Posts Tagged ‘Zbigniew’

D
er Polnische Depeschendienst gibt bekannt: König Zbigniew hat in seinem Winterurlaub die Grundlagen für die polnische Politik der nächsten 20 Halbjahre festgelegt. Das folgende Kommunique versteht sich als Planungsgrundlage und soll den Führern des Allianzrates zur Standortbestimmung Polens dienen.

Region 1: Ferner Westen

  • Ausbau der Handelsbeziehungen
  • Verbreitung des Christentums
  • Vorbereitung eines Kreuzzugs gegen eine örtliche Siedlung

Region 2: Mittel- und Westeuropa

  • Integration der Feste Stettin (z.Z. dänisch)
  • Übernahme der teutonischen Siedlung in Norwegen (keine Autorisierung für Militäreinsatz)
  • Schwächung von Norwegen und Teutonia
  • Ausbau der Handelsbeziehungen zu Dänemark und dem Deutschen Reich

Region 3: Osteuropa

  • Übernahme der Stadt Buda (z.Z. ungarisch)
  • Übernahme der Stadt Pest (z.Z. ungarisch)
  • ggf. Übernahme einer weiteren ungarischen Stadt, westlich von Pest
  • Militärische Operationen in Ungarn wurden autorisiert
  • Ausbau der bestehenden Grenzen zu Mongolia
  • ggf. Übernahme des russischen Vasallen, falls dieser nicht kooperativ/nützlich bleibt

Region 4: Ferner Osten

  • Grundsätzlich soll ein Angriff auf Mongolia nur unter Führung von Antiochia erfolgen
  • Unterstützung erfolgt, sobald Antiochia militärisch deutlich in die Offensive geht
  • Bei einem Angriff gegen Mongolia wird Polen die Krim sowie alle Regionen mit Anbindung zum Schwarzen Meer übernehmen
  • ggf. werden weitere mongolische Siedlungen in Nordwestmongolia übernommen
  • bis dahin wird die Polnische Expeditionsarmee in Kutais stationiert
  • Militärische Operationen im Fernen Osten wurden autorisiert

W
eihnachten im Jahre 1204 AD. Euphorie und Frohmut hat das polnische Staatsgebiet erfasst. Das Land ist glücklich!

Trust erreicht Havana

Fulminant erreichte die 1. Polnische Expeditionsflotte das Festland im weit entfernten Westen. Mit wehenden Fahnen fuhren die Schiffe des Trust an Havana vorbei, einer freien Stadt auf einer Insel vor dem großen Festland. Eine Vorausabteilung bestehend aus Priestern und Händlern wurde dort abgesetzt, bevor die Flotte ihre Reise fortsetzte. Keine Frage: Der Trust bewilligte noch im selben Halbjahr weitere Mittel zur Erschließung des weit entfernten Westens.

Antiochia investiert in Polen

Wie das polnische Außenministerium mitteilte, wurde eine größere finanzielle Transaktion zwischen dem Staat Antiochia und dem Trust durchgeführt. Gut 15.000 Goldstücke brachte Antiochia für den Kauf einer Länderei im Norden Ungarns auf. Die Länderei wird durch den Trust bewirtschaftet und für die kommenden 20 Halbjahre mit einem Zins von 1.000 Goldstücken abgezahlt.

Investoren, aufgemerkt: Der Trust plant, binnen 10 Halbjahren einen weiteren geschlossenen Investmentfond aufzulegen.

Gerüchte über Ungarn am polnischen Hofe

In der polnischen Gerüchteküche wird über eine Aufteilung des Königreichs Ungarn spekuliert. Nach polnischen Informationen ist das kleine Königreich kaum mehr in der Lage, aus eigner Kraft Akzente in der europäischen Politik zu setzen. Falls dies auch von anderer Seite gesehen und eine Aufteilung unterstützt werden würde, könnte das Staatsgebiet binnen 10 Halbjahren neu verteilt werden.

König Zbigniew, seine Regierung, die Generalität und der Vorstand des Trust wünschen dem Allianzrat und den Führern der freien Völker Europas ein schönes Weihnachtsfest!

I
m Winter 1203 stand die polnische Außenpolitik unter massiven Druck. Die Verbündeten im Allianzrat waren allesamt auf Expansionskurs. Neuer Lebensraum fand sich offenbar überall – doch wohin sollten die Polen expandieren können? Umringt von Freunden sann König Zbigniew nach einer Eingebung.

Neues aus dem Tiefen Osten

An der Grenze von Antiochia zu Mongolia gingen zwischenzeitlich die polnischen Verteidigungstruppen in Stellung. Während sie sich auf einen Angriff durch die Pferdemenschen vorbereiteten, entdeckte die polnische Geheimpolizei einen Attentäter, der sich direkt hinter dem polnischen Heer befand. Der Attentäter wurde zweifelsfrei Jerusalem zugerechnet – also dem Land, dass eine Frau auf den Heiligen Stuhl eingeschleust hatte. Was ist nur los im Land der Kreuzfahrer?

Polen kauft Palanga

Prinzessin Rasia, ihres Zeichens Oberste Immobilienverweserin der Polen, hatte mal wieder zugeschlagen. Bestärkt durch den kürzlichen Coup bei der Erwerbung von Magdeburg ging sie diesmal auf die Dänen zu. “Verkauft uns doch Palagna, ihr wollt da doch gar nicht mehr wohnen” sagte sie den Wikingern auf den Kopf zu. Gesagt, getan: Nach einer zähen Verhandlungsrunde und der Aushandlung von Zahlungsbedingungen wechselte die Burg Palagna den Besitzer. König Zbigniew war sehr stolz auf seine kleine Prinzessin.

Das Vermächtnis des Wladyslaw McKinsey

Beim stöbern in alten Regierungsakten stutzte Zbigniew plötzlich auf. Sein Vater, der alte König Wladyslaw, hatte einen Plan zur radikalen Kostensenkung beim Heer ausgearbeitet. Der Plan ging davon aus, dass ein Fort zum einmaligen Anschaffungspreis von 2.500 Goldstücken zu bekommen sei. Jedes Fort könne mit drei Einheiten ausgestattet werden, die dann dort kostenfrei lagerten. Da die teuersten polnischen Militäreinheiten derzeit einen Sold von 250 Goldstücken pro Halbjahr verlangen, ist eine Kostensenkung leicht erreichbar. Bereits nach 4 Halbjahren hätte sich eine solche Investition amortisiert. “Dieser alte Fuchs”, dachte Zbigniew im Stillen und gab sofort den Befehl zur Errichtung mehrerer Forts im polnischen Herrschaftsgebiet.

I
m Sommer 1203 AD konnte König Zbigniew das polnische Staatsgebiet um zwei Territorien erweitern.

Novgorod wird genommen

Zuallererst ist da natürlich die ehemals russische, dann mongolische, zuletzt rebellische Stadt zu nennen. Dass sie fallen würde war klar, nur der Zeitpunkt musste gefunden werden. Beim Sturm auf die Stadt ließen gut 400 Polen ihr Leben – doch dafür ist die Front nun begradigt.

Gruppenfoto der Geheimpolizei

Die Operation Staatsterror hat der polnischen Geheimpolizei über viele Jahre hinweg bedeutende Ressourcen abverlangt. Die Besten der Besten waren hier stationiert, um den Umsturz zu organisieren. Da das polnische Geheimpersonal nun auf andere Standorte verteilt wird, baten die Bediensteten um ein letztes Gruppenfoto – der guten alten Zeit willen. Hier ist es – herzlichen Glückwunsch!

Neues aus Teutonia – Panorama

In der Vergangenheit wurde Polen immer wieder gefragt, ob es nicht “mal eben Teutonia” übernehmen möchte. Diese freundliche Anregung wurde von Polen stets dankend abgelehnt, schließlich ist mit den Hornhelmträgern nicht gut Kirschen essen. Zur Verdeutlichung dessen, was Teutonia aufzubieten hat, hier ein erster optischer Eindruck.

Neues aus Teutonia – Truppenstärke

Wenn die Teutonen mal nicht gerade einen Ausritt am Ostseestrand machen, laufen sie massiert durch ihr eigenes Land. Bei diesen Militärparaden kann man sehr gut die Stärke der Hornhelmträger einschätzen – was hiermit geschehen und dokumentiert ist.

Minsk bekommt Stadtrechte

Die Burg Minsk wird mit sofortiger Wirkung in eine Stadt umgebaut. Nach eingehender Beratung wurde verfügt, dass Minsk mittlerweile so weit hinter der Front liegt, dass eine militärische Rechtfertigung für den Burgenstatus nicht mehr gegeben ist.

Spaß mit dem Byzantinium

Das Freie Byzantinium hat wieder mal seine eigene Art von Humor bewiesen und Polen bei seinen imensen Investitionen in diesem Halbjahr unter die Arme gegriffen. Vielen Dank, liebes Byzantinium.

Rom antwortet nicht

Seit diesem Halbjahr ist bekannt, dass aus Rom keine diplomatischen Depeschen mehr zugestellt werden. Bei Hofe geht man davon aus, dass dem Botschafter etwas zugestoßen ist. Das Auswärtige Amt ist dabei, den Vorfall zu untersuchen. Nationen, die kurzfristig in diplomatischen Kontakt mit Polen treten wollen, werden gebeten, sich an eines der übrigen Auslandskonsulate zu wenden (u.a. bei Tessaloniki).

Rasia schließt Bündnis mit dem Heiligen Römischen Reich

Die aufstrebende Prinzessin Rasia hat mit einer deutschen Prinzessin eine gemeinsame Zukunftsvision nahe Hamburg entworfen. Die Vision sah ein Bündnis von Polen und dem Reich vor… und außerdem sah Rasia in dieser Vision auch die Stadt Magdeburg, über der ein polnisches Banner wehte.

Rasia kauft Magdeburg

Im Zuge der Allianzbeitrittsverhandlungen wurde Magdeburg dem Reich abgekauft. “Es war ein Schnäppchen”, soll Rasia dem guten König Zbigniew per Eildepesche zugestellt haben. Für knapp 11.000 Goldstücke verteilt auf zwei Halbjahre ging die Magde-Burg nach Polen über. Mit Übernahme der Stadt wurde umgehend König Barbarossa seines Audienzsaals entledigt, er selbst wurde mit seinen Mannen kurzerhand vor die Tür gesetzt. Darüber hinaus verfügte die junge Prinzessin, dass Magdeburg in Magde-Stadt umgebaut werden solle. “Ich sehe blühende Landschaften”, rief sie ihren Beratern zu… und verschwand Richtung Dänemark.

K
önig Zbigniew musste sich erst noch an den Titel gewöhnen, als er im Jahre 1202 erstmals offiziell am Hofe zu Smolensk eine köngliche Audienz gab. Aber er gewöhnte sich schnell…

Staatsterror gegen Novgorod

Die Stadt der Pferdemenschen stand weiterhin im Fokus des polnischen Interesses. Aufstände gab es dort schon seit mehreren Halbjahren und sieben polnische Spione trieben vor Ort ihr Unwesen. Seit diesem Jahr werden sie unterstützt von Attentätern des Protektorats Russland und der polnischen Geheimpolizei.

Runter mit den Steuern

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der positiven Konjunkturprognose verfügte der neue gute König, dass in sämtlichen Städten des Königreiches die Steuern auf “niedrig” zu senken seien.

Braucht Antiochia Hilfe?

Andrew von Ungarn hat nahe Kutais eine handvoll Rebellen ausgemacht, die sich bereits seit zwei Halbjahren ungehindert durch Antiochia bewegen. Andrew lässt Anfragen, ob der Herr des verwaisten Throns von Antiochia auf polnische Streitkräfte zurückgreifen möchte? Binnen zwei weiterer Halbjahre kann Polen am Ort des Geschehens sein.

D
er König ist tot, lang lebe der König! Die Seneschalle bei Hofe zu Krakau waren die ersten, die das Ableben des guten Königs zur Kenntnis nahmen. Wlady, der Fels in Polens Ostsee-Brandung, hatte den Tod seiner Frau vor einem Jahr nicht gut verkraftet. In den letzten Monaten wirkte er oftmals bekümmert, ständig zerfressen von Ungewissheit und Unzufriedenheit.

Friedlich entschlafen

Der Herrgott hatte offenbar Wladyslaws Gebete erhört – und ihn während der lauen Mittsommernacht 1201 AD zu sich gerufen. Friedlich und ohne Schmerzen verlies der gute König die irdischen Gefilde. Er hatte es kommen sehen, er hatte es sich gewünscht

Wladyslaws Nachlass

An seinen Sohn Zbigniew hinterließ Wlady einen Brief, den wir hier auszugsweise zitieren: “… Zbigniew, du warst ein Narr als du Russland zum Protektorat erklärtest. Dem Russen kann man nicht trauen, ebenso wenig wie dem Pferdemenschen. Deine Gier nacht Macht wurde nur noch von Katharzinas Dummheit ob des zugesagten Angriffs auf das Byzantinium übertroffen – Gott wie Naiv ihr Kinder doch seid. Zbigniew sei Wachsam! Russland hat eine Allianz mit Mongolia und dem Byzantinium. Egal welche Macht du angreifst, die jeweils anderen beiden werden sich ebenfalls gegen dich wenden ….”

Die Königsfamilie präsentiert sich

Durch den Tod des Königs wurde Zbigniew, der Heilige, umgehend mit Zepter und Reichsapfel ausgestattet. Der König befindet sich zur Zeit noch an der Ostfront, ist aber bereits zurück auf dem Weg nach Smolensk. Konsequenterweise wurde des neuen Königs Sohn Leszek, seines Zeichens Top-General der Polen, zum neuen Prinzen gekürt. Erstmals als aktive Diplomatin mit dabei ist Prinzessin Rasia, hier abgebildet rechts neben Prinzessin Katharzina.

Jerusalem beendet den Kreuzzug – Kairo ist gefallen

In einer famosen Schlacht zur Sommersonnenwende klärte Jerusalem endgültig die Situation vor Kairo. Mit 1.200 Mann, zwei Generälen und dem Kronprinzen vom Tempelberg stürmten die Soldaten des Herrn die Stadt Kairo. Knapp 700 Mann und der Kronprinz Ägyptens stellten sich ihnen entgegen, jedoch ohne Erfolg. Jerusalem siegte, Ägypten gab sich geschlagen.

Wladyslaw – die letzte Ruhestätte

In allen Ehren bettete die Königsfamilie ihren ehemaligen Primarchen Wladyslaw zur letzten Ruhe. Nahe Krakau weihten sie die neue Familiengruft im Beisein des örtlichen Kardinals. Hier nun also ruht der bisher größte König der Polen: Wladyslaw, der Ehrenwerte, der Beobachter, der Friedfertige.

L
eszek, Sohn des Zbigniew, Enkel des Wladyslaw, hat im Winter 1200 AD den Osten Europas verändert. Was war geschehen?

Polen und Mongolia gegen Russland

Ja, richtig gelesen! Leszek der Teufelskerl hat es geschafft, seine mongolischen Alliierten in einen Kampf mit Russland zu verwickeln. In dem Gefecht fielen über 1.100 Russen, 700 Polen und 300 Mongolen. Danach war Russland zwar nicht geschlagen, aber militärisch soweit geschwächt, dass sie zu keinen eigenen Aktionen mehr fähig waren.

Polen: “Dann kommt doch zu uns”

Dass Russland am Boden lag, führte Zbigniew ihnen kurzfristig vor Augen. Mit über 500 Mann zog er vor Moskau auf und bereitete den Angriff vor. Kurz darauf nahm Polens Chefdiplomat Miszko Marosz mit Moskau Kontakt auf und brachte es auf den Punkt: “Wenn ihr, liebe Russen, nicht von mongolischen Hufeisen zertreten werden wollt, braucht ihr einen starken Freund an eurer Seite. Wir beschützen euch – und ihr habt sogar noch einen Wunsch frei.”

Gesagt getan. Russland wünschte sich Bargeld und begab sich in die Vasallenschaft zu Polen. Noch Tage danach feierte der Hofstaat Leszek, dessen Vater Zbigniew und den famosen Chefdiplomaten. Die hohen Herren aus Polen hatten die östliche Welt verändert.

Katharzina verhandelt Krieg gegen das Byzantinium

Ein weiterer Sprössling aus dem Hause des Heiligen Zbigniew trat in diesen Tagen aus dem Schatten des Vaters hervor. Die kleine Katharzina, von vielen als Nachfolgerin der Agnes von Polen gesehen, sprach in diesen Tagen mit Prinzessin Piroska von Ungarn. Die traditionell guten Beziehungen von Polen zu Ungarn führten zu einem recht offenen Dialog, an dessen Ende die Polen um militärischen Beistand gegen das Byzantinium gebeten wurden. Die junge polnische Prinzessin zögerte nicht, gegen einen kleinen Obolus der Bitte zuzustimmen.

Leszek bekommt Nachwuchs – Jadwigi ist da

Der Shooting-Star des polnischen Königshauses zog in diesem Jahr alle Register. Er tötete 300 alliierte Mongolen, warf Russland nieder, errichtete das erste offizielle europäische Protektorat und… gab seine guten Gene weiter. Trotz aller Schlachtenwirren kam Jadwigi sicher und wohlbehütet zur Welt.

Jadwigi – das Wunderkind

Die kleine Jadwigi war keine sechs Monate alt, als sie bereits mit der harten Wirklichkeit der europäischen Kriegswirren konfrontiert wurde. Während andere Kinder Blumen, die Sonne oder den Himmel malten, zeichnete Jadwigi ihre Wahrnehmung der Welt. Ein junger Mensch von großem Potenzial wächst heran.

I
m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

I
m Winter 1200 strebte Polen unter der Herrschaft von Prinz Zbigniew nach Großem.

Der Ryazan-Handel

Niemand geringeres als des Königs Lieblingsenkel Leszek hatte den Ryazan-Handel perfekt gemacht. Russland hatte freiwillig einen Brückenkopf tief im Herzen Mongolias geräumt und den Polen überlassen. Die neue Feste stand tief im Osten, mitten im Nirgendwo, abgeschnitten von jedweder Unterstützung. Doch wer glaubt, dass Polen sich vor solch einer Herausforderung drückt, irrt gewaltig. Der Plan zur Erschließung des Fernen Ostens ist angelaufen.

Steppenwolf & Steppenrebellen

Nahe Kutais, dem Brückenkopf Polens an der Grenze zu Antiochia, Mongolia und dem Byzantinium, haben polnische Späher allerlei Rebellenvolk gesichtet. Das Gesocks kommt aus den Bergen im Norden, ganz offenbar sind es mongolische Rebellen und ehemalige Turk-Truppen. Das Königreich Polen ermuntert das Freie Antiochia, den letzten verbliebenen Bergpass mit einer angemessenen Feste zu verschließen.

Andrew bringt dem Byzantinium den Frieden

Nahe Kutais, der Stadt des Himmlischen Friedens, kamen erneut Vertreter des Byzantiniums zusammen, um mit einer europäischen Großmacht über Frieden zu verhandeln. Wie schon sechs Halbjahre zuvor bei den Venezianern winselte das ehemals mächtige Byzantinium auch diesmal um Gnade. Der erfahrene Prinz Andrew von Ungarn und seine geliebte Frau Agnes fackelten nicht lange und machten den Sack zu – und ließen sich den Frieden mit satten Goldtalern bezahlen. Ruhm und Ehre dem polnischen Paar im wilden Osten.

Randnotizen

  • Ein mächtiges Heer steht im Norden des Landes bereit. Es hält Wache gegen Novgorod, die erste Stadt des Pferdeherren nahe der polnischen Grenze.
  • Die polnische Prinzessin Katharzina wurde von ihrem Vater zu einem diplomatischen Praktikum gen Ungarn gesandt. Sobald sie dort Erfahrungen im Umgang mit der Hochdiplomatie gesammelt hat, wird ein geeigneter Gatte von gutem Stand und Charakter gesucht. Vertreter aller Adelshäuser werden ermuntert, Vorschläge für qualifizierte Bewerber bei der polnischen Botschaft nahe Rom abzugeben.
  • Zwei gewaltige polnische Heere bereiten sich auf die Eroberung von Kiev vor. Der finale Schlag ist in drei Halbjahren geplant.
  • Ein Heer unter dem Kommando von Zbigniew, dem Heiligen, steht kurz davor, in russischen Raum einzudringen. Der Prinz der Polen will einen Korridor nach Ryazan freikämpfen.
  • Das Königreich Polen drückt Bohemund, dem weisen und gerechten Herrscher Antiochias, sein tiefes Mitgefühl zum Tode von Guy aus. Bei aller Freude ob des Siegs über die Turk-Menschen verbleibt ein schaler Beigeschmack ob des hohen Preises, der zu entrichten war. Möge Bohemunds Stern noch lange über Antiochias Wüste leuchten.

D
er Generationenwechsel im Königreich Polen war im vollen Gange. Schon seit Monaten nahm König Wladyslaw nicht mehr aktiv die Regierungsgeschäfte wahr, stattdessen verweilte er lieber an der Adria. So kündet der heutige Bericht von den neuen Akteuren im Königreich.

Andrew – der starke Mann in Kutais

Kutais ist der östliche Brückenkopf im Schwarzen Meer, direkt an der Grenze zum Byzantinium, den Turkmenschen und dem gelobten Antiochia. Hier in Kutais herrscht Andrew von Ungarn, endlich wieder vereint mit seiner treuen Gemahlin Agnes von Polen. Und wahrlich, es gibt viel zu tun – hier, am Ende der Welt.

König Wladyslaw – der Beobachter

Wladyslaw hat das Ende seiner aktiven Zeit erreicht. Während seine Leibarmee in Krakau verweilt, ist er zusammen mit einigen wenigen getreuen ständiger Gast am Hofe des Dogen von Venedig. Wladyslaw gefällt sich in der Rolle des Betrachters, hat er doch erkannt, dass Kronprinz Zbigniew lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Katharzina – der neue Stern der Diplomatie

Die Tochter des Kronprinzen hat in diesem Halbjahr erstmals die politische Bühne betreten. Im zwarten Alter von 15 Jahren entsandte Prinz Zbigniew sie auf ihre erste diplomatische Mission. Zum Schrecken des Hofstaats startete Katharzina vom Smolensk aus, direkt gelegen an der Grenze zu Russland und Mongolia. Möge der Himmel ihr beistehen.

Prinz Zbigniew – der Heilige

Eine Reihe von umstrittenen Entscheidungen, insbesondere bei der Kriegsführung Polens, brachte den Prinzen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile jedoch sind seine Entscheidungen allgemein anerkannt, immerhin prosperiert Polen unter seiner Führung und hat endlich wieder Landgewinne zu vermelden. Da passte es ins Bild des Volkes, dass der Kronprinz Heilig gesprochen wurde. Lang Lebe Prinz Zbigniew der Heilige.

Leszek – der Friedensstifter mit Russland

Der Lieblingsenkel des Königs Wladyslaw weilte mit seinen Mannen an der Ostgrenze. Umgeben von Russen und Mongolen sorgte er für Ordnung – mit beachtlichem militärischen Erfolg. Da verwunderte es kaum, dass die Russen zu Leszek kamen um ihn um Frieden zu bitten. Leszek willigte schließlich ein, ließ sich den Frieden jedoch mit einer russischen Festung und einigen hundert Goldstücken bezahlen. Er ist ja schließlich kein Unmensch.

W
ährend König Wladyslaw erneut in Venedig den Dogen vertrat, regierte Prinz Zbigniew in Polen mit harter Hand.

So lies er unter anderem Aleksy Premyslid heiraten. Aleksy ist ein Sohn des Zweitgeborenen von Wlady und kein Mann, der sich bisher mit großen Taten verdient gemacht hatte. Hoffen wir, dass er es den anderen großen Mannen der Königsfamilie gleich tut.

Der Krieg im Osten läuft weiter auf vollen Touren. Obwohl die Russen militärisch in arger Bedrängnis sind, lassen Sie nicht ab. Zuletzt wurden sogar Agenten (vulgo: Terroristen) in den Städten des Königreichs gesehen. Holzauge, sei wachsam!

Nahe Visby protestieren in diesen Tagen die Seeleute, Hafenarbeiter und Vertreter der Hanse. Die Männer der See beschweren sich über die polnische Blockade in der Ostsee, die ihrer Meinung nach den freien Warenverkehr zu sehr einschränken würde. Man fragt sich, wie die Leute auf solche Ideen kommen…

Zu guter Letzt vollendete im Winter 1198 Andrew von Ungarn endlich die planmäßige Landung polnischer Truppen am Ostende des Schwarzen Meeres. Mit über 1.000 Mann und einem Befehl ging er von Bord – und eroberte im Handstreich den byzantinischen Brückenkopf Kutais. Zu Andrews vollkommenen Glück fehlt nun nur noch ein Bote Antiochias mit aktuellen Karteninformationen… und natürlich seine geliebte Agnes.

K
rieg! Prinz Zbigniew und des Königs Enkel Leszek waren sich einig – und zogen in die Schlacht. Die Militäroperation richtete sich gegen zwei russische Burgen, die beide Befehlshaber im Sturm erobern wollten.

Die Kriegserklärung

Während Wladyslaw noch auf der Rückreise von Venedig war, lies der Thronerbe die Russen wissen, dass es Zeit für eine Veränderung an der Ostfront sei. Zwischen Mongolia und dem Königreich Polen sei schlichterdings kein Platz mehr für die Russen, so der Thronfolger.

Der Angriff

Leszek und Zbigniew griffen gleichzeitig an verschiedenen Orten die Russen an. Sie zogen mit schwerem Gerät und blutrünstigen Mannen vor den Toren des Feindes auf – und stürmten sogar in Unterzahl eine der Russenfesten.

Sieg – aber knapp

Während Leszek seinen Auftrag mit nahezu keinen Verlusten und in kürzester Zeit erledigte, musste Zbiniews Truppe bluten. Nahezu die gesamte Streitmacht ging bei dem Angriff in Unterzahl verloren. Nicht ein Mann seiner Leibwache überlebte – er selbst kam mit zahlreichen Narben aus der Schlacht.

Andrew ist gelandet – das Byzantinium zittert

Andrew von Ungarn, seines Zeichens Ehemann der rebellischen Agnes von Polen, ist in diesem Halbjahr plangemäß an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelandet. Zusammen mit seinen Mannen wird er voraussichtlich binnen zwei Halbjahren einen Stützpunkt an der Küste erobern und danach zum vereinbarten Treffpunkt mit Antiochia weiterziehen.

Polen und Mongolia vereinbaren militärischen Zugriff

In einer einsamen Entscheidung befahl Polens Thronfolger, dass der Spitzendiplomat Miszko Maraosz mit den Mongolen einen Pakt aushandeln solle. Gegen Zahlung einer nicht unerheblichen Summe und Gewährung militärischer Zugriffsrechte würde sich Polen im Gegenzug verpflichten, weitere Angriffe gegen die Russen zu unternehmen und Mongolia ebenfalls Durchmarschrechte einräumen. Mongolia willigte ein.

K
aum ein halbes Jahr ist es her, dass Herr Bohemund von Antiochia seinen Sohn Reynald in der Schlacht um Yerevan verlor. Reynald starb vor den Augen seines Vaters.

Agnes von Polen, ihres Zeichens Spitzendiplomatin im Ruhestand, nahm die Nachricht vom Fall des Reynald zunächst noch gefasst auf. In Polen zeigte sie distanzierte Trauer, bat jedoch gleichzeitig darum, in den Nahen Osten abrücken zu dürfen um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Wladyslaw gewährte und Agnes bezog Quartier in Jerusalem.

In Jerusalem war Agnes zunächst ganz Profi. Innerlich stand sie ob des Todes von Reynald noch unter Schock, nach außen hin blieb sie hart. Sie beriet die Regierung auf dem Tempelberg und empfahl sogar einen Angriff im Osten. Als alle Geschäfte getan war, zog sie mit einem kleinen Tross gen Antiochia um dort am Grabe des Prinzen Reynald um ihren Jugendfreund zu trauern.

In einer sternenklaren und ungemütlich-kalten Nacht trottete sie mit ihrer Leibgarde von Jerusalem aus gen Norden. Die Sterne wiesen ihr den Weg durch ein einsames Dorf an der Grenze. Während sie die Siedlung durchquerten, fiel ihr Blick in eine Taverne, in der junge Männer und Frauen ausgiebig lachten und fröhlich becherten. Eine Hochzeitsfeier einfacher Leute war im vollen Gange.

Da wurde es Agnes schwer ums Herz und sie begann zu weinen. Sie dachte an ihren Geliebten Andrew, der in Kürze gegen Mongolia in den Krieg ziehen musste. Sie dachte an ihren ungestümen Bruder Zbigniew, der das Königreich in den Krieg mit Russland führte. Und sie dachte an Reynald, der wegen ein paar Kilometer Land sein Leben lassen musste. Gott! Wie kurzsichtig die Männer doch waren und wie schlimm das Unglück, dass sie über ihre Familien brachten. Dieser Irrsinn musste aufhören. Sie würde handeln!

In Antiochia angekommen sparte sich Agnes den Weg zu Bohemund. “Wahrscheinlich erobert der greise alte Mann gerade mal wieder ein Türkendorf”, dachte sie bei sich. Egal! Sie hatte wichtigeres zu tun. Gemeinsam mit Reynalds engsten Freunden versammelte sie sich auf dem großen Martkplatz in Antiochia und rief zum Widerstand gegen die Expansionspläne von Polen, Jerusalem, Antiochia und den anderen Herrscherhäusern dieser Welt auf. Die Menge hatte Agnes bereits in Herz geschlossen, als die Prinzessin Polens erneut nach vorne trat. Sie ließ Wut und Trauer freien Lauf und erhob die Stimme…

Agnes war mit sich im Reinen, als die Stadtwache Antiochias den Marktplatz umstellte und die Versammlung aufzulösen versuchte. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einige Bürger Bohemunds ihr Leben verloren. Nach einigen Minuten beendete Agnes die Intervention und begab sich erhobenen Hauptes in den Gewahrsam der Staatsmacht Antiochias.

N
eues aus Polen

Im Winter 1197 AD war Prinz Zbigniew immer noch im Besitz von Zepter und Reichsapfel des Königsreichs Polen. Sein Vater verweilte an der gemütlichen Adria, wo er angeblich unaufschiebbaren Geschäften nachging. Seine Schwester Agnes sorgte derweil auf dem Tempelberg für Ordnung – und so hatte unser junger Prinz endlich einmal Zeit, Regierungsarbeit nach seinem Gusto zu vollziehen.

Seeblockade erfolgreich abgeschlossen

Konteradmiral zur See Godzimir vermeldete mit Beginn des Halbjahres, dass die polnische Blockade der Ostsee erfolgreich gegriffen hat. Sämtliche ausländischen maritimen Streitkräfte sind nun außerhalb der polnisch deklarierten Gewässerzone. Ein Hoch auf den umsichtigen Admiral!

Neues von Prinz Andrew

Andrew von Ungarn, Ehemann der Agnes, hatte im letzten Halbjahr noch die Hoffnung, auf der Krim einen dauerhaften Stützpunkt des Königreichs errichten zu können. Leider stellte sich bei genauer Exploration heraus, dass die vermutete Rebellenstadt mittlerweile in der Hand Mongolias ist. Andrew verlor daraufhin keine Zeit und setzte seine Reise gen Antiochia fort. In nicht weniger als zwei Halbjahren wird er am verabredeten Landungspunkt eintreffen.

Die Infiltration von Novgorod

“Mongolia scheint sich seiner Sache ja sehr sicher”, wetterte der Prinz des guten Königs zum Chef der Geheimpolizei. “Wenn sie glauben, das die russischen Bauern nicht rebellieren, irren sie sich gewaltig. Sendet Priester, Agenten, Spione, alles was wir haben! Und macht ein Heer zur Übernahme der Stadt startklar!” Gesagt getan – und schon nach wenigen Wochen lag der Unruhefaktor in Novgorod bei 50%. Das Königreich Polen steht bereit, den Mob zu befrieden und die Ordnung wieder herzustellen.

Prinz Zbigniew gegen Smolensk

Der Sohn des guten Königs war sich sicher: Russland hat nur noch drei Länder. Zwei Burgen und die Stadt Kiev. Da Kiev von den Mongolen umstellt war und der Sohn des guten Königs den Fall der Russen kommen sah, mobilisierte er seine Streitmacht und rückte gen Smolensk vor. Die Siedlung ist bereits infiltriert und eine gut 400 Mann starke Angriffstruppe stand bereit. Nächstes Halbjahr wird der Hammer zuschlagen.

Leszek gegen Tzernigov

Der Enkel Wladyslaws war ebenfalls in die Angriffspläne Zbigniews eingeweiht. Zusammen mit knapp 700 Mann sollte er die Burg Tzernigov stürmen. Wie sein großes Vorbild Zbigniew lies auch er die Burg infiltrieren – und auch er stand bereits mit seinen Truppen auf Russlands Ländereien. Nächstes Halbjahr würde die Falle zuschnappen und er würde nicht versagen.

Die Heerschau möge beginnen

Kurz vor Jahresende kam Prinz Zbigniew zu dem Schluss, dass er seinen Freunden und Feinden mit einer imposanten Heerschau zeigen wolle, wo Polen heute stünde. “Sämtliche Generäle und Wladyslaws Leibgarde sollen rapportieren” bellte er dem Marshall des Königreichs zu. Und zu kam es, dass das Königreich sein militärisches Potenzial offenlegte.

I
m Sommer 1197 stand die Innenpolitik im Fokus der Aufmerksamkeit. Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs, führte diesmal die Amtsgeschäfte da sein Vater in Venedig verweilte.

Als eine der ersten Amtshandlungen des neuen Halbjahres lies der Prinz gegen einen religiöse Aufrührer “klare Kante” zeigen. Ohne wenn und aber griff die Kirche des guten Königs durch und reinigte das Land von den verderblichen Einflüssen der irregeleiteten Heretiker.

Kurz darauf rückte Zbigniew höchstpersönlich gegen drei große Rebellenheere aus. Mit über 700 Mann aus der polnischen Ostgruppe vernichtete er die Aufrührer im eigenen Land. Damit war kurzfristig Ruhe an der Ostfront geschaffen – die verbleibenden Mannen unter Waffen lies der Prinz an der Grenze zu Russland kampieren. 

Der Prinz fand schnell Geschmack am regieren. Er lies nach dem Obersten Finanzverwalter schicken und bestand darauf, dass dieser die monetären  “Key Performance Indikatoren” des Königreichs veröffentlichen mögen. Die Zahlen sollten anderen Herrschern als Orientierung dienen, ob bspw. deren Handelseinnahmen oder Militärkosten in einem vernünftigen Verhältnis zu den Zahlen der Polen stünden.

Am Midsommertag traf ein Bote von Andrew von Ungarn ein. Andrew war mit den ungarischen Seesöldnern etwa auf Höhe der Krim angekommen. Dort hatte er festgestellt, dass Mongolia nicht die komplette Krim besetzt hielt – so dass er für kommendes Halbjahr die Eroberung einer von Rebellen besetzen Festung einzuplanen gedachte. Weiterhin jedoch gilt der Zeitplan ob des Tripps nach Antiochia.

Des Weiteren formulierte der junge Herrscher einen Appell an die Führer des Allianzrates. Zbigniew schrieb: “Meine Herren, aufgrund unserer guten Verbindungen zum Heiligen Stuhl teile ich der Runde mit, dass der Hohe Herr von Rom erneut angeboten hat, einen Kreuzzug gegen die Ungläubigen zu starten. Das Erstzugriffsrecht liegt zwar diesmal nicht bei Polen, falls jedoch die anderen Herrschaftshäuser kein Interesse an einem Kreuzzug haben, wird Polen binnen vier Halbjahren handeln. Hochachtungsvoll, Prinz Zbigniew”

Während Zbigniew sich in Diplomatie übte, schuf Wladys Enkel Leszek an der Südost-Grenze Polens neue Fakten. Zusammen mit der örtlichen Grenzschutzgruppe überquerte er die Grenze zu Russland und hielt pfeilgerade auf Kiev zu. Was er wohl vor hat?

Zu guter Letzt wurden auf Zbigniews Geheiß Truppen der Kirche gen Novgorod gesandt. Ihre Aufgabe dort ist, durch die Verbreitung des christlichen Glaubens Zwietracht unter den mongolischen Besatzern zu säen. Bei dieser Aufgabe werden sie durch Spione in der Stadt unterstüzt. Ein Umsturz ist geplant, ein direkter Angriff gegen Mongolia steht hingegen noch nicht auf der polnischen Agenda. Es bleibt spannend.

I
m Jahre 1194 AD stand Europa am Abgrund. Die katholischen Mächte Norwegen und Teutonia bekämpften sich ohne Gnade, Sizilien griff Venedig an, die Mauren standen vor Mailand, die Mongolen belagerten die Russen. Es war furchtbar.

Der höfischen Gesellschaft zu Danzig kam es in diesen Tagen gerade recht, dass Prinz Banaszak endlich eine passende Braut freite. Trotz Krieg und Verderbnis schalteten die Menschen in Polen für einige Tage um – und freuten sich über das junge Glück. Möge es lang und kinderreich sein.

Im Osten Polens hätte man gerne mitgefeiert, wenn nicht der Truchsess der Ostburg die oberste Alarmstufe ausgerufen hätte. Die Mongolen hatten mit einem Spähtrupp die Grenze Polens überquert, offenbar um sich ein Bild von den örtlichen Gegebenbeiten zu machen.

Zu allem Überfluss hatte sich Prinz Andrew just in diesem Moment mit einem Gutteil der Truppen der Ostburg zur Unterstützung Antiochias aufgemacht. So stand die Ostburg nahezu ohne Besatzung dar, als der Pferdeherr seine Späher kreisen lies.

Während man im Osten gebannt auf die Grenze starrte, vollzog Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs Wladyslaw, die Umgestaltung der polnischen Nordost-Grenze. Zusammen mit seinem Sohn Leszek, General Przemysl und über 2.000 Soldaten erstürmte er die letzte Feste des Großherzogs Vaisvilkas von Lithuania.

Der Angriff auf Lithuania erledigte zwei Probleme mit einem Streich. Zum einen war das Dauerärgernis Lithuania vom Tisch – immerhin lagen zahlreiche Nationen der zivilisierten Welt mit diesem Volk im Krieg. Darüber hinaus war ein Schwachpunkt im Kampf gegen die Mongolen beseitig – ein toter Herrscher konnte nicht mehr Vasall des Pferdeherren werden. Großherzog Vaisvilkas starb gemeinsam mit seinen Männern.

Im Gefecht um die Dominanz an der Nordostgrenze ließen viele Männer auf beiden Seiten ihr Leben. Polen büßte an disem Tage fast 1.000 tapfere Soldaten ein. Diejenigen, die überlebten, trugen Narben an Knochen und Seele davon. Es waren keine schönen Zeiten, damals, in Nordeuropa.

Als sich der Schlachtenlärm senkte und die polnischen Truppen mit der Sicherung des Schlachtfelds begannen, entdeckten die Soldaten die zerschundene Leiche des tapferen Generals Przemysl. Er war der Anführer der zweiten Heeresgruppe und gehörte zur ersten Welle, die in die schwer befestigte Burg Lithuanias eindrang. Prinz Zbigniew sprach zu seinen Männern und sagte ihnen, dass Polen nun für alle Zeit dieses Land verteidigen müsse damit General Przemysl nicht umsonst gefallen sei.

Wenige Tage darauf übernahmen die polnischen Beamten das Ruder in der vormals letzten Provinz Lithuanias. Das Steuer- und Justizwesen wurde übernommen, Infrastrukturmaßnahmen geplant, eine Kirche beauftragt, Truppen aufgestockt und vieles mehr. Der Bevölkerung wurde klar: Lithuania war vernichtet, Polen ist jetzt an der Macht.

“Bürger Russlands, seht auf diese Stadt” rief Polens Chefdiplomat Miszko Marosz nahe Smolensk dem dortigen Stadtrat zu – und zeigte am Horizont auf die Rauchsäulen der ehemals letzten Provinz Lithuanias. Der findige Außenminister des guten Königs Wladyslaws machte keinen Hehl aus der Gewaltbereitschaft des ponischen Thronfolgers… und außerdem erinnerte er die Russen daran, dass sie mit den Mongolen bereits genügend Probleme hätten. Die Russen wiederrum wollten Frieden mit Polen, hatten sie doch ohne Not vor 4 Halbjahren dem guten König wegen einer ausgebliebenen Schutzgeldforderung den Krieg erklärt. Wladyslaw willigte nach langen Verhandlungen ein, mit den Russen seinen Frieden zu machen. Er gab ihnen sogar Kartenmaterial und Bargeld mit – im Tausch gegen gerade einmal zwei Städte, die die Russen über kurz oder lang sowieso an die Mongolen verloren hätten.

Auf dem Fuße folgte die Friedenserklärung der Russen. Formal hatte Wladyslaw an der Ostgrenze nun Ruhe – war er doch weiterhin mit den Mongolen verbündet und mit den Russen zumindest nicht im Krieg. Er war schon sehr gespannt, wie lange die Ruhe halten würde.

Nach all den schrecklichen Ereignissen und Schlachten nahm Wladyslaw mit dem Papst Kontakt auf. Wlady wollte wissen, wie der Heilige Stuhl zu den Verfehlungen Siziliens und Teutonias stand. Zu seiner Überraschung stellte der gute König der Polen fest, dass der Papst das Verhalten dieser beiden Aggressoren billigte – was ein nahezu unfassbares Zugeständnis des Papstes war. Fast hätte Wladyslaw selbst mit dem Papst gebrochen, hätte dieser ihn nicht auch darauf hingewiesen, dass ab sofort wieder die Möglichkeit zum Ausrufen eines Kreuzzugs bestehen würde. Wladyslaw nahm sich vor, diese Information in Kürze mit dem hohen Allianzrat zu besprechen.

N
ein, es waren wahrlich keine einfachen Zeiten im Sommer 1194 AD. Der gute König Wladyslaw sah sich großem innenpolitischen Druck ausgesetzt. Immer wieder nörgelten seine Strategen, dass die Unterstützung Antiochias und der Schutzwall gegen die Mongolen Unsummen verschlang. Stattdessen solle sich der König lieber auf die Eroberung Norwegens konzentrieren, so flüsterten es ihm die Hofbonzen ins Ohr.

Der gute König kam sich dabei sehr alt vor. Keine 10 Jahre zuvor hätte er dererlei Gesocks noch eigenhändig mit seinem schottischen Claymore den Kopf vom Hals getrennt. Aber diese Zeiten waren vorbei. “Das Leben bei Hof macht weich”, dachte sich der Herr der Polen im Stillen.

Überhaupt nicht weich waren die harten Fakten des Geheimdienstes, der die Leistungsfähigkeit des Königreichs Polen mit der der Mongolen und Mauren verglich. Militärisch, Finanziell und sogar bei der Produktivität waren die Polen unterlegen.

Ebenfalls alles andere als weich ging es an der russischen Grenze zur Sache. Die Mongolen waren ernsthaft dabei, ein riesiges russisches Heer auszuhungern. Keine 3 Halbjahre mehr würde Novgorod dem Pferdeherren standhalten. Wladyslaw hoffte auf einen Ausfall der Russen, hatte aber wenig Hoffnung auf einen Sieg.

Aber es gab auch Hoffnung. Der eisenharte Prinz Zbigniew, Sohn des Wladyslaw, brach mit Wladys Enkel Leszek endlich auf um Lithuanias Hauptstadt dem Königreich einzuverleiben. Die Operation “Grenzsicherung”, bei der auch Polens Außenminister Miszko Marosz vor Ort war, würde binnen eines Halbjahres abgeschlossen sein – so die Planung.

I
m östlichen Europa liegen die Nerven blank. Die Mongolen stehen im Norden und Süden Russlands, belagern Städte und Festungen unter hinterlassen eine Spur der Verwüstung.

Die asiatische Kampfmaschine läuft auf vollen Touren, sogar die russische Hauptstadt ist eingekreist und wird um ihre Zugehörigkeit bis aufs Blut kämpfen müssen. Die Militärstrategen des guten polnischen Königs beäugen die Entwicklung mit großer Skepsis. Die Fachleute rechnen zwar mit einer Verlangsamung des mongolischen Vormarschs, an einen Sieg der Russen glaubt niemand.

König Wladyslaw hat vorsorglich in diesen Tagen seine Allianz mit Dänemark gefestigt. Mit seinen Wikingerfreunden hat der gute König den vollständigen militärischen Zugang vereinbart. Dänische Truppen dürfen somit polnische Grafschaften durchqueren – zum Beispiel um Nachschub an ihre Ostgrenze (Richtung Mongolei) zu bringen.

Darüber hinaus ist Prinz Zbigniew, der polnische Thronfolger, mit einem mächtigen Heer an der Ostgrenze aufmarschiert. Er will Stärke demonstrieren und jedem Nachbarn klar machen: “seht her, wir sind bereit”. Dabei hat er mit einem Auge auch die letzte verbliebene Provinz der Lithauer im Blick. Sollten die Lithauer es wagen die Mongolen offiziell zu unterstützen, würde er nicht zögern die Versäumnisse des letzten Kreuzzeugs schnell und geräuschlos zu erledigen.

D
er Krieg gegen Lithauen lief schlecht.

General Przemysl, der mit seinen Mannen aus Ostburg gen Norden gerittet war, musste eine schwere Niederlage verkraften. Keine hundert Mann waren aus seinem stolzen Kreuzfahrertrupp verschont worden, der Rest lag tot vor und in Vilnius. Auf Geheiß von Prinz Zbigniew, dem Thronfolger Wladyslaws, hatte Przemysl seine Leute in den sicheren Tod geführt – einzig nur um Vilnius zu schwächen.

Immerhin: nachdem Przemysl die Lithauer geschwächt hatte, konnte der junge Prinz der Polen einen heroischen Sieg gegen die Ungläubigen einfahren. Es war zwar nur eine Feldschlacht, aber sie ging zugunsten der guten Polen aus. Das anschließend Lithauen mit einem gut tausend Mann starkem Heer nachsetzte und den Prinzen zum Rückzug zwang, entging der Aufmerksamkeit des guten König Wladyslaws – offenbar dem vorangegangenem Siegestaumel geschuldet.

Da verwundert es den aufmerksamen Beobachter auch nicht, dass am Hofe im friedlichen Danzig unser General Boleslaw endlich das heilige Sakrament der Ehe der Freifrau Katarziny Wos spendete. Bei Wein und Gesang feierte der Hof, während im hohen Norden Europas Polens Söhne für das Kreuz marschierten.

Es waren keine schönen Tage, damals, im Norden Europas.

A
gnes von Polen traf wieder einmal in Wien ein. Ein Zwischenstopp in Budapest hatte Sie aufgehalten, die Verhandlungen ob der neuen Allianz zwischen Polen und Ungarn wollte sie höchstselbst zu einem guten Erfolg führen. Und fürwahr, es war ihr gut gelungen.

Ob ihre nächste Mission ebenso erfolgreich enden würde, stand noch in den Sternen. Zu Mittag hatte Sie mit dem Deutschen Kaiser gespeist und ihm unmissverständlich klar gemacht, dass seine Truppen in Polen nicht erwünscht seien. “Wie würde es euch gefallen, wenn 2.000 Soldaten der Krakauer Landwehr vor Frankfurt lagerten, Herr Kaiser” hatte Sie dem dicken alten Mann aus Deutschland entgegengeschnaubt. Sie war in ihrem Element, der diplomatische Predator der Polen, die Allzweckwaffe des guten Königs Wladyslaws.

Zwischen Hauptgang und Nachspeise hatte der Deutsche Kaiser ihr geantwortet, dass Polen nicht in der Position sei um Forderungen zu stellen. “Wertes Fräulein Agnes”, hatte der bornierte dicke alte Mann gesagt, “wir Deutschen belieben zu gehen wie es uns gefällt. Und wenn euch das nicht passt, dann ist dies euer Problem.”

Kurzzeitig erwog Agnes ihren versteckten Dolch zu ziehen und dieser Kröte den Hals aufzuschlitzen, da traf ein Bote am Hofe des Kaisers ein. Seine Nachrichten verbreiteten sich wie ein Lauffeuer: der polnische Prinz Zbigniew hatte heroisches in Lithauen vollbracht. Die Burg Turku im hohen Norden und eine Stadt hatte ihr Bruder den Lithauern abgetrotzt, dazu noch ein großes Heer vernichtend geschlagen. Agnes war mächtig stolz auf ihren Bruder.

Diese Kunde im Gepäck trat Sie am Abend noch einmal vor den Deutschen Kaiser. Das Gespräch fand unter vier Augen hinter verschlossenen Türen statt. Tags darauf reiste Agnes aus Polen ab, gut eine Woche später verließen die deutschen Truppen Polen und setzten ihren Weg nach Osten fort. Sie hatte es wieder einmal geschafft.

Als nächstes würde sie sich den Dänen zuwenden. Im Westen Polens hatten etwa 200 Wikingerfreunde die Grenze passiert ohne das Banner des Herrn Jesu gehisst zu haben. Sie würde diese Situation bereinigen – oder auf die 150 Schweren Reiter warten, die bereits zu ihr auf dem Weg waren. Aber das wird eine andere Geschichte.

Während die junge Prinzessin in Wien einen Sieg feierte, warf sich der gute König Wladyslaw gerade in seinen feinsten Zwirn. Kunde aus Italien hatten ihn erreicht und sein Herz mit Sorge erfüllt. Es mussten neue Verhandlungen mit Venedig geführt werden, die Aufgabe war delikat und unumgänglich. Er würde dies selbst erledigen und aus der Welt schaffen müssen – und so machte sich unser guter König zum geheimen Verbindungsmann des Dogen in Krakau auf. Und auch das wird eine andere Geschichte.