropa ist die Festung Marienburg. Schätzungsweise 1.200 Hornhelmträger stehen hier hinter dicken Festungsmauern unter Waffen. Um Marienburg herum formiert Polen seinen Truppen – und plant den Angriff in zwei bis drei Halbjahren. Gut 3.200 Mann werden bis dahin vor Ort sein, angeführt von König Zbigniew höchstpersönlich. Sogar Kronprinz Leszek erwägt eine Teilnahme am Unternehmen “Fleischwolf”.

Kalmar in Gefahr

Im äußersten Nordwesten des polnischen Staatsgebiets holt unterdessen Teutonia zum Gegenschlag aus. Zwei schwer bewaffnete Heere sind auf dem Weg zu einer der größten Städte Polens, der Handelsstadt Kalmar. Kalmar ist eine große und reiche, aber leider auch militärisch unterentwickelte Stadt. Die örtliche Administration hat zwar jede Menge Truppen dort versammelt, jedoch zumeist nur einfache Speerträger oder Bogenschützen. Schwere Zeiten stehen bevor.

Der alte Mann in Rom soll weg

“So sendet denn dies an meinen Freund, den Dogen”, fuhr Zbigniew in Gedanken versunken fort:

  1. Die römische Autorität wird nicht länger von Polen befürwortet. Stattdessen wünschen wir uns, dass Mailand seine Truppen gegen Rom zu Felde ziehen lässt und die klerikale Knute in die Hände des Allianzrates legt.
  2. Polen regt an, dass Venedig den Vorstoß Mailands unterstützt. Im Gegenzug soll Mailand den Venezianern angemessene Unterstützung bei der Eroberung von Siedlungen des Deutschen Reiches leisten.
  3. Solange der Konflikt mit Rom und dem Deutschen Reiche besteht, wird Polen nicht auf einen Krieg gegen Ungarn drängen. Stattdessen soll es Venedig obliegen, den rechten Zeitpunkt zu benennen.
  4. Polen selbst wird innerhalb der nächsten sechs Halbjahre keinen Angriff gegen das Deutsche Reich unternehmen, da zunächst der Krieg gegen Teutonia und später eventuell noch die Befriedung Ungarns durchgeführt werden soll. Die militärischen Kapazitäten genügen für eine Sicherung der polnischen Grenzen zum Reich, nicht jedoch für einen Angriff in dieser Zeit.

B
lut! Gemetzel! Tod! Ein totaler Krieg hat Teutonia und Polen erfasst. Ehemalige Nachbarn bekämpfen sich bis aufs Blut, ohne Gnade oder Rücksicht. Was für ein kaputtes Land, dort, im Norden Europas.

Schlacht um Königsberg

Die Stadt Königsberg wurde von 894 Teutonen gehalten und von 2.821 Polen angegriffen. Drei Generäle kommandierten Truppen beim Angriff auf die teutonische Siedlung, zwei von ihnen kamen nicht mehr zurück. Mit Bedauern gibt das Königreich Polen den Tod der Generäle und Familienmitglieder Joachim Kulwiec und Mieszko Sandomierz bekannt. Ebenfalls den Tod fand Anshelm von Schwarzenburg, Hochmeister der Hornhelmträger.

Königsberg – letztlich gefallen

In einem mehrstündigen Gefecht unter der Führung des Generals Joachim von Gdansk konnte Teutonia letztlich niedergerungen werden. Insgesamt starben auf beiden Seiten 2.550 Soldaten. Statistisch fielen auf jeden Teutonen zwei Polen, was die Generalität mit großer Sorge erfüllt. Schließlich steht die Festung Marienburg mit rund 1.200 Teutonen noch vor der Eroberung

Marienburg – die Hochburg Teutonias, Polens Nemesis?

Die Festung Marienburg gilt innerhalb der polnischen Generaltiät als uneinnehmbar, was jedoch von König Zbigniew nicht anerkannt wird. Der König selbst plant in zwei Halbjahren am Schlachtfeld einzutreffen um dann mit etwa 3.500 polnischen Soldaten die Stadt zu belagern. Die bestehende Belagerung wurde vorerst abgebrochen, die Truppen formieren sich neu. Ein Angriff ist aufgrund der zu erwartenden Verluste nicht geplant, eine unbefristete Belagerung soll es bis auf weiteres richten. Ob das gut gehen kann?

D
er Angriffsbefehl war gegeben, es war eine der schwersten Entscheidungen des alten Königs Zbigniew. Militärisch sind des Königs Truppen den Hornhelmträgern unterlegen, nur die schiere Masse an Soldaten lässt derzeit noch etwas Hoffnung auf polnischer Seite bestehen.

Fernerkundergilde in Arensburg bekommt Meisterrang

Die Ostsee ist seit vielen Jahren Dreh- und Angelpunkt der polnischen Wirtschaftskraft. Ein gutes Dutzend Schiffsrouten wurde bereits etabliert – und dank der verbesserten Fernerkunder-Gilde werden es sicher bald noch viele mehr. Und sollte Teutonia emigrieren, werden die Fernerkunder es mitbekommen.

Diplomatische Isolation vom Allianzrat gefordert

Der König von Polen fordert Jerusalem und Venedig auf, bis zur Klärung der Hornhelm-Frage die diplomatischen Beziehungen zu Teutonia ruhen zu lassen. Die Zusicherung der Allianz ist ein unerwünschtes Signal an den militärischen Gegner.

Polen stellt Teutonia auf dem Festland

Die Festung Marienburg und die Siedlung Königsberg stehen in diesen Tagen unter Belagerung. Zwei technologisch schwache, aber dafür stark besetzte Heere, belagern die feindlichen Siedlungen. Darüber hinaus hat die polnische Marine sämtliche teutonischen Häfen abgeriegelt.

Fraunce Heaven wird angegriffen

Am Ende des Halbjahres vermeldeten Kundschafter aus Arabien, dass Fraunce Heaven aus Jerusalem in einen Kampf mit Rebellen verstrickt wurde. Der General vom Tempelberg wurde offenbar vom Ausfall einer Rebellenarmee kalt erwischt. Das Königreich wünscht Herrn Heaven alles Gute für die bevorstehende Schlacht.

E
s war ein gutes Jahr für die polnischen Streitkräfte in Mongolia. König Zbigniew war erleichtert – offenbar war der Herr den Polen wohlgeneigt.

Krieg gegen Mongolia

Eine mongolische Siedlung im äußersten Nordosten Mongolias konnte von den polnischen Kreuzrittern im Sturm genommen werden. Ein Exterminatus der örtlichen Bevölkerung fand nicht statt.

Benchmark

Im Allianzrat kam kürzlich die Frage auf, wie Polen in den letzten Jahren seine Finanzen organisiert hat. Der Bitte um Offenlegung der Bücher kommt König Zbigniew gerne nach. Möge die Transparenz zwischen den Staaten zum Wohle aller geschehen.

Gerüchteküche

In Polen geht das Gerücht um, dass Zbigniew mit einem Auge auf die schwach befestigten Teutonischen Stellungen  auf dem europäischen Festland schielt. Die beiden verbliebenen Siedlungen sind nur schwach besetzt. Da Teutonia durch den Krieg gegen Norwegen Truppen gebunden hat, ist die Gelegenheit günstig. Doch das sind alles nur Gerüchte…