Posts Tagged ‘Ziemowit Banaszak’

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er Job ist erledigt. Schottland ist gefallen. Dem Manifestum Europa wurde genüge getan.

In zwei spektakulären Schlachten wurde in diesem Halbjahr Schottland von Polen unterworfen. Dabei kam erneut die von Ziemowit Banaszak entworfene Taktik zum Einsatz, den Gegner durch eine verlorene Schlacht aus der Defensive zu locken und anschließend mit der Hauptstreitmacht zuzuschlagen. Wie damals der alte Banaszak, fiel diesmal General Wenceslaus Miazga. Polen trauert um einen Helden – und ehrt sein Vermächtnis mit der Vernichtung des Schottischen Königreichs.

httpv://www.youtube.com/watch?v=gqBe2MkRLR4&feature=related

Der König von Polen bedankt sich bei allen Mitstreitern im Allianzrat für zahllose Monate des Amüsements. Ruhm und Ehre der Allianz! Bringen wir es zu Ende!

Z
um Jahreswechsel 1223/1224 verstarb sie, die Grande Dame der großen polnischen Nation. Agnes von Polen, die diplomatische Protagonistin des Königreichs, weilt nicht mehr unter uns. Sie war der letzte Nachkomme des großen Wladyslaw, jetzt ruht sie bei ihren Geschwistern Ziemowit Banaszak, Boleslaw und Zbigniew. Namen wie Donnerhall, eine Generation voller Macher, Polen trägt Trauer und verneigt sich vor diesen Heroen der Geschichte.

Gerüchteküche

Ob des Ablebens der polnischen Prinzessin ranken sich allerhand Gerüchte. In der Öffentlichkeit wird ein gewaltsamer Tod dementiert, der Verdacht einer Straftat bleibt jedoch weiter im Raume stehen.

Andrew von Ungarn, der Letzte der Alten Garde

Andrew ist zwar “nur” angeheiratet, ist aber nun der Letzte noch lebende polnische Führer, der direkt unter dem alten Wladyslaw gedient hat. Obwohl der Tod seiner Frau ihn schwer mitgenommen hat, ist er weiterhin bestrebt für Ruhe und Ordnung auf der Krim und im Osten zu sorgen.

Nachruf auf Agnes

In Gedenken an die große alte Dame der polnischen Nation hat Polens Hofbarde Nummer 1, der feine Herr Jutjub, eine Folklore verfasst.

httpv://www.youtube.com/watch?v=sxSMY_RT2NA

Unterstützung für Jerusalem

Trotz der traurigen Umstände lag die große Politik in Polen nicht brach. Polens Kreuzfahrerheer ging vor Arguin an Land und belagert nun die Stadt der Muslime. Ziel der Polen ist, die Stadt wieder zurück in den Schoß Jerusalems zu führen.

Die Akte Norwegen

Die Generalität teilt dem Dogen von Venedig mit, dass in vier Halbjahren ein vernichtender Schlag gegen die Norweger geführt werden wird. Zwar sind zwei von drei Siedlungen in direkter polnischer Nachbarschaft, die letzte Siedlung hingegen wird im Kanal zwischen England und der irischen Insel vermutet. Da Norwegen komplett in einer Angriffswelle fallen soll, bittet Polen seinen Verbündeten noch um etwas Geduld.

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änemark ist Geschichte – vernichtet vom König der Polen. Zwei blutige Schlachten gegen die dänische Hauptstadt Arhus wurden geschlagen, eine ging höchst verlustreich verloren, die andere ging zu unseren Gunsten aus. Der erste Angriff stand im Zeichen der Schwächung, so wie es damals der großartige Ziemowit Banaszak, dritter Sohn des Wladyslaw, vor Marienburg den Polen gelehrt hatte. Der zweite Angriff fand dann nur noch gegen rund 800 Mannen statt – die letztlich niedergerungen werden konnten.

Als Leszek einst vor Dän’mark stand
da wurd’s dem Dänenkönig bang.
Schwerter, Speere und Deutsche Ritter
schmecktem ihm gar wahrlich bitter
und so kam’s wie’s kommen musst,
das Ende wurde zum Verdruss.
Doch Dän’mark bleibt nicht lang allein,
Norwegen wird sein nächste sein.

T
eutonia und Polen schenkten sich nichts: der Totale Krieg zwischen beiden Staaten wütete und forderte zahllose Opfer. Bauern, Soldaten und Mitglieder der Königsfamilie kämpften und starben Seite an Seite in diesem erbarmungslosen und so überflüssig wirkenden Kampf. Doch lest selbst.

Kalmar wird belagert

Es waren venezianische Diplomaten, die die schlimme Nachricht überbrachten: “Kalmar wird belagert, unsere Auslandsaufklärung hat es bestätigt” brachte der forsche Lagunenmensch aus Italien die Lage auf den Punkt. Zur Entlastung Kalmars wurde eine kleine teutonische Stadt im hohen Norden angegriffen und überrannt. Bei dieser Gelegenheit fand auch der amtierende Hochmeister Teutonias sein Ende. Leider führte dieser Angriff nicht dazu, dass Teutonia seinen Würgegriff um Polens größte Stadt löste.

Ziemowit Banaszak ist tot

Er war der dritte leibliche Sohn des alten Königs Wladyslaw – und er fiel in diesem Jahr für Polen. Um einen Teil der teutonischen Truppen von Marienburg wegzulocken, bedurfte es eines selbstlosen Angriffes eines unterlegenen Heeres gegen die unbarmherzigen Hornhelmträger. Diesen Angriff kommandierte Ziemowit Banaszak bis zum Ende. Seine Truppen waren letztlich unterlegen, doch brachten sie genug Mannen vor die Tore Marienburgs, auf dass ein direkter Angriff auf die Feste des Feindes zu gelingen vermochte.

Schlacht um Marienburg ist ausgetragen

Niemand geringeres als König Zbigniew höchstselbst kommandierte zusammen mit Joachim von Gdansk und Radoslaw Kulwiec den finalen Schlag gegen die Marienburg. Knapp 2.000 Mann führten sie in die Schlacht, was nur deshalb funktionierte, da Ziemowit Banaszak mit seinen Truppen den Feind bereits erheblich geschwächt hatte. Knapp 900 Teutonen haben Marienburg verteidigt – und sind bei dem Versuch gescheitert.

Nachgeplänkel

Nach der Eroberung Marienburgs vagabundierten noch einige hundert Teutonen in der Region herum. Um dieser Gefahr ein für allemal Herr zu werden, befahl König Zbigniew auch hier direkt den Angriff – und löschte Teutonia auf dem europäischen Festland aus. Nun ist es an der Zeit, sich auf die skandinavischen Besitztümer der Hornhelmträger und auf deren Belagerung von Kalmar zu konzentrieren.

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m Sommer 1200 AD prosperierte Polen, doch es wollte sein keine rechte Freude einstellen. Stattdessen war das Königreich von Kriegsvorbereitungen, Spannungen und großer Trauer gezeichnet.

Die Königin ist tot!

Königin Judith, Frau des Wladyslaw und Mutter von Prinz Zbigniew, Prinzessin Agnes, Ziemowit von Danzig und Feldherr Boleslaw ist tot. Die Ärzte diagnostizierten einen natürlichen Tod, doch der alte König Wladyslaw gab sich damit nicht zufrieden. Berichte vom Tod des Dogen von Venedig, der ebenfalls “natürlich” gewesen sein soll, ließen ihn aufhorchen. Wladyslaw hatte oft mit seiner Frau im Dogenpalast geweilt… und mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob nicht dort ein garstiges Pulver den Weg in die Kehle seiner Frau gefunden haben könnte. Wer hätte dem Dogen und dem polnischen Herrscherhaus etwas Böses wünschen wollen? Furcht, Zorn und Ohnmacht prägten seine Gedanken bei der Suche nach einem unbekannten Feind.

Angriffziel: Kozelsk

Fernab von Danzig verweilte Prinz Zbigniew. Der Heilige hatte nichts vom Tode seiner Mutter mitbekommen, als er gemeinsam mit seinem Sohn Leszek den Angriffsplan gegen Russland beschloss. Zbigniew machte sich mit einem Heer gen Osten auf und hielt auf Kozelsk zu. In wenigen Halbjahren würde er erneut gegen Russland in den Krieg gehen.

Angriffsziel: Kiev

Kiev, die mächtige Großstadt nahe des Schwarzen Meeres, umringt von Russen und Mongolen, gehalten von einer russischen Elitelegion. Die Herausforderung, die Prinz Zbigniew seinem Sohn Leszek übertragen hatte, war gewaltig. Aber er würde nicht versagen! In weniger als 5 Halbjahren würde er die Perle Russlands nehmen und der polnischen Krone zuführen.

Krieg gegen England befürchtet

Mitten in Polen steht ein Konflikt bevor, den kein Pole will – aber vielleicht aufgezwungen bekommt. Eine englische Streitmacht mit knapp 2.500 Mann kampiert seit vielen Halbjahren vor Danzig. Die Engländer sind dort nicht erwünscht, werden aber letztlich von Polen geduldet. Seit einem Halbjahr jedoch rückt der König von Dänemark gegen dieses Heer vor – und da die Dänen mit England im Krieg liegen, wird eine militärische Auseinandersetzung nahe Danzig immer wahrscheinlicher. Die polnische Generalität sagt voraus, dass Polen in diesem Fall zum Bündnis mit Dänemark verpflichtet ist, bestehende Verträge würden diesen Fall bereits regeln. Die Generalität betrachtet die Situation mit großer Sorge, käme ein Krieg mit England doch äußerst ungelegen.

Terror in Novgorod

In diesem Fall waren sich Zbigniew und Wladyslaw einig: Einen Angriff gegen Mongolia wolle niemand provizieren, aber Novgorod müsse aufgrund seines Zugangs zur Ostsee und seiner Nähe zu anderen polnischen Siedlungen fallen. Schweren Herzens entschieden Vater und Sohn, mit Terror und Infiltration die Stadt zum Fall zu bewegen. Die Aktion “Staatsterror” läuft auf vollen Touren.

Kopfgeld auf den Inquisitor

Der Tod von Königin Judith traf Wladyslaw hart. Er haderte mit seinem Gott, fluchte, trank und tat allerlei Dinge, die nicht den engen Moralvorstellungen der katholischen Kirche genügten. Niemand bei Hofe nahm ihm dies übel, war doch Judith stets sein Fels in der Brandung. Zu allem Überfluss jedoch hörte ein Inquisitor aus dem Heiligen Römischen Reich von Wladyslaw Schwäche und brach zu einer Glaubensprüfung des Herrn von Polen auf. Vivianus Bocca, wie der 25jährige Inquisitor hieß, brach von Westen kommend gen Polen auf und wird voraussichtlich in 3 Halbjahren am Königshof eintreffen. Da der Herr der Polen keinen Wert auf die Bekanntschaft dieses jungen Mannes legt, wird hiermit verkündet, dass der Tod dieses Herren mit 1.000 Goldstücken belohnt wird.

Neues vom Kreuzzug

Robert Gilforde, ein wagemutiger Mann aus Jerusalem, belagerte mit 262 Soldaten die Stadt Kairo. Im Inneren der Stadt rieben sich die ägyptischen Verteidiger verwundert die Augen – immerhin war hier Kronprinz al Mustali mit 1.026 Mann stationiert. Nachdem die Verteidiger ihre Verwunderung überwunden und alle mal kräftig gelacht hatten, machten sie die Stadttore auf und rannten voller Tatendrang auf die Angreifer zu. Nach Sichtung des Feindes zog sich Robert Gilforde zurück.

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m Jahre 1194 AD stand Europa am Abgrund. Die katholischen Mächte Norwegen und Teutonia bekämpften sich ohne Gnade, Sizilien griff Venedig an, die Mauren standen vor Mailand, die Mongolen belagerten die Russen. Es war furchtbar.

Der höfischen Gesellschaft zu Danzig kam es in diesen Tagen gerade recht, dass Prinz Banaszak endlich eine passende Braut freite. Trotz Krieg und Verderbnis schalteten die Menschen in Polen für einige Tage um – und freuten sich über das junge Glück. Möge es lang und kinderreich sein.

Im Osten Polens hätte man gerne mitgefeiert, wenn nicht der Truchsess der Ostburg die oberste Alarmstufe ausgerufen hätte. Die Mongolen hatten mit einem Spähtrupp die Grenze Polens überquert, offenbar um sich ein Bild von den örtlichen Gegebenbeiten zu machen.

Zu allem Überfluss hatte sich Prinz Andrew just in diesem Moment mit einem Gutteil der Truppen der Ostburg zur Unterstützung Antiochias aufgemacht. So stand die Ostburg nahezu ohne Besatzung dar, als der Pferdeherr seine Späher kreisen lies.

Während man im Osten gebannt auf die Grenze starrte, vollzog Prinz Zbigniew, Thronfolger des guten Königs Wladyslaw, die Umgestaltung der polnischen Nordost-Grenze. Zusammen mit seinem Sohn Leszek, General Przemysl und über 2.000 Soldaten erstürmte er die letzte Feste des Großherzogs Vaisvilkas von Lithuania.

Der Angriff auf Lithuania erledigte zwei Probleme mit einem Streich. Zum einen war das Dauerärgernis Lithuania vom Tisch – immerhin lagen zahlreiche Nationen der zivilisierten Welt mit diesem Volk im Krieg. Darüber hinaus war ein Schwachpunkt im Kampf gegen die Mongolen beseitig – ein toter Herrscher konnte nicht mehr Vasall des Pferdeherren werden. Großherzog Vaisvilkas starb gemeinsam mit seinen Männern.

Im Gefecht um die Dominanz an der Nordostgrenze ließen viele Männer auf beiden Seiten ihr Leben. Polen büßte an disem Tage fast 1.000 tapfere Soldaten ein. Diejenigen, die überlebten, trugen Narben an Knochen und Seele davon. Es waren keine schönen Zeiten, damals, in Nordeuropa.

Als sich der Schlachtenlärm senkte und die polnischen Truppen mit der Sicherung des Schlachtfelds begannen, entdeckten die Soldaten die zerschundene Leiche des tapferen Generals Przemysl. Er war der Anführer der zweiten Heeresgruppe und gehörte zur ersten Welle, die in die schwer befestigte Burg Lithuanias eindrang. Prinz Zbigniew sprach zu seinen Männern und sagte ihnen, dass Polen nun für alle Zeit dieses Land verteidigen müsse damit General Przemysl nicht umsonst gefallen sei.

Wenige Tage darauf übernahmen die polnischen Beamten das Ruder in der vormals letzten Provinz Lithuanias. Das Steuer- und Justizwesen wurde übernommen, Infrastrukturmaßnahmen geplant, eine Kirche beauftragt, Truppen aufgestockt und vieles mehr. Der Bevölkerung wurde klar: Lithuania war vernichtet, Polen ist jetzt an der Macht.

“Bürger Russlands, seht auf diese Stadt” rief Polens Chefdiplomat Miszko Marosz nahe Smolensk dem dortigen Stadtrat zu – und zeigte am Horizont auf die Rauchsäulen der ehemals letzten Provinz Lithuanias. Der findige Außenminister des guten Königs Wladyslaws machte keinen Hehl aus der Gewaltbereitschaft des ponischen Thronfolgers… und außerdem erinnerte er die Russen daran, dass sie mit den Mongolen bereits genügend Probleme hätten. Die Russen wiederrum wollten Frieden mit Polen, hatten sie doch ohne Not vor 4 Halbjahren dem guten König wegen einer ausgebliebenen Schutzgeldforderung den Krieg erklärt. Wladyslaw willigte nach langen Verhandlungen ein, mit den Russen seinen Frieden zu machen. Er gab ihnen sogar Kartenmaterial und Bargeld mit – im Tausch gegen gerade einmal zwei Städte, die die Russen über kurz oder lang sowieso an die Mongolen verloren hätten.

Auf dem Fuße folgte die Friedenserklärung der Russen. Formal hatte Wladyslaw an der Ostgrenze nun Ruhe – war er doch weiterhin mit den Mongolen verbündet und mit den Russen zumindest nicht im Krieg. Er war schon sehr gespannt, wie lange die Ruhe halten würde.

Nach all den schrecklichen Ereignissen und Schlachten nahm Wladyslaw mit dem Papst Kontakt auf. Wlady wollte wissen, wie der Heilige Stuhl zu den Verfehlungen Siziliens und Teutonias stand. Zu seiner Überraschung stellte der gute König der Polen fest, dass der Papst das Verhalten dieser beiden Aggressoren billigte – was ein nahezu unfassbares Zugeständnis des Papstes war. Fast hätte Wladyslaw selbst mit dem Papst gebrochen, hätte dieser ihn nicht auch darauf hingewiesen, dass ab sofort wieder die Möglichkeit zum Ausrufen eines Kreuzzugs bestehen würde. Wladyslaw nahm sich vor, diese Information in Kürze mit dem hohen Allianzrat zu besprechen.

A
gnes und Wladyslaw saßen beisammen und hielten Kriegsrat.

“Mein Herr”, ächzte die adrette Mitzwanzigerin ihrem Vater, dem guten König von Polen, zu. “Lithauen ist eindeutig zu weit gegangen. Sie belagern Arensburg mit einer Übermacht, ihr Sieg ist nicht verhinderbar. Sie nehmen uns den Lebensraum weg, den wir öffentlich für uns prokalmiert haben. Ich sage: Krieg!”

Wladyslaw war stolz auf sein Mädchen. Sie sagte heraus was sie dachte, geradlinig. “Meine Tochter, für einen direkten Angriff ist es noch zu früh. Bevor wir in den Krieg ziehen, müssen wir die Dänen, Deutschen, Teutonen, Norweger und Ungarn fest im Blick haben – jeder von ihnen kann unsere Grenzen bedrohen. Außerdem sendet umgehend unseren Botschafter in Italien zum Papst, er möge unsere Allianz endlich besiegeln. ”

“Wie ihr wünscht, mein Herr”. Agnes blickte verdrieslich auf und erhob abermals die Stimme. “Sagt, wann wird Polen endlich von diesen Strauchdieben erlöst, die hier ein und ausgehen? Prediger aus fremden Ländern, unerwünschte Diplomaten, sie stolzieren durch unser Land als gehöre es ihnen.” Wladyslaw blickte finster und sprach mit gesenkter Stimme: “Der Herzog von Mailand wird uns bald von diesen Strolchen erlösen, verlasse dich darauf, meine Tochter.”

Die Türen zum Thronsaal flogen auf, der Kriegsrat wurde jäh unterbrochen. “Majestät”, der Hauptmann des königlichen Sicherheitsdienstes schritt mit schwerem Gang durch den Raum, “es wurden erneut Rebellen im Landesinneren gesichtet. Wir müssen sofort handeln!”

Wladyslaw wusste, was zu tun war. Er hatte es schon viele Male getan und er würde es wieder tun. “Hauptmann, wir brechen auf.”

E
ine Woche war seit dem heiligen Vatertag vergangen. Eine Woche war es her, seit König Wladyslaw das letzte Mal in Ruhe Zeitung gelesen hatte.

Erschöpft von der Siegesfeier ob der Befriedung von Kalmar sank der gütige Herrscher in seinem Thron zusammen, sich nach Ruhe und einer Zeitung sehnend. Er schwang die Füße hoch und griff beherzt zu PoDo, der polnischen Zeitung, die zu jedem Thema eine Meinung hat. Neben Olga, 19, zierte diesmal seine Tochter Agnes die Titelseite. Das fing ja gut an…

Agnes im Strudel der Gefühle

PoDo berichtet vom Skandal um Prinzessin AvP

Unser guter König überflog die Zeitung: Agnes … im Strudel der Gefühle … Affäre …. posen in Posen …. der deutsche Michel sticht zurück … Deutschland fällt über Polen her

“Schreiber, zu mir!” donnerte der König. “Richtet meiner Tochter aus, sie möge sich gefälligst in der Öffentlichkeit zusammenreissen. Und meldet Hauptmann Banaszak, er möge die Redaktionsräume von PoDo niederbrennen. Außerdem sendet Nachricht zu meinen Freunden in Mailand. Sie sollen Ausschau halten nach einer deutschen Prinzessin namens Agnes. Sagt ihnen, es kann nur meine Agnes geben. Sie wissen dann schon, was zu tun ist.”

P
olen, Winter Anno Domini 1182

Der Chef der königlichen Sicherheit wurde ermordert in der Nähe von Krakau aufgefunden. Als Tatwaffe machten die ermittelnden Beamten ein schottisches Claymore aus, ein besonders grausames und handfestes Zweihandschwert aus dem Norden der britischen Insel. Es wird vermutet, dass ausländische Attentäter einen Anschlag auf den König verüben wollten und der Sicherheitschef dies mit seinem Leben vereitelte.

Neuer Verantwortlicher für die Sicherheit im Thronsaal ist ab sofort  Ziemowit Banaszak. Herr Banaszak wurde vom König höchstselbst erwählt und auch sogleich in den Kreis der Familienmitglieder aufgenommen.

Die Bande zu Dänemark wurden ebenfalls verstärkt. Südlich von Marienburg trafen sich ein dänischer Gesandter und die polnische Chefdiplomatin Agnes zu Verhandlungen ob einer gemeinsamen Allianz. Nach insgesamt 7 Verhandlungsrunden verkündeten die beiden, dass Dänemark und Polen von nun an gemeinsam für Sicherheit und Stabilität in der Ostseeregion sorgen.

Zu guter Letzt bleibt noch die Operation “Kalmar Shield” zu erwähnen. Der treue General Boleslaw steht mit seinen Truppen bereit, im nächsten Sommer die Stadt Kalmar zu befrieden. Der Segen des Herrn sei mit ihm!