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um Jahreswechsel 1223/1224 verstarb sie, die Grande Dame der großen polnischen Nation. Agnes von Polen, die diplomatische Protagonistin des Königreichs, weilt nicht mehr unter uns. Sie war der letzte Nachkomme des großen Wladyslaw, jetzt ruht sie bei ihren Geschwistern Ziemowit Banaszak, Boleslaw und Zbigniew. Namen wie Donnerhall, eine Generation voller Macher, Polen trägt Trauer und verneigt sich vor diesen Heroen der Geschichte.

Gerüchteküche

Ob des Ablebens der polnischen Prinzessin ranken sich allerhand Gerüchte. In der Öffentlichkeit wird ein gewaltsamer Tod dementiert, der Verdacht einer Straftat bleibt jedoch weiter im Raume stehen.

Andrew von Ungarn, der Letzte der Alten Garde

Andrew ist zwar “nur” angeheiratet, ist aber nun der Letzte noch lebende polnische Führer, der direkt unter dem alten Wladyslaw gedient hat. Obwohl der Tod seiner Frau ihn schwer mitgenommen hat, ist er weiterhin bestrebt für Ruhe und Ordnung auf der Krim und im Osten zu sorgen.

Nachruf auf Agnes

In Gedenken an die große alte Dame der polnischen Nation hat Polens Hofbarde Nummer 1, der feine Herr Jutjub, eine Folklore verfasst.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sxSMY_RT2NA

Unterstützung für Jerusalem

Trotz der traurigen Umstände lag die große Politik in Polen nicht brach. Polens Kreuzfahrerheer ging vor Arguin an Land und belagert nun die Stadt der Muslime. Ziel der Polen ist, die Stadt wieder zurück in den Schoß Jerusalems zu führen.

Die Akte Norwegen

Die Generalität teilt dem Dogen von Venedig mit, dass in vier Halbjahren ein vernichtender Schlag gegen die Norweger geführt werden wird. Zwar sind zwei von drei Siedlungen in direkter polnischer Nachbarschaft, die letzte Siedlung hingegen wird im Kanal zwischen England und der irischen Insel vermutet. Da Norwegen komplett in einer Angriffswelle fallen soll, bittet Polen seinen Verbündeten noch um etwas Geduld.

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h welch’ schwarzer Tag, welche Trauer, welcher Schmerz. Polen beklagt heute den Verlust seines größten Helden denn unser guter König Zbigniew ist von uns gegangen. Friedlich entschlafen ist er in der Feste Oslo, in Sichtweite der Dänen und Norweger, wo er wache hielt nach Osten und nach West. Wir wären dir überall hin gefolgt, unser Bruder, unser Hauptmann, unser König, doch diesen Weg musst du alleine gehen.

Zbigniews letzte Ruhestatt

Dem Weg seines Vaters folgend, wurden die sterblichen Überreste des Königs in die Familiengruft nahe Krakau gebracht. Dort liegt er nun, Polens größter König, neben seinem Ahnherr. Seite an Seite wachen Zbigniew und Wladyslaw nun über die Sterblichen, die die Geschicke Polens zu lenken haben. Mögen die Geister der Altvorderen den Lebenden beistehen.

Familiengeschäfte

Die Trauerfeier zu Ehren des Königs fand im engsten Familienkreis statt. Neben Altkönigin Dorotha, der Frau des Verstorbenen, nahmen seine drei noch lebenden Nachkommen nebst Partnerinnen sowie 12 Enkel an der Begräbniszeremonie teil. Agnes von Polen und Andrew von Ungarn mussten der Feier fernbleiben, da sie dienstlich im Nahen Osten zu tun hatten und unabkömmlich waren.

Altkönigin Dorotha, Prinzessin Jadwigi und König Leszek

 

Rückblick 1201 AD – Zbigniew übernimmt die Macht

Mit dem Tod des guten Königs Wladyslaw übernahm Zbigniew im Alter von 40 Jahren das Königsamt in Polen. Polen hatte damals etwa 40% seiner heutigen Größe. Zbigniew sah sein Reich durch zahlreiche Gefahren bedroht, Teutonen, Russen, Mongolen, Ungar und Deutsche rasselten mit den Säbeln, so wie einst auch Lithuania. Kurzum: An ihrer aller Ende waren Zbigniew und seine Mannen beteiligt.

Polen im Jahre 1221 AD

Heute übergibt unser Herr Zbigniew einen gut bestellten Hof an seinen Nachfolger. Das Land prosperiert, ist schuldenfrei und hat eine international anerkannte AAA+ Bonität. Polnische Berater sind überall gern gesehen, selbst beim aktuellen Kreuzzug ist das Land vertreten. In den 21 Jahren seiner Herrschaft hat Herr Zbigniew Polen in eine strahlende Zukunft geführt – und seinem Nachfolger wahrlich große Fußstapfen hinterlassen. Der König ist tot, hoch lebe der König! König Leszek und Prinz Bronisad, sie leben hoch! Hoch! Hoch!

Randnotizen

  • Die Finanzadministration zeigt sich verwundert, dass Polen in diesem Halbjahr seine liquiden Mittel auf einen zweistelligen Betrag absenken konnte. Experten sprechen davon, dass die Märkte aufgrund des plötzlichen Todesfalls unerwartet nervös reagiert haben.
  • Die Generalität gibt bekannt, dass kommendes Halbjahr der präventive Erstschlag gem. Anordnung von König Leszek gegen Dänemark erfolgen kann. Es sollen vier Siedlungen zeitgleich erobert werden.
  • Der königliche Baumeister gibt bekannt, dass Danzig zu Ehren des Altkönigs Zbigniew besonders schöne Ballistentürme erhalten wird.

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er gute König von Jerusalem verweilte noch immer bei seinen Baumeistern, Architekten und Zimmerdamen, so dass Andrew von Ungarn einmal mehr die Regierungsgeschäfte auf dem Tempelberg übernahm. Freud und Leid versprach die Aufgabe in diesem Halbjahr.

Finanzen nach Art des Wladyslaw

Andrew hielt hocherfreut die Ergebnisse seiner Statistikbehörde in den Händen. Jerusalem war auf Platz 3 der finanziell potentesten Staaten, lediglich hinter Polen und Portugal. Auch die Produktion entwickelte sich gut – und im Gesamtländervergleich war ihm immerhin ein respektabler fünfter Platz sicher.

Pest in Ayla

Im Südosten des Reiches ist völlig unerwartet in einer gut 9.000 Mann zählenden Gemeinde die Pest ausgebrochen. Der örtliche Kommandant hängt fest und harrt mit seinen Truppen aus. Die Lokalverwaltung hofft, durch niedrige Steuern und zusätzliche Soldaten die Situation unter Kontrolle behalten zu können.

Arguin gefallen

In einem heroischen Einsatz schaffte Hauptmann Loefwine das unmögliche. In Unterzahl, ohne kampferfahrenen General und nur durch ein paar Katapulte unterstützt, stürmte er mit vier Einheiten Infanterie die südwestlichste Stadt in Afrika. Das rebellische Arguin wehrte sich standhaft, fiel jedoch letztlich an den Hauptmann. Leider wurde dem Hauptmann die Beförderung zum General verwehrt, da er nach der Schlacht nicht mehr aufgefunden werden konnte.

Das Pack in Arguin

“Hätte ich das doch nur vorher gewusst”, ächzte Andrew von Ungarn nach der aufwändig gewonnenen Schlacht. In typisch polnischer Manier hatte er die Stadt lediglich besetzt – um dann festzustellen, dass kein einziger Christ unter dem rebellischen Pack zu finden war. Da verwundert es kaum, dass die Zufriedenheit im Volk bei gerade mal 10% stand. Andrew hoffte, dass die Siedlung durchhalten würde, bis weitere Truppen rekrutiert werden konnten.

Hoch gepokert

Die planmäßig übergebene Stadt Tarabulus machte in diesem Jahr unerwartet Ärger. Die Kreuzfahrer mussten abrücken, so dass eine kleine Wachgarnison das Kommando übernehmen musste. Auch hier sank die Zufriedenheit ins bodenlose, gerade mal 70% halten der Regierung in Jerusalem die Treue. Andrew hofft inständig, dass das Königreich in diesem Halbjahr die Sticheleien der Rebellen übersteht.

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erusalem im Jahre 1220 AD. Der Hohe Herr vom Tempelberg war noch immer mit der Gestaltung seiner neuen Residenz beschäftigt; und so ließ er nach Andrew von Ungarn schicken. Der engagierte polnische Nahost-Experte übernahm einmal mehr die Rolle des Obersten Landverwesers in Jerusalem.

Handel mit Antiochia

Die Beziehung Jerusalems zu Antiochia war in diesen Tagen “komplex”, dass konnte Andrew schnell feststellen. Ein offizielles Angebot Antiochias stand im Raum, was jedoch vom König in Jerusalem noch nicht beantwortet war. Allein das machte die Verwaltung schwer, wollte doch der Landverweser nicht in die globale Politik Jerusalems eingreifen. Nun jedoch stand eine Entscheidung an: Antiochia wollte die strategisch wichtige Siedlung Tarabulus abgeben und bat um Kompensation. Andrew ordnete an, dass man Antiochia 5.000 Goldstücken aus der Schatzkasse des Tempelbergs aushändigen solle.

Der Tempelberg ist schwarz

In Gedenken an seinen Schwiegervater, den großen Wladyslaw “McKinsey”, widmete sich der Landverweser auch diesmal den Einnahmen und Ausgaben des Reiches. Forts wurden errichtet, Einheiten verschoben und kleinere Truppen in Maßen hinzugekauft. Priorität hatte die wirtschaftliche Expansion, danach kam die Bedienung des Kreuzzugs und die sonstigen militärischen Verpflichtungen. Bereits im nächsten Halbjahr würde die Strategie Früchte tragen, die Einnahme einer Rebellensiedlung und die Übernahme Tarabulus sollten dem Reich zusätzlichen Wohlstand bescheiden.

Beziehungen zu Portugal und Antiochia

Prinzessin Deonisia Harfford sprach persönlich mit Portugiesen und Venezianern. Die Diplomaten der Gegenseite erlagen dem Charme der jungen Prinzessin augenscheinlich und rapportierten an ihre Königshäuser die besten Empfehlungen. Da verwundert es nicht, dass kurz darauf die Bestätigung ankam: Jerusalem wird geschätzt auf der internationalen Bühne.

 

 

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m Sommer 1219 AD war es abermals Andrew von Ungarn, der in Jerusalem auf dem Tempelberg die Regierungsgeschäfte des Königreichs führte. Und wie. “Hat hier schon mal jemand etwas von Vergleichszahlen gehört?!” giftete er die Hohen Finanzbeamten an, die ihm pausenlos erzählen wollten, dass doch alles in Ordnung sei. “Der Vater meiner Braut war niemand geringeres als der alte Wladyslaw, genannt McKinsey. Ihr werdet mich noch kennenlernen, dass wird hier ab sofort alles anders!” Gesagt, getan.

Ein Brief an die Allianz

“Werte Vertreter des Allianzrates, als Sprecher der Regierung Jerusalems sehe ich mich in der Pflicht, die Runde darauf hinzuweisen, dass das Königreich Jerusalem bedingt durch lange und aufreibende Schlachten gegen die Ungläubigen im Süden hohe Kosten zu tragen hatte. Das Schicksal hat es so gewollt, doch wir wollen uns diesem Schicksal nicht ergeben. So bitte ich euch fürdahin, unsere Notlage zu sehen und uns im besten Sinne brüderlich zu unterstützen.” Mit diesen Zeilen schloss Andrew sein Schreiben ab, in der Hoffnung, dass der Allianzrat ihm auf seinem Neuen Weg für Jerusalem unterstützen würde.

Brief an den Papst

Andrew fuhr fort, seinem Schreiben zu diktieren. “An den Papst in Rom… und so weiter… bedanken wir uns recht herzlich… und untertänigst… für eure Zustimmung, gegen die Ungläubigen im Südwesten einen Kreuzzug auszurufen. Jerusalem wird dem Ruf folgen und sein möglichstes Tun, auf dem Weg des Kreuzzugs möglichst viele maurische Städte zu erobern. Wir bedanken uns nochmals… habt dank…” Zufrieden lächelte Andrew vor sich hin. Dank des Kreuzzugs würden Jerusalems Truppen das riesige Nordafrika in doppelter Geschwindigkeit bei verringerten Kosten einnehmen können. Der gutherzige Pole war zufrieden.

Kondolenz am Tempelberg

In der großen Kirche auf dem Tempelberg wurde zum Beginn des Jahres die Frau des Königs beigesetzt. Frau Aldet Hafford entschlief friedlich zum Jahreswechsel 1218/1219. Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt, zu der auch Jerusalems Oberster Landverweser, Andrew von Ungarn, eingeladen war.

Ein Brief an Antiochia

“An den Erben Bohemunds”, so begann Andrew seinen Brief an den Herren von Antiochia. “Wir haben euren Vorschlag geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir keine Teilung Nordafrikas wollen. Spanien und Nordafrika sind gute Ziele für jeden von uns. Derjenige, der Spanien nimmt, soll fern bleiben aus Nordafrika – und umgekehrt. Wir selbst wollen Nordafrika an unser Land anschließen und kompensieren natürlich auch eure bisherigen Eroberungen dort. Gleichfalls würden wir aber auch nach Spanien ausweichen, so ihr es nicht selbst beansprucht. Spanien bietet mindestens neun gut entwickelte Provinzen, die allesamt ertragreicher und besser vernetzt sein dürften als die afrikanischen Wüstenstädte. Da wir uns außerdem nicht imstande sehen, einen Frieden mit Spanien zu erreichen, sind wir gewillt den Torreros eine gebührende Lektion zu erteilen.”

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m Winter 1218 AD entfesselte König Zbigniew, genannt der Killer, den Zorn seiner Heerscharen über Europa. Er selbst setzte sich persönlich an die Spitze des Angriffs gegen die verhassten Hornhelmträger, deren letzte Zuflucht er höchtpersönlich aushob. Doch lest selbst.

Zbigniew vs. Oslo

Eine polnische Armada tauchte vor Oslo auf, doch da war es auch schon zu spät. Mit über 1.000 Mann und schwerem Belagerungsgerät stürmte Zbigniew von Bord und nahm die teutonische Feste Oslo im Sturm. Der Hochmeister des Ordens fiel der ersten Welle zum Opfer, der Rest war ein reiner Arbeitssieg.

Teutonia ade

“So freue ich mich, euch verkünden zu dürfen, dass der Deutschritterorden unsere Allianzgeschäfte nicht weiter stören wird”, formulierte Zbigniew seinem Schreiber, als er mit einem zufriedenen Lächeln im Thronsaal Oslos Platz nahm. Die Füße auf dem Tisch, das Schwert lässig angelehnt, genoss der König der Polen sichtlich seinen Sieg. Nun blieb ihm nur zu hoffen, dass seinem General in Ungarn ähnliches Schlachtenglück beschieden wäre.

Azov gegen Nürnberg

“An den Herren von Venedig”, fuhr Zbigniew weiter fort, “ich habe meine Diplomaten angewiesen, euch umgehend Nürnberg im Tausch gegen Azov anzubieten. Ich bin nicht stolz auf diesen Handel, will ihn aber sobald als möglich hinter mich bringen. Wie ihr wisst, ist die Entscheidung der Herausgabe Nürnbergs nicht unumstritten – und mit jedem Tag der vergeht, steigt das Risiko einer Störung dieses Geschäfts. Verbunden mit dem Tausch ist die Absprache, dass Hamburg, Skandinavien und Nordengland Polen zugeschlagen werden. Wenn dies euer Wille ist, willigt in den Tausch ein. “

Nürnberger Nabelschau

Verbunden mit dem Schreiben Zbigniews an seinen venezianischen Amtskollegen kam eine Auflistung der Besitztümer der Stadt Nürnberg. Die 11.600 Einwohner erzeugen selbst bei schlechter Ernte ein halbjährliches Steuereinkommen von ca. 1.900 Goldstücken. Da die Stadt bestens vernetzt ist mit den europäischen Metropolen, stehen weitere Einnahmesteigerungen zu erwarten.

Angriff auf Ungarn

Joachim von Gdansk, dem Helden der Schlachten von Königsberg und Marienburg, kam die Ehre zuteil, Polens Ungarnfeldzug zu leiten. Wie es mit dem Dogen von Venedig besprochen war, griff Polen im abgelaufenen Halbjahr an und eroberte die Stadt Buda im Sturm. Unterstützt wurde Feldherr von Gdansk von einem unbekannten Hauptmann namens Wladyslaw. Ein gutes Omen stand über der Schlacht.

Ein Stern leuchtet über Buda

Obwohl das polnische Militär traditionell eher durch günstige denn durch technologisch fortschrittliche Einheiten glänzt, konnte in der Schlacht um Buda erstmals polnische Hochtechnologie eingesetzt werden. Zwei Mangoneln vom Typ V2 nahmen an der Schlacht teil und hielten blutige Ernte auf dem Marktplatz von Buda. Die Heeresleitung bezeichnete den Einsatz dieser Waffe als “kriegsentscheidend”.

Rebellenheer im polnischen Kernland

In einer sich zurückziehenden französischen Kreuzfahrerarmee kam es kürzlich offenbar zu einer Rebellion, in deren Folge sich die Soldaten von Frankreich abwandten und zu rebellischem Gesindel wurden. Leider strolcht dieses Gesindel nun im polnischen Kernland herum, so dass Polen sich zu einer Intervention gezwungen sieht.

Militärparade in Danzig

“Ich bin tief beeindruckt von Jerusalems Militärmacht”, schrieb Andrew von Ungarn an seinen Herren, den König von Polen. Das ließ sich dieser nicht zwei Mal sagen und beorderte umgehend einen Rapport aller polnischen Heeresgruppen, um sie der Allianz zur Verfügung zu stellen. Sodann gilt: nach aktuellen Schätzungen befehligt Polen ca. 10.000 Mann verteilt auf ca. 10 Heere. Dazu kommen noch ein paar Einheiten Stadtwachen und in Forts stationierte Wachgarnisonen.

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eutonia und Polen schenkten sich nichts: der Totale Krieg zwischen beiden Staaten wütete und forderte zahllose Opfer. Bauern, Soldaten und Mitglieder der Königsfamilie kämpften und starben Seite an Seite in diesem erbarmungslosen und so überflüssig wirkenden Kampf. Doch lest selbst.

Kalmar wird belagert

Es waren venezianische Diplomaten, die die schlimme Nachricht überbrachten: “Kalmar wird belagert, unsere Auslandsaufklärung hat es bestätigt” brachte der forsche Lagunenmensch aus Italien die Lage auf den Punkt. Zur Entlastung Kalmars wurde eine kleine teutonische Stadt im hohen Norden angegriffen und überrannt. Bei dieser Gelegenheit fand auch der amtierende Hochmeister Teutonias sein Ende. Leider führte dieser Angriff nicht dazu, dass Teutonia seinen Würgegriff um Polens größte Stadt löste.

Ziemowit Banaszak ist tot

Er war der dritte leibliche Sohn des alten Königs Wladyslaw – und er fiel in diesem Jahr für Polen. Um einen Teil der teutonischen Truppen von Marienburg wegzulocken, bedurfte es eines selbstlosen Angriffes eines unterlegenen Heeres gegen die unbarmherzigen Hornhelmträger. Diesen Angriff kommandierte Ziemowit Banaszak bis zum Ende. Seine Truppen waren letztlich unterlegen, doch brachten sie genug Mannen vor die Tore Marienburgs, auf dass ein direkter Angriff auf die Feste des Feindes zu gelingen vermochte.

Schlacht um Marienburg ist ausgetragen

Niemand geringeres als König Zbigniew höchstselbst kommandierte zusammen mit Joachim von Gdansk und Radoslaw Kulwiec den finalen Schlag gegen die Marienburg. Knapp 2.000 Mann führten sie in die Schlacht, was nur deshalb funktionierte, da Ziemowit Banaszak mit seinen Truppen den Feind bereits erheblich geschwächt hatte. Knapp 900 Teutonen haben Marienburg verteidigt – und sind bei dem Versuch gescheitert.

Nachgeplänkel

Nach der Eroberung Marienburgs vagabundierten noch einige hundert Teutonen in der Region herum. Um dieser Gefahr ein für allemal Herr zu werden, befahl König Zbigniew auch hier direkt den Angriff – und löschte Teutonia auf dem europäischen Festland aus. Nun ist es an der Zeit, sich auf die skandinavischen Besitztümer der Hornhelmträger und auf deren Belagerung von Kalmar zu konzentrieren.

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olen im Winter 1213/1214 AD. Überall im Königreich ist der Krieg zu spüren. Soldaten marschieren, junge Frauen weinen und eine düstere Stimmung liegt über dem Land.

Boleslaw ist tot – ermordet!

Der zweitgeborene Sohn von Wladyslaw “McKinsey”, seine Hohheit Boleslaw der Ehrenwerte, wurde in seinem trauten Heim Opfer eines feigen Mordanschlags. Die Geheimpolizei ist aufs äußerste besorgt ob dieser Entwicklung. König Zbigniew hat Konsequenzen angeordnet. Die verbliebenen drei Geschwister des alten Wladyslaw haben sich an geheime Orte in Polen zurückgezogen.

Handelsplatz Polen begrüßt ausländische Händler

Der Trust von Polen gibt bekannt, dass ausländische Händler weiterhin gute Geschäfte in Polen machen dürfen. Es wird jedoch darum gebeten, bereits von Polen besetzte Handelsplätze unberührt zu lassen. Darüber hinaus sollen Handelsplätze freigemacht werden, sofern die polnische Administration dies explizit wünscht.

In die Bresche

Die Situation vor Sarkel war dramatisch: Das Heilige Römische Reich belagerte an der Seite Antiochias die Stadt Sarkel. Vor ihnen die Tore des Feindes, hinter ihnen sieben große Feinesheere – allesamt nur einen Steinwurf entfernt. Ob dieser Gefahr warfen sich zwei polnische Kreuzfahrerheere in die Bresche, auf das den Alliierten der Rücken freigehalten werde.

Militärpräsenz vor Rom missfällt Polen

König Zbigniew gibt bekannt, dass er ob der militärischen Gebärden vor Rom verstimmt ist. Dem König ist nicht klar, was den neugewählten Papst zu dieser unnötigen Machtdemonstration bewegt. Polen hofft, dass in Kürze wieder Ruhe in Mittelitalien einkehren wird.

Das Ende des Kreuzzugs?

Zum Jahreswechsel 1213/1214 erreichte den Königshof in Polen eine Nachricht. Vor Sarkel war es zu einem großen Gefecht gekommen. Das Heilige Römische Reich hatte zum Sturm auf Sarkel geblasen, unterstützt von Antiochia. Da der Angriff zur Nacht erfolgte, musste Sarkel ohne Verstärkungstruppen kämpfen – und fiel. Ist das das Ende des Kreuzzugs?

Notizen am Rande

  • Der Herr Zbigniew lässt dem Dogen von Venedig ausrichten, dass es ihm eine Ehre war, Venedig helfen zu dürfen. Eine Kompensation für den brüderlichen Beistand ist nicht erforderlich.
  • Der Herr Zbigniew lässt den Allianzrat wissen, dass er bis auf weiteres sich nicht an den Angriffen gegen das Heilige Römische Reich beteiligen wird.
  • Weiterhin gibt der Trust bekannt, dass mit Revolutionen im äußerstesn Nordosten der polnisch besetzten Mongolei gerechnet werden muss. Durchreisendes Volk wird gebeten, die Gegend weiträumig zu umfahren.
  • Die Generalität lässt bei Venedig anfragen, ob es bereits einen konkreten Zeitpunkt gibt, zu dem Ungarn reintegriert werden soll?
  • Die Generalität lässt bei Antiochia anfragen, ob der Träger der Heiligen Lanze Bohemunds gewillt ist, Mongolia mit Stumpf und Stiehl niederzumachen?

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m Winter 1203 stand die polnische Außenpolitik unter massiven Druck. Die Verbündeten im Allianzrat waren allesamt auf Expansionskurs. Neuer Lebensraum fand sich offenbar überall – doch wohin sollten die Polen expandieren können? Umringt von Freunden sann König Zbigniew nach einer Eingebung.

Neues aus dem Tiefen Osten

An der Grenze von Antiochia zu Mongolia gingen zwischenzeitlich die polnischen Verteidigungstruppen in Stellung. Während sie sich auf einen Angriff durch die Pferdemenschen vorbereiteten, entdeckte die polnische Geheimpolizei einen Attentäter, der sich direkt hinter dem polnischen Heer befand. Der Attentäter wurde zweifelsfrei Jerusalem zugerechnet – also dem Land, dass eine Frau auf den Heiligen Stuhl eingeschleust hatte. Was ist nur los im Land der Kreuzfahrer?

Polen kauft Palanga

Prinzessin Rasia, ihres Zeichens Oberste Immobilienverweserin der Polen, hatte mal wieder zugeschlagen. Bestärkt durch den kürzlichen Coup bei der Erwerbung von Magdeburg ging sie diesmal auf die Dänen zu. “Verkauft uns doch Palagna, ihr wollt da doch gar nicht mehr wohnen” sagte sie den Wikingern auf den Kopf zu. Gesagt, getan: Nach einer zähen Verhandlungsrunde und der Aushandlung von Zahlungsbedingungen wechselte die Burg Palagna den Besitzer. König Zbigniew war sehr stolz auf seine kleine Prinzessin.

Das Vermächtnis des Wladyslaw McKinsey

Beim stöbern in alten Regierungsakten stutzte Zbigniew plötzlich auf. Sein Vater, der alte König Wladyslaw, hatte einen Plan zur radikalen Kostensenkung beim Heer ausgearbeitet. Der Plan ging davon aus, dass ein Fort zum einmaligen Anschaffungspreis von 2.500 Goldstücken zu bekommen sei. Jedes Fort könne mit drei Einheiten ausgestattet werden, die dann dort kostenfrei lagerten. Da die teuersten polnischen Militäreinheiten derzeit einen Sold von 250 Goldstücken pro Halbjahr verlangen, ist eine Kostensenkung leicht erreichbar. Bereits nach 4 Halbjahren hätte sich eine solche Investition amortisiert. “Dieser alte Fuchs”, dachte Zbigniew im Stillen und gab sofort den Befehl zur Errichtung mehrerer Forts im polnischen Herrschaftsgebiet.

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er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

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eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.

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m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

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er Generationenwechsel im Königreich Polen war im vollen Gange. Schon seit Monaten nahm König Wladyslaw nicht mehr aktiv die Regierungsgeschäfte wahr, stattdessen verweilte er lieber an der Adria. So kündet der heutige Bericht von den neuen Akteuren im Königreich.

Andrew – der starke Mann in Kutais

Kutais ist der östliche Brückenkopf im Schwarzen Meer, direkt an der Grenze zum Byzantinium, den Turkmenschen und dem gelobten Antiochia. Hier in Kutais herrscht Andrew von Ungarn, endlich wieder vereint mit seiner treuen Gemahlin Agnes von Polen. Und wahrlich, es gibt viel zu tun – hier, am Ende der Welt.

König Wladyslaw – der Beobachter

Wladyslaw hat das Ende seiner aktiven Zeit erreicht. Während seine Leibarmee in Krakau verweilt, ist er zusammen mit einigen wenigen getreuen ständiger Gast am Hofe des Dogen von Venedig. Wladyslaw gefällt sich in der Rolle des Betrachters, hat er doch erkannt, dass Kronprinz Zbigniew lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Katharzina – der neue Stern der Diplomatie

Die Tochter des Kronprinzen hat in diesem Halbjahr erstmals die politische Bühne betreten. Im zwarten Alter von 15 Jahren entsandte Prinz Zbigniew sie auf ihre erste diplomatische Mission. Zum Schrecken des Hofstaats startete Katharzina vom Smolensk aus, direkt gelegen an der Grenze zu Russland und Mongolia. Möge der Himmel ihr beistehen.

Prinz Zbigniew – der Heilige

Eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen, insbesondere bei der Kriegsführung Polens, brachte den Prinzen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile jedoch sind seine Entscheidungen allgemein anerkannt, immerhin prosperiert Polen unter seiner Führung und hat endlich wieder Landgewinne zu vermelden. Da passte es ins Bild des Volkes, dass der Kronprinz Heilig gesprochen wurde. Lang Lebe Prinz Zbigniew der Heilige.

Leszek – der Friedensstifter mit Russland

Der Lieblingsenkel des Königs Wladyslaw weilte mit seinen Mannen an der Ostgrenze. Umgeben von Russen und Mongolen sorgte er für Ordnung – mit beachtlichem militärischen Erfolg. Da verwunderte es kaum, dass die Russen zu Leszek kamen um ihn um Frieden zu bitten. Leszek willigte schließlich ein, ließ sich den Frieden jedoch mit einer russischen Festung und einigen hundert Goldstücken bezahlen. Er ist ja schließlich kein Unmensch.

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rneut weilte König Wladyslaw im Dogenpalast zu Venedig. Das wohlige Klima, die netten Menschen und die Entfernung zu Mongolia sprachen ihn allemal mehr an als die Zustände im Königreich Polen. Es war ihm ein Vergnügen, sein Können in Italien unter Beweis zu stellen. Und dies gab es zu berichten…

Rebellen in der neuen Welt

Venedigs Expeditionsflotte hat die erste halbwegs zivilisierte Siedlung ausgemacht. Die Eingeborenen nennen Sie Fortaleza, verwaltet wird sich von einem rebellischen Bürgermob.

Rohstoffe gefunden

Zum Glück bietet die Neue Welt nicht nur Rebellensiedlungen, sondern auch Bares. Gold und edle Hölzer wurden von der Expeditionsflotte entdeckt. Unumwunden ordnete Wladyslaw an, binnen zwei Halbjahren eine Schar Händler nach Venedika zu entsenden.

Terror im Byzantinium

Das große öströmische Reich erzittert in diesen Tagen unter dem Terror Venedigs. In Vorbereitung des bevorstehenden Landangriffs wurden die Grenzstädte, umherreisende Diplomaten und falsche Geistliche mit unnachgiebiger Härte gejagt. Byzantinium erzittere!

Der Angriff aufs Byzantinium

Binnen eines Halbjahres wird die Ostgruppe des Venezianischen Heeres in Tessaloniki einfallen. Der Plan ist gefasst, die Truppen entsandt. Lange wird es nicht mehr dauern.

Die Karte der Welt

Die sehr guten Vernetzungen Venedigs mit Diplomaten und Spionen ermöglichten es König Wladyslaw, ein einmalig korretes Bild der aktuellen machtpolitischen Situation aufzuzeichnen. Dem Allianzrat mit den besten Grüßen aus Venedig zur Verfügung gestellt.

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m Winter 1198 AD wurde unsere Welt um einen weiteren Kontinent bereichert.

Der ehrenwerte Admiral Dardi, Offizier der Venezianischen Maritimen Streitkräfte, stieß am 12. Oktober um exakt 22.00 Uhr auf Land. Zuerst sah er nur eine Möwe mit einem Lorbeerzweig, wenig später meldete der Ausguck “Land in Sicht!” Eine neue Ära von Dominanz und Wohlstand stand dem Venezianum ins Haus.

Zurück in der Tagespolitik: In Vertretung des ehrwürdigen Dogen von Venedig gab König Wladyslaw bekannt, dass Venedig von jetzt ab Ländereien des Byzantiniums beansprucht. Dies sind namentlich die Städte Tessaloniki, Arianopel und Istanbul. Ein Angriff auf das Imperium Byzantinium steht unmittelbar bevor.

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rieg! Prinz Zbigniew und des Königs Enkel Leszek waren sich einig – und zogen in die Schlacht. Die Militäroperation richtete sich gegen zwei russische Burgen, die beide Befehlshaber im Sturm erobern wollten.

Die Kriegserklärung

Während Wladyslaw noch auf der Rückreise von Venedig war, lies der Thronerbe die Russen wissen, dass es Zeit für eine Veränderung an der Ostfront sei. Zwischen Mongolia und dem Königreich Polen sei schlichterdings kein Platz mehr für die Russen, so der Thronfolger.

Der Angriff

Leszek und Zbigniew griffen gleichzeitig an verschiedenen Orten die Russen an. Sie zogen mit schwerem Gerät und blutrünstigen Mannen vor den Toren des Feindes auf – und stürmten sogar in Unterzahl eine der Russenfesten.

Sieg – aber knapp

Während Leszek seinen Auftrag mit nahezu keinen Verlusten und in kürzester Zeit erledigte, musste Zbiniews Truppe bluten. Nahezu die gesamte Streitmacht ging bei dem Angriff in Unterzahl verloren. Nicht ein Mann seiner Leibwache überlebte – er selbst kam mit zahlreichen Narben aus der Schlacht.

Andrew ist gelandet – das Byzantinium zittert

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Ehemann der rebellischen Agnes von Polen, ist in diesem Halbjahr plangemäß an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelandet. Zusammen mit seinen Mannen wird er voraussichtlich binnen zwei Halbjahren einen Stützpunkt an der Küste erobern und danach zum vereinbarten Treffpunkt mit Antiochia weiterziehen.

Polen und Mongolia vereinbaren militärischen Zugriff

In einer einsamen Entscheidung befahl Polens Thronfolger, dass der Spitzendiplomat Miszko Maraosz mit den Mongolen einen Pakt aushandeln solle. Gegen Zahlung einer nicht unerheblichen Summe und Gewährung militärischer Zugriffsrechte würde sich Polen im Gegenzug verpflichten, weitere Angriffe gegen die Russen zu unternehmen und Mongolia ebenfalls Durchmarschrechte einräumen. Mongolia willigte ein.

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aum ein halbes Jahr ist es her, dass Herr Bohemund von Antiochia seinen Sohn Reynald in der Schlacht um Yerevan verlor. Reynald starb vor den Augen seines Vaters.

Agnes von Polen, ihres Zeichens Spitzendiplomatin im Ruhestand, nahm die Nachricht vom Fall des Reynald zunächst noch gefasst auf. In Polen zeigte sie distanzierte Trauer, bat jedoch gleichzeitig darum, in den Nahen Osten abrücken zu dürfen um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wladyslaw gewährte und Agnes bezog Quartier in Jerusalem.

In Jerusalem war Agnes zunächst ganz Profi. Innerlich stand sie ob des Todes von Reynald noch unter Schock, nach außen hin blieb sie hart. Sie beriet die Regierung auf dem Tempelberg und empfahl sogar einen Angriff im Osten. Als alle Geschäfte getan war, zog sie mit einem kleinen Tross gen Antiochia um dort am Grabe des Prinzen Reynald um ihren Jugendfreund zu trauern.

In einer sternenklaren und ungemütlich-kalten Nacht trottete sie mit ihrer Leibgarde von Jerusalem aus gen Norden. Die Sterne wiesen ihr den Weg durch ein einsames Dorf an der Grenze. Während sie die Siedlung durchquerten, fiel ihr Blick in eine Taverne, in der junge Männer und Frauen ausgiebig lachten und fröhlich becherten. Eine Hochzeitsfeier einfacher Leute war im vollen Gange.

Da wurde es Agnes schwer ums Herz und sie begann zu weinen. Sie dachte an ihren Geliebten Andrew, der in Kürze gegen Mongolia in den Krieg ziehen musste. Sie dachte an ihren ungestümen Bruder Zbigniew, der das Königreich in den Krieg mit Russland führte. Und sie dachte an Reynald, der wegen ein paar Kilometer Land sein Leben lassen musste. Gott! Wie kurzsichtig die Männer doch waren und wie schlimm das Unglück, dass sie über ihre Familien brachten. Dieser Irrsinn musste aufhören. Sie würde handeln!

In Antiochia angekommen sparte sich Agnes den Weg zu Bohemund. “Wahrscheinlich erobert der greise alte Mann gerade mal wieder ein Türkendorf”, dachte sie bei sich. Egal! Sie hatte wichtigeres zu tun. Gemeinsam mit Reynalds engsten Freunden versammelte sie sich auf dem großen Martkplatz in Antiochia und rief zum Widerstand gegen die Expansionspläne von Polen, Jerusalem, Antiochia und den anderen Herrscherhäusern dieser Welt auf. Die Menge hatte Agnes bereits in Herz geschlossen, als die Prinzessin Polens erneut nach vorne trat. Sie ließ Wut und Trauer freien Lauf und erhob die Stimme…

Agnes war mit sich im Reinen, als die Stadtwache Antiochias den Marktplatz umstellte und die Versammlung aufzulösen versuchte. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einige Bürger Bohemunds ihr Leben verloren. Nach einigen Minuten beendete Agnes die Intervention und begab sich erhobenen Hauptes in den Gewahrsam der Staatsmacht Antiochias.

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eues aus Polen

Im Winter 1197 AD war Prinz Zbigniew immer noch im Besitz von Zepter und Reichsapfel des Königsreichs Polen. Sein Vater verweilte an der gemütlichen Adria, wo er angeblich unaufschiebbaren Geschäften nachging. Seine Schwester Agnes sorgte derweil auf dem Tempelberg für Ordnung – und so hatte unser junger Prinz endlich einmal Zeit, Regierungsarbeit nach seinem Gusto zu vollziehen.

Seeblockade erfolgreich abgeschlossen

Konteradmiral zur See Godzimir vermeldete mit Beginn des Halbjahres, dass die polnische Blockade der Ostsee erfolgreich gegriffen hat. Sämtliche ausländischen maritimen Streitkräfte sind nun außerhalb der polnisch deklarierten Gewässerzone. Ein Hoch auf den umsichtigen Admiral!

Neues von Prinz Andrew

Andrew von Ungarn, Ehemann der Agnes, hatte im letzten Halbjahr noch die Hoffnung, auf der Krim einen dauerhaften Stützpunkt des Königreichs errichten zu können. Leider stellte sich bei genauer Exploration heraus, dass die vermutete Rebellenstadt mittlerweile in der Hand Mongolias ist. Andrew verlor daraufhin keine Zeit und setzte seine Reise gen Antiochia fort. In nicht weniger als zwei Halbjahren wird er am verabredeten Landungspunkt eintreffen.

Die Infiltration von Novgorod

“Mongolia scheint sich seiner Sache ja sehr sicher”, wetterte der Prinz des guten Königs zum Chef der Geheimpolizei. “Wenn sie glauben, das die russischen Bauern nicht rebellieren, irren sie sich gewaltig. Sendet Priester, Agenten, Spione, alles was wir haben! Und macht ein Heer zur Übernahme der Stadt startklar!” Gesagt getan – und schon nach wenigen Wochen lag der Unruhefaktor in Novgorod bei 50%. Das Königreich Polen steht bereit, den Mob zu befrieden und die Ordnung wieder herzustellen.

Prinz Zbigniew gegen Smolensk

Der Sohn des guten Königs war sich sicher: Russland hat nur noch drei Länder. Zwei Burgen und die Stadt Kiev. Da Kiev von den Mongolen umstellt war und der Sohn des guten Königs den Fall der Russen kommen sah, mobilisierte er seine Streitmacht und rückte gen Smolensk vor. Die Siedlung ist bereits infiltriert und eine gut 400 Mann starke Angriffstruppe stand bereit. Nächstes Halbjahr wird der Hammer zuschlagen.

Leszek gegen Tzernigov

Der Enkel Wladyslaws war ebenfalls in die Angriffspläne Zbigniews eingeweiht. Zusammen mit knapp 700 Mann sollte er die Burg Tzernigov stürmen. Wie sein großes Vorbild Zbigniew lies auch er die Burg infiltrieren – und auch er stand bereits mit seinen Truppen auf Russlands Ländereien. Nächstes Halbjahr würde die Falle zuschnappen und er würde nicht versagen.

Die Heerschau möge beginnen

Kurz vor Jahresende kam Prinz Zbigniew zu dem Schluss, dass er seinen Freunden und Feinden mit einer imposanten Heerschau zeigen wolle, wo Polen heute stünde. “Sämtliche Generäle und Wladyslaws Leibgarde sollen rapportieren” bellte er dem Marshall des Königreichs zu. Und zu kam es, dass das Königreich sein militärisches Potenzial offenlegte.

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eues aus Venedig

Im Winter 1197 AD verweilte König Wladyslaw immer noch an der Adria. Auf Wunsch des Dogen hielt er die Stellung, während der Herr der Venezier sein Handicap für die Italian Open verbesserte.

Turnaround geschafft

Wladyslaw war erleichtert, als er vom obersten Buchhalter die Zahlen des Halbjahres erhielt. Die laufenden Einnahmen lagen deutlich über den laufenden Ausgaben, endlich. Der Laden war saniert und auf dem besten Wege zu neuem Wohlstand. Jetzt wurde es Zeit, sich mit der mittelfristigen Expansionsplanung zu beschäftigen. Wladyslaw machte sich einen Vermerk, dass er den Dogen hierauf in Kürze ansprechen müsse. Byzanz, Sizilien oder HRE boten sich als Ziele an – wohin die Reise gehen sollte, müsste der Doge jedoch selbst entscheiden.

Amerika wir kommen

Zu Beginn des winterlichen Halbjahres erreichte Wladyslaw die Meldung, dass die Expeditionsflotte gen Westen endlich Gibralta passiert hatte. Die Flotte war dort auf eine unübersehbare Präsenz der Mauren gestoßen, hatte ihren Weg jedoch ungestört fortsetzen können. In zwei Halbjahren würde die Flotte Amerika erreichen. Endlich!

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m Sommer 1197 AD weilte der gute König Wladyslaw in Venedig. Höchstpersönlich überwachte er die Regierungsgeschäfte an der Adria, stand es in diesen Tagen doch nicht besonders rosig um das Reich des Dogen. Gemeinsam mit dem Generalstab Venedigs ging der König die Anliegen dieser Tages durch.

Top 1: Angriff Siziliens gegen Mailand
König Wladyslaw strich sich durch den ergrauten Bart. Der Papst hatte Venedig ausdrücklich ermahnt, jedweden Angriff auf Sizilien zu unterlassen. Militärischen Beistand konnte er Mailand nicht anbieten – ganz davon ab, dass dafür auch schlicht die Finanzmittel gefehlt hätten. So ließ der gute König die Truppen in den Kasernen, löste aber zumindest das Bündnis mit Sizilien auf.

Top 2: Angriff Antiochias gegen das Türkenreich
Der Übergriff kam nicht unerwartet, dennoch musste auch hier eine Entscheidung getroffen werden. Aufgrund der guten Beziehungen zu Antiochia und des gemeinsamen kulturellen Hintergrundes entschied Wladyslaw, in diesem Konflikt auf der Seite Antiochias stehen zu wollen. Das Bündnis mit den Turkmanen wurde aufgelöst.

Top 3: Die Lage in Byzanz
Das große Byzantinium hielt zahlreiche Truppen unter Waffen, sowohl an dessen Westgrenze zu Venedig als auch im Landesinneren. Da kam es Wladyslaw wie gerufen, dass Ungarn in die Offensive gegangen war und mit einem Vorauskommando bereits die byzantinische Hauptstadt belagerte.

Top 4: Tessla e.V. reloaded
Am Midsommertag feierte Councillor Christiano mit seinen Mannen die Neugründung des legendären Tessla e.V.
Die Vereinigung dient dem Zweck, die Stadt Tessaloniki zu erobern und zu halten. Die Truppen stehen an der Grenze zum Byzantinium und warten auf weitere Befehle.

Top 5: Handelsflotte
Der Oberste Buchhalter Venedigs konfrontierte Wladyslaw mit der Erkenntnis, dass Venedigs Einnahmen durch Händler gerade mal 137 Goldstücke pro Halbjahr betrugen. Schockiert ob dieser äußerst geringen Zahl, befahl Wladyslaw den Abzug zweier Händler und beorderte diese auf ein Schiff. Ihr Ziel ist Italien, wo allein diese beiden die regelmäßigen Handelseinnahmen verdoppeln sollen.

Top 6: Friede mit dem Byzantinium
Blasio de Negri, seines Zeichens venezianischer Top-Diplomat, verhandelte auf Geheiß des guten Königs nahe Kutais mit dem Byzantinern. Unmissverständlich machte er den ehemaligen Oströmern klar, dass ihre Position recht bedauerlich sei. Nahezu alle ihre Häfen waren durch Venedig blockiert, Ungarn belagerte die Hauptstadt und eine große Streitmacht des Dogen war auf dem Weg nach Tessaloniki. Die Argumente waren stichhaltig – und nach genau zwei Verhandlungsrunden stimmten die Byzantiner einem Friedensvertrag mit Venedig zu. Im Austausch für Frieden und Handelsrechte erhielt Venedig die einmalige Summe von 25.000 Goldstücken…

Top 7: Sonderausgaben
Wie so oft führte die unplanmäßige Einnahme sofort zu unplanmäßigen Ausgaben. Rund 15.000 Goldstücke lies der gute König Wladyslaw in drei dringend benötigte Stadtmauern sowie einen Handelshafen investieren. “Endlich, wir sind wieder schwarz” dachte sich der gute König, als er sich nach wohlverrichteter Arbeit in den Weinkeller des Dogen begab. Dieser Tag musste gefeiert werden.

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önig Wladyslaw war fertig. Mit sich und der Welt… und den Regierungsgeschäften von Jerusalem, Venedig und Polen. Ein Regierungsmarathon war geschafft.

Und das gab’s zu berichten:

Jerusalem: Wladyslaw sah und sieht die Möglichkeit, Byzanz zu überfallen. Da ein Angriff gegen Byzanz jedoch diplomatische Verwerfungen mit sich bringen würde, wollte er dem König vom Tempelberg nicht vorgreifen. Ein Schiff mit Angriffstruppen steht bereit – es kann nach Ägypten oder Byzantinium reisen.
So oder so – auf jeden Fall würden in Kürze Truppen nach Medina gesandt werden. Eine Angriffsstreitmacht wurde im Süden des Landes versammelt, sie wartet auf den Marschbefehl

Venedig: Der gute König war schockiert ob der präkeren finanziellen Situation des Adria-Stadtstaates. Trotz Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen und Abrüstung kam Venedig “auf keinen grünen Zweig”. Und zu allem Überfluss lungerte weiterhin ein großes sizilianisches Heer direkt vor einer venezianischen Stadt. Der gute König beschloss, diesen Fall vor den Allianzrat zu bringen. Die Herrscherhäuser sollten sich – jedes nach seinem Gusto – an der Sanierung der Staatsfinanzen beteiligen. Seine Idee war, entweder mit Geldspenden den Haushalt aufzupäppeln oder einen Kreuzzug auszurufen, so dass die laufenden Kosten für das Heer dramatisch reduziert werden könnten. So oder so – ohne Hilfe bestünde jedenfalls Gefahr, dass eine wichtige Stütze im Mittelmeerraum ausfallen könnte.

Polen: Mit Sorge nahmen die Späher des Königs die ungehemmte Expansionslust Mongolias zur Kenntnis. Erneut waren die Russen Ziel der Pferdemenschen, doch es war nur eine Frage der Zeit bis sich ihre Gier nach Land gegen den guten König wenden würde.

Der Kronprinz von Polen, der zur Zeit an der Ostfront lagerte, befahl die Aushebung polnischer Elitetruppen. Mit ihnen plant er die Vertreibung zahlloser Rebellen Richtung Mongolia. Zeitgleich zur Aufrüstung im Osten vermeldete Prinz Andrew von Ungarn, dass er in Nordungarn Seesöldner anheuern konnte, die ihn nun über das Schwarze Meer Richtung Antiochia befördern. Mongolia – Polen kommt!

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n diesem Halbjahr war alles anders. Die Mongolen hielten sich vornehm zurück, die christlichen Fraktionen lagen nicht im Krieg miteinander und sogar die Mauren gaben offenbar Ruhe. Wäre zur selben Zeit nicht auch der Doge von Venedig spurlos verschwunden, wären die Tage in Europa perfekt gewesen. Aber so?

Wie es sein Freund der Doge gewünscht hatte, sandte Wladyslaw zu Beginn des Halbjahres seinen Obersten Landverweser als Statthalter nach Venedig. Hier der Bericht des polnischen Verwaltungsexperten:

Obwohl der Papst kriegerische Handlungen ausdrücklich untersagt hatte, lagerten weiterhin sizilianische Truppen in nicht unerheblicher Zahl vor den Toren Venezias. Diese Provokation ließ der Oberste Landverweser unbeantwortet, wusste er doch, dass der Papst jedweden Präventivschlag verurteilen würde.

Da die Außenpolitik dem Dogen vorbehalten sein sollte, konzentrierte sich der polnische Verwaltungsexperte auf die Abläufe im inneren der Adriarepublik. In einem Akt unerwarteter Härte wurden zwei besonders nutzlose Kompanien überteuerter Stadtwachen aus dem Dienst entlassen. Und außerdem wurde auch der Verwaltungshauptsitz aus der Stadt Venedig hin an die deutlich günstigere Adria-Ostküste verlegt. Bei den geringen Mieten auf dem Balkan konnte allein durch diese beiden Maßnahmen der monatliche Profit um über 700 Goldstücke gesteigert werden.

In Polen feierte Wladyslaw unterdessen in Visby die Errichtung des Hanse-Hauptquartiers. Das nordeuropäische Handelskartell hatte sich zu einem Investment entschlossen. Dank der besonders guten Infrastruktur und der günstigen Gewerbesteuer fiel die Wahl der Handelsmafia Händlergilde auf die polnische Insel Visby. Von dort aus steuert die Gilde fortan ihre maritimen Aktivitäten.

Prinz Andrew, seines Zeichens Gatte der Agnes von Polen, ließ über einen Boten ausrichten, dass er mit seinen Mannen wohlbehalten das Nordwest-Ufer des Schwarzen Meeres erreicht hat. Von hier aus will er im nächsten Halbjahr ein Söldnerschiff anwerben und zur Ostgrenze der Schwarzen See aufbrechen. Antiochia, halte durch!

Zu guter Letzt kam das Beratungsunternehmen des Schotten Old Mac Kinsey zu dem Schluss, dass auch in Polen der Verwaltungssitz nach Osten verlegt werden sollte. Gesagt, getan: die neue Hauptstadt des polnischen Königreiches ist ab sofort die malerische Memelstadt.

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erbittert nahm König Wladyslaw die Nachricht seiner Verbündeten hin. Kurzum: Mailand, Venedig und Jerusalem hatten ihm vornehm mitgeteilt, dass sei einen Kreuzzug gegen Mongolia nicht befürworten würden. Gründe dafür gab es zahlreiche, doch die waren letztlich egal. Der gute König musste sehen, wie er mit einem 240.000 Goldstücke schweren Gegner klarkommen konnte.

Noch tief in Gedanken versunken, erhielt er eine Depesche der Auslandsaufklärung. Die polnische Spionagetruppe hatte Novgorod erfolgreich infiltriert und erste Ergebnisse aus der Grenzstadt durchgegeben. Wie erwartet stand Mongolia mit einem Reiterheer vor Wladys Haustür.

Nicht nur militärisch, auch auf diplomatischem Terrain kam Mongolia in Bewegung. Unumwunden boten die schlitzäugigen Pferdekrieger Polens Top-Diplomaten Miszko Marosz eine große Summe Geld an, wenn Polen einen Angriff auf Russland durchführen würde. Auf diese List fiel natürlich niemand hinein, aber diese Vorgehensweise zeigte Wladyslaw nur einmal mehr, dass Mongolia besser nicht unterschätzt werden sollte.

Abseits aller mongolischen Umtriebe berichteten die polnischen Späher auch von einem teutonischen Truppenaufmarsch nahe Stockholm. Die Nachricht kam zur Unzeit, waren doch die polnischen Städte südlich von Stockholm derzeit nur mit Stadtwachen und leichten Infanteristen besetzt.

Es waren wahrlich keine leichten Zeiten, in denen Wladyslaw zu regieren hatte.

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in friedliches Halbjahr neigte sich im beschaulichen Polen dem Ende entgegen. Zwei russische Provinzen waren erfolgreich integriert worden, zahllose Baumaßnahmen angestoßen und die Heeresgruppe um Prinz Andrew kam ihrem Ziel abermals näher. Oberflächlich betrachtet war alles gut.

Weit weniger gut stand es um das Reich des guten Königs Wladyslaw im Detail. Aus dem gotteslästerlichem Deutschen Reich drang ein ketzerischer Prediger nach Polen ein. Der örtliche Adept der Ekklesiarchie machte mit dem Fehlgeleitetem zwar “kurzen Prozess”, aber schon tags darauf wurde ein neuer Ketzer an der Landesgrenze gesichtet.

Geradezu schockierend waren die Berichte des polnischen Geheimdienstes ob der Finanzkraft Mongolias. Aus glaubwürdigen Quellen wurde berichtet, dass das Reich des Pferdeherren in Summe über 240.000(!) Goldstücke verfügen müsste. Für Polen bedeutet dies ein erhebliches Problem, zumal die eigene Finanzstärke in den letzten Halbjahren kontinuierlich gesunken ist. “Am besten wäre es wohl, der Allianzrat würde einen Kreuzzug gegen Mongolia ausrufen – und wir würden uns alle ein Stück vom Kuchen abschneiden”, dachte der gute König im Stillen bei sich. “Und wieso sind die überhaupt so reich?! Die müssen wohl etwas in ihren Genen haben…”.

Zu schlechter Letzt berichteten die Grenztruppen im Norden des Königreichs, dass mongolische und russische Truppen unerlaubt auf polnischem Gebiet lagerten. Sehenden Auges nahm Wladyslaw diese Provokation hin – ihm fehlten schlicht die ausreichenden Mittel zu einer angemessenen Antwort.

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m Jahre 1194 AD stand Europa am Abgrund. Die katholischen Mächte Norwegen und Teutonia bekämpften sich ohne Gnade, Sizilien griff Venedig an, die Mauren standen vor Mailand, die Mongolen belagerten die Russen. Es war furchtbar.

Der höfischen Gesellschaft zu Danzig kam es in diesen Tagen gerade recht, dass Prinz Banaszak endlich eine passende Braut freite. Trotz Krieg und Verderbnis schalteten die Menschen in Polen für einige Tage um – und freuten sich über das junge Glück. Möge es lang und kinderreich sein.

Im Osten Polens hätte man gerne mitgefeiert, wenn nicht der Truchsess der Ostburg die oberste Alarmstufe ausgerufen hätte. Die Mongolen hatten mit einem Spähtrupp die Grenze Polens überquert, offenbar um sich ein Bild von den örtlichen Gegebenbeiten zu machen.

Zu allem Überfluss hatte sich Prinz Andrew just in diesem Moment mit einem Gutteil der Truppen der Ostburg zur Unterstützung Antiochias aufgemacht. So stand die Ostburg nahezu ohne Besatzung dar, als der Pferdeherr seine Späher kreisen lies.

Während man im Osten gebannt auf die Grenze starrte, vollzog Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs Wladyslaw, die Umgestaltung der polnischen Nordost-Grenze. Zusammen mit seinem Sohn Leszek, General Przemysl und über 2.000 Soldaten erstürmte er die letzte Feste des Großherzogs Vaisvilkas von Lithuania.

Der Angriff auf Lithuania erledigte zwei Probleme mit einem Streich. Zum einen war das Dauerärgernis Lithuania vom Tisch – immerhin lagen zahlreiche Nationen der zivilisierten Welt mit diesem Volk im Krieg. Darüber hinaus war ein Schwachpunkt im Kampf gegen die Mongolen beseitig – ein toter Herrscher konnte nicht mehr Vasall des Pferdeherren werden. Großherzog Vaisvilkas starb gemeinsam mit seinen Männern.

Im Gefecht um die Dominanz an der Nordostgrenze ließen viele Männer auf beiden Seiten ihr Leben. Polen büßte an disem Tage fast 1.000 tapfere Soldaten ein. Diejenigen, die überlebten, trugen Narben an Knochen und Seele davon. Es waren keine schönen Zeiten, damals, in Nordeuropa.

Als sich der Schlachtenlärm senkte und die polnischen Truppen mit der Sicherung des Schlachtfelds begannen, entdeckten die Soldaten die zerschundene Leiche des tapferen Generals Przemysl. Er war der Anführer der zweiten Heeresgruppe und gehörte zur ersten Welle, die in die schwer befestigte Burg Lithuanias eindrang. Prinz Zbigniew sprach zu seinen Männern und sagte ihnen, dass Polen nun für alle Zeit dieses Land verteidigen müsse damit General Przemysl nicht umsonst gefallen sei.

Wenige Tage darauf übernahmen die polnischen Beamten das Ruder in der vormals letzten Provinz Lithuanias. Das Steuer- und Justizwesen wurde übernommen, Infrastrukturmaßnahmen geplant, eine Kirche beauftragt, Truppen aufgestockt und vieles mehr. Der Bevölkerung wurde klar: Lithuania war vernichtet, Polen ist jetzt an der Macht.

“Bürger Russlands, seht auf diese Stadt” rief Polens Chefdiplomat Miszko Marosz nahe Smolensk dem dortigen Stadtrat zu – und zeigte am Horizont auf die Rauchsäulen der ehemals letzten Provinz Lithuanias. Der findige Außenminister des guten Königs Wladyslaws machte keinen Hehl aus der Gewaltbereitschaft des ponischen Thronfolgers… und außerdem erinnerte er die Russen daran, dass sie mit den Mongolen bereits genügend Probleme hätten. Die Russen wiederrum wollten Frieden mit Polen, hatten sie doch ohne Not vor 4 Halbjahren dem guten König wegen einer ausgebliebenen Schutzgeldforderung den Krieg erklärt. Wladyslaw willigte nach langen Verhandlungen ein, mit den Russen seinen Frieden zu machen. Er gab ihnen sogar Kartenmaterial und Bargeld mit – im Tausch gegen gerade einmal zwei Städte, die die Russen über kurz oder lang sowieso an die Mongolen verloren hätten.

Auf dem Fuße folgte die Friedenserklärung der Russen. Formal hatte Wladyslaw an der Ostgrenze nun Ruhe – war er doch weiterhin mit den Mongolen verbündet und mit den Russen zumindest nicht im Krieg. Er war schon sehr gespannt, wie lange die Ruhe halten würde.

Nach all den schrecklichen Ereignissen und Schlachten nahm Wladyslaw mit dem Papst Kontakt auf. Wlady wollte wissen, wie der Heilige Stuhl zu den Verfehlungen Siziliens und Teutonias stand. Zu seiner Überraschung stellte der gute König der Polen fest, dass der Papst das Verhalten dieser beiden Aggressoren billigte – was ein nahezu unfassbares Zugeständnis des Papstes war. Fast hätte Wladyslaw selbst mit dem Papst gebrochen, hätte dieser ihn nicht auch darauf hingewiesen, dass ab sofort wieder die Möglichkeit zum Ausrufen eines Kreuzzugs bestehen würde. Wladyslaw nahm sich vor, diese Information in Kürze mit dem hohen Allianzrat zu besprechen.